Vergebung

Vergebung wird oft fälschlicherweise als ein Geschenk an denjenigen betrachtet, der uns Unrecht getan hat. Dabei ist Vergebung weit mehr als das bloßes Vergessen von Unrecht – sie ist ein innerer Befreiungsschlag, der uns in drei Richtungen verändert:

  • Nach oben: Wir werden dankbarer, weil wir erkennen, dass Gnade schwerer wiegt als jedes Urteil.
  • Nach außen: Wir werden barmherziger, da wir die Unvollkommenheit unserer Mitmenschen mit neuen Augen sehen.
  • Nach innen: Wir werden wahrhaftiger, weil wir unsere eigenen Wunden und Fehltritte ohne Maske akzeptieren.

Letztlich heilt Vergebung nicht die Vergangenheit, aber sie öffnet die Tür zu einer Zukunft, in der wir nicht mehr Gefangene unserer Bitterkeit sind.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Auferstehung…

In der Auferstehung liegt eine zutiefst hoffnungsvolle Botschaft: Aus Zerbrechen kann Neues entstehen. Was verloren schien, kehrt verwandelt zurück. Die neue Schöpfung beginnt nicht trotz des Leidens, sondern durch das Leid hindurch.

Das gilt nicht nur im theologischen Sinne. Es spricht auch zu den Menschen im Alltag: Krisen, Verluste und dunkle Phasen tragen in sich das Potenzial zur Erneuerung. Wer durch schwere Zeiten gegangen ist, hat erlebt, dass das Leben danach ein anderes – oft tieferes – werden kann.

Ostern lädt uns ein, den Blick zu weiten: nicht zurück auf die Wunden, sondern voraus auf das, was neu werden darf. Es ist ein Fest der Hoffnung – nicht als Verdrängung des Schmerzes, sondern als Versprechen, dass der Schmerz nicht das letzte Wort hat.

Der Anfang der neuen Schöpfung beginnt genau dort, wo alles verloren scheint.

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Auferstehung…

Der Auferstandene gehe mit dir,
heute und an jedem neuen Morgen.

Auferstehung bedeutet:
Das Leben ist stärker als der Tod
und die Liebe stärker als die Angst.

Wo Dunkelheit dich umhüllt,
leuchte dir das Osterlicht.

Wo der Tod sein Wort zu sprechen scheint,
sage dir das Leben das letzte.

Wo Angst dein Herz befangen hält,
sei dir die Liebe Gottes Befreiung.

Denn der Stein ist weggerollt
und das Grab hat nicht das letzte Wort.

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Wissen hat Wirkung

Was uns vertraut ist, fällt uns sofort ins Auge. Was wir benennen können, nehmen wir wahr. Doch das Unbekannte bleibt oft unsichtbar, selbst wenn es direkt vor uns liegt. Ein Arzt erkennt in einem Gesicht Zeichen einer Krankheit, die ein Laie schlicht übersieht. Ein Musiker hört in einem Stück Strukturen, die anderen verborgen bleiben. Wissen ist kein neutrales Werkzeug – es formt unseren Blick.

Das ist einerseits eine Stärke: Erfahrung schärft die Wahrnehmung. Andererseits birgt es eine stille Gefahr. Wer nur das sieht, was er bereits kennt, läuft Gefahr, in seiner eigenen Gedankenwelt gefangen zu bleiben. Neues wird übersehen, Fremdes missverstanden, Unerwartetes abgetan.

Goethes Worte sind deshalb auch eine Einladung: zur Neugier, zur Offenheit, zum lebenslangen Lernen. Denn je mehr wir wissen und verstehen, desto reicher und weiter wird die Welt, die wir erblicken können.

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Die Hauptsache muss die Hauptsache bleiben

Ereignisse und persönliche Erlebnisse machen deutlich wie verblendet unsere Gesellschaft ist. Im Iran und Libanon werden Häuser und Schulen zerbombt, Familien mit (kleinen) Kindern müssen fliehen, übernachten in provisorischen Zelten oder unter freiem Himmel und kämpfen ums Überleben. Doch die Aufmacher in den Nachrichten sind, die hohen Spritpreise bei uns…

Andere können sich leidenschaftlich gegen die Bezeichnung „Schwarze“ einsetzen oder das Thema „Gendern“ platzieren, als gehe es dabei um SEIN oder nicht SEIN.

Das alles zeigt mir, es fehlt ein Koordinatensystem, das wertet, was ist wirklich wichtig und was ist nebensächlich oder sogar ganz und gar unwichtig.

Was ist die Hauptsache? Das Leben in guten Beziehungen zu Mitmenschen und für Gläubige zu Gott, Arbeit und Werte, die einen Sinn verleihen, dazu gehört auch Gesundheit – körperlich und seelisch. Jesus sagt: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben – und dies im Überfluss.“ (Joh.10, 10).

Wir sind Gott dankbar, dies als Hauptsache sehen zu können.

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Der Gefahr ins Auge schauen

Auf einer Boots-Safari in Sri Lanka konnten wir viele seltene Vögel und Tiere beobachten. Highlight war das noch nicht ausgewachsene Salzwasserkrokodil, das ich mit dem Teleobjektiv durch die vielen Äste eines Mangrovenbaums hindurch fotografieren konnte.

Für mich ein gutes Foto zu unserem heutigen Spruch: „Ich bin Optimistin, die sich viele Sorgen macht!“. Nicht die Augen verschließen, sondern der Gefahr direkt ins Auge schauen, ohne in Angst und Panik zu verfallen, weil ich mir meiner Position bewusst bin.

Vieles können wir jedoch selbst nicht groß oder gar nicht beeinflussen und macht uns berechtigterweise Sorgen. Augen zu und durch kann zu einem bösen Erwachen führen, sich in den Sorgen zu verlieren, raubt einem jegliche Energie. Wer dagegen die Probleme klar und deutlich sieht und vertraut, dass sie, egal wie, ggf. mit Gottes Hilfe lösbar sein werden, bleibt in einer guten lebenswerten Balance.

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Nicht Ängste verschenken

Für das Leben ist die Fähigkeit Angst zu haben entscheidend, um in kritischen Situationen fokussiert reagieren zu können. Die Ängste von anderen zu übernehmen oder sich von anderen in Angst versetzen zu lassen, dafür ist Angst nicht vorgesehen.

Wer dauerhaft in Angst lebt, ist ständig im Ausnahmezustand, was der Gesundheit und der Psyche schadet.

Nicht jeder hat für sein Leben eine Zukunftsvision, aber es ist möglich sich mehr auf das Positive zu konzentrieren.

Wir erleben das mit unseren Enkelinnen, wie sie sich freuen können über die Blumen, die nach dem Winter wieder im Garten zu blühen beginnen. Wie sie sich freuen und sich an einen kuscheln, wenn eine Geschichte vorgelesen wird.

Auch für den Glauben ist die Freude ein wesentlicher Faktor. Paulus schreibt: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich euch: Freuet euch!“ Phil. 4,4.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.  

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Den eigenen Weg gehen

Vorgefertigte Wege wurden von anderen geebnet und bestimmt. Wer ihnen folgt, mag sich sicher fühlen, verzichtet aber auf die Chance, seinen eigenen, ganz persönlichen Pfad zu entdecken.

