Der Weg zum Ziel ist das Ziel

Wir kennen alle den Spruch „Der Weg ist das Ziel“, der u.a. damit ausdrücken möchte, dass es wichtig ist, aufmerksam unterwegs zu sein im Hier und Jetzt. Kritik an dem Spruch besteht darin, dass sich alles schnell ändern kann und damit die Verlässlichkeit und Konstanz fehlt.

„Nur das Ziel ist das Ziel“ ist das Gegenstück dazu. Klar formuliert, geradeaus, egal, welche Hindernisse sich einem in den Weg stellen. Solche Menschen werden klassischerweise häufig verehrt. Sie haben sich ein Ziel gesetzt und lassen sich in ihrem Tunnelblick von nichts und niemandem aufhalten.

Nachdem ich mich viele Jahre mit dem Spruch auseinandergesetzt habe, hat sich folgende Formulierung herausgebildet: „Der Weg zum Ziel ist das Ziel“. Das Ziel bestimmt die Richtung in meinem Leben und führt gleichzeitig dazu, dass der Weg und was es darum herum gibt, ausreichend Beachtung finden kann.

Jesus sagt: »Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.  “ (Joh. 14,6). Mit Jesus unterwegs sein heißt leben in der Gewissheit Gottes Kind zu sein und mit Freude über all das, was wir mit ihm auf dem Weg nach Hause erleben dürfen – Danke für diese Zusicherung!

 

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Tradition Segen oder Fluch?

Wenn die Welt immer komplizierter und komplexer wird und Änderungen in immer kürzeren Zyklen geschehen, sehnt man sich verständlicherweise nach Sicherheit und Stabilität.

Nicht wenige erliegen der Versuchung, die Lösung in der scheinbar heilen Welt der Vergangenheit zu suchen, die, je entfernter sie liegt, umso glänzender erscheint.

Es ist eine verhängnisvolle Flucht mit rückwärts gerichtetem Blick, der bewirkt, dass die wirklichen aktuellen Herausforderungen nicht mehr ernsthaft wahrgenommen werden. Damit entsteht eine Parallelwelt mit eigenen Gesetzmäßigkeiten, die, obwohl oft widersinnig, krampfhaft verteidigt werden.

Derweil waren herausragende Persönlichkeiten der Vergangenheit gerade deswegen herausragend, weil ihr Blick nicht rückwärtsgewandt war, sondern sie in ihrer Zeit im Hier und Heute fest verankert waren und sie deshalb das leisten konnten, was bis heute Beachtung und Bewunderung findet.

Dazu eine von vielen Weisheiten aus den Sprüchen 4,25: „Blicke stets nach vorn, richte deine Augen auf das, was vor dir liegt.“

Wir wünschen einen klaren nach vorne gerichteten Blick und Gottes Geist damit gut umzugehen.

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Worte der Befreiung: „Es ist genug!“

Die Frage, die bei unserem heutigen Spruch mitschwingt, ist, wie kommt dieses Übermaß an Belastung, woher kommt der Druck, dass viele sich nicht mehr trauen „NEIN“ zu sagen, „mehr geht nicht“ oder „es ist bereits jetzt zuviel“?

Mancher knechtet sich selbst, weil im Innersten einer sagt: „du darfst nicht nein sagen!“ Oft sind es Aussagen von Vater oder Mutter in der Kindheit, die eingetrichtert wurden und bis heute Wirkung zeigen.

Im Glauben sind Aussagen von besonders geistlich angesehenen Menschen so verinnerlicht, dass diese unreflektiert einen immensen Druck ausüben, dass „es wird mir zu viel“ als Ungehorsam mit dem Verlust der Gotteskindschaft verbunden ist.

Dabei ist das Ziel des Glaubens genau entgegengesetzt: Jesus sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken…so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ (Matth. 11,28-29).

Der christliche Glauben ist eben ganz anders als unsere Alltagswirklichkeit – es wird nicht immer noch mehr aufgeladen, sondern wir dürfen abladen, und zwar bei Gott selbst. Das ist das Vorrecht, das Gottes Kinder haben, sie sollen leben – bereits jetzt und hier. Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Negatives wirkt intensiver als Positives

Was Martin Luther beschreibt, scheint wie ein Naturgesetz zu sein. Das Leben wird intensiver von negativen Erlebnissen beeinflusst als von positiven Erfahrungen. Dazu kommt, dass über Negatives viel mehr gesprochen wird und auch die Medien von schlechten Nachrichten dominiert werden. Wir sind jedoch dem nicht hilflos ausgeliefert, sondern jeder kann ganz bewusst Kontrapunkte setzen.

Bewusst in meiner Umgebung das Positive suchen und darüber in Gedanken verweilen. Bei negativen Informationen kann ich prüfen, ob ich das wissen muss und ob es gut ist, das zu wissen.

Wie im Leben, so auch im Glauben. Muss ich mich mit Gerichtsszenarien, Weltende, Glaubenskämpfen, Schuld und Sünden anderer beschäftigen wie manche, deren Blick krampfhaft darauf gerichtet ist? Es ist doch deutlich besser, sich mit der Liebe Gottes zu uns Menschen zu beschäftigen und mit seiner Gnade und seinen Wegweisern im Leben. Frei nach Eph. 4, 29: „Redet und hört, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Gnade bringe euch selbst und denen, die es hören.“

Das baut auf, weitet den Blick und erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und bringt uns näher zu Gott.

Das ist unser Wunsch für jeden.

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Hinter dem Horizont geht es weiter…

Vorweg eine kurze Erklärung zum Foto. Es handelt sich hier einen kleinen Teil eines Strauchs, der von Seidenspinnerraupen vollkommen eingewickelt wurde.

Nun zum Spruch. Jeder Mensch ist begrenzt im Denken und Handeln, wer klug ist, akzeptiert dies und handelt entsprechend. Wer dies nicht akzeptiert, tritt eher auf als ob er selbst Gott wäre. Doch darum geht es in unserem Spruch nicht, sondern darum, dass manche Menschen nicht bereit sind zu akzeptieren, dass es mehr gibt als was sie sehen, erklären oder gedanklich nachvollziehen können.

In der Bibel heißt es: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR“ (Jes. 55,8)

Es ist das Besondere des Glaubens zu wissen, es gibt wesentlich mehr als ich mir vorstellen kann, und zu vertrauen, dass Gott, der nicht begrenzt ist wie wir, es gut meint mit mir und seine unbegrenzten Möglichkeiten auch für mich nutzt.

Dieser Glaube gibt Geborgenheit und weitet den eigenen Horizont – Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Rückgrat zeigen – Wirbel aushalten

Dieses Mal zwei Texte, zum Nachdenken.

Bettina Wegener: „Sind so kleine Hände, winz’ge Finger dran. Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann… Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt. Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub. Sind so schöne Münder, sprechen alles aus. Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus. Sind so klare Augen, die noch alles seh’n. Darf man nie verbinden, könn’n sie nichts versteh’n. Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei. Darf man niemals quälen, geh’n kaputt dabei. Ist so’n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht. Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht. Grade klare Menschen, wär’n ein schönes Ziel. Leute ohne Rückgrat, hab’n wir schon zuviel.“

Jesus:Ich versichere euch: Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder, kommt ihr ganz sicher nicht in Gottes himmlisches Reich.“ (Matth. 18,3).

Wir wünschen allen Gottes Beistand, als grade und klare Menschen im Lutherjahr ein Zeichen zu setzen und die daraus entstehenden Böen mit Gottes Hilfe zu meistern.

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Bücher sollten nicht die einzigen Freunde sein

Es tut gut, sich regelmäßig vom Trubel und Druck des Alltags zurückzuziehen, um in ein gutes Buch abzutauchen.

Heute geht es darum, Bücher sollten die einzigen Freunde sein. Bücher bieten fest fixierten Inhalt, alles schwarz auf weiß. Kommunikations- und Beziehungsfähigkeiten sind nicht gefordert und werden deshalb auch nicht gefördert. Gerade deshalb sind Bücher für manche eine Flucht vor dem Alltag.

Der christliche Glaube ist Beziehungsglaube zu Jesus Christus, der uns in der Bibel nahegebracht wird. Wie im Leben stärkt einen das regelmäßige Lesen der Bibel im Alltag. Aber ebenso kann die Bibel auch Flucht sein, um reduzierte Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit zu kompensieren.

Jesus spricht dies wie immer klar und offen an: „Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie sind’s, die von mir zeugen; aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.“ (Joh. 5, 39-40)

Das Leben ist nicht das Ergebnis verbissener Bibelkenntnis, sondern allein das Geschenk durch Jesus Christus. Es bereichert das Leben ungemein, während Erkenntnisglaube die Regale der Bibliotheken füllt, zur Überheblichkeit verleitet und Beziehungsunfähigkeit weiter verfestigt.

Wir wünschen allen viel Freude an dieser persönlichen Beziehung zu Jesus Christus

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Die 3 wesentlichen Beziehungen im Glauben

Der Spruch von Martin Luther ist einfach und faszinierend, er beschreibt die drei wesentlichen Beziehungen im christlichen Glauben:

  • Der Mensch und seine Beziehung zu sich selbst
  • Gott, zu dem der Mensch sich im Vertrauen zuwendet
  • Der Mitmensch, der durch die selbst erlebte Liebe Gottes besondere Wertschätzung erhält.

Voraussetzung ist in einem gewissen Maß vertrauen zu können. Wenn dieses Vertrauen auch die Beziehung zu Gott prägt, dann kann der Mensch etwas von der unendlichen Liebe Gottes spüren, die ihn erwärmt und motiviert, diese Liebe in die Beziehung zu seinen Mitmenschen zu investieren.

Es sind diese 3 Beziehungen, die im christlichen Glauben wesentlich sind. Die Kirche hat als Organisation die Aufgabe, Räume zu schaffen, dass diese Beziehung zu sich selbst, zu Gott und zu den Mitmenschen entstehen und sich weiterentwickeln kann. Wenn eine Organisation sich in diese Dreierbeziehung hineindrängt, verlagert das Ganze seinen Schwerpunkt.

Wir wünschen allen einen Raum zu haben, in dem jeder selbst, sein Vertrauen in Gott und seine Liebe zu den Mitmenschen wachsen kann.

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Missbrauch in geschlossenen Systemen

In dem Kinderbuch Pippi Langstrumpf gibt es dieses bekannte Kinderlied: „2 x 3 macht 4 widdewiddewitt und 3 macht 9e!! Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt..“ Heute schaffen sich nicht nur Kinder eine eigene Welt, heute sind es Erwachsene in mächtigen Verantwortungsfunktionen. Kritik an diesen eigenen Welten wird massiv bekämpft, Tatsachen werden geleugnet – Fake News, Alternative Fakten, Lügenpresse…

Doch darum soll es heute gar nicht gehen. Es geht um unsere eigene Welt und die Reflexion, wie geschlossen ist meine eigene Welt oder – allgemein ausgedrückt – meine Systeme, in denen ich mich bewege? Wie wird dort die Realität wahrgenommen, was zählt Information oder Interpretation, wer bestimmt, wie Personen beurteilt werden, wie offen dürfen eigene Meinungen geäußert werden, darf man selbstständig denken oder wird das als gefährlich, oder gar verwerflich angesehen…

Paulus fordert uns auf: „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“ (1. Thess. 5,21).

Modern ausgedrückt: „Scannt alles, löscht den Schrott und behaltet nur die guten Sachen“ (Volxbibel)1616

Selber sehen und sich selbst damit auseinanderzusetzen, was um mich herum passiert, selbst zu urteilen und dazu zu stehen. So sammelt sich immer mehr Gutes in meinem Leben und meinem Glauben – was für ein Vorrecht!

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Wozu ist allemal besser als Warum!

W8enn wir eine Situation beurteilen, ist der Blick meist darauf gerichtet, ob es eher angenehm, eher unangenehm oder sogar absolut unangenehm war. Mit demselben Muster bewerten wir unsere Sicht auf die Zukunft.

Unser Spruch lenkt den Blick heute auf das, was in uns liegt. Wie kann das, was an Talenten und Eigenschaften in uns liegt, sich entfalten?

Manches wird gefördert in positiven Situationen, wo wir Motivation von anderen erfahren oder Erfolgserlebnisse uns anspornen, Neues auszuprobieren oder zu entdecken.

Manchmal sind es schwierige Situationen, die vielleicht sogar ans Eingemachte gehen, aber dabei etwas in einem aufbricht, was sonst nie zum Vorschein gekommen wäre.

Enttäuschungen im persönlichen Umfeld sind besonders schmerzlich, die häufige Frage ist dann meist WARUM?

Mit ein wenig Abstand ist die Frage WOZU viel hilfreicher.

Gott hat in jeden Menschen viel an Talenten und Fähigkeiten gelegt, die es ein Leben lang zu entdecken und zu entwickeln gilt. Deshalb können außergewöhnliche Situationen oder geplatzte Träume mit Gottes Hilfe zu einem ganz besonderen Meilenstein im Leben werden, die man im Rückblick nicht mehr missen möchte.

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Lasst euer Licht – zusammen- leuchten!

Im letzten Jahr haben wir erlebt, wie viele Menschen ehrenamtlich eine Not gelindert haben, wo der Staat überfordert war. Es waren die vielen Helfer, die nicht für sich, sondern koordiniert in ihren Gruppen gearbeitet haben, und es waren Gruppen, die sich mit anderen Gruppen abgestimmt haben und damit erst das Unvorstellbare leisten konnten.

Jesus sagt: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Menschen brauchen heute mehr denn je eine Perspektive und die Hoffnung, dass Gott auch heute noch wirkt und gegenwärtig ist, gerade wenn einem durch die täglichen Nachrichten angst und bange werden kann.

Durch Jesu Wort ist nicht nur jeder Einzelne angesprochen, sondern auch Gruppen und Kirchen sich so zu positionieren, damit Hoffnung weit ausstrahlen kann und wahrgenommen wird. Notwendig wäre, den Gruppenegoismus der Kirchen zu überwinden und sich für diese Aufgabe untereinander so zu vernetzen, damit das Licht gebündelt und gleich einem Laserstrahl Unvorstellbares leisten kann.

Pfingsten 2017 – mit Gottes Geist, „nicht abgeschirmt, sondern gemeinsam unter dem Schirm des Höchsten in dieser Welt Licht sein“

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Wo Glauben ist, ist auch Lachen

Ein alter Witz lautet: „Im Zug saß mir ein Mann mit griesgrämigem Gesicht gegenüber, ich dachte schon er sei Christ, aber dann stellte sich heraus, er hatte sich nur den Magen verdorben.“

Leider gibt es nicht wenige, die Evangelium (frohe Botschaft) übersetzen in akribisches Befolgen von Regeln, oder für die ewiges Leben bedeutet, dass sich die permanente Angst, nicht würdig genug zu sein, sich am Ende doch nicht bewahrheitet hat.

Martin Luther hat die Freude am Leben der Christen wieder hervorgehoben und selbst demonstrativ vorgelebt. Ganz im Sinne Jesu, der als Sohn Gottes sein erstes Wunder auf einer Hochzeit getan hat. Jesus, der eine so positive Ausstrahlung hatte, dass Menschen und vor allem auch Kinder sich zu ihm hingezogen fühlten. Jesus, der seine Wirksamkeit begann mit einer bis heute bedeutenden Predigt: „Glückselig sind…“

Wir dürfen als Christen  in dieser positiven lebensbejahenden Grundhaltung leben – Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Wenn alles wichtig ist…

Wer hat nicht schon erlebt, dass es Menschen gibt, die einem Aufgaben geben, die immer die höchste Priorität haben. Die Ursache für dieses Verhalten ist die fehlende Eigenschaft dieser Menschen priorisieren zu können, was aus meiner Sicht auf einen fehlenden inneren Maßstab und auf fehlende Entscheidungsfähigkeit zurückschließen lässt.

