Strahlende Finsternis

Wenn Jesus sich selbst als das Licht bezeichnet und alles andere als Finsternis, rüttelt das an unserem Ego.

Niemand verweilt gerne im Dunkeln. Doch anstatt uns dem wahren Licht zuzuwenden, erschaffen wir uns oft unsere eigene „strahlende Finsternis“. Das sind die künstlichen Lichter unseres Lebens: Statussymbole, Selbstgerechtigkeit, oberflächliche Erfolge oder die Illusion, alles im Griff zu haben. Sie leuchten hell, spenden aber keine echte Wärme und vertreiben nicht die eigentliche Dunkelheit in uns.

Der Hass auf das wahre Licht entspringt oft der Angst vor der Wahrheit. Es deckt auf, zeigt unsere Fehler, unsere Zerbrechlichkeit und die Schatten, die wir lieber verbergen würden.

Erst wenn wir aufhören, unsere eigene Finsternis schönzureden und sie künstlich zum Strahlen zu bringen, werden wir bereit für das Licht, das wirklich rettet, wärmt und uns den Weg weist. Angelika und Alfred Ullmann

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