Den eigenen Weg zu finden, bedeutet manchmal, durch unbekanntes Gelände zu wanden, manchmal verbunden mit Zweifel, Umwegen oder Sackgassen. Wenn wir jedoch so unserem inneren Kompass folgen, leben wir authentisch und reifen als Persönlichkeit.

Natürlich muss nicht jeder Weg neu erfunden werden. Von anderen zu lernen, hat seinen Wert. Die Kunst liegt darin zu erkennen, wann wir bewusst einem bewährten Pfad folgen und wann wir nur aus Bequemlichkeit oder Angst den Spuren anderer folgen.

Jesus hat solche Gedanken bereits in seiner wegweisenden Bergpredigt formuliert: „Das weite Tor und der breite Weg führen ins Verderben, und viele sind auf diesem Weg. Das enge Tor und der schmale Weg führen ins Leben, und nur wenige finden diesen Weg.“ (Matth. 7, 13-14.)

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Authentisch SEIN

Diese Frau aus Sri Lanka wohnt in einem kleinen Dorf, durch das wir im Urlaub bei einer Wanderung gekommen sind.

Für mich hat diese Frau so eine Ausstrahlung, dass ich sie gefragt habe, ob ich ein Foto von ihr machen darf, sie hat zugestimmt und hat sich über das Foto gefreut, als ich es ihr zeigte.

Diese Frau braucht keine Maske der Perfektion, ihr Strahlen kommt tief von innen heraus. Tradition und Glaube sind die Wurzeln, die einem Halt und Tiefe geben, auf denen sich das Leben erst entfalten kann. Zu einem authentischen Leben gehört, seine Wurzeln zu kennen und anzunehmen.

In der Bibel heißt es: „Gesegnet ist der Mensch, der auf den Herrn vertraut… Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln zum Bach ausstreckt.“ Jer. 17,7–8.

Wir wünschen allen Gottes Segen, Mut und Kraft sich täglich für Authentizität zu entscheiden.

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Freiheit

Bei diesem Spruch fallen mir spontan Menschen ein, die großspurig von ihrer errungenen Freiheit reden und unaufhörlich schwärmen, wie glücklich sie sind.

Theoretisch betrachtet: Absolute Freiheit ist Einsamkeit, absolute Abhängigkeit heißt Gefängnis. In wahrer Freiheit ist beides miteinander verwoben.

Welche Abhängigkeiten akzeptiere ich, welche Normen und Werte der Gesellschaft, wieviel Nähe und Vertrauen in Beziehungen, auch ganz natürliche biologische Grenzen. Diese Bindungen bewusst zu akzeptieren und selbstbestimmt zu gestalten, das macht wahre Freiheit aus.

Vor Goethe hat das Jesus freiheitsbessenen Menschen gesagt, die ihre Freiheit allein mit ihrer Herkunft begründeten: „Wenn euch also der Sohn Gottes befreit, dann seid ihr wirklich frei.“ Joh. 8, 36. Freiheit im christlichen Glauben ist allein an die Befreiung durch Jesus, den Sohn Gottes, gebunden.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Perspektivwechsel

Man sagt landläufig „wenn’s läuft, läuft’s“ und meint dabei, alles funktioniert einwandfrei, auch ich selbst. Für solche Momente ist der heutige Spruch eine Chance im vertrauten Alltag Neues zu entdecken.

Eine Reise nach Sri Lanka bewegt mich zu diesen Zeilen. Alles ist dort anders, angefangen vom Klima, über eine üppige Vegetation, die vielfältiges Obst, Gemüse, Reis und Tee hervorbringt. Sehr freundliche und zufriedene Menschen, die, wie es scheint, alle irgendeiner Art von Arbeit nachgehen. Probleme, die, entweder irgendwie gelöst oder akzeptiert werden. Religionen, die friedlich nebeneinander praktiziert werden, Buddhisten (Mehrheit), Hindus, Moslems und vereinzelt auch Christen.

Unser Foto zeigt einen Blick vom Löwenfelsen, der 200 m aus der Umgebung herausragt. Für mich ein Bild, hin und wieder aus einer höheren Perspektive auf das eigene Leben und den Alltag zu schauen, um Neues zu entdecken, darüber zu staunen und dankbar zu sein.

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Begegnung – nicht nur im Hier und Jetzt

Jetzt die vierte und letzte Spruchkarte zu dem großen Thema Begegnung. Begegnung findet ausschließlich im Hier und Jetzt statt. Trotzdem spielt die Vergangenheit, die eigene, die meines Gegenübers ggf. die gemeinsame, dabei eine bedeutende Rolle genauso wie der eigene Plan und Traum von der Zukunft sowie der Plan und Traum von der Zukunft meines Gegenübers.

Die Vergangenheit ist immer mit dabei: Wir bringen unsere Erfahrungen, Prägungen und Wunden mit in jedes Gespräch. Frühere Beziehungen färben ab, wie wir andere wahrnehmen und auf sie reagieren.

Die Kunst liegt darin, sich dieser drei Ebenen bewusst zu sein, ohne von ihnen beherrscht zu werden. Wer seine Vergangenheit kennt und seine Zukunftswünsche nicht verleugnet, kann frei im Hier und Jetzt dem anderen begegnen, authentisch sein, wirklich zuhören und den anderen so sehen, wie er ist. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.    

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Innerer Friede

Wer innerlich unruhig, zerrissen oder im Konflikt mit sich selbst ist, projiziert diese Unruhe auf seine Beziehungen. Dabei wird im Außen nach etwas gesucht, das nur im Inneren gefunden werden kann. Selbst die harmonischste Begegnung wird einem nicht den Frieden schenken, auch wenn man sich noch so sehr danach sehnt.

Innerer Frieden entsteht durch Selbstakzeptanz, durch das Annehmen dessen, was ist, und durch die Versöhnung mit der eigenen Geschichte. Wer gelernt hat, mit sich selbst im Reinen zu sein, kann wirklich friedvolle Beziehungen zu anderen aufbauen. Dann wird jede Begegnung nicht zur verzweifelten Suche nach Erfüllung, sondern zum Teilen dessen, was bereits in einem ist.

Inneren Frieden finden ist möglich, man muss sich nur auf den Weg machen und dabei manche unangenehme Überraschung verkraften.

Bei dem Thema kann der christliche Glaube unterstützen. Jesus fasst das im zweiten Teil der Summe von Geboten und Propheten so zusammen: „Du sollst deinen Nächsten lieben, so wie du dich selbst liebst“. (Matth. 22, 39)

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Begegnungen

Ein weiteres Foto aus Island, dieses Mal am Strand des Jökulsárlón. Aus dem Gletscher kalben kleine Eisberge, die ins Meer geschwemmt werden, dort von der Strömung an den Strand geschoben werden, wo sie dann nach und nach von Wellen und der Sonne geformt werden. Unser Foto zeigt deutlich, wie Wasser und Sonne eine einmalige Form zaubern aus dem ehemaligen Eisberg gegenüber den Steinen, die die letzten Jahre unverändert geblieben sind

Der heutige Spruch lautet: „Jede Begegnung, die die Seele berührt, hinterlässt eine Spure, die nie ganz verweht.“ Die Frage ist, wie nahe lasse ich (besondere) Menschen an meine Seele. Udo Jürgens singt in einem Lied, „…wir haben Riegel vor dem Herzen und um die Seele Stacheldraht“.

Ich kann verstehen, dass manche sich nach starken Enttäuschungen verschließen, aber zu welchem Preis?