Mein Sohn als Mathematiker hat trocken, mathematisch korrekt festgestellt, wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig! Hat diese mathematische Schlussfolgerung allgemeine Gültigkeit?

Die Erfahrung mit solchen Menschen hat mir gezeigt, es geht ihnen meist nicht um Wichtigkeit, sondern sie sind von einer merkwürdigen Angst vor eigenen Fehlern getrieben.

Wer alles als wichtig ansieht, setzt sich wahnsinnig unter Druck und überfordert sich damit ständig, was zur Folge haben kann, dass grundlegendes, wichtiges Verhalten nicht immer vorausgesetzt werden kann.

Wir wünschen allen mit Gottes Hilfe in der Fähigkeit zur Priorisierung zu wachsen und gleichzeitig ausreichend Abstand zu Menschen, die sich darin besonders schwer tun.

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Wer verliebt ist, lebt in einer anderen Welt

Wer liebt, lebt in einer eigenen Welt. Logik zählt nicht immer, die Naturgesetze scheinen aufgehoben, es erscheint alles in einem anderen Licht…

So zeigen sich auch Menschen, die Jesu Liebe erfahren haben. Eine Maria sitzt Jesus zu Füßen und denkt nicht mehr daran, ihrer Schwester Martha bei der Bewirtung des besonderen  Gastes zu helfen. Maria Magdalena opfert ein Vermögen, um ein kostbares Öl zu kaufen, nur um damit Jesu Füße zu salben. Jesus sagt auf die Missbilligung der Pharisäer „Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben; und darum hat sie mir so viel Liebe erwiesen. Wem aber wenig vergeben wird, der liebt auch wenig.“

Das scheint auch der Grund für die Lieblosigkeit des älteren Sohnes im Gleichnis vom verlorenen Sohn, er sagt von sich zu seinem Vater: „Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot nie übertreten“. Wem wenig vergeben wurde, liebt wenig, wie viel Liebe finden wir bei Menschen, die  meinen, sie bräuchten gar keine Vergebung?

Wer liebt, lebt in einer eigenen Welt. Jesus nennt diese Welt Reich Gottes, das Reich Gottes, das seit Jesu Wirken besteht und immer weiter gebaut wird und bei seiner Wiederkunft vollendet werden wird.

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Nicht den Mut verlieren

Unser Foto zeigt heute Jugendliche sitzend auf dem Kap der Guten Hoffnung! Dazu heute einfach einen Bibelabschnitt:

„Dann kamen Jesus und seine Jünger nach Jericho. Als sie die Stadt wieder verlassen wollten, folgte ihnen eine große Menschenmenge. An der Straße saß ein Blinder und bettelte. Es war Bartimäus, der Sohn von Timäus. Als er hörte, dass es Jesus aus Nazareth war, der vorbeikam, begann er laut zu rufen: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« Die Leute fuhren ihn an, er solle still sein. Aber er schrie nur noch lauter: »Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« Da blieb Jesus stehen: »Ruft ihn her zu mir.« Ein paar von den Leuten liefen zu dem Blinden und sagten zu ihm: »Nur Mut! Steh auf, Jesus ruft dich!«  Da warf er seinen Mantel zur Seite, sprang auf und kam zu Jesus.  »Was soll ich für dich tun?«, fragte ihn Jesus. »Rabbi«, flehte ihn der Blinde an, »ich möchte sehen können!« Darauf antwortete Jesus: »Geh! Dein Glaube hat dich geheilt.« Im selben Augenblick konnte der Blinde sehen, und er ging mit Jesus.

Gut, wenn man Freunde hat, die einen ermutigen. Noch besser ist es zu vertrauen, dass, wenn auch Menschen mit meiner Not nichts anfangen können, Gott geht nicht daran vorbei! – Danke für diese Gewissheit!!

 

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Begegnung mit Gott

Der ein oder andere wird es bemerkt haben, in diesem Jahr gibt es speziell zum Monatsende immer einen Spruch von Martin Luther, so ist auch heute wieder.

Der Spruch von Martin Luther ist dieses Mal besonders provozierend. Für mich zeigt er aber auf, worum es geht. Ich brauche einen Raum, in dem ich Gott begegnen kann, wo ich innerlich zu Ruhe kommen kann und mich ganz auf ihn einstellen kann, damit es zu einer wirklichen Begegnung kommt, wo ich ausdrücke, was mich bewegt, wo ich höre was Gott mir sagen will, wo ich mich ganz angesprochen fühle, wo Gott mich in meinem Innersten berühren kann. Für Luther, den früheren Mönch, war dies eine Kapelle, für uns heute sind es andere Orte, beispielsweise auch eine Liegewiese.

Es können tatsächlich Kirchen sein, die mit Glanz und Gloria die eigene Macht und Herrlichkeit demonstrieren und Menschen dazu bringen, für die Kirche zu kämpfen, für die Kirche in den Krieg zu ziehen, um die Macht der Kirche zu vergrößern… aus meiner Sicht wird damit Gott verdrängt, genau an dem Ort, wo viele erwarten, dass Gott und sein Geist besonders wirken – was für ein Drama!

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Schlüsselfaktor – Bitten

Als Vater freue ich mich ganz besonders, wenn ich meinen Kindern etwas schenken darf, sie es annehmen und sich darüber freuen. Genauso, wenn sie etwas brauchen und sie zu mir kommen und mich bitten, sie auf die ein oder andere Art zu unterstützen. Aus eigener Erfahrung sieht man manchmal frühzeitig, wo Unterstützung notwendig wäre, aber meist warte ich bis sie auf mich zukommen und mir ihr Problem schildern und bitten zu helfen.

Für mich ist dies das Bild aus dem Alltag, das die Beziehung zu Gott beschreibt: „Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet! Denn wer bittet, der bekommt. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Würde etwa jemand von euch seinem Kind einen Stein geben, wenn es um ein Stück Brot bittet? Oder eine Schlange, wenn es um einen Fisch bittet? Trotz all eurer Bosheit wisst ihr Menschen doch, was gut für eure Kinder ist, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes schenken, die ihn darum bitten!“ (Matth. 7,7-10)

Gott sei von Herzen Dank, dass Glaube so einfach ist.

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Guter Jurist – böser Christ

Unser Rechtsempfinden beruht auf ganz einfachen Werten:

  • Recht haben – Recht bekommen – Recht durchsetzen

und gleichzeitig:

  • wer Unrecht tut – bekommt Strafe – Strafe muss durchgesetzt werden.

Wenn ein Staat, ein Verein… gut funktioniert, egal wo auf der Welt, funktioniert es genau so!

Im christlichen Glauben. auf der ganz persönlichen Ebene funktioniert es genau so nicht!

Dort geht es nicht um Recht. sondern um Beziehung, da geht es nicht um Strafe. sondern um Gnade. Von diesem Angebot spricht das Evangelium.

Was Martin Luther in unserem heutigen Spruch bewusst macht. ist, wie unser menschliches Rechtsempfinden die Annahme von Gottes Gnade und die Hingabe an ihn massiv beeinträchtigen kann. im Einzelfall vielleicht sogar ganz verhindern kann.

Wir wünschen allen frohe Ostern, viel Freude an dem Geschenk der Gnade, die uns das Leben in Fülle schenkt

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So einfach wie möglich, aber nicht einfacher

Unser Leben wird immer komplizierter und komplexer, was viele überfordert. Deshalb wächst die Sehnsucht nach einfachen Lösungen.

Manche einfachen Lösungen entstehen dadurch, dass man nach einem ähnlichen Problem sucht, und die Lösungen dazu übernimmt. Vorteil ist, man muss sich nicht wirklich mit dem Problem befassen und muss schon gar nicht eine Lösung suchen, es gibt sie ja bereits.

Oder man reduziert das Problem auf wenige Faktoren, bis einem dazu eine Lösung einfällt. Vorteil, ich beschäftige mich damit nur mit Themen, die mir bekannt sind und die ich lösungsmäßig im Griff habe.

Das Thema persönlicher Schuld ist ein sehr komplexes Thema, weil dabei der unberechenbare Mensch ein wesentlicher Faktor ist. Jede Religion bietet dazu eine Lösung an, oft reduziert auf gute Werke.

Es gibt jedoch wirklich eine einfache Lösung: „Wer den Sohn hat, hat das Leben!“. Gott hat unser Problem nicht vereinfacht, sondern in seiner ganzen Komplexität zu seinem Problem gemacht und hat es in Jesus Christus für uns gelöst. Einfach genial!

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„Letzte Rettung“ – lügen mit dem System

Wir erleben immer mehr wie Menschen in ein System gepresst werden, in dem das Zugeben eines Fehlers oder Versagens unverhältnismäßige Konsequenzen nach sich zieht, so dass manche nur einen Ausweg in einer Lügenspirale sehen.

Ein solches System hat meist übermäßig hohe, ja sogar weltfremde Maßstäbe, aus deren strikter Beachtung Menschen als Elite auftreten, die sich damit meist mit großer Verachtung von anderen Menschen distanzieren und ausgrenzen. So erleben wir aktuell, wie „große Kämpfer für die Wahrheit“ häufig auch der Lüge überführt werden. Die das aufdecken, werden dann als Lügenpresse, Terroristen oder in religiösen Systemen als Ungläubige abgestempelt.

Wie unbeschreiblich befreiend ist es zu wissen, dass, wenn ich Fehler mache und Schuld auf mich lade, dies nicht dadurch noch verschlimmert wird, weil ich es verheimlichen muss. Ich darf dazu stehen und kann versuchen, wo es möglich ist, es wieder gut zu machen – zumindest um Entschuldigung bitten.

Dieses Angebot der Gnade ist der Kern des christlichen Glaubens und sprengt alle religiösen Systeme. Jesus erzählte in einer lesenswerten Geschichte mit richtig provozierender Einleitung, wie ein Mensch mit einem einfachen, aber entscheidenden Satz das göttliche Angebot für sich in Anspruch nimmt und gleichzeitig ein scheinheiliges System bloßstellt. Zu lesen in Lukas 18, 9-14

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Gesteuerte Unzufriedenheit

Für das Wirtschaftswachstum ist es wichtig, ständig zum Kauf anzuregen. Erreicht wird dies durch die Werbebotschaft, dass ein gutes Gefühl oder eine heile Welt allein von diesem Produkt abhängt. Somit wird ständig versucht, unseren Blick von dem fernzuhalten, was wir bereits haben und womit wir „eigentlich“ zufrieden sein könnten.

Unzufriedenheit ist damit ein wesentlicher Faktor für Wirtschaftswachstum.

Leider sind solche Mechanismen auch in religiösen Systemen zu beobachten. Ständiger Antrieb zum stärkeren Engagement, zu mehr Leistung, zu einem „heiligeren Wandel“, um sich damit das Heil zu erwerben.

Jesus formuliert in der Bergpredigt einfach und klar: „Ihr seid das Salz der Erde…“„Ihr seid das Licht der Welt…“. Johannes schreibt: „Wer den Sohn hat, hat das Leben…“.

Solche Aussagen sind klar und eindeutig, geben Sicherheit, ein hohes Maß an Zufriedenheit und damit ein stabiles Fundament im Leben und im Glauben.

Gott sei von Herzen Dank für solch einen Zuspruch.

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Steine können nicht menschlich SEIN

Viele meinen, in unserer Zeit ist hart sein angesagt, weil man nur so eine Chance hat, nicht kaputt zu gehen.

Ein Lied beschreibt anschaulich, was damit geopfert wird (Link zum Lied).
„Empfindsame Menschen haben’s schwer,
denn sie zeigen ihre Seele offen her,
ob sie wollen oder nicht, es verrät sie ihr Gesicht so sehr.
17
Empfindsame Menschen haben’s schwer,
weil sie immer alles fühl’n, alles spür’n,
weil es tausend Dinge gibt, die sie erschüttern, aber and’re nicht berühr’n.


Ein Diamant verbrennt, genau wie ein empfindsamer Mensch.
Ein Kieselstein übersteht, woran der Diamant zugrunde geht.“

Zum Leben sind Empfindungen unerlässlich, erst Empfindungen ermöglichen Freude, ermöglichen Mitleid, ermöglichen Trauer, sind Basis für Vertrauen, machen Liebe möglich … und sind damit elementar für den christlichen Glauben

Empfindsame Menschen haben es sicherlich nicht leicht, aber sie sind lebendig, sie können sich und andere Menschen spüren, können authentisch sein.

Wir wünschen allen mit Gottes Hilfe darin zu wachsen, anderen Raum zu geben darin zu wachsen und, wo notwendig und möglich, sie auch zu schützen.

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Mitmenschlichkeit ist entscheident

Aktuell demonstrieren einige Staatspräsidenten wie man mit Menschen gnadenlos umgeht, die eine andere Meinung haben. Ich kann nicht nachvollziehen, woher solch gewaltigen Ängste herrühren.

Unser Spruch heute soll aufzeigen, dass nicht das Gemeinsame oder das Trennende das Entscheidende ist, sondern der Umgang miteinander. Jesus formuliert drei Gebote, die die Botschaft des Gesetzes und der Propheten zusammenfassen. Das erste lautet ganz einfach: „So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch.“ (Matth. 7,12)

Ich möchte wertschätzend behandelt werden, unabhängig von meiner Leistung, meiner Herkunft oder meiner Überzeugung. Wertschätzend behandelt wissen, so wie ich bin mit meinen Ecken und Kanten, mit meinen Wunden und Fehlern.

Auf dieser Basis ist es um vieles einfacher sich über Gemeinsames und Trennendes auszutauschen, die Position des anderen besser zu verstehen und seine eigene Position zu schärfen. Damit werden wir gemeinsam wachsen. Dies macht teure Investitionen in Mauern und Zäune überflüssig, schafft dafür neue Wege und manchmal auch Brücken.

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Geduld – mit der Zeit wird aus Gras Milch

Dieses Bild spricht mich ganz besonders an, da entsteht etwas richtig Gutes, wenn man Geduld hat und darauf vertraut, dass etwas sehr Gutes entstehen kann, ohne dass ich selbst etwas machen muss oder andere zum Handeln antreiben muss.

Jesus erzählt: „Die neue Welt Gottes kann man vergleichen mit einem Bauern und der Saat, die er auf sein Feld sät. Nach der Arbeit geht er nach Hause, schläft, steht wieder auf, und das tagaus, tagein. Im Laufe der Zeit wächst die Saat ohne sein Zutun heran… (Mark. 4, 26-27)

Geduld hat viel mit Vertrauen zu tun, vertrauen, dass Entwicklungen (Wachstum) zur ganz natürlichen Wirklichkeit gehören, und für Gläubige das Vertrauen, dass Gott real wirkt und handelt.

Dieses Vertrauen, das Geduld hervorbringt, kann ein stressarmes Leben bewirken – was für eine Perspektive.

Gott sei Dank dafür!