Wenn meine Seele abgeschirmt ist für Menschen, kann sie trotzdem zugänglich sein für Gott? Vielleicht für theologische Konstruktionen und Lehrsätze über ihn, aber wahrscheinlich nicht für einen Beziehungsglauben: „Lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüt“. (Mt 22, 37)

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Begegnungen

Unser heutiges Foto zeigt den Sudhurfjorur in Island. Auf unserer damaligen Tour über die Ringstraße 1 haben wir einen jungen Amerikaner mitgenommen, der am Straßenrand seinen Mitfahrtwunsch signalisiert hat. So haben wir einen Tag lang gemeinsam unseren Weg fortgesetzt und sind u.a. an diesem Strand aus Lavagestein spaziert. Es war ein guter interkultureller Gedankenaustausch, sehr bereichernd und eine schöne Begegnung.

Wer neue Weg einschlägt, hat die Chance, gänzlich andere Menschen kennenzulernen, durch die eine besondere Begegnung entstehen kann.

Zu Beginn eines neuen Jahres reflektiert man über die vergangenen Wege, was habe ich durch diese alles erlebt, welchen Menschen bin ich dabei begegnet.

Es bereichert das Leben, hin und wieder neue Wege einzuschlagen, sich mit neuen Situationen auseinanderzusetzen und mit neuen besonderen Begegnungen zu reifen.

Es schwingt dabei auch die Frage mit, ob neue Wege im Glauben die Beziehung zu Jesus intensivieren und vertiefen können. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Erlösung ist…

Folgende Gedanken aus meiner Predigt zum Jahreswechsel möchte ich mit euch teilen. Text: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ Joh. 14,6. Mit dem Thema: „Erlösung ist reines Beziehungsthema“.

Beziehung lebt vom Gegenüber, deshalb der Fokus von einem Selbst als Gegenüber zu Jesus. Mit folgenden Fragen:

  • Wie sieht mein Weg aus – geradlinig, so geradlinig, dass ich gegen alles, was mir im Weg steht, unweigerlich pralle? Welchen Einfluss haben Menschen und Jesus auf meinen Weg?
  • Wie sieht meine Wahrheit, mein innerer Antreiber aus? Fühle ich mich ständig ungerecht behandelt oder muss immer Ordnung herrschen oder alles muss perfekt sein? Wie sehr hat die unendlich große Liebe Gottes zum Menschen eine Chance, Teil meiner Wahrheit zu werden?

In dem Sinne geht es weiter, wie sieht mein Leben aus und welches Vaterbild prägt meinen Glauben?

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen Gottes reichen Segen auf allen Wegen für das neue Jahr 2026.

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Licht des Friedens

…mit diesen Gedanken

wünschen wir allen,

gerade in der jetzigen Zeit,

frohe und besinnliche Weihnachtstage.

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Abwarten vs. handeln

Abzuwarten ist kein passives Nichtstun, sondern ein bewusster Akt der Selbstbeherrschung. Wenn uns jede Faser drängt zu reagieren, verlangt das Innehalten außergewöhnliche Kraft. Es bedeutet, Unsicherheit auszuhalten, Impulse zu zügeln und der Zeit ihren Raum zu geben.

Das Handeln gibt uns das beruhigende Gefühl von Kontrolle. Doch manchmal ist gerade dieses voreilige Handeln der Fehler. Nicht jedes Problem verlangt nach sofortiger Lösung, nicht jede Provokation nach einer Antwort.

Die wahre Stärke zeigt sich darin, den richtigen Moment zu erkennen und zu wissen, wann Warten weise und wann Handeln geboten ist.

Die Adventszeit, warten auf die Ankunft von Jesus, geht bald zu Ende, wir wünschen allen die Kraft abzuwarten und hinzunehmen wie die weiteren Tage sich entwickeln werden.

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Warten gibt Stärke…

Um in unserer schnelllebigen Zeit mithalten zu können, ist warten und geduldig sein scheinbar kontraproduktiv. Am besten sollten die Wirtschaft, die Börsenkurse… explodieren. Aber nach einer Explosion ist alles in kurzer Zeit wieder verpufft.

Natürliches Wachstum braucht Zeit und das heißt warten können, sich in Geduld üben, denn es geschieht von innen heraus und benötigt starke Wurzeln, um dann, zur rechten Zeit Früchte zu tragen. Adventszeit ist die Zeit des Wartens.

Jesus kam auf diese Welt „als die Zeit erfüllet war“. Wir können Dinge nicht erzwingen, sondern nur ein Klima schaffen, das Wachstum und Entwicklung fördert. Wir hören dies täglich von der Wirtschaft, aber viel bedeutender ist es, für ein wachstumsförderndes Klima im Alltag und dem persönlichen Glauben zu sorgen, verbunden mit Geduld zu warten bis die Früchte sichtbar und reif werden.

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Ohne Erwartung…

In einem Gespräch erzählte mir jemand ganz stolz, wie er es schaffen wird, zukünftig von Enttäuschungen befreit zu sein. „Wenn ich gar nichts mehr erwarte, werde ich nicht mehr enttäuscht“. Spontan habe ich entgegnet, dann verlierst du auch die Vorfreude. Die Vorfreude wirkt meist über einen längeren Zeitraum und gibt dem Leben sehr viel positive Impulse. Dieses positive Erleben stärkt einen, auch falls es doch nicht so kommt, wie man es erwartet hat, und hilft, dies besser zu verarbeiten.

Die scheinbar „clevere“ Einstellung führt leider auch zu einer tristen Passivität und einer distanzierten „die Andern sind an allem Schuld“-Haltung.

Jesus beschreibt die Bedeutung des selbst aktiv Werdens als Grundhaltung des christlichen Glaubens:
„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matth. 7,12).

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen eine gesegnete Adventszeit.

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Wer warten kann…

der heutige Spruch scheint auf den ersten Blick paradox zu sein. Warten assoziieren wir oft mit Vergeudung. Doch wer die Fähigkeit besitzt, Geduld zu üben und den Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen, entkommt der Hetze und dem Stress des ständigen Sofort-Handelns.

Diese innere Ruhe führt dazu, dass man nicht überstürzt handelt, Fehler vermeidet, die später korrigiert werden müssten, und klügere, nachhaltigere Entscheidungen trifft.
Man gewinnt Zeit, indem man nicht gegen die Umstände ankämpft, sondern sie akzeptiert und die Wartezeit sinnvoll nutzt – sei es zur Planung, Reflexion oder einfach zur Entspannung.

Wer gelassen warten kann, gewinnt die Kontrolle über seine eigene Zeitempfindung zurück und lebt bewusster – dem kann ich als Ruheständler voll zustimmen.

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Balance halten von Lernen und Genießen

Der heutige Spruch spricht mir voll aus dem Herzen. Lernen und Genießen in guter Balance, das Geheimnis für ein erfülltes Leben. Mir fallen dabei wieder kleine Kinder ein, man staunt, wie sie neue Situation aufnehmen und das meist spielerisch und sie genießen anschließend, wenn sie das neu Gelernte ausprobieren können und es einigermaßen klappt.