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fröhliches Gewissen, unbeschwertes Herz vor Gott

In einem beispiellosen Machtkampf beanspruchen Personen und Institutionen für sich den Besitz der alleinigen Wahrheit und haben den absurden Begriff „alternative Fakten“ generiert, der Verdrehungen und dreiste Lügen salonfähig machen.

Luther ging vor 500 Jahren gegen solche alternative Fakten und Wahrheiten vor – alleinige Kompetenz zur Bibelauslegung (Besitz der Wahrheit) – Erpressungen auf unterschiedlichste Weise durch Verlust von Seelenheil. Es wurde das Bild eines Gottes geschaffen, das einem Oberaufseher auf einem Wachturm eines Gefängnisses gleicht und der damit grundlegend anders ist als Jesus uns ihn vorgestellt hat –  einen barmherzigen und liebenden Vater.

Der durch Machtspiele „missbrauchte“ Gott verängstigt und vertreibt teilweise Tiefgläubige – das Bild vom liebenden Vater baut auf, gibt Geborgenheit in der Gewissheit, als Kind Gottes angenommen zu sein, sofern ich mich dafür entschieden habe.

Gott sei Dank für diese Gute Nachricht (griech. Evangelium). Dieses Evangelium erleichtert das Leben und bewirkt ein fröhliches Gewissen

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Fröhliche Gewissheit

Das Foto ist dunkler geworden als es ursprünglich war, vielleicht ein gutes Bild, dass wir manches düsterer sehen als es ist. Wenn etwas nicht so läuft, kommt meistens dazu, dass man in einer Phase ist, in der die eigene Energie besonders knapp ist.

Jeder kennt solche Zeiten und es ist auch ganz normal, dass es solche Zeiten gibt, auch wenn sie uns nicht gefallen. Wesentlich ist darauf zu vertrauen, dass Gott solche Zeiten zulässt.

Wir müssen Gott auch nicht im Gebet dazu bewegen etwas zu tun, sondern er weiß, was wir bedürfen, bevor wir das im Gebet ausdrücken, und er weiß es schon, bevor wir merken, dass wir überhaupt ein Problem haben. Trotzdem sollen wir mit ihm kommunizieren, mit ihm sprechen – reden ist das Fundament jeder Beziehung, auch der Beziehung zu Gott.

Vaclav Havel sagt: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Diese Zuversicht und die von Dietrich Bonhoeffer formulierte fröhliche Gewissheit soll jede Beziehung zu Gott prägen.

Das wünschen wir allen.

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Wenn nichts geschieht, geschieht viel!!

Viele haben das Gefühl, ausgepowert zu sein, und nicht wenige sind es tatsächlich. Druck von allen Seiten, auch eigener Druck durch gnadenlosen Perfektionismus oder übermäßiges Engagement als unbewusste Kompensation von verdrängten Themen. Oben drauf kommt aktuell der ganz besondere Ansporn von Unternehmen, Vereinen und Kirchen, für ihre Sache besonders zu brennen, und ehe man sich versieht, brennt man so lange, bis man ausgebrannt ist.

Dagegen hilft an erster Stelle nur eines – Ruhe, und zwar regelmäßig und ausreichend.

Von demjenigen, der uns Menschen genau kennt, wurde für uns extra Zeit reserviert – nicht im Minuten- und Stundenbereich, sondern ein ganzer (Ruhe-) Tag. Dieses Geschenk war noch nie so wertvoll wie heute – ein klarer Schnitt zu dem, was uns im Alltag bewegt und (an-) treibt. Freiraum, um Zeit zu haben, für das, was wirklich zählt, für sich selbst, meine Beziehungen zu Mitenschen und zu Gott.

„Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ Matth, 11,28 HfA

Gutes Angebot von unserem Schöpfer – Danke!!!

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Traue nicht…

Der Spruch hat bei mir folgendes Bild ausgelöst. Ein Garten, in dem jedes verdächtige Pflänzchen ausgerissen bzw. mit Unkrautvernichtungsmittel bekämpft wird. Bäume, Sträucher und Hecken in klaren exakten geometrische Formen geschnitten.

Mit diesem Bild sagt mir der Spruch, es gibt Orte, wo alles entfernt wird, was nicht der eigenen Vorstellung entspricht. Was übrig bleibt, wird so verbogen und beschnitten, dass es genau den eigenen Vorstellungen entspricht. Das erleben wir aktuell in Staaten, manchmal in Unternehmen, Familien und Kirchen.

Zum Leben aber gehört, dass es neben den gepflanzten und gesäten Pflanzen auch Kräuter gibt, die wachsen, weil ihr Same durch den Wind getragen wurde. Und auch die gesetzten Pflanzen wachsen individuell und haben deshalb ganz unterschiedliche Formen.

Jesus antwortet selbst in einer seiner Geschichten auf die Frage: „Willst du also, dass wir hingehen und es ausjäten?“ – eindeutig NEIN – weil das erst zur bestimmten Zeit und durch dafür bestimmte Fachleute erfolgen wird (Matth. 13, 28—30)

Berechtigtes Misstrauen bewahrt vor Enttäuschungen und fördert die Fähigkeit grundsätzlich vertrauen zu können.

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Vergebung, der Weg zu Frieden und Seligkeit

den Weg zu Frieden und Seligkeit beschreibt Luther über die Vergebung. Vergebung kann in mir geschehen unabhängig von anderen. Damit habe ich es selbst in der Hand, ob Vergebung stattfindet oder nicht. Ganz besonders gut gelingt Vergebung, wenn ich gelernt habe, auch mir selbst meine (unangenehmen) Fehler zu vergeben.

Fälschlicherweise wird meist Vergebung und Versöhnung miteinander vermischt. Zur Versöhnung ist ein Gespräch zwischen denjenigen notwendig, die aneinander schuldig geworden sind. In diesem Gespräch bekennt jeder seine(n) Fehler und bittet den andern um Vergebung. Die oben beschriebene Vergebung ist bereits (lange) zuvor geschehen.

Falsche Vorstellungen von Versöhnung gehen davon aus, dass der andere seine Fehler vor mir eingesteht und um Vergebung bittet – oder dass man sich zusammensetzt und mit einem Lächeln der Hilflosigkeit alles unter den Teppich kehrt. Bei manchen Zeitgenossen scheint der Teppich an einigen Stellen bereits die Decke zu berühren.

Vergebung ist nicht nur wesentlich für mein Leben, sondern auch für meinen Glauben. Im Vaterunser bitten wir: „..Vergib uns unsere Schuld, wie wir denen vergeben, die uns Unrecht getan haben…“ Matth. 6,12 (Hoffnung für Alle)

Zurück zum Spruch von Luther: Der Weg zu Frieden und Seligkeit im Leben wie im Glauben geht über die Vergebung der Sünden.

Wir wünschen allen Gottes Segen, Frieden und Seligkeit auf diesem Weg.

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Freundlichkeit der Schlüssel…

Wir leben aktuell wie Misstrauen, Oberflächlichkeit, Angst und Hass zunimmt. Es scheint, als wenn man im Auto sitzt, das Steuer fest in der Hand hält, aber auf eisglatter Straße spürt, dass man keinen Einfluss mehr hat und so dahinschlittert und unweigerlich auf den Knall wartet.

Unser heutiger Spruch zeigt auf, wie einfach es sein kann, durch Freundlichkeit gegen zu steuern, damit

  • Vertrauen wachsen kann,
  • Tiefgang möglich ist
  • Liebe Raum findet

Frei nach dem Motto, „Ich kann die Welt nicht ändern, ich kann nur mich selbst ändern. Aber wenn ich mich ändere, wird sich die Welt ändern.“

Es sind die kleinen Dinge, die die Welt nicht nur menschlicher machen, sondern es sind auch die “unscheinbaren“ Eigenschaften, die Gottes Reich bauen. “Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit….“ (Gal. 5,22)

Gott schenke jedem durch seinen Geist die Freundlichkeit, die für andere in der zunehmenden Dunkelheit zum Lichtblick werden kann.

 

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Eigene Wege gehen

Dieser Spruch von Georg Friedrich Händel, dem genialen Komponisten, hat mich wieder einmal massiv angesprochen. Händel hat „unsterbliche“ Meisterwerke geschrieben, wie die Wasser- und Feuerwerksmusik, aber auch sakrale Werke, wie den Messias mit dem bis heute gänsehauterzeugenden „Halleluja“.

Händel war sein Leben lang Lernender und ist ebenso konsequent seinen eigenen Weg gegangen, was zu mancher Auseinandersetzung führte und damit erst diese Glanzleistungen ermöglicht hat.

Heute wird über alle Lebensbereiche mit viel Druck versucht Konformität zu erzeugen – gewissermaßen betreutes Denken, betreutes Handeln, in der Kirche manchmal sogar betreuter Glauben – das alles führt, wenn überhaupt, zu vorhersagbaren Ergebnissen!

Jesu Worte öffnen dagegen unglaubliche Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Menschen: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ (Matth. 7,12).

Gott schenke jedem den Mut und die Weisheit, seinen eigenen Weg zu gehen und damit das eigene Leben und das Leben andere zu bereichern.

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Dem Reuigen und Reuelosen verzeihen

In allen Religionen und Philosophien ist Vergebung der Schlüssel für erfülltes Leben und deshalb gibt es viele wertvolle Lebensweisheiten, die uns heute ansprechen sollen:

  • Belaste dich nicht mit dem, was Du vergeben kannst!
  • Man vergibt in dem Maß, in dem man liebt.
  • Wer ihm angetanes Unrecht nicht vergeben will, schadet damit vor allem sich selbst.
  • Ein Feigling vergibt nie.
  • Wir sollten lernen, einander leichter zu vergeben. Im Streit liegt zu viel Trennendes, in der Vergebung so viel Einendes.
  • Ohne Vergeben gibt es keine Zukunft.
  • Vergeben wärmt das Herz und kühlt die Wunde.
  • Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.

Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden…

Schließen möchte ich mit der Bitte aus dem Vater unser:
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

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Leben bedeutet Suchender zu sein

Die Aussage von John Lennon lautet u.a.: Leben findet nicht in der Planung meines Lebens statt.

Es gibt jedoch Planungen, die sein sollten, z. B. Konzerte (irgendwann gibt es keine Karten mehr). Wenn ich aber bereits jetzt ein Großteil des Jahres terminiere, dann sind diese Aktivitäten zwar gesichert, aber die Zeiten fehlen dann für spontane Ideen, für Besinnung, für Muße …
Der Prophet Amos (5,4) schreibt: „Suchet mich, so werdet ihr leben!“.
Entscheidend für das Leben scheint das Suchen zu sein, Suchen als Lebenseinstellung, nach vorne gerichtet, damit offen für Neues, Unbekanntes …
Suchet Gott, suchet euch selbst, suchet euren Nächsten … so werdet ihr Leben.
Es ist Leben im Leben und nicht ein scheinbares Leben, das sich weitestgehend in der Lebensplanung erschöpft.

Für das kommende Jahr wünsche ich allen Gottes Segen genügend Raum und Zeit zum Suchen und damit zu wirklichem Leben.

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Frohe Weihnachten

Wir wünschen allen

frohe und besinnliche Weihnachtstage

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Gefühle machen dich reich

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Als ich den heutigen Spruch zum ersten Mal gelesen habe, startete sofort ein regelrechtes Kopfkino – viele interessante Gedanken, die ich in schon von unterschiedlichsten Menschen gehört habe. Teilweise hochinteressant, aber weit weg von dem, was wirklich wichtig ist. Und wenn ich genau hinschaue, hatten sie meist nur das Ziel der Selbstdarstellung, manchmal sogar ziemlich rücksichtslos – sei es im beruflichen oder kirchlichen Umfeld.

Arme Riesen, sage ich heute dazu, wirklich arme Riesen!!

Reich bin ich, wenn ich etwas mit Leib und Seele tue, voll dabei bin – sei es im persönlichen, beruflichen oder kirchlichen Bereich. Zweierlei ist dabei erforderlich, die Bereitschaft mich selbst und meine Gefühle zu akzeptieren und dazu zu stehen, und ein Umfeld, das einen gewissen Schutz bietet für diese Offenheit, die gleichzeitig eine große Verletzlichkeit darstellt.

Reich sein heißt für mich authentisch leben und glauben – so zu sein, wie man ist, und auch andere dürfen so sein wie sie sind.

Danke lieber Vater im Himmel, dass wir so dir begegnen dürfen und danke, dass es immer mehr Orte gibt, wo diese Offenheit gelebt werden darf und dort dieser Reichtum immer stärker sichtbar wird.

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Geduld bringt süße Früchte

Urlaub in Island

Geduld ist heute OUT (nicht mehr modern). Wer Geduld zeigt im Business, wird häufig als wenig durchsetzungsstark angesehen. Action ist gefragt, nicht morgen, sondern bereits gestern!!

Wenn es um Reifeprozesse geht in der Natur, im Leben, im Glauben, dann führt fehlende Geduld bzw. Aktionismus zu unreifen Ergebnissen – von Süße noch weit entfernt, meist richtig bitter und ungenießbar manchmal sogar noch giftig!

Wachstum braucht immer Zeit, damit ist Geduld gefragt, verbunden mit Vorfreude auf das, was gerade jetzt am Entstehen ist.

Die Adventszeit jedes Jahr ist eine Chance, sich in Geduld und Vorfreude auf die Zeit des Zusammenseins in der Familie oder mit Freunden zu freuen sowie auch auf die Besinnung zur Menschwerdung Jesu.

Die Bibel spricht auch von einem zweiten Advent, auch hier ist Geduld gefragt. Die Vorfreude auf die süßesten Früchte, die es je gab, kann Gläubigen helfen, trotz aktuell bitterer Ereignisse etwas vom Licht am Ende des Tunnels zu spüren und dem Leben dadurch einen positiven Impuls zu geben und damit die Geduld zu stärken.

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Die Wahrheit kann warten…

Moskau

Die Ursünde im Paradies war das clevere Verknüpfen von Korrektem mit einer Lüge. Seither wird diese Methode immer mehr perfektioniert. Damit Lügen nicht so leicht enttarnt werden, werden sie geschickt hinter Tatsachen versteckt. Damit man sich nicht traut, aus Rücksicht gegenüber seinem Nächsten Lügen aufzudecken, werden ahnungslose Menschen als Schutzschilde missbraucht.

Lügensysteme sind immer labil und brechen früher oder später zusammen, dann kommt die Wahrheit ans Licht!!

Ob als direkt oder indirekt Betroffener, es gilt zu lernen statt einen Kampf gegen diese Systeme zu führen (die mit allen Mitteln gnaden- und tabulos zurückschlagen), darauf zu warten, dass diese Lügensysteme von selbst zusammenbrechen

Diese Zeit und Energie kann genutzt werden, nach neuen Wegen außerhalb dieser Systeme zu suchen und sie auszuprobieren. Mit diesem Abstand wird es auch leichter, solche Ungerechtigkeiten auszuhalten. „Wer geduldig ist, ist weise…“ Sprüche 14,29.

Wir wünschen allen Betroffenen, mit Gottes Hilfe Geduld und viel Weisheit aufzubringen.

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Schuld stirbt in Vergebung oder tötet

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Wir haben heute ein lebenswichtiges Thema zum Nachdenken.

Schuld entsteht durch Überschreitung von Grenzen. Solche Handlungen oder Worte sind nicht ungeschehen zu machen.

Schuld ist belastend, deshalb versuchen viele Schuld zu verdrängen, andere sie zu bagatellisieren, wenige damit zu prahlen. All dies erlöst nicht von Schuld. Im Unterbewussten wird trotzdem das Verhalten gesteuert, Unsicherheit, unerklärliche Ängste gegenüber Menschen oder Situationen. Ungeklärte Schuld ist wie eine Krebszelle, die sich langsam im ganzen Körper ausbreitet.

Aber das ist die Message unseres heutigen Spruchs:
Schuld stirbt in Vergebung. Vergebung ist eine einzigartige Befreiung für den, der Schuld trägt, aber auch für den, an dem jemand schuldig geworden ist. Vergebung bedeutet einerseits Heilung von (Selbst-) Anklagen, Selbstvorwürfen und Befreiung von Strafe, anderseits Heilung von Hass, Rache und dem Drang nach Vergeltung. Damit ist Vergebung existenziell im Leben und im Glauben. Wir bekennen im Vaterunser: “Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“ Matth, 6,12

Wir wünschen allen den Segen von Vergebung immer wieder aufs Neue zu erfahren.

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Wege entstehen dadurch, dass man sie geht

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Dieser einfache kurze Spruch beflügelt meine Gedanken.

Bei der natürlichen Entstehung eines Weges geht ein Tier oder eine Person querfeldein auf ein Ziel zu und hinterlässt dabei Spuren. Wenn sich weitere aufmachen und diesen Spuren folgen, kann ein Pfad entstehen. Wenn dieser Pfad regelmäßig gegangen wird, entsteht ein Weg. Wenn dieser auch mit Fuhrwerken benutzt werden sollte, wird der Weg mit Maschinen verbreitert. Wenn die Fahrzeuge dann noch bequem darüber fahren sollen, wird der Weg verdichtet und asphaltiert. Sollten die Fahrzeuge in größeren Mengen und Geschwindigkeiten die Straße nutzen können, werden Brücken, Tunnel, usw. gebaut, zusätzlich sind auch viele Schilder notwendig – meist wird dann die Trasse noch mit einer Lärmschutzwand eingefasst. Am Ende ist der Blick fest fixiert auf die Straße mit all ihren Markierungen, Gebots- und Verbotsschildern.

Wem das zu viel wird, der sucht kleinere, vielleicht sogar nichtasphaltierte Straßen, sucht einen neuen Weg oder Trampelpfad oder geht einfach mal wieder querfeldein. Wenn diesen Spuren dann andere folgen, kann ein neuer Weg entstehen.

Es tut gut, hin und wieder die Hauptstraßen zu verlassen, um sich auf die eigenen Ziele konzentrieren zu können.

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Ich muss es nicht schaffen, dass Gott an mich glaubt!

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Der Spruch greift eine immer häufiger gehörte Formulierung auf, …du musst an dich glauben …(dann ist alles möglich!!)

Ich würde es eher so formulieren, ich muss wissen, wer ich bin, dann ist vieles möglich und im Glauben an Gott ist alles möglich!! In Bezug auf mich selbst braucht es mehr Wissen als Glauben. Wissen über meine Stärken, Wissen über meine Schwächen, Kennen meiner Wurzeln und Sehnsüchten… je mehr ich über mich selbst weiß, umso größer wird mein Selbstbewusstsein sein und die daraus resultierenden Ergebnisse.

Wenn „Du musst an dich glauben… dann ist alles möglich!!“ stimmen sollte, dann liegt alles allein in meiner Macht, ich brauche niemand mehr, ich bin mein eigener Maßstab, ich bin mein eigener Gott ,und wenn ich gläubig bin, dann lege ich auch fest, welchen Teil ich selbst zu meinem Heil beitrage und welchen Teil Gott noch zu liefern hat.

Ganz schön schräg, aber leider sehr populär, statt Selbstbewusstsein zu entwickeln, gerät man mit diesem Glaubenssatz in eine Spirale des Realitätsverlusts mit dramatischem Ausgang.

Wir möchten allen ein klares Wort Jesu zurufen, dass uns persönlich wachsen lässt, unsere Beziehungen entfaltet und den Glauben lebendig macht:  „Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüt und einen Nächsten wie dich selbst“ (Matth, 22, 36-40).

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Hier stehe ich – Gott helfe mir!

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Am 31.Oktober beginnt das Lutherjahr zum Gedenken an die 95 Thesen in Wittenberg vor 500 Jahren.

Heute möchte ich den Blick auf diesen Spruch von Luther lenken, der seine Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit, sein Gottvertrauen widerspiegelt, was heute mehr denn je gebraucht wird.
Dummschwätzer, Super-Scheinheilige oder Kämpfer der Wahrheit haben Hochkonjunktur. Hier bedarf es Engagement und Mut diese Systeme zu beschreiben und aufzudecken. Das System wird sich zwar nicht ändern, aber der Einfluss kann deutlich verringert werden, wenn den „stillen“ Unterstützern die Augen aufgehen.

Wird solch ein System kritisiert, wird brutal zurückgeschlagen. Mit aller Gewalt sollen Kritiker vernichten werden, da durch sie die Fundamente dieser Scheinwelt– wie Verdrehungen, Lügen, tief sitzender Hass, persönliche Ängste … – sichtbar gemacht werden. Diese skrupellosen Reaktionen überlebt

man nur, wie Martin Luther, mit großem Gottvertrauen.

Persönlich ist das ein schmerzhafter aber unbezahlbarer Reifeprozess, in dem man gezwungen ist, sich ganz stark auf das Wesentliche zu fokussieren und eine intensive Gottesbeziehung zu leben. Die Welt und die Kirchen brauchen heute Menschen, die innerlich sagen: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir – Amen.“

PS.: Eine mutige Frau ist Anja Reschke, die in ihrem Panoramabeitrag im WDR, die einfache aber wirkungsvolle Inszenierung von Kämpfern der Wahrheit aufzeigt.  https://www.facebook.com/panorama.de/videos/890903487713989/

 

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Glaubst du, dass Gott gütig und barmherzig ist…

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Mancher mag bei dem heutigen Spruch spontan denken „was will er denn damit sagen … sollen wir uns selbst ein Gottesbild machen, so wie es mir persönlich gefällt?“

Vorweg ein kleiner Exkurs:

  • Mein Welt- und Gottesbild prägt mein Denken und Fühlen,
  • mein Denken und Fühlen prägt mein Reden und Handeln,
  • mein Reden und Handeln beeinflusst wesentlich die Reaktion meines Gegenübers (sein Reden, sein Handeln).

Ganz entscheidend für das Ende ist der Anfang dieser Kette!!

Zurück zu unserem Spruch. In der Bibel gibt es viele Bilder von Gott, zwei grundsätzlich unterschiedliche Gottesbilder sind jedoch wesentlich:

  • den gnädigen Gott, den liebenden Vater
  • den gerechten Gott, den unbarmherzigen Richter.

Martin Luther sagt einfach: Ich entscheide mit meinem Gottesbild, wie Gott mir begegnen wird am Ende der Zeit.

Wenn ich mich für den gnädigen Gott (Vater-Kind-Beziehung) entscheide, prägt dies mein Denken und Fühlen, prägt dies mein Reden und Handeln und so wird mir mein Vater am Ende der Zeit begegnen. Damit ist die Beziehung das alles Entscheidende – für dieses Angebot können wir nichts, außer Gott dafür von ganzem Herzen danken.

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Balance suchen und halten

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Man hat den Eindruck als nähme weltweit das Rumhacken Extremer gegenüber Unbeteiligten immer stärker zu. Ihre verbissene Haltung wird meist als Antwort auf eine völlig überzeichnete Gefahr durch Feinde begründet, die einem Faktencheck nie standhält und deshalb verhindert wird. Als Folge dieser Angstmacherei scheint die gesunde Mitte rapide abzunehmen

Luther beschreibt das im theologischen Umfeld sehr treffend – allzu strenges Recht ist das größte Unrecht und also eitel Gnade die größte Ungnade! Die Schlussfolgerung aus dieser Erkenntnis – Balance halten – ist angesagt!

Die Frage ist, wer ist in der Lage eine gute Balance zu finden und dann auch durch sensibles Ausbalancieren zu halten?

  • Als erstes muss ich mich differenziert an Fakten orientieren, nicht an Geschichten oder Stimmungen.
  • Als nächstes muss die Fähigkeit zur Priorisierung gegeben sein, damit ein Abwägen von differenzierten, priorisierten Fakten möglich ist, die ständig im Wandel sind.

Paulus formuliert dies ganz einfach: „Prüft alles, und behaltet das Gute!“ (1. Thess. 5, 21).

Wir wünschen allen Gottes Segen im Suchen und Finden einer guten Balance im Leben, bei der Arbeit, im Glauben, damit nicht Angst, sondern großer innerer Friede das Leben prägen kann.

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Liebe ist das Verbindungsstück

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Nicht selten hört man, der christliche Glaube ist gut, aber die Kirche ist blöd, da wird einem was verkauft, was mit dem Leben wenig bis gar nichts zu tun hat, das ist eine eigene Welt. Ich will das nicht weiter kommentieren, sondern einfach so stehen lassen.

Martin Luther spricht mit unserem heutigen Spruch das an, wonach sich alle Menschen sehnen, auch diejenigen, die als besonders gewalttätig auftreten – die Sehnsucht geliebt zu werden und selbst lieben zu können.

Die Liebe ist die Brücke zwischen der alltäglichen Welt und der geistlichen Welt, wo diese Brücke existiert und gelebt wird, gibt es keine Parallelwelten.

Paulus drückt diesen Gedanken wie folgt aus: „Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, gut und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat, an dem, was auch bei euren Mitmenschen als Tugend gilt und Lob verdient!“ (Phil. 4,8)

Der Glaube, dessen Kern die Liebe darstellt, ist ein Glaube, der das Leben bereichert und ihn alltagstauglich macht.

Gott sei dafür von Herzen Dank.

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Lust zu Gott und allen Geschöpfen

Mainau zum 33. Hochzeitstag

Wir leben heute in einer Welt, in der versucht wird, wenn möglich alles zu regeln, um jegliches Risiko eines Fehlers so gut wie möglich auszuschalten. Solche Systeme erzeugen Passivität, Entfremdung, immer stärkeren Druck, um die Menschen zum Handeln zu bewegen, erzeugen Feindbilder und Angst gegenüber allem, was außerhalb des Systems steht, ganz besonders gegenüber denen, die aus Resignation das System verlassen haben.

Martin Luther hat vor 500 Jahren den Menschen die Augen geöffnet. Gott ist nicht Teil eines Systems, in dem die Gläubigen gegängelt, ausgebeutet und geknechtet werden. Luther beschreibt einen Glauben, der lebendig, der risikofreudig alles auf Gottes Gnade setzt mit dem Ziel, dass allein diese Erfahrung wirken soll, was Fröhlichkeit hervorbringt, Mut macht und Lust auf Gott und zum Umgang mit Anderen.

Eine Änderung im Sinne Martin Luthers ist heute vielerorts genauso notwendig wie damals. Ein Glaube, der allein auf Gottes Gnade setzt, an dem die Lust an Gott und den Nächsten sichtbar und spürbar wird, der mutig und fröhlich macht.

Gott schenke jedem durch seinen Geist, um sich von Luthers Überzeugung inspirieren zu lassen.

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Absolute Freiheit heißt absolute Einsamkeit.

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Mit absoluter Freiheit werden in der Werbung meist Bilder verbunden wie unser heutiger Surfer oder ein Mensch, der allein auf dem Gipfel eines hohen Berges steht … Vorausgesetzt wird dabei eine gute Gesundheit, gute Fitness, ausreichend finanzielle Mittel, um sich dies für eine kurze Zeit leisten zu können.

Wenn ich als Christ jedoch den Mensch betrachte, wie Gott in geschaffen hat, fällt mir einerseits das Verlangen nach intensiver Gemeinschaft auf, anderseits die tiefe Sehnsucht nach Gott. Verglichen mit dem heutigen Spruch ist absolute Freiheit und die daraus folgende absolute Einsamkeit gegen die menschliche Natur!

„Wenn euch also der Sohn Gottes befreit, dann seid ihr wirklich frei. (Joh. 8, 36) Jesus macht hier deutlich, dass es Freiheit gibt, die jedoch abhängig davon ist, dass wir uns von ihm befreien lassen. Damit bewegen sich Kinder Gottes zwischen der Illusion von absoluter Freiheit und der Unfreiheit von Knechtschaft und Sklaverei.

Gott gebe, dass wir unser Leben mit seiner Hilfe immer wieder aus Neue ausbalancieren, um uns weder von einer Illusion gefangen nehmen zu lassen noch uns durch irgendjemand / irgend­etwas knechten zu lassen.

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Zeigen wo es lang geht, aber nicht mitgehen!

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Ein beliebtes Spiel unter Politikern ist es, sich nach einem Treffen vor den Fotografen mit ausgestrecktem Arm und Zeigefinger zu präsentieren, um damit zu demonstrieren, der oder die weiß, wo es lang geht. Vom Zeigefinger in der Waagrechten ist es meist nicht weit zum Zeigefinder in der Senkrechten.

Unser Text deutet an, den Weg miteinander zu gehen und damit zeigen, wo es lang geht.

Da kommt bei mir das christliche Bild zur Führung in den Sinn – Hirte sein, engen Kontakt haben zur Herde, die Herde durch persönlicher Beziehungen führen, die Herde schützen und verteidigen, verirrten Schafen nachgehen und helfen, ihre Verletzungen zu heilen.

Ein Hirte braucht keinen Zeigefinger, weder in der Waagerechten noch in der Senkrechten. Der Hirte ist eine Person, deren Potenzial sich nicht im Zeigefinger erschöpft, sondern der Hirte ist eine Persönlichkeit, die fest im Leben steht mit Bodenhaftung und einem klaren inneren Kompass, das gibt Orientierung und Sicherheit.-

Hirte sein ist auch das Bild für den christlichen Glauben: Jesus sagt von sich: „Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe“ (Joh. 10, 11). Was für eine Begleitung – bis zum Tod und darüber hinaus – Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Leben im SEIN

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Unser heutiger Spruch entkoppelt Wünsche von erfülltem Leben. Erfülltes Leben ist nicht abhängig von dem, was ich bekomme, auch nicht so sehr von dem, was ich bereits habe (bereits erfüllte Wünsche), sondern von dem, was ich bin. Das mag für manchen eine Herausforderung sein, wird uns doch eingetrichtert, du bist was du hast (besitzt): „mein Haus, mein Auto, mein Boot“

SEIN orientiert sich an inneren Bedürfnissen, eine positive Grundhaltung – trotzdem man schmerzlich Enttäuschung verarbeiten musste, vertrauen können – trotzdem man bereits mehrfach schmerzhaft Vertrauensbruch erlebt hat, lieben können – obwohl einem viel Hartherziges und Liebloses entgegenschlägt, vergeben können, auch wenn die Bitte um Vergebung ausbleibt…

Jesus sagt: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben – und dies im Überfluss“ (Joh. 10,10)

Aktuell sind viele Diebe unterwegs, um Hoffnung, Vertrauen und Liebe zu stehlen, wenn möglich sogar zu vernichten.

Gott gebe, dass jeder dieses Leben im Überfluss, den Kern des christlichen Glaubens, erfahren wird und damit erfülltes Leben leben kann.

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Was am Ende zählt: getan – gelebt!