Ein Lied von Peter Maffay begleitet mich seit vielen Jahren: „Ich wollte nie erwachsen sein, hab immer mich zur Wehr gesetzt. Von außen wurd‘ ich hart wie Stein und doch hat man mich oft verletzt. Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben, erst dann, wenn ich′s nicht mehr spüren kann, weiß ich, es ist für mich zu spät, zu spät…“

Eine gute Balance von lernen und genießen scheint für manche Erwachsene eine große Herausforderung zu sein, was für ein Kind kinderleicht ist.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Liebe und Aufmerksamkeit

Für Kinder ist es wichtig, schon früh zu lernen mit Schwierigkeiten umzugehen. Das erreicht man aber nicht mit einer übertriebenen Aufmerksamkeit, mit der man sofort und ständig auf die Bedürfnisse des Kindes eingeht. Es gibt das Bild der Helikoptereltern und der Rasenmähereltern, die alles, was irgendwie für das Kind nicht ideal ist, aus dem Weg räumen.

Zu viel Liebe gibt es nicht. Bedingungslose Akzeptanz, Geborgenheit, emotionale Wärme und Sicherheit. Davon kann ein Kind nie genug bekommen, das stärkt das Urvertrauen und das Selbstwertgefühl.

Viele Erwachsene haben in ihrer Kindheit Liebe oft nur indirekt erfahren und tun sich bis heute schwer Gefühle zu anzunehmen und zu zeigen. Jesus sagt, dass es auch für Erwachsene nie zu spät ist: „Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet wie die Kinder…“ Matth. 18, 3.

Wir wünschen allen, besonders Eltern, Großeltern, Erziehern…Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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freuen…

Karl Valentin hat die besondere Gabe der Wortakrobatik, die Wesentliches in einem Satz ausdrückt. Bei manchen Diskussionen fällt mir ein Satz von ihm ein: „Es ist schon alles gesagt, aber nicht von allen“.

77 Jahre nach seinem Tod scheint mir der Satz aktueller denn je: „Ich freue mich, wenn‘s regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Viele machen nicht nur ihre Emotionen, sondern auch ihr Selbstwertgefühl vom Vergleich mit anderen abhängig. Die sozialen Medien mit unrealistischen oder stark selektiven Idealbildern verstärken dies noch.

Sich von innen heraus freuen, erkennen, dass ich zwar nicht immer artig, aber trotzdem einzigartig bin, mit besonderen Eigenschaften und Talenten.

Freude ist wesentlich für ein erfülltes Leben und einen lebendigen Glauben.

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Barmherzig SEIN

In 9 Bundesländern ist Reformationstag gesetzlicher Feiertag, aber auch hier wird er von Halloween verdrängt, indem schon Kinder sich auf Grusel- und Horrorgeschichten einlassen.

Die Aussage von Martin Luther stellt die weitverbreitete Vorstellung infrage, dass man sich von Sünden freikaufen könne. Stattdessen betont er, dass der Glaube sich im Handeln am Nächsten bewähren muss, was aber auch nicht eigene Sünden/Schuld verringert.

Weshalb sollen Menschen dann barmherzig sein?

Einfach, weil Menschen Gottes Liebe und Gnade/Vergebung erfahren und aufgrund dieser Erfahrung ebenso mit ihren Mitmenschen umgehen können.

Im Gegensatz zu Halloween entwickelt sich so ein System der Liebe und Barmherzigkeit.

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Den Sinn im eigenen Leben erkennen

Dieser Brunnen fasziniert mich, besonders wegen des Lichts, das durch das Wasser strahlt. Das Wasser ändert ständig seine Richtung und trotzdem ist eine klare Linie erkennbar. So ist es auch im Leben, geradlinig läuft es nicht, wenn, dann nur kurzzeitig. Immer wieder gibt es unvorhergesehene Ereignisse, auf die reagiert werden muss und mindestens einer kleinen Anpassung, wenn nicht sogar einer Korrektur, bedarf.

Solche Situationen kommen unerwartet, man reagiert darauf und dann irgendwann kommt schon das nächste Ereignis, so dass einem das Ganze nicht so bewusst ist.

Es lohnt sich aber hin und wieder das eigene Leben zu beleuchten und sich bewusst zu machen, ob trotz der Änderungen eine Linie im Leben erkennbar ist, die dem Ganzen einen Sinn gibt.

Wir wünschen allen Zeit und Gottes Segen beim Nach-DENKEN.

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Leben und mein Umfeld

Viele Menschen leben in einem Umfeld, in dem sie häufig mit Begrenzungen konfrontiert werden. Im besten Fall nehmen sie das bewusst hin und leiden heimlich, schlimmer ist, sie passen sich ihrer Umgebung an, was sie am Ende krank machen kann.

Die Frage, die sich hinter unserem heutigen Spruch verbirgt, ist, habe ich ein Umfeld (beruflich, familiär, hobby- und glaubensmäßig), in dem ich im Wesentlichen ich so sein darf, wie ich bin?

Jesus benutzt ein interessantes Bild in Mk 2,22 „Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Er gärt ja noch und würde die Schläuche zum Platzen bringen, und der Wein samt den Schläuchen wäre verloren. Nein, jungen Wein füllt man in neue Schläuche.“

Dieses Gären ist ein schönes Bild, dass Leben existiert und sich etwas weiterentwickelt. Wir wünschen allen solch einen Raum zur persönlichen Weiterentwicklung.

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leere Hände und leere Herzen füllen lassen

Dieser Spruch zielt auf den Kern des christlichen Glaubens: die Bereitschaft Gottes, sich denjenigen zuzuwenden, die sich ihrer menschlichen Ohnmacht oder ihrem Mangel bewusst sind oder eine tief seelische Sehnsucht haben ausgelöst durch Enttäuschung, Trauer oder einfach innerer Leere.

Die Botschaft des christlichen Glaubens ist: Wir müssen nicht perfekt, reich oder emotional stark sein, um die Aufmerksamkeit oder Liebe Gottes zu erfahren. Ganz im Gegenteil, es ist unsere Verwundbarkeit und diese Leere, die den Raum für göttliche Fülle schafft.

Gott ist nicht nur der, der den Mangel behebt, sondern der in diese Offenheit hinein Liebe, Trost, Sinn und Stärke gießt.

Es ist eine Einladung, unsere Unvollkommenheit ohne Scham zu zeigen, denn gerade dort, wo wir aufhören, aus eigener Kraft zu handeln, beginnt die Erfahrung der Gnade.

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Im Krieg mit mir selbst

Unser heutiger Spruch beleuchtet eine fundamentale Wahrheit: Unser innerstes Wohlbefinden ist untrennbar mit unserer Selbstbeziehung verbunden.

Wer ständig Selbstkritik übt, sich für Fehler verurteilt oder gegen Teile seiner Persönlichkeit ankämpft, befindet sich in einem permanenten Zustand des inneren Konflikts. Dieser „Krieg“ frisst Energie, schafft Anspannung und lässt keinen Raum für Ruhe.

Wirklichen Frieden finden wir erst, wenn wir die Waffen niederlegen: wenn wir uns selbst mit all unseren Schwächen und Stärken annehmen. Es geht darum, Selbstmitgefühl zu entwickeln und zu verstehen, dass wir nicht perfekt sein müssen, um ganz zu sein. Nur durch die Akzeptanz des Ist-Zustandes kann die Ruhe einkehren, die wir uns so sehr wünschen.