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Wenn man sich in einem Tief befindet oder besonders kreativ sein will oder muss, können Träume beflügeln, d.h. aus dem Loch herausreißen oder gedanklich so abheben, dass einem neue, vielleicht sogar geniale Gedanken kommen. Träume können damit eine wichtige Impulsfunktion einnehmen.

Unser Spruch lenkt den Blick aber nicht auf den Anfang, sondern auf das Ende. Am Ende zählt eben nicht, was man sich erträumt hat, auch nicht was man alles geplant oder geredet hat, sondern ausschließlich was man getan oder gelebt hat.

Eigentlich eine Binsenweisheit, die aber heute leider bei vielen nicht mehr zählt. In jeglicher Form von Politik wird oft die Einigung auf einen Weg zur Lösung eines Problems schon so gefeiert, als wäre das Problem selbst bereits gelöst.

Was für ein Erleben ist es aber, auf eine gute Arbeit zurückzublicken oder gute Erlebnisse und Erfahrungen zu machen bzw. sie sich auf verschiedene Art und Weise wieder in Erinnerung zu rufen. Erich Kästner hat es einfach auf den Punkt gebracht: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Das gilt für Andere und genauso für einen Selbst und das gilt genauso für den christlichen Glauben „Was ihr einem getan habt … was ihr einem nicht getan habt…“(Matth 25, 31-46). Gott schenke jedem Kraft und Freude am Tun und (Er)Leben.

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Reifer werden – inniger verbinden, schärfer trennen

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Bald sind wieder Äpfel, Trauben, Pfirsiche… reif, d.h. sie sind nicht mehr unreif. Unreif sind alle Obstsorten hart und nahezu geschmacklos, erst nach einem längeren Reifeprozess, zu dem ausreichend Wärme, Wasser und Nährboden vorhanden sein muss, wird das Obst nicht nur genießbar, sondern ein Genuss mit dem jeweils typischen Geschmack, der sich eindeutig unterscheidet von dem Geschmack anderer Sorten.

Reifer werden heißt eindeutiger werden, individueller und authentischer werden und damit immer weniger ein „Irgendjemand“, sondern einer mit mehr Klarheit in der Grundfrage, wer bin ich und wer bin ich nicht und damit mehr Linie im Leben zu haben. Mehr Linie bedeutet entschiedeneres Ja und entschiedeneres Nein in grundsätzlichen Fragen.

Jesus formuliert dies in seiner Bergpredigt knallhart: Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel (Matth. 5, 37).

Überlassen wir das Unklare, die Wurzel des Übels, den Unreifen. Zeigen wir, wo notwendig, klare Kante und gleichzeitig demonstrativ das Verbindende auf.

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Lieben heißt leben

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Es heißt landläufig, Liebe verändere einen Menschen. Das ist nicht ganz korrekt, wenn die Liebe bei dem Menschen, aus welchen Gründen auch immer (dauerhaft) abprallt, ändert sich gar nichts. Liebe führt zur Veränderung nur, wenn ich mich darauf einlasse, aber dann kommt es zur größten Veränderung, die es bei Menschen geben kann, die Veränderung zum liebenden Menschen.

Es gibt nicht wenige, die die größte Veränderung bei einem Menschen nicht wertschätzen können, weil für sie nur das Sichtbare und damit meist nur das Oberflächliche zählt, das Tun und Verhalten eines Menschen.

Der Wandel zum liebenden Menschen führt automatisch zu einem Wandel im Tun und Verhalten, was sich – je nach Persönlichkeit – ganz unterschiedlich zeigen wird, was bei Liebe kein Problem darstellt, weil Liebe mit Freiheit synchron geht.

Wer Veränderungen erreichen möchte, die einem festen Muster folgen, wird dies mit Liebe und Freiheit nicht erreichen können, sondern wird gezwungen sein, mit Druck zu arbeiten, was einfach ist und keiner Ausbildung und Qualifikation bedarf.

Gott ist das letztere fremd: „Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe.“ (1. Joh, 4,8).

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Tiefgang im Leben

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Das heutige Foto zeigt eines von vielen Wrackteilen eines Schiffes, das 1948 bei Djúpalónssandur gestrandet ist. Das Besondere daran ist, der Strand mit den umherliegenden Teilen wurde als Museum deklariert, um die Erinnerung an dieses Unglück wach zu halten.

Sich erinnern an gestrandet sein, sich erinnern versagt zu haben und bewusst mit dieser Tatsache zu leben, d. h. nicht zu verdrängen, aber auch nicht daran zu Grunde zu gehen, das wird als Tiefgang bezeichnet, das einen Christen ausmacht.

Die entscheidende Frage ist, was wird als Versagen bezeichnet (frei nach Matth. 22, 36-40)?

  • Versagen in der Liebe gegenüber Gott
  • Versagen in der Liebe zu meinen Mitmenschen
  • und Versagen in der Liebe zu mir selbst

Sich an das eigene massenhafte Versagen zu erinnern und gleichzeitig in der Gewissheit zu leben, dass jeder, der Gottes Gnade angenommen hat, davon befreit wurde, schafft Dankbarkeit und gibt dem Leben Tiefgang.

Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Daheim ist, wo man verstanden wird

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Seit 3 Jahren habe ich ein mittlerweile völlig vertrocknetes Lebkuchenherz, auf dem steht „Dahoam!“. Das haben sich findige Planer in unserem Unternehmen ausgedacht und sollte als Motivation dienen, als wir alle „freiwillig“ in Großraumbüros einziehen mussten. Für mich zeigt dies, welche Methoden heute Organisationen einsetzen, um einem zu verkaufen, dass der Platz in der Organisation mein Zuhause ist, um damit den Leistungswillen noch weiter zu steigern.

Die Frage, der wir in dieser Spruchkarte nachspüren wollen, ist, wo bin ich wirklich zu Hause? Wo werde ich verstanden, wo werde ich nicht ausgenutzt oder wo muss ich keine Show mitmachen, sondern darf so sein wie ich bin – genau dort ist mein Zuhause.

Jeder Mensch sehnt sich nach solch einem Zuhause und braucht dies zum Leben. Ideal ist es, wenn dies in der Familie so ist; ein besonderes Geschenk ist es, wenn ich eine Kirchengemeinde habe, die sich darum bemüht, diesem Ziel gerecht zu werden.

Für Gläubige gibt es einen Gott, zu dem wir wie zu einem Vater jederzeit kommen können, der uns versteht – mehr als wir uns selbst!

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Wahrheit kann man nicht besitzen

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Die Teilnahme an einer Walbeobachtung ist geprägt von Hoffen und Suchen. Irgendwann kommt der Hinweis, noch weit entfernt ist hin und wieder etwas zu erkennen. Wir steuern in diese Richtung und ich hoffe, dass der Wal noch da ist, wenn wir den Bereich erreichen.

Dann plötzlich, ohne Ankündigung, sieht man ein wenig von seinem Rücken, der gleich wieder abtaucht, aber mit seiner Schwanzflosse weit aus dem Wasser ragt. Das geht eine ganze Weile so. Man weiß nie, wo und wann und ob er noch einmal auftaucht.

Wale kann man suchen, manchmal lassen sie sich finden, aber besitzen kann man nur einsperrte oder tote Wale.

Für mich ein wunderschönes Bild zu unserem heutigen Spruch. Jesus sagt: „Ich bin Weg, Wahrheit und Leben…“ (Joh. 14,6), man kann Jesus suchen, er lässt sich auch finden, aber keiner kann ihn besitzen – Gott sei herzlich Dank dafür.

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Lösungen brauchen andere Denkstrukturen als Probleme

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Ein Problem fällt nicht vom Himmel, sondern hat einen bestimmten Grund. Meist ist es eine Form von Egoismus wie Geltungsdrang, verletzter Stolz,… die das Denken prägt, daraus folgen Aussagen oder Handlungen, die ein Problem darstellen.

Unser Spruch sagt, dass es zur Lösung einer anderen Denkstruktur bedarf, sonst wird schnell das Ignorieren, Rechtfertigen, Bagatellisieren des Problems als Lösung verkauft.

Die wesentliche Änderung muss aus dem Eingeständnis resultieren, dass das Problem existiert, einer klaren Sicht auf dessen Auswirkungen mit einem tiefen Bedauern und dem festen Wunsch, die Folgen so weit wie möglich zu reduzieren und dafür Sorge zu tragen, dass dies zukünftig nicht mehr auftritt.

Nur in diesen Denkstrukturen ist es möglich, wirkliche Lösungen zu finden und den Willen aufzubringen, sie auch umzusetzen und damit das Problem tatsächlich aus der Welt zu schaffen.

Der Kern des christlichen Glaubens – Gottes Geschenk seiner Gnade für schuldig gewordene Menschen – demonstriert diesen Gedanken auf ganz besondere und manchmal unverständliche Art und Weise – Gott sei Dank dafür.

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Durch Spaß die Sache ernst nehmen

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Das heutige Foto zeigt einen, der aus Colorado (USA) mit seinem Instrument nach Island gekommen ist, um besondere Lieder im Wind zu spielen und seine Musik, verschmolzen mit den Windgeräuschen, aufzunehmen. Einige haben den Kopf geschüttelt über dieses Engagement, mich hat es fasziniert.

Wenn ich an etwas Freude oder Spaß habe, dann nehme ich es auch ernst – der Spruch passt dazu perfekt.

Bei mir schweifen dabei die Gedanken sofort ab: „Wer Freude hat am Leben, nimmt das Leben auch ernst“ oder „Wer Freude hat am Glauben, nimmt den Glauben auch ernst“. Das sind für mich ganz wertvolle Gedanken, ganz besonders im Glauben. Jesus beginnt seine Wirksamkeit mit der Bergpredigt, in der er nach Matthäus 9 Mal das Wort „glücklich“ verwendet. Im gesamten Neuen Testament kommt das Wort „glücklich“ 52 Mal vor.

In dieser Freude zu wachsen, bereichert das Leben und festigt den Glauben. Diese Freude wünschen wir allen.

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Leben braucht Zeit zum Blühen

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D05ie Blumen der heutigen Spruchkarte sind aufgenommen in einer Gegend, in der es durchschnittlich deutlich kühler ist als bei uns. Trotzdem gibt es riesige Blumenwiesen und selbst im Lavagestein blühen kleine Blumen oder es wird über Jahrzehnte von Moos überzogen.

Alles Lebendige entsteht nicht auf Befehl und gedeiht unter Druck nicht schneller, sondern braucht seine Zeit und damit manchmal viel Geduld, um zum Blühen zu kommen. Was Wachstum unterstützt, sind Bedingungen wie ein weicher, nährreicher Boden, ausreichend Sonne und Regen.

Manchmal ist Geduld auch bei Menschen angesagt bis sie zum Blühen kommen. Sei es, dass eine raue Umgebung das Wachstum bremst oder es einfach noch mehr Zeit zur Reife braucht. Entscheidend ist jedoch die Gewissheit, dass die Zeit zum Blühen kommt und in dieser Gewissheit jeder sich darauf freuen darf.

Dafür wurde der Mensch geschaffen und in dieser Hoffnung darf jeder Mensch leben – egal in welcher Umgebung.

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Nicht zu sehr auf Kleinigkeiten fixiert

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Eine gute Formulierung lautet, etwas nicht nur richtig, sondern auch das Richtige zu tun. Was heißt das? Ich kann mich darauf konzentrieren, etwas so perfekt wie möglich zu machen, betrachtet man das aus einer anderen Perspektive, könnte man feststellen, dass es gar keinen Sinn macht.

Es geht darum, die richtige Balance zu finden zwischen dem Detail und dem großen Ganzen. Jede Sicht braucht die andere, um sich einerseits nicht im Kleinen zu verlieren, andererseits um nicht vor lauter globaler Betrachtung Gefahr zu laufen, an Kleinigkeiten zu scheitern.

Eine gute Balance zu finden, ist auch die Herausforderung im persönlichen Glauben. Sich ausreichend intensiv mit den Herausforderungen des Alltags zu beschäftigen und gleichzeitig die göttliche Sichtweise auf diese Welt einzunehmen.

Jesus formuliert es so: „Welchen Wert hat schon ein Spatz auf dem Dach? Man kann fünf von ihnen für einen Spottpreis kaufen. Und doch vergisst Gott keinen einzigen von ihnen.“ (Luk. 12,6)

Gott schenke jedem durch seinen Geist immer wieder aufs Neue eine gute Balance für sich selbst zu finden.

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Böses tun mit gutem Gewissen

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Der Spruch der letzten Woche kann durch den Tausch eines einzigen Wortes auch für unseren heutigen Spruch genutzt werden

. „Vom Augenblick ab, wo man hasst, sieht selbst der Klügste kein Ding mehr so, wie es wirklich ist.“

Es sieht so aus, als sei in letzter Zeit eine Epidemie ausgebrochen, in der ideologische und religiöse Fanatiker auftreten, die mit aller Gewalt versuchen, eine leichtgläubige Masse aufzuhetzen, die dann in ihrer Verblendung meint, durch ihre perversen Taten Gutes zu tun evtl. sogar Gottes Willen umzusetzen.

Es scheint mir immer notwendiger zu werden, das eigene Ziel klar und deutlich zu kommunizieren, wie z.B. Paulus als ehemaliger religiöser Fanatiker es formuliert hat. Die Unterweisung in der Lehre unseres Glaubens hat nur das eine Ziel: die Liebe, die aus einem reinen Herzen, einem guten Gewissen und einem ungeheuchelten Glauben kommt.“ (1. Tim. 1,5)

In diesem Sinne wünschen wir allen, dass wir mit Gottes Hilfe diesem Ziel immer näher kommen und dadurch hin und wieder für andere zu einem kleinen Leuchtturm werden.

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Liebe verändert den Blick

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Der heutige Spruch ist eindeutig in seiner Formulierung und soll einfach zum Nachdenken anregen auf die Frage:

Ist dies schlimm oder ist dies ein Segen?

Wir wünschen allen Gottes Segen!

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In sich hineinleben

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In unserem Spruch geht es heute um Zeit für sich selbst, die gebraucht wird, jedoch bei vielen nicht ausreichend zur Verfügung steht.

Zeit um sich zu sammeln, u.a. weil wir in den vielen, manchmal ganz unterschiedlichen Rollen, manchmal ohne Vorbereitungszeit (Telefon, Smartphone) hin- und hergezogen werden. Sammeln heißt in diesem Zusammenhang für mich, sich wieder sortieren und ordnen.

In sich hineinleben geht tiefer: wie geht es mir, was freut und belebt mich und lässt mich wie eine Wiese aufblühen? Wo sind Bereiche in meinem Leben, die zu kurz kommen, welche Themen haben eine zu große Bedeutung?

Albert Schweitzer zeigt die Größenordnung auf, die er als dafür notwendig ansieht, nicht Minuten, sondern Stunden (Plural!).

Gott als Schöpfer sieht noch mehr Bedarf und hat zum Wohl des Menschen extra einen ganzen Tag geschaffen. “Der Sabbat wurde zum Wohl des Menschen geschaffen…“ Mark,2, 27.

Wir wünschen allen mit Gottes Hilfe ausreichend Zeit zu finden zum Sammlung und Hineinleben

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Ideale, die stimmig sind mit mir

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Jedem fallen Personen ein, auf die der Spruch zutrifft, aber auch Personen, auf die er nicht zutrifft.