Was Paulus in Bezug auf andere schreibt, gilt gleichermaßen auch für uns selbst: „Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat.“ Rö. 15,7)

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Unwahrheiten wiederholt wird zur Gewohnheit

In den USA wird uns in den letzten Monaten vorgeführt, wie Lügen zu Gewohnheiten/Selbstverständlichkeiten werden mit gravierenden Auswirkungen.

Häufiger als Lügen sind ständig wiederholte Vermutungen, Verdächtigungen, Vorstellungen und Wünsche, die sich ins kollektive und individuelle Gedächtnis festsetzen. Wer davon betroffen ist, hat so gut wie keine Chance durch Fakten groß was zu ändern.

Auch im religiösen Bereich ist diese Dynamik zu erkennen. Das häufige Wiederholen neuer Vorstellungen setzt sich ebenfalls im kollektiven Gedächtnis fest und kann dann sich bis zu einem fest formulierten Glaubenspunkt/Dogma entwickeln.

Wir können solche Dynamiken nicht verhindern, aber jeder kann durch kritische Auseinandersetzung sich dieser Dynamik entziehen und durch klare Positionierung ein Orientierungspunkt für seine Umgebung sein.

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Vertrauen

Naives Vertrauen wie auch grundlegendes Misstrauen schaden. Wer blind jedem vertraut, riskiert, ausgenutzt und enttäuscht zu werden. Man macht sich angreifbar, weil man keine Grenzen setzt und die Absichten anderer nicht kritisch hinterfragt.

Genauso schädlich ist es, niemandem zu trauen. Wer in ständiger Skepsis lebt, verpasst die Chance auf tiefe Beziehungen. Vertrauen ist die Grundlage von Freundschaft, Liebe, Zusammenarbeit und dem christlichen Glauben. Ohne Vertrauen bleibt man allein und isoliert.

Der Spruch lehrt uns, einen mittleren Weg zu finden: Es geht darum, Menschen bewusst zu wählen, mit denen wir unser Leben teilen, und dabei ein gesundes Gleichgewicht zwischen Offenheit und Vorsicht zu wahren. Unser Vertrauen zu Menschen spiegelt sich auch im Vertrauen zu Gott wider.

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Selbstbild versus Fremdbild

Es ist schon eine Zeit her, als jemand auf mich zukam und sagte, wenn etwas aus meiner Sicht nicht passt, soll ich gerne direkt zu ihm kommen. Als es einen wesentlichen Punkt gab, habe ich das, wie gewünscht, angesprochen. Die Reaktion war heftig, ich würde das das total falsch sehen, die Wahrheit ist… seine Sichtweise.

Selbstbild versus Fremdbild. Wer sein Selbstbild nicht hinterfragen lässt, empfindet jede Differenz dazu als Angriff und reagiert heftig, weil er sich durch ein „negatives“ Fremdbild in seiner Identität bedroht sieht.
Es gibt nicht die Wahrheit, es gibt nur Sichtweisen auf Menschen, Situationen, Gott und die Welt.

Nur Jesus beansprucht, aus meiner Sicht berechtigt, die Wahrheit zu sein: „Ich selbst bin der Weg und auch die Wahrheit und das Leben. Nur durch mich findet ein Mensch zum Vater. (Joh. 14, 6)

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Ehe ist…

Wie zwei Schleifsteine, die aneinander reiben, um eine stumpfe Klinge zu schärfen, so formen und verändern sich auch zwei Menschen in einer Ehe.
Die Reibung, die Meinungsverschiedenheiten und die Konflikte sind dabei keine Zeichen des Scheiterns, sondern essenzielle Bestandteile des Prozesses.

Durch diese Herausforderungen schleifen Partner gegenseitig ihre Ecken und Kanten ab, lernen, Kompromisse einzugehen und wachsen gemeinsam über sich hinaus.

Die „Zärtlichkeit“ liegt nicht in der Abwesenheit von Reibung, sondern in der bewussten Entscheidung, diesen Prozess gemeinsam zu durchlaufen – mit Geduld und dem Vertrauen, dass man am Ende eine stärkere, schärfere und glänzendere Version von sich selbst und der Beziehung sein wird.

Besser könnten wir es auch nicht sagen, vielen Dank an die KI. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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BeSINNung

Gandhis Weisheit, die Geschwindigkeit des Lebens nicht ständig erhöhen zu wollen, hat eine tiefe Resonanz mit vielen Prinzipien des christlichen Glaubens. In einer Welt, die von Hektik, Effizienz und ständiger Beschleunigung geprägt ist, erinnert uns dieser Gedanke daran, regelmäßig innezuhalten und uns auf das Wesentliche zu besinnen – eine Praxis, die für das geistliche Wachstum und für das Miteinander unerlässlich ist.

Ein Auferstehungsgottesdienst endete mit folgender Aussage: „Die höchste Freiheit hat der Mensch, wenn er in Einklang mit Gott, im Einklang mit seinen Mitmenschen und im Einklang mit sich selbst lebt.“

Das geht nur, wenn es trotz allem Engagement ausreichend Ruhephasen gibt, die einen zur BeSINNung kommen lassen.

Dazu wünschen wir allen und uns selbst Gottes Segen

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frei SEIN

Manchmal denken wir, Freiheit bedeutet, keine Regeln zu haben oder tun und lassen zu können, was man will. Wahre Freiheit ist viel tiefer. Sie beginnt in uns selbst. „Nichts erfordert mehr Mut als frei zu sein.“ Dieser Satz erinnert uns daran, dass es Mut braucht, sich von den Erwartungen anderer, von alten Ängsten und selbst auferlegten Grenzen zu lösen.

Es ist ein Akt der Selbstbefreiung, der uns zwingt, uns der Frage zu stellen: Wer bin ich wirklich, wenn ich all das loslasse, was mich zurückhält? Das erfordert Mut – den Mut, authentisch zu leben und zu glauben.

Jesus macht das an der Beziehung zu seiner Person fest: „Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ (Joh. 8, 36) Frei SEIN, um in guter Beziehung zu sich selbst leben zu können, damit auch in guter Beziehung zu unseren Nächsten leben zu können und ganz wesentlich ganzheitlich in der Beziehung zu Gott (nach Mt.22, 36-40).

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Innere Trigger, die einen ärgern

Vor ein paar Tagen habe ich im Untergeschoss alle Lampen mit Bewegungsmelder umgerüstet. Das ist jetzt eine tolle Sache, sobald man in dem Raum ist, geht automatisch das Licht an und nach einer definierten Zeit auch wieder automatisch aus.

Ähnlich scheint es bei Menschen zu funktionieren, nicht gewollt, sondern ungewollt. Wenn spezielle Bereiche im Leben von anderen berührt werden, kann die Person schlagartig unter Strom stehen und ein ganz unnatürliches Verhalten an den Tag legen.

Solche Bereiche entstehen bei Menschen, die Enttäuschungen oder Verletzungen nicht verarbeitet, sondern ignoriert oder verdrängt haben.

Oftmals sind die Personen über ihr eigenes Verhalten entsetzt. Es könnte helfen, wenn sie mit etwas Abstand jemanden haben, dem sie sich öffnen können.

Vielleicht kann ich ja dieser jemand sein.

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Charakter haben und zeigen

Der aktuelle US-Präsident bekämpft Jerome Powell, den Chef der US-Notenbank, weil dieser beharrlich genau das tut, was er in dieser Funktion tun muss, mit einem Leitzins für Preisstabilität zu sorgen. Er beugt sich nicht dem massiven Druck, einen sehr niedrigen Leitzins einzustellen, damit der US-Präsident für seine immensen Schulden weniger Zinsen zahlen muss. Anderes Beispiel, nach Veröffentlichung der Zahlen zum Arbeitsmarkt, die den Ankündigungen des US-Präsidenten widersprechen, wurde deren Chefin gefeuert, wegen angeblicher Fake-News.

Menschen mit Mut und Charakter sind anderen unheimlich, aber genau diese Menschen sind heute mehr gefragt als bisher, jeder in seinem Umfeld.

„Hilf dem, der sich selbst nicht helfen kann; schaffe denen Recht, die für sich alleine dastehen. Ja, hilf den Armen und Elenden und sorge dafür, dass sie zu ihrem Recht kommen.“ (Sprüche 31,8-9)

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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Wo kämen wir hin…

Ja wo kämen wir denn hin, wenn nicht bevor wir beginnen, alles bis ins kleinste Teil geregelt wäre?
Ja wo kämen wir denn hin, wenn nicht alle Bedenken eingesammelt und bewertet wurden?
Ja wo kämen wir denn hin, wenn nicht möglichst viele zu einer einstimmigen Entscheidung eingebunden waren?

Da frage ich mich, wo wäre ich hingekommen, wenn ich so mein Leben lang gehandelt hätte, was wäre alles nicht passiert, was alles wäre nicht entstanden?

Aber wo kämen wir hin, wenn wir uns mutig und furchtlos auf Neues einlassen und ausprobieren?
Wo kämen wir hin, wenn wir neugierig über unseren Tellerrand schauen?
Wo kämen wir hin, wenn wir falsche Einschätzungen und Fehler einfach benennen?
Wo kämen wir hin, wenn Vertrauen im christlichen Glauben mehr Gewicht hätte als Wissen …

Ich wünsche allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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mit dem Herzen sehen

Dieser Text aus einem Lied von Peter Cornelius beschreibt den heutigen Spruch besser als ich es vermag

„Empfindsame Menschen haben’s schwer,
Denn sie zeigen ihre Seele offen her,
Ob sie wollen oder nicht,
Es verrät sie ihr Gesicht so sehr.
Empfindsame Menschen haben’s schwer,
Weil sie immer alles fühl’n, alles spür’n,
Weil es tausend Dinge gibt,
Die sie erschüttern, aber and’re nicht berühr’n.
Ein Diamant verbrennt,
Genau wie ein empfindsamer Mensch.
Ein Kieselstein übersteht,
Woran der Diamant zugrunde geht.
Und wer das weiß,
Der müßte uns versteh’n.“

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Mut

Seit über einem halbem Jahr genieße ich das RentnerSEIN. Diese Lebensphase bietet einem Gelegenheit über so manches zu reflektieren. Zum heutigen Spruch ist mir folgende Begebenheit aus meinem Praktikum bei der Deutschen Bahn in Erinnerung gekommen.

Ich war für 4 Wochen in einem neuen Bereich und hatte zur Halbzeit ein Gespräch mit dem Leiter. U.a. sagte er mir, „Sie haben sicherlich von meinen Mitarbeitern gehört, dass ich ein stinkfauler Mensch bin und nur an mein Ferienhaus in San Remo denke. Dazu will ich ihnen folgende Erfahrung erzählen. Als junger Inspektor war ich sehr engagiert und habe Themen vorangetrieben. Nach jedem erfolgreichen Abschluss bekam ich eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe. Das ging so lange, bis ich einmal in die Bereiche zurückgegangen bin und geschaut habe, was aus meinen Projekten geworden ist. Das Ergebnis war enttäuschend, es war alles so wie es vorher war. Es war wie wenn ich eine Gummiwand bewegt hätte, die sich gut bewegen lässt, aber sobald ich losgelassen habe, ging sie langsam, aber stetig wieder in die Ausgangslage zurück. Als mir dies bewusst wurde, sagte ich mir, dies kann ich auch erreichen, wenn ich gar nichts mehr tue.“ In meinem RentnerSEIN spricht mich folgendes Bibelwort besonders an: „Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“ (Prediger 3,12f)

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Einmalig SEIN

Vor vielen Jahren gab es eine tolle Kinderbibelwoche mit dem Thema: „Du bist einmalig“. Welche Bedeutung das Wort hat, zeigt die Definition von einmalig: beispiellos, einzigartig, nicht vergleichbar, ohnegleichen, steht allein (da), unübertrefflich, wie kein anderer, wie kein zweiter, wie nichts sonst, der seinesgleichen sucht… Ja, so werden wir geboren, und wer eine gute Erziehung genießen darf, kann sich so entwickeln.

Früh genug wird man mit Kategorien belegt mit dem Ziel sich nicht mit dem Individuum beschäftigen zu müssen, sondern anhand von Merkmalen einsortiert und beurteilt zu werden. Das geht nicht spurlos an einem vorüber, deshalb ist es wichtig, sich dies immer aufs Neue bewusst zu machen. Ich bin einmalig, ich darf/soll dazu stehen, authentisch sein.

Jesus sagte: »Ich sage es euch klipp und klar: Wenn ihr …wie die Kinder werdet, dann werdet ihr überhaupt nicht in Gottes neue Wirklichkeit hineinkommen!“ (Matth. 18,3).

Gottes Wirklichkeit ist Leben pur, das wünschen wir allen.

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Begegnungen

Eine Begegnung ist mehr als ein Treffen mit Bekannten, bei einer Begegnung schwingt immer etwas ganz Persönliches mit, deshalb wird eine Begegnung nie neutral sein.

Begegnungen machen das Leben aus, dadurch passiert etwas in einem, verändert einen. Entscheidend dabei ist, dass ich ganz dabei bin, mit Leib und Seele.
Bei Begegnungen passiert immer was, es entstehen neue Gedanken, neue Sichtweisen … Sie können aber auch zu Enttäuschungen und Verletzungen führen.

Begegnungen machen das Leben aus, deshalb ist es wichtig, dass es Begegnungen im Leben gibt und nicht nur unverbindliche Treffen. Es sollten auch deutlich mehr Begegnungen sein, die einem Energie geben als nehmen.

Jesus zu begegnen, hatte und hat auch heute immer Auswirkungen, keiner ist unbeeindruckt weitergegangen, Menschen wie Zachäus, der Hauptmann von Kapernaum, seine Jünger, der reiche Jüngling … Menschen wie du und ich.

Wir wünschen allen viele positive Begegnungen.

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Wirklichkeit

Realität und Wirklichkeit sind nie identisch, jeder erkennt nur einen Ausschnitt der Realität und deutet diese aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen und Werte.

Das heutige Foto zeigt, für mich erschreckend deutlich, die Wirklichkeit vieler jungen Menschen; erschreckend, weil viele sich davon unreflektiert beeinflussen lassen und oft auch ihr Handeln danach ausrichten.

Das höchste Maß an eigener unreflektierter Wirklichkeit bietet regelmäßig Donald Trump, der frei nach Pippi Lang-strumpf handelt „Ich bau mir meine Welt, wie sie mir gefällt, in der sich die gesamte Welt um mich dreht!“.

Welche Schlussfolgerungen kann man daraus ziehen?