Aus meiner Sicht meinen manche, Ideale erreichen zu müssen. Das Streben nach diesen Idealen basiert dann meist nicht auf einer reflektierten, freien eigenen Entscheidung, sondern hat zwanghafte Züge. So lebt diese Person aufgrund von Erziehung, Kultur oder Religion unter einem inneren Druck, der sich problematisch auch auf den Umgang mit Mitmenschen auswirkt.

Als Gegenbeispiel zu dem heutigen Spruch gilt für mich Jesus, der sogar für seine Ideale gestorben ist, und trotzdem fühlten sich Menschen und vor allem Kinder zu ihm hingezogen.

Warum hat das bei Jesus funktioniert?

Seine Ideale wurden ihm nicht aufgezwungen, er war tatsächlich so, Gottes Sohn eben, und deshalb stimmig, darum fühlten Menschen sich zu ihm hingezogen.

Was heißt das für mich? Es ist wichtig Ideale zu haben und nach ihnen zu streben, jedoch Ideale, für die ich mich selbst entschieden habe. Dann ist es stimmig in mir und damit auch in meinen Beziehungen. Die Frage, die im Raum steht: Was sind meine Ideale und wie stimmig sind sie?

Wir wünschen allen Gottes Segen

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Fehlschlag als Erfolgsfaktor?

Es ist ein besonderes Vorrecht, bei der Inbetriebnahme einzelner Maschinen oder ganzer Anlagen mit dabei sein zu dürfen. Über einen längeren Zeitraum sieht man, wie Tag für Tag immer mehr Funktionen verfügbar sind und diese nach und nach immer stabiler laufen, weil Fehler gefunden und behoben und Einstellungen verbessert wurden. Inbetriebnahme heißt vor allem eins, Fehlersuche und Fehlerbehebung. Wer dies miterleben kann, hat das beste Training, das es gibt, erfahren.

Für das Leben sehe ich das ganz ähnlich. Keiner macht gerne Fehler, aber aus Fehlern lernt man deutlich mehr für ein erfolgreiches Leben, als wenn einem alles gelingt.

Menschen, die Fehler bei sich selbst und damit meist auch bei andern nicht akzeptieren können, sind arm dran, sie verpassen die große Chance des intensiven Lernens aus Fehlern.

Für den Glauben kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, das große Geschenk, sich von Gott seine Fehler vergeben zu lassen, darin die unendliche Liebe Gottes und Wertschätzung zu erfahren, die das Leben zusätzlich prägt. Jesus sagt „Wem viel vergeben wurde, der liebt auch viel!“ (Luk. 7, 47)

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Dankbarkeit – Liebeserklärung an das Leben

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Dankbarkeit ist eine der ganz entscheidenden Einstellungen für ein gutes Leben. Es resultiert aus der Erkenntnis, dass alles auch ganz anders sein könnte, und führt dazu vieles einem Wert beizumessen.

Unser Spruch lenkt die Grundhaltung der Dankbarkeit auch auf die Vergangenheit, die bei jedem Menschen eine Sammlung aus vielen positiven und negativen Erlebnissen darstellt. Sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, wie viele positive Erfahrungen gemacht werden durften, ist wie ein innerer warmer Sonnenstrahl, der wärmt und einem Kraft gibt unabhängig davon, wie die Atmosphäre um einen herum gerade ist.

Es lohnt sich auch, negative Erfahrungen hin und wieder zu betrachten gewissermaßen als „Denk-mal“. Auch dort kann sich etwas finden, für das ich dankbar sein kann, was meinen Lern- oder Reifeprozess angestoßen hat, der sonst so nicht stattgefunden hätte.

Dankbarkeit ist eine Liebeserklärung an das Leben.

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Gottes Geist ist spürbar

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Am kommenden Wochenende ist Pfingsten, die Erinnerung an die Ausgießung des Heiligen Geistes an die Nachfolger Jesu, die daraufhin die frohe Botschaft von der Erlösung durch Jesu Tod und Auferstehung offen und für alle verständlich erzählten.

Heute hat man häufig den Eindruck, dass im christlich kirchlichen Bereich viele Diskussionen für den Normalmenschen völlig unverständlich sind und damit die zentrale Botschaft von Jesu Liebe zu den Menschen verdrängt.

Aus diesem Grund soll diese Spruchkarte zu Pfingsten einmal mehr auf das Wesentliche hinweisen, wie Gutes als Ergebnis des christlichen Glaubens sich im Leben widerspiegelt: „Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Besonnenheit, Selbstbeherrschung.“ (Gal. 5,22-23)

Die meisten Menschen sehnen sich in ihrem Herzen nach einem solchen Leben, das von diesen Eigenschaften geprägt ist.

Gott sei Dank, dass dies allen Menschen geschenkt wird, die einfach Gottes Geist an sich wirken lassen.

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Viel Übel entsteht durch unklare Aussagen

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An den heutigen Spruch von Jesus muss ich in letzter Zeit häufig denken, wenn ich mit eleganten Formulierungen konfrontiert werde, die sich gut anhören, aber denen jegliche Verbindlichkeit und Klarheit fehlt. Das bittere Ergebnis lässt meist nicht lange auf sich warten.

Eine andere Form der Vermeidung klarer Aussagen findet sich in Andeutungen. Harmlos wirkende Stichworte werden gezielt platziert, damit die Insider sofort wissen, wie etwas zu werten ist, fortan werden sachliche Argumente ignoriert!

Ein klares JA und ein klares NEIN sind nicht immer einfach, es setzt Klarheit im Denken und den Willen zur Klarheit und Transparenz im Handeln voraus. Dies bringt Lebensqualität und Intensität. Die Bergpredigt (Matth. 5-7), aus der unser heutiger Spruch stammt, fasst in vielen klaren Aussagen und Bildern Grundsätzliches für einen segensreichen Umgang mit sich selbst, mit anderen und mit Gott zusammen.

Gott sei Dank, dass trotz der inhaltlichen Tiefe dies für alle klar und verständlich ist.

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Vertrauen in Gottes Gnade

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Wenn ich mich vor etwas fürchte, dann habe ich das Gefühl einer konkreten Bedrohung für mich. Die Furcht bewirkt, dass ich vorsichtiger werde, das ein oder andere meide, um der Bedrohung zu entfliehen, einfach, dass ich etwas gehemmt bin. Furcht kann sich steigern in Angst, wo sich dann ein Grundgefühl einstellt, das gar nichts mehr konkretisiert werden kann.

Unser heutiger Spruch spricht vom Gericht Gottes. Manche berührt dieser Gedanke nicht, manche fürchten sich und manche haben richtig Angst davor.

Das Thema Gericht kommt auch bei Jesus vor, aber nicht, dass Gläubige sich davor fürchten sollen, sondern als eine feste Tatsache am Ende der Zeit, wovor Gläubige sich nicht fürchten sollen, sondern sie dürfen in der Gewissheit leben, dass dieses Thema durch den Glauben / Vertrauen bereits gelöst ist.
„Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ Joh. 5, 24

Gott sei Dank, für diesen Zuspruch und diese Befreiung zum Leben.

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Alte Wert bewahren und hinterfragen

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Für ein gutes menschliches Miteinander sind gemeinsame Werte eine ganz wesentliche Voraussetzung. Gemeinsam gelebte Werte machen die Notwendigkeit für Regelungen in diesem Bereich überflüssig. Regeln, Gebote und Gesetze können nichts so perfekt beschreiben, dass es in allen Fällen richtig ist, d.h. es wird immer wieder Situationen geben, in denen die Regelung einen zwingt, etwas anders zu machen als es ursprünglich gemeint war. Gemeinsame Werte jedoch führen auch in besonderen Situationen immer zu sinnvollen Lösungen.

Traditionen (alte Werte) können auch diese Funktion einnehmen, wenn man sich bewusst macht, dass diese traditionellen Werte irgendwann einmal entstanden sind und schon deshalb in sich ein „Verfallsdatum“ tragen. Die Gültigkeit traditioneller Werte muss deshalb regelmäßig überprüft werden, sonst kann der Schaden deutlich größer sein als der vereinzelte Nutzen.

Ich möchte mit diesen Gedanken dazu aufrufen, sich die eigenen Werte noch stärker bewusst zu machen, sie zu leben und für sie auch einzustehen. Das führt in der Wirkung sehr viel leichter zu positiven Veränderungen und Lösungen.

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Gute Lösungen brauchen gute Menschen

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Der Begriff „eine Lösung finden“ ist in aller Munde. Es signalisiert, dass es hier um nichts Unwichtiges geht, was geregelt werden muss.

Unser Spruch heute spricht von guten Lösungen, d. h. für mich ein Ergebnis, was wirklich ein Problem löst und nicht nur die Auswirkungen für eine gewisse Zeit kaschiert.

Dies soll möglich sein für jede Situation, vorausgesetzt es wirken gute Menschen mit, d. h. für mich Menschen, die einerseits bereit sind, ein Problem als solches zu erkennen und zu akzeptieren, und andererseits bereit und ggf. auch kreativ genug sind, nach Möglichkeiten zu suchen, dass das Problem beseitigt oder reduziert werden kann und am Ende noch die Kraft haben, diese auch umzusetzen, ggf. auch gegen Widerstände.

Das Ergebnis einer guten Lösung wird immer etwas Befreiendes und Freudiges haben.

An Ostern haben wir uns an das Angebot Gottes einer guten Lösung erinnert, das für alle Menschenbefreiend und freudig wirkt, die erkennen, wo das eigentliche Problem liegt.

Gott sei Dank für diese gute Lösung

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Wunden rufen nach Heilung

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In der letzten Zeit häufen sich bei mir Begegnungen mit Menschen, die teilweise tiefe Verletzungen erlitten haben. Sie leiden sehr darunter und sind dankbar, wenn sie spüren, dass es Menschen gibt, die ein Gespür haben, damit vorsichtig und vertrauensvoll umzugehen. Häufig stellt sich dabei irgendwann heraus, dass sie meist Ähnliches erlebt haben. Das verbindet, bringt einander näher und hilft.

Es gibt auch andere Beobachtungen. Enttäuschte und Verletzte schließen sich zusammen und geben anderen die Schuld. Häufig nutzen „Führungspersönlichen“ oder auch Politiker solche Menschen aus, um sie für ihre Zwecke zu manipulieren.

Wenn beide „Gruppen“ Wunden in sich tragen – was macht den Unterschied aus? Die einen sehnen sich nach Heilung, die anderen nach Schuldigen, an denen sich ihr Frust und Hass entladen kann. Die einen haben das Vertrauen, dass sie in einer guten Umgebung heil werden können, den andern scheint dieses Vertrauen zu fehlen. Für mich ist ein weiteres Mal das Entscheidende: VERTRAUEN.

Gott gebe jedem den Mut und die Kraft all das zu unterstützen, was Vertrauen fördert, und deutlich Zeichen zu setzen gegen alles, was Misstrauen sät.

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Problembeschreibung wichtiger als schnelle Lösung

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Der erste Teil unseres heutigen Spruchs wird manche etwas verwundern, viele lieben eine schnelle Lösung, damit das Problem so schnell wie möglich beseitigt ist. Bei einfachen Problemen mag das funktionieren, bei komplizierten und komplexen Problemen funktioniert das nicht. Nur durch die Beschreibung und Beschäftigung mit dem Problem dringt man langsam aber sicher zum Kern des Problems vor, und dabei kommen die Lösungsansätze dann fast automatisch.

Beziehungsprobleme sind häufig komplizierte und komplexe Probleme, einfache Lösungen gibt es hier meist nicht. Ich muss mich mit der Beziehung beschäftigen, nur darüber findet sich die Lösung.

Glaubensprobleme gehören in die gleiche Kategorie. Einfache pauschale Lösungen helfen hier ebenfalls nicht. Ich muss mich auch hier mit der Beziehung, d.h. mit mir selbst und mit Gott, auseinandersetzen. Dabei findet sich fast automatisch die Lösung, wie Albert Einstein es formulierte.

Gott schenke jedem den Mut und die Kraft bei Problemen sich auf den Weg zu einer guten Lösung zu begeben, den dafür erforderlich Preis zu akzeptieren, um dabei die Lösung zu finden, die dazu beiträgt, befreit zu leben.

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Ostern – wieder Mensch SEIN können

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Mit dieser Spruchkarte möchte ich zum Nachdenken über die Bedeutung von Ostern anregen.

Was hat sich durch den Tod des Sohnes Gottes am Kreuz und seiner Auferstehung vor 2000 Jahren für uns verändert?

  • Die Befreiung von eigenem Versagen und Schuld für alle, die dies im Vertrauen auf Jesus an ihn abgeben können. Egal, was es auch war, es muss einen nicht mehr belasten oder erdrücken! Das ist der Beginn des Weges zu dem, wie der Mensch geplant war – in aller Unvollständigkeit.
  • Das Böse wurde an Ostern besiegt. Damit hat Jesus die Voraussetzung geschaffen, dass es eine Neuschöpfung geben kann, in der es nichts Negatives mehr geben wird – mehr und mehr unvorstellbar – ohne Terror und Lieblosigkeiten, ohne Leid und Schmerzen…

Seit Ostern können wir als befreite Menschen mit (noch) all unseren Unzulänglichkeiten leben und haben darüber hinaus die Perspektive auf eine Umgebung, in der unsere tiefe Sehnsucht nach Harmonie und Vollkommenheit gestillt werden wird.
Gott sei von Herzen Dank dafür

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Wertschätzung hat seinen Ursprung im Herzen

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Aktuell erleben wir dramatische Situationen: einerseits wie Menschen sich für fremde Menschen einsetzen und aufopfern, anderseits wie – glücklicherweise deutlich weniger – Menschen mit Wut und Hass auf dieselbe Personengruppe reagieren.

Beide „Gruppen“ kämpfen jeweils auf ihre Weise für ihre Werte, die tief in ihrem Inneren im Herzen verwurzelt sind.

In einem Disput von Jesus mit besonders „Rechten“ sagt er: „Denn aus dem Inneren, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken wie: …Bosheit…“ (Mark. 7, 21) und anderseits „du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen…“ (Mark. 12, 30).

Das Herz ist für das Leben und für den Glauben von besonderer Bedeutung. Im Herzen des Menschen sind die Werte festgeschrieben, die das Leben steuern und den Glauben prägen.

Gott sei Dank, dass er uns auch die Möglichkeit gegeben hat, nachzudenken, was positiv im Herzen wirken kann und sich verstärkt dazu auszurichten.

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Ordnung braucht Bezug zum Alltag

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In einem meiner Praxissemester war über einem Schreibtisch ein kleines Poster, auf dem stand: „Wer arbeitet, macht Fehler, wer mehr arbeitet, macht mehr Fehler und wer keine Fehler macht, wird befördert.“ Als Praktikant hatte ich damals den Eindruck, dass dieser Spruch die Grundtendenz dieses Unternehmens gut beschrieben hat.

Ordnungen und Regeln, die dazu führen, dass das Engagement zurückgeht, müssen aus meiner Sicht hinterfragt werden. Alle Ordnungen und Regeln haben die Aufgabe, das Erreichen von Zielen und das Zusammenleben zu unterstützen.

Jesus macht eine grundsätzliche Aussage nicht nur zu Regeln und Ordnungen: „So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch. Denn das ist die Botschaft des Gesetzes und der Propheten.“ Matth 7, 12.

Diese einfache und klare Formulierung schließt das Thema Schuld und Vergebung automatisch mit ein und gibt damit für alle Menschen eine gute Orientierung fürs Leben.