  1. „Unser Wissen ist Stückwerk“ (Paulus), d. h. dass ich nie alles weiß und dies bei meinen Beurteilungen berücksichtigen sollte.
  2. Ich lass Fragen und Kritik an meiner Sicht der Dinge zu und bin bereit zu hinterfragen, welche Erfahrungen und Beeinflussungen meine Beurteilungen beeinflussen.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Hin und wieder einfach KindSEIN

Es hat den Anschein, als ob heute alles irgendwie sinn- und zielorientiert laufen muss. Schon bei kleinen Kindern wird darauf geachtet, was gut ist für ihre spätere schulische und berufliche Entwicklung – einfach KindSEIN, wie ich es vor Jahrzehnten erleben durfte, geht heute nicht mehr. Ich saß stundenlang auf meinem Baumhaus am Waldrand, habe geträumt und auf unseren Ort hinuntergeschaut.

Das war im Nachhinein betrachtet eine ganz natürliche Auszeit. Heute werden Auszeiten geplant und gut organisiert. Man lässt sich das einiges kosten, am besten man hat noch ein Gerät, das dokumentiert, wie groß und anhaltend die Entspannung ist.

Auch hier passt eine häufig zitierte Aussage von Jesus: „Wenn ihr euch nicht vollkommen ändert und wie die Kinder werdet, dann werdet ihr überhaupt nicht in Gottes neue Wirklichkeit hineinkommen!“ (Matth. 18,3)

Wie ein Kind, hin und wieder nicht überlegend macht es Sinn, sondern dem inneren Impuls folgen und die Natur einfach genießen, sei es der Wind, sei es ein Sommerregen, was auch immer!

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STAndpunkt

Den heutigen Spruch habe ich schon viele Jahre in meiner Spruchbibliothek, doch bisher war der Spruch mir zu hart, auch wenn er von Albert Einstein ist. Für das, was aktuell passiert, bringt es dieser Spruch jedoch auf den Punkt.

Viele Themen sind sehr komplex, d. h. es müssen ganz unterschiedliche Fragen berücksichtig werden, um eine einigermaßen stimmige Beurteilung abgeben zu können.

Schon in der Vergangenheit wurden solche Themen medienwirksam vereinfacht. Heute findet man das in höchst verantwortungsvollen Positionen, was von den Massen als klarer Standpunkt bewundert wird.

Nur einen Aspekt wird berücksichtigt, alle anderen werden als total dumm abgewertet und dann lautstark propagiert. Dazu ist Intelligenz oder Reflektion nicht erforderlich, man könnte fast sagen je einfacher und dümmer, desto lauter.

Leider benutzen auch Menschen den christlichen Glauben, um sich selbst in Szene zu setzen – genau nach demselben Strickmuster.

Paulus schreibt: „Prüft aber alles, und nehmt nur an, was gut ist.“ (1. Thess. 5, 21).

Ein gutes Wort nicht nur für Gläubige.

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Seine Aufgabe sehen

Der Mensch ist geschaffen um, jeder entsprechend seiner Gaben und Fähigkeiten, Neues zu entdecken und Neues zu schaffen. Er bringt dabei Kreativität und Energie ein, um etwas zu starten, und auch meist die Energie etwas abzuschließen.

Leider ist zu beobachten, dass bei einigen das Engagement deutlich nachgelassen hat und einige sich kraft- und mutlos ganz zurückziehen und nur noch konsumieren. Ich vermute, glücklich sind sie damit nicht.

Eckart von Hirschhausen trifft mit seiner Geschichte vom Pinguin den Nagel auf den Kopf. Wenn ich in meinem Element bin (Umgebung, die zu mir passt), passiert Außergewöhnliches.

Wenn eine Gruppe ihren Platz, d. h. ihre Aufgabe in der Gesellschaft, gefunden hat, passiert ebenfalls etwas Außergewöhnliches: in eine selbstzufriedene, auf sich fixierte Gruppe, kommt wieder Leben und Energie. Davon profitiert die Gesellschaft und vor allem sie selbst.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Freiheit

Menschen werden geboren zur Freiheit. Die Erziehung bestimmt, ob mehr zur Freiheit und Eigenverantwortlichkeit erzogen wird oder zum Gehorsam, was ich hier jetzt mal als Zähmen bezeichnen will.

Gezähmte Menschen haben trotzdem tief im Innern die Sehnsucht nach Freiheit, gleichzeitig haben sie Angst davor, weil es Eigenschaften fordert, die sie meist nie erlernen durften. So finden sich in deren Leben die Sehnsucht nach Freiheit und gleichzeitig die Angst vor der Freiheit.

Schwärmen von der Freiheit, Menschen bewundern, die die Freiheit intensiv leben, sich Videos reinziehen, Newsletter abonnieren, Bücher darüber verschlingen…

Wie heißt es ganz einfach: „Wilde Vögel fliegen“. Einfach tun, was man kann, und mit einem gesunden Selbstvertrauen Neues ausprobieren.

Die schönste Definition, die ich je gehört habe, lautet: „Freiheit im idealen Sinn ist im Einklang mit sich selbst, im Einklang mit seinen Mitmenschen und im Einklang mit Gott zu leben.“ Diese Freiheit wünschen wir allen –

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Realist SEIN

Eine Woche „Männersegeln“ in Kroatien liegt hinter mir. Das Ziel war in erster Linie nicht das Segeln, sondern über sein Leben zu reflektieren durch gezielte Impulse, aber auch durch das Erleben der Natur auf einer Segelyacht.

Die wichtigste Erfahrung ist, die Abhängigkeit vom Wind zu akzeptieren. Die Palette der Windgeschwindigkeit reichte von 1 bis 8. Auf Basis der Windvorhersage wurden die Tage geplant. So blieben wir wegen wenig Wind zwei Nächte in einer tollen Bucht und relaxten, anderntags kosteten wir den Wind voll aus, um so nah wie möglich an die Maximalgeschwindigkeit der Yacht zu kommen. Als in einer Nacht Windstärke 7-8 angesagt war, suchten wir einen (einigermaßen) sicheren Hafen auf.

In unserer technisierten Welt, in der alles auf den Menschen ausgerichtet ist, ist es immens wichtig, immer wieder die Größe der Schöpfung zu erfahren, sich selbst darin ein- und unterzuordnen mit der Überzeugung, es lohnt sich, mein Leben nicht nur der Schöpfung, sondern auch nach dem Schöpfer auszurichten.

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Kindererziehung

Eltern haben es heute nicht leicht. So viele Ratschläge und Tabellen, damit das Kind sich ja optimal entwickelt, was für einen Druck kann das auslösen, wenn der ein oder andere Parameter nicht erreicht wird oder andere Kinder in der Entwicklung schon (wesentlich) weiter sind. Kindererziehung ist eine Herausforderung für Eltern und Umgebung.

Nachdem ich nun zweifacher Opa bin, kommt die Rückmeldung von meinen beiden Söhnen, so intensiv hast du dich mit uns nicht beschäftigt. Womit sie teilweise auch Recht haben. In der Reflektion über die Zeit hat sich bei mir folgender Satz entwickelt: „Die Reife, um ein guter Vater sein zu können, hat man erst als Opa!“

Wenn Kinder sich von den Eltern „abnabeln“ und auf Basis ihrer Erziehung dann ihr eigenes Leben eigenständig gestalten, zeigt sich, egal in welche Richtung die Entwicklung geht, ob sie dafür das nötige Rüstzeug bekommen haben.

Erst in der Phase, wenn Kinder ihre eigenen Kinder erziehen, kann man ein Urteil über seine Erziehung fällen.