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Anerkennung motiviert

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Das, worauf unser aktueller Spruch hinweisen möchte, nennen wir heute „wertschätzende Kommunikation“. In vielen Unternehmen wird dies praktiziert aus der Überzeugung, dass dadurch die Mitarbeiter einsatzfreudiger sind.

Jedoch steckt nicht immer hinter „wertschätzender Kommunikation“ auch tatsächliche Wertschätzung, häufig werden einfach positiv klingende Formulierungen verwendet, ohne dass sich an der Einstellung zu der Person etwas geändert hat.

Für mich stellt sich die Frage, wie dies im christlichen Glauben aussieht – geht es hier ebenfalls um Steigerung der Leistungsbereitschaft? Um das zu erreichen, versuchen es die Einen durch erzeugen eines permanenten schlechten Gewissens, die Andern über positive Botschaften.

Gibt es im christlichen Glauben Lob und Anerkennung, auch ohne hinterher gleich einen Auftrag zu bekommen?

Darf es Lob und Anerkennung von Gott überhaupt geben für Menschen, die nie perfekt (sündlos) sein werden?

Es gehört zum Geheimnis der Liebe, auch der Liebe Gottes zu den Menschen, um seiner selbst willen geliebt zu werden und nicht aufgrund irgendeiner Leistung oder Eigenschaft.

Gott sei Dank dafür.

PS.: Das Foto zeigt das Kap der guten Hoffnung

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Werte werden erlebt

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Seit einigen Jahren habe ich den Eindruck, es hat sich ein Glaube entwickelt, dass wirklich alles erlernbar ist. Dazu wurde mir folgender Witz erzählt. „Ein Mensch ging auf Picasso zu und sagte zu ihm: ‚Mir wurde gesagt, du kannst gut malen, wenn das stimmt dann schreibe mal hier auf 2 Seiten auf, was ich tun muss, um ein guter Maler zu werden wie du…‘ Picasso hat es tatsächlich auf 2 Seiten aufgeschrieben. Dieser Mensch nahm die beiden Zettel und gab sie einem Bekannten und sagte: ‚Lies das gut durch und tue genau das, was dort aufgeschrieben ist…‘“.

Der Spruch heute spricht von Werten. Werte sind die Basis im Umgang miteinander, Werte verbinden unterschiedlichste Menschen, gemeinsame Werte machen Regelungen und Sanktionen überflüssig…

Werte können nicht über noch so gut formulierte Regeln oder Lehr­sätze vermittelt werden, sondern ausschließlich durch vielfache persönliche Erlebnisse und Erfahrungen.

Der christliche Glaube basiert auf Werten: „Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung. Ist das bei euch so? Dann kann kein Gesetz mehr etwas von euch fordern! (Gal. 5, 22-23)

Gott schenke uns Begegnung mit Menschen, die solche Werte leben, und schenke jedem Mut und Kraft, im Leben die eigenen Werte sichtbar werden zu lassen.

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Lügen scheinen glaubhafter zu sein

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In den letzten Tagen gab es einen verheerenden Angriff in Syrien auf Krankenhäuser und eine Schule. Von den verschiedenen Kriegsparteien beschuldigt jeder den andern. In den Nachrichten wurde zu Korrespondenten in den Hauptstädten geschaltet und gefragt, welche Meinung die Menschen in dem jeweiligen Land zu dem Anschlag haben. Die Meinung war, dass viele den Kriegseinsatz des eigenen Landes für gerechtfertigt halten und der Anschlag nicht von der eigenen Armee zu verantworten ist.

Mir machte das bewusst, wie einfach und wirkungsvoll häufige Wiederholung von Aussagen anfangs als Tatsache angesehen und dann zur Wahrheit werden können, für deren Verteidigung man legitim Gewalt androhen bzw. anwenden kann.

Die Frage, die sich mir aufdrängt, ist, wie sehr lasse ich mich manipulieren und wie offen bin ich für wirkliche Wahrheiten, die nicht lauthals verbreitet werden, sondern die eher verborgen sind, nach denen gesucht werden muss und nach der Entdeckung zur Entscheidung drängen.

Gott schenke jedem die Bereitschaft und den Mut, neue Wahrheiten zu entdecken im Alltag, im Glauben und im persönlichen Leben.

 

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Weder verheimlichen noch zur Schau stellen

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Der heutige Spruch drückt einfach aus, was ein authentisches Leben ausmacht. Einerseits zu dem zu stehen, was man tut, andererseits nur das zu tun, zu dem man jederzeit stehen kann. Dazu gehört auch, dass man in einer Umgebung lebt, die einen, aus welchen Gründen auch immer, nicht zur Verheimlichung bestimmter Auffassungen und Taten zwingt. Dann ist die Versuchung des zur Schaustellens sehr gering.

Umgekehrt, wo viel verheimlicht wird oder werden muss, wird das zur Schaustellen meist besonders groß geschrieben, hat es doch die Funktion der Kompensation von Themen, von denen durch die herausgestellten Taten abgelenkt werden soll.

Im persönlichen christlichen Glauben ist authentisches Leben ein wesentlicher Faktor, um wachsen zu können. Nicht durch große Leistungen oder überhaupt durch Leistungen kommen wir zu Gott, sondern indem wir so wie wir sind zu ihm kommen und mit ihm leben, dabei selbstverständlich unsere Fehler und Schuld vor ihm eingestehen und uns von Gott vergeben zu lassen. Das ist wirkliches Leben hier und jetzt mit der Gewissheit des ewigen Lebens über den Tod hinaus.

Gott sei Dank für dieses herrliche Angebot.

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Überholverbot in der Nachfolge

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In den Medien finden sich immer wieder Schlagzeilen von Eiferern und Fanatiker, die im Namen von Gott manipulieren, Menschen knechten, Angst und Schrecken verbreiten.

In unserem Spruch wird deutlich, dass es sich hier nicht wirklich um Nachfolger Gottes handelt, sondern im Übereifer, besser als das Vorbild sein zu müssen, und so gehen sie auf die Überholspur. Wer das Vorbild überholt, folgt ihm nicht mehr, sondern geht seinen eigenen Weg.

Leider finden sich schon von Anfang an auch im Christentum solche Eiferer, die im „Namen Gottes“ Menschen unter Druck setzen und damit das Bild Gottes pervertieren (z. B. wie im Johannesevangelium beschrieben). Genauer betrachtet aber zeigen sie ihr eigenes Gesicht, setzen ihre eigenen Fantasien mit Gottes Willen gleich. Leider führt dies häufig dazu, dass Menschen nach Erlebnissen mit solch einem „Bodenpersonal“ mit Gott nichts mehr zu tun haben wollen.

Es ist unverzichtbar, sich immer wieder aufs Neue bewusst zu machen, wie unvorstellbar groß Gottes Liebe und Barmherzigkeit ist, die Menschen berührt, neue Perspektiven und neues Leben gibt, um in der Nachfolge neue Horizonte zu entdecken.

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Dankbarkeit macht vergangenes fruchtbar in der Gegenwart

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Nicht immer ist man dazu aufgelegt eine Höhlentour zu machen, sich tief unter die Erde zu begeben in eine dunkle und meist feuchte Umgebung. Aber ein schöner Zugang zur Höhle und gut ausgebaut Wege machen es einfacher sich darauf einzulassen. Wenn dann in der Höhle der Lichtkegel auf Tropfsteine fällt, sieht man grandiose, unvorstellbare Formen, die sich über viele Jahre gebildet haben, an denen man sich nicht sattsehen kann.

Für mich ist das ein schönes Bild, wie wir regelmäßig Zugang zu eigenen schönen Erinnerungen finden können, die durch den Alltagstrott teilweise oder ganz verschüttet wurden. So können Fotos, Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Gespräche und Begegnungen wie ein Tor sein um uns an solche besonderen Erlebnisse erinnern.

Diese Erfahrungen in Gedanken nochmals zu erleben, die Freude nochmals nachzuempfinden, bereichert das Leben in jeder Situation und kann dazu die Dankbarkeit darüber  stärken, diese Erfahrungen überhaupt gemacht haben zu dürfen.

Im Leben jedes Menschen gibt es eine Vielzahl schöner Erinnerungen, die nur darauf warten immer wieder entdeckt und beachtet zu werden. Gott segne jeden dabei.

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Wie wir empfinden ist entscheidend

 

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Viele machen für ihr Leben und ihre Lebenssituation die Umstände verantwortlich. Häufig werden widrige Lebensumstände bei einer Verurteilung strafmindert bewertet.

Unser heutiger Spruch macht für das Leben nicht die Umstände verantwortlich, sondern wie wir selbst die Umstände sehen und bewerten. Oftmals sind wir nicht enttäuscht, weil es uns nicht gut geht, sondern weil sich die eigenen Erwartungen nicht erfüllt haben oder weil man sich vergleicht mit anderen, denen es augenscheinlich oder auch tatsächlich besser geht.

Aktuell werden wir täglich mit Menschen konfrontiert, die vieles verloren haben, manchmal scheinbar alles – alles außer ihre Hoffnung. Wer einen Weg findet, sich hier zu engagieren kann, doppelt helfen, die Hilfsbedürftigkeit dieser Menschen zu lindern und durch die Begegnung mit Menschen, deren größte Freude darin besteht, dass die Flucht vor Krieg und Terror geglückt ist, wird helfen, manches weniger wichtig zu nehmen und wirklich Wesentliches, meist als Selbstverständlichkeit angesehen, wieder stärker zu beachten.

Diese innere Veränderung ist der Schlüssel zu einer größeren Lebensqualität. Gott segne jeden dabei.

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Was nicht zählbar ist

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Wir werden jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Zahlen konfrontiert – Zahlen zur Wirtschaft (DAX), Zahlen zum Wetter, Zahlen zum Schadstoffausstoß an Autos und Industrieanlagen, Zahlen zum eigenen Gesundheitszustand, Zahlen zur persönlichen Finanzsituation… Für mich schwingt dabei ein wenig der Glaube mit, sind die Zahlen gut, ist alles gut!

Unser Spruch möchte den Blick darauf lenken, was sich nicht in Zahlen pressen lässt und damit diesem neuen Glaubensgrundsatz der Zahlen widerspricht.

Wesentliches, das man nicht zählen kann

  • wie viel Wärme ein Lächeln aussendet
  • wie sehr Vertrauen einen Menschen verändern kann
  • wie sehr Hoffnung das Leben beflügelt
  • wie groß die Liebe von Eltern zu ihren Kindern ist und umgekehrt die der Kinder zu ihren Eltern, ganz zu schweigen von der unendlichen Liebe Gottes zu uns Menschen
  • wie sehr vergebene Schuld das Leben befreit.

Gott schärfe für jeden den Blick auf das, was im Leben und im Glauben wirklich zählt unabhängig, ob messbar oder beweisbar.

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Gott begegnet uns auf Augenhöhe

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Der heutige Spruch stammt aus der Ansprache im Gottesdienst an Heilig Abend und hat mich tief beeindruckt. Fast täglich erreichen uns Nachrichten von religiösem Größenwahn, Gewalt und Verfolgung „im Namen Gottes“. Leider ist das Christentum nicht ausgenommen und pervertiert damit das, was den Kern des christlichen Glaubens darstellt und nachdem sich viele Menschen tief im Herzen sehnen. „Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung. Dann kann kein Gesetz mehr etwas von euch fordern!“ Gal, 5,22f

Diese Frucht des Geistes wächst nicht unter Angst und Zwang oder durch genaue Beachtung von Gesetzen und Traditionen, sondern allein in einer demütigen Haltung, wie sie Jesus vorgelebt hat.

Das lenkt automatisch den Blick auf die Nöte, für die es sich lohnt, Zeit und Energie zu investieren, die Gutes bewirken und damit etwas von Gottes Reich bereits hier und heute sichtbar werden lässt. Erkennbar ist dies durch Brücken und Brückenbauer.

Gott schenke jedem die Freude und den Mut, in seinem Bereich kreativer Brückenbauer zu sein oder in Notsituationen Brückenbauer zu sehen und auf diese zuzugehen.

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Gute Fragen zum Jahresanfang

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Ein neues Jahr kommt uns unaufhaltsam entgegen, manches aus dem vergangenen Jahr wird weiter präsent sein und wartet weiterhin auf eine Lösung, einiges wird bekannt sein, manches wird sicherlich neu sein.

Entscheidender als die Frage, was kommt im neuen Jahr auf uns zu ist, die Frage, mit welcher inneren Haltung gehe ich in das neue Jahr.

Fragen können Gedanken öffnen für Neues und Unbekanntes, Fragen können breite Themen auf den Punkt bringen. Diese Art von Fragen im Wechselspiel weiten die Gedanken und fokussieren. Zur persönlichen Bewertung steht dann die entscheidende Frage im Raum, wie bringt mich dieses Thema meinem (Lebens-) Ziel näher?

Es gibt den Spruch, „wer frägt, führt“. Mit der Freude am Fragen und dem Vertrauen in Gottes Begleitung in allen Situationen werde ich gut in und durch das neue Jahr geführt werden – unabhängig von dem, was kommen wird.

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr und Gottes Segen auf alle Wegen.

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Frohe Weihnachten

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Wir wünschen allen frohe und besinnliche Weihnachten

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Leben heißt hoffen und warten

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Im Urlaub haben wir eine Erdmännchen-Safari gemacht. Treffpunkt vor Sonnenaufgang (5 Uhr), wir fahren den Guides nach. Als wir anhalten, bekommen wir eine kurze Erklärung, wie es weitergehen wird, dann nimmt sich jeder einen Campingstuhl und es geht zu Fuß weiter. Vor einem kleinen Hügel setzen wir uns auf die Stühle, machen die Kameras bereit und warten.

Sicher ist es nicht, dass die Erdmännchen aus ihrem weitläufigen Labyrinth an diesem Hügel herauskommen, aber unsere erfahrenen Führer wissen, dass die Erdmännchen aus dem Hügel am Morgen kommen, in den sie sich am Abend zurückgezogen haben – und das beobachten die Guides jeweils am Abend zuvor.

Eine Garantie darauf gibt es nicht und auch der Zeitpunkt kann sehr variabel sein. Hier darf es keinen Zeitdruck geben, sondern Geduld ist angesagt, Geduld und nochmals Geduld. Wie das Foto zeigt, sind sie dann doch irgendwann gekommen und haben uns viel Freude bereitet. Diese Erfahrung ist sehr ein schönes Bild für die jährliche Adventszeit wie auch für die in Joh. 14, 3 beschriebenen zweiten Advent.

Wir wünschen allen weiterhin eine schöne Adventszeit.

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Warten erzeugt positive Gefühle

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Die Adventszeit wird ganz unterschiedlich erlebt, meist abhängig von dem, wie die Weihnachtszeit gesehen wird. Sind die Begegnungen im Blickfeld, kann der Advent die Vorfreude darauf sein und weit in den Alltag hineinstrahlen. Stehen wesentlich die Vorbereitungen im Blickfeld, kann dies stressige Züge annehmen, mit Check- und Einkaufslisten, was so stark werden kann, dass der Blick auf das Wesentliche fast verloren geht.

Kinder halten die Adventszeit manchmal sehr schwer aus. „Wie lange dauert es noch…“ Dieses Warten zehrt an ihnen, am liebsten würden sie Weihnachten vorverlegen und die Adventszeit beschleunigen. Zu lernen, diese Spannung auszuhalten, gehört zu einer wichtigen Lernerfahrung im Leben.

Die Weihnachtszeit beginnt mit den Worten „als die Zeit erfüllt war…“, so wie alles im Leben, hat alles seine Zeit. Dafür ein Gespür zu entwickeln, bereichert das Leben.

Gott schenke allen eine freudige und stressarme Adventszeit

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Andere begeistern

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Wir erleben momentan eine dunkle und kalte Jahreszeit, was manch Unangenehme mit sich bringt. Aber diese Zeit ist auch die Zeit der Kerzen und Lichter, deren Licht und Wärme genau deshalb eine besondere Wirkung haben, weil es um sie herum so ganz anders aussieht.

Diese Zeit der Kerzen kann eine besondere Zeit der Besinnung sein, in der man über so manches nachdenken kann. Wie hell brennt meine innere Flamme? Was tue ich, damit in es in meinem Innersten hell und warm ist? Wer hat diese Flamme in mir (immer wieder) entzündet oder mich beschützt, wenn Winde oder Stürme sie ausblasen wollten?

Wessen Kerze brennt, kann einfach auch andere damit anzünden, das kostet nichts bringt jedoch Licht und Wärme in das Leben anderer Menschen. Diese können mit der Zeit ebenfalls so leuchten, dass andere von ihrem Licht und Wärme angesprochen werden. Damit wird nicht die ganze Welt be- bzw. „erleuchtet“ oder erwärmt, aber es gibt viele kleine Einheiten, die genau diese Ausstrahlung haben, von denen wir Menschen leben.

Wir wünschen allen eine gesegnete Adventszeit.

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Der Wert einer Gesellschaft

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Am kommenden Sonntag beginnt wieder die Adventszeit, was Vorbereitung auf die Ankunft des Herrn bedeutet.

Dieses Jahr will mir das weniger gelingen als in den letzten Jahren. Grund sind die unfassbaren Meldungen über die Anschläge der Kämpfer für eine andere Welt, in der Andersdenkende keine Chance haben.

Die Adventzeit birgt die Chance, sich auf das Besondere des Christentums zu besinnen. Gott kommt zu uns Menschen als hilfloses Kind in ärmlicher Umgebung. Seine ersten Tage sind geprägt von der Flucht vor Bewaffneten, angestiftet von religiösen Fanatikern, und trotzdem hat er sich genau dafür entschieden, auf Menschen in unvorstellbarer Liebe zuzugehen, um ihnen Gottes Charakter näherzubringen.

Nach diesen Gedanken passt auch der heutige Spruch zur Adventzeit – Beispiele für Jesu Handeln gibt es genügend in den Evangelien – eine Möglichkeit sich dies erneut bewusst zu machen. Wir wünschen allen eine gesegnete Adventszeit.

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Große Gedanken denken

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Zu allen Zeiten gab es vieles, über das man sich berechtigterweise ärgern kann. Die letzten Tage brachten über Nacht eine Situation, die zusätzlich Angst und Schrecken verbreitet.

Ich finde die Aussage von Dietrich Bonhoeffer sehr hilfreich, der schwierige und gefährliche Situationen nicht ignorierte oder verdrängte, andererseits sich aber auch davon gefangen nehmen ließ, denn unsere Gedanken bestimmen im Wesentlichen unser Leben.

Kleine Gedanken machen das Leben eng und bedrückend – große Gedanken wirken befreiend und erhebend.

Um zu großen Gedanken kommen zu können, muss man sich regelmäßig durch das Labyrinth der kleinen Gedanken durchkämpfen. Dann können Zusagen Gottes wie „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost ich habe die Welt überwunden“ sich entfalten und dem Leben wesentliche Impulse geben  – unabhängig was momentan geschieht.

Gott schenke jedem die Sehnsucht nach großen Gedanken und die Kraft, dies immer wieder aufs Neue zu erleben und darin zu wachsen.

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Gebet – gibt eine super Lebensperspektive

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Vor einigen Jahren haben sich vier Jugendliche, die gerade neu den Führerschein bekommen haben, mit dem Auto nach Südfrankreich aufgemacht. Sie hatten ein klares Ziel, das sie grob erreicht haben, aber irgendwann stellten sie fest, dass sie mit dieser spontanen Art der Reise nicht mehr weiterkommen.

Smartphone mit Navigationsfunktion war noch nicht so verbreitet wie heute und die Jugendlichen hatten dies damals noch nicht, aber jeder hatte ein Handy. Einer der Jugendlichen rief über Handy seinen Vater zu Hause an: „Kannst du uns sagen, wie wir fahren müssen, damit wir an den Campingplatz kommen?“ Der Vater setzte sich an den PC mit Google Maps (weltweite genaue Straßenkarte). Die erste Aufgabe war es, aufgrund der unpräzisen Angaben herauszufinden, wo sich die Jugendlichen in der anbrechenden Dämmerung befanden. Die nächste war, den gesuchten Campingplatz zu finden. Dann begann die nicht ganz einfache Navigation via Handy über 1000 km nach Südfrankreich solange, bis sie ihr Ziel glücklich erreicht haben.

Für mich ist das ein schönes Bild für das Gebet, das Gespräch mit dem himmlischen Vater, das dem Leben ganz neue Perspektiven gibt.

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Sich freuen an Vergebung und Gnade

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Für vieles im Leben gibt es mehrere Sichtweisen, wie man bestimmte Situationen betrachten kann. Bekanntes Beispiel dafür ist ein ½ volles oder ein ½ leeres Glas. Bei dem einen ist der Blick darauf gerichtet, was er hat, bei der anderen Formulierung richtet sich der Blick auf das, was fehlt.

So ist es auch mit Schuld und Vergebung. Wenn es vorrangig um Vergessen geht, schwingt damit auch Verdrängung und damit geringeres Lernen aus eigenem Versagen und Schuld. Solche Art von Vergebung ist keine wirkliche Befreiung.

Wenn es darum geht, durch die erfahrene Vergebung sich daran dauerhaft erinnern zu können, ist dies nicht nur hilfreich für den Lernprozess, sondern lenkt den Blick unweigerlich auch auf die Gnade, die ganz eng mit Vergebung verbunden ist.

So kann wahr werden, was Jesus gegenüber der „großen Sünderin“ formulierte: „Ihre große Schuld ist ihr vergeben worden. Eben deshalb hat sie mir so viel Liebe erwiesen. Wem wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.“ (Lukas 7, 47)

Gott sei Dank für die Gnade seiner Vergebung, den Nährboden zur Liebe gegenüber Gott und Mitmenschen.

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Schaf SEIN – tadellos

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Mit dem Bild einer Schafherde ist einer wie ich von der Ostalb aufgewachsen. Aber auch Menschen, die mit dem christlichen Glauben in Berührung kommen, stoßen auf das Bild vom Schaf und vom Hirten, weil es eines der Bilder ist, die das Verhältnis zwischen Gläubigen und Gott beschreiben. Das Bild von Kamelen und einem Kameltreiber oder von Affen, die nur eingesperrt im Käfig zu haben sind, ist der Bibel fremd.

Das Schaf folgt aus freien Stücken dem Hirten, es bestimmt selbst, wie nah es beim Hirten sein möchte oder in welchem Abstand es dem Hirten folgt. Trotzdem liebt und achtet der Hirte auf jedes Schaf, selbst wenn es fehlt, dann geht er ihm nach und trägt es zurück und freut sich, dass zurückgekommen ist.

Das scheint mir der Kern des Spruchs von Albert Einstein zu sein. Ein tadelloses Mitglied einer Schafherde ist kein fehlerloses Schaf. Fehlerlos heißt, nicht gegen Regeln verstoßen zu haben; tadellos heißt, der Hirte tadelt nicht, macht keine Vorwürfe, wenn er ein verirrtes Schaf wiedergefunden hat, sondern freut sich sogar.

Jesus als der Hirte ist etwas ganz Besonderes, er ist der einzige Hirte, der sein Leben für die Schafe gibt. Damit ist es ausreichend, Schaf in seiner Herde zu sein, um das Leben ohne Tadel zu haben. Gott sei Dank dafür.

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So einfach wie möglich

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Es macht mir Spaß, mit Menschen zusammen zu arbeiten, die ein klares Ziel haben und dies auch formulieren können. Kompliziert wird es, wenn die Linie fehlt, wenn kein Ziel erkennbar ist oder wenn das Ziel nicht kurz und knapp beschrieben werden kann.

Vereinfachen heißt, sich auf das Wesentliche konzentrieren, dazu gehört es zwingend, Prioritäten zu setzen, ständig zu entscheiden, was ist mehr und was ist weniger wichtig, um sich nicht zu verzetteln.

Etwas zu vereinfachen, ist damit nicht einfach – paradoxerweise ist für manche das Komplizierte einfacher, meist weil sie sich die Priorisierung sparen wollen.

Ich liebe Jesu Aussagen, ihm lag viel daran, Leben und Glauben zu vereinfachen. So ein Text findet sich in Matth. 22, 36-40:
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“

 

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Evangelium – einfach

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Durch meine Beobachtungen meine ich festzustellen, dass es einerseits einen Trend gibt, schwierige Themen und Probleme so sehr zu vereinfachen, dass man mit relativ wenig Aufwand eine Lösung finden kann, die, weil alles zu sehr vereinfacht wurde, das Problem nicht löst.

Anderseits beobachte ich, dass im Grunde einfache Themen durch sogenannte Experten unnötig verkompliziert werden. so dass einfache und menschlich logische Lösungen als nicht angemessen bzw. falsch abqualifiziert werden.

Besonders deutlich wird das in persönlichen Beziehungen: wo Gefühl und Verstand gefordert sind, wird manches durch Regeln und Kataloge, die zwingend berücksichtigt werden müssen, so verkompliziert, dass nicht wenige aufgeben.

Das scheint sich auch auf den persönlichen Glauben an Gott niederzuschlagen. Derweil hat es Jesus ganz simpel formuliert: „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh. 3,16)

Gott sei Dank, dass das Evangelium so einfach ist.

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Zurechtfinden ist wichtiger als verstehen

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Jeder tut sich in Situationen leichter, wenn sich etwas gedanklich einordnen lässt.

Manchmal jedoch ändern sich die persönlichen Verhältnisse plötzlich und dramatisch und außer staunenden Blicken fällt einem dazu nichts ein. Das gilt es auszuhalten, denn offensichtlich passen die bisherigen (Welt-) Bilder nicht, um die aktuelle Lage verstehen zu können.

Es braucht Vertrauen und Zeit, um sich auf neue Erfahrungen einzulassen, die dazu führen werden, dass es nach und nach verständlicher wird. Solche Phasen können für jeden zum Gewinn werden – zum persönlichen Reifeschritt.

Hier hilft das Vertrauen in einen persönlichen Gott, der einen trägt. Jesus formulierte dies in der Bergpredigt so: „Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat.“ (Matth. 6,34)

Diese realistische Zusage gibt eine gute Perspektive für den Alltag – Gott sei Dank dafür.

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Der Glaube macht den Strohhalm zum Seil

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Der aktuelle Spruch mag heute manchem nicht viel sagen, demjenigen soll er einfach zur Dankbarkeit anregen über die gute Situation, in der er momentan steht.

Es gibt aber auch Menschen, denen buchstäblich der Boden unter den Füßen zu schwinden scheint, die scheinbar nichts mehr zu verlieren haben und deshalb nach jedem Strohhalm greifen, um irgendwie noch etwas Halt zu finden.

Von Jesus wird gesagt: „Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen… Deshalb ist er die Hoffnung der ganzen Welt.“ (Matth. 12, 20-21)

Dies meint auch der Verfasser des heutigen Spruchs, der im 5. Jahrhundert gelebt hat, und viele Menschen haben diese Zusage erfahren dürfen im Glauben an den Sohn Gottes.

Dies soll allen, die Zuspruch brauchen, Hoffnung und Halt geben in dem festen Vertrauen, dass sie in Gottes Hand geborgen sind, unabhängig davon wie sich die Situation selbst weiterentwickelt.

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Mit Herz und Verstand

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Gleich vorneweg: das heutige Foto selbst ist erstmal eine Provokation, aber mit dem Spruch kann es doch in einem wesentlichen Punkt zum Nachdenken bringen.

Es gibt viele Regelungen, u. a. im Straßenverkehr, die alle sagen, was wir nicht tun dürfen. Aber durch die Kenntnis der Straßenverkehrsregeln kann ich noch nicht Autofahren.

Antrieb muss von innen, aus dem Herzen kommen, dort ist das Zentrum, das kreativ macht und einen bewegt.

Das Herz spielt den wesentlichen Part in unserem Leben, jedoch sind wir auf unseren Verstand ebenfalls angewiesen, der Grenzen setzt, damit wir uns nicht verlieren.

Weil so der Mensch funktioniert spricht Gott im Wesentlichen das Herz des Menschen an in seiner Liebe und Gnade und erwartet auf dieser Ebene Antwort in Vertrauen und Liebe. Das ist es, was den christlichen Glauben ausmacht. Damit wir uns nicht verlieren, hat Gott in 10 Geboten wenige aber wesentliche Punkte als Leitplanken zusammengefasst, was offensichtlich ausreicht – Gott sei von Herzen Dank dafür, dass dies so einfach ist.

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Mit Gott im Gespräch bleiben

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Diese Formulierung über das Gebet hat mich besonders angesprochen, drückt sie doch etwas aus, was mich schon längere Zeit immer wieder aufs Neue gedanklich bewegt.

Wenn Gott alles schon im Voraus weiß, warum sollte ich es ihm noch sagen, warum Fürbitte für andere ihm vorlegen? Unser heutiger Spruch hilft hier weiter.

Im Gebet geht es nicht um Information, Gott weiß alles und braucht diese Information nicht von mir. Gott, der für alle Menschen das Beste möchte, muss auch nicht durch mein Gebet zum Helfen motiviert werden.

Gott braucht nicht Information und Motivation, sondern er braucht Kommunikation, das Gespräch, den Austausch mit uns Menschen, seinem Gegenüber. Gott möchte immer wieder aufs Neue hören, was uns bewegt – worüber wir uns freuen und dankbar sind, wie auch das, was uns belastet, welche Nöte wir sehen, um uns Kraft zu geben und den Blick, wo wir durch unser Handeln Wunder wirken können.

Wir wünschen allen einen lebendigen und offenen Austausch mit Gott.

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Schulden, zwei unterschiedliche Sichtweisen

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Unser Spruch heute beschreibt eine für Menschen ganz natürliche Gesetzmäßigkeit.

Im christlichen Glauben sieht es jedoch ganz anders aus, nicht Verdrängung steht im Mittelpunkt, sondern der bewusste Umgang mit Fehlern und Schuld.

  • Christen dürfen und sollen eigene Fehler und Schuld anschauen, ohne sich dabei selbst fertig zu machen oder von anderen fertig machen zu lassen.
  • Dieses bewusste Annehmen von Fehlern und Schuld ist der Schlüssel des christlichen Glaubens, wenn diese Gott vorgelegt werden.
  • Die Gnade Gottes auf dieses Bekenntnis eröffnet neue Horizonte und sollte nicht vergessen werden, denn Gottes Reaktion darauf soll prägend für das Leben sein „wem viel vergeben wurde, liebt auch viel!“ (Luk, 7, 47)

Fazit: Schuldner und ehemalige Schuldner (die Gnade empfangen haben) dürfen und sollen ein gutes Gedächtnis haben, das begründet ein authentisches und liebevolles Leben.

Gott sei Dank dafür

 

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