Ein interessanter Gedanke, für den man viel Geduld aufbringen muss.

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Eingefahrene Gleise…

Wenn ich Zeit und Muße habe, fahre ich gerne mit dem Zug von Ulm im ICE kurvenreich über die Alb mit 80 km/h und dann gemütlich die Geislinger Steige hinab. Wenn ich jedoch über Stuttgart hinaus muss, ist die Fahrt über die Neubaustrecke deutlich kürzer und ich habe dadurch bessere Anschlussmöglichkeiten. Neue Gleise sind wichtig, es muss nicht immer eine Neubaustrecke sein, sondern bestehende Trassen brauchen auch hin und wieder neue Gleise (Bsp. Riedbahn), sonst ist der Zugverkehr zu störanfällig.

Was für die Bahn gilt, gilt auch für uns Menschen. Ein Leben in eingefahrenen Gleisen ist bequem, aber trotzdem kann, was früher gut funktioniert hat, jetzt nicht mehr zuverlässig sein. Hin und wieder bedarf es auch im Leben einer kritischen Bestandsaufnahme mit Anpassungen und Korrekturen, manchmal steht auch mal ein ganz neuer Lebensabschnitt an, wo ganz neue Schienen zu legen sind.

Auch für Gläubige ist regelmäßige Überprüfung ein wichtiger Faktor. „Durchforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, prüfe meine Wünsche und Gedanken! Und wenn ich in Gefahr bin, mich von dir zu entfernen, dann bring mich zurück auf den Weg zu dir!“ (Psalm 139)    

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Veränderungen…

Manchmal, wenn ich gefragt werde, wie’s mir geht, antworte ich: „I kann et klaga, i däts gern, aber es gat oifach et!“. Es gibt Menschen, da gehört das Klagen zum guten Ton. „Alles ist schlecht“, Schuld sind natürlich die anderen, ich bin ein Opfer der Umstände. Da kann man nichts ändern bzw. eigentlich will man nichts ändern.

Eine Veränderung führt erst einmal zu Unsicherheit. Sich mit Neuem auseinander setzen zu müssen, Gewohnheiten  anpassen, Geduld aufbringen, weil manche Dinge noch nicht richtig funktionieren, das ein oder andere doch noch nachträglich ändern.

Das Leben ist ständigen Veränderungen unterworfen. Wer Veränderungen im Leben zulässt oder sogar selbst aktiv gestaltet, ist lebendig.

Der christliche Glaube lebt auch von Veränderungen. Glaube ist kein ein Fürwahrhalten von Glaubenspunkten, sondern leben in einer persönlichen Beziehung mit Christus. Beziehungen sind nie starr, sondern ständige Veränderungen zeichnen sie aus.

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen ein gutes und erfülltes Leben.

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Inneren Frieden trotz Angst

Der Schöpfer hat eine Funktion geschaffen, dass wir im Notfall schnell reagieren können, um wieder in eine sichere Situation kommen zu können – dies ist die Angst, und sie ist ganz natürlich und hilfreich für jeden Menschen.

Leider wird die Angstfunktion häufig missbraucht durch verzerrte oder direkte Falschinformation. So kann Angst erzeugt werden, die Kinder nicht perfekt zu erziehen, oder Angst wird dadurch erzeugt, den überzeichneten Ansprüchen an Partner, Familie oder Gesellschaft nicht gerecht zu werden, oder die Angst, Gesundheit, Wohlstand und Luxus evtl. einschränken zu müssen oder ganz zu verlieren.

Am schlimmsten ist erzeugte Angst im kirchlichen Kontext, mit der Drohung, wenn dies oder jenes nicht gemacht wird, das Seelenheil zu verlieren. Diese natürliche Angstfunktion wird missbraucht, um Menschen leichter steuern und manipulieren zu können.

Jesus sagt: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst und wird euch Angst gemacht; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (nach Joh. 16,33).

Der größte Wunsch von Jesus ist, Menschen inneren Frieden zu geben, ein unbezahlbares Angebot.

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Ostern

Ostern ist das höchste Fest der Christen und Dietrich Bonhoeffer legt noch einen drauf: „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln“, das ist eine Ansage.

Verzweiflung kann bei Menschen aufkommen, wenn sie keine Perspektive (Zukunft) mehr sehen, weil die Gegenwart nicht mehr erträglich ist oder ihre Vergangenheit sie massiv belastet.

Ostern ist das höchste Fest, weil Christus für die Schuld der Menschen gestorben ist und damit jeder Mensch die Chance hat, dass seine persönliche Schuld, egal ob gering oder besonders groß, vergeben wird. An Karfreitag wird deshalb an Jesu Tod am Kreuz gedacht.

Zum andern ist Jesus von den Toten auferstanden (Ostersonntag). Wer glaubt, dass Jesus für mich gestorben und auferstanden ist, hat das Leben schon jetzt und in Vollkommenheit auf der Neuen Erde (ganz frei nach 1. Kor. 15).

Was für eine Perspektive, ein Leben in Fülle schon im Hier und Jetzt und in der Zukunft in Vollkommenheit.

Gott sei von ganzem Herzen Dank dafür.

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Freiheit durch Selbsterkenntnis

Hier wird das Selbstporträt des Künstlers César Manrique betrachtet, der in seiner Heimat auf Lanzarote deutliche Spuren hinterlassen hat. Er hat in seinen Werken was ihn im Innersten bewegt mit den natürlichen Gegebenheiten der Insel verbunden.

Nicht jeder ist sich so im Klaren, was ihn innerlich bewegt. Wir Menschen werden oft angetrieben von Erlebnissen, die uns nicht bewusst sind, und fragen uns hinterher, warum habe ich (schon wieder) reflexartig so gehandelt.

Unser heutiges Bild sagt mir auch, es gibt Momente, in denen ein verborgener Teil von mir für kurze Zeit sichtbar wird. Solche Momente im Nachhinein zu betrachten, kann einem in der Selbsterkenntnis großen Gewinn bringen.

Der Psalmist schreibt: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine.“ Ps. 139, 23. Für Ergebnisse zu diesem existentiellen Thema ist nicht allein Gott verantwortlich, sondern es ist ein ganz wesentlicher Teil Eigenverantwortung dabei.

In diesem Sinne wünschen wir allen die nötige Sensibilität für sich sowie Gottes Segen.

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Kreativ und engagiert Brücken bauen

Der französische Fotograf J.R. (Jean-René) fotografiert Menschen und versucht dabei ihre Persönlichkeit einzufangen. Diese Porträts werden dann übergroß öffentlich an Hausfassaden oder Mauern präsentiert, um Menschen, die im Verborgenen leben, ein Gesicht in der Öffentlichkeit zu geben. So hat er auch von zwei Menschen jeweils ein Auge vergrößert und als Tischtuch ausgebreitet, an dem die Menschen auf beiden Seiten der trennenden Staatsgrenze eine gemeinsame Tafel haben sollten. Links Mexiko, rechts die USA, die keine Genehmigung erteilt hat.
Nachdem der US-Präsident gestern seinen großen Auftritt hatte und mit Mauern und Handelshemmnissen geprahlt hat, ist für mich das heutige Foto noch bedeutungsvoller.

Gegenüber dem großen Durcheinanderbringer (lat. Diabolo) und den vielen anderen müssen sich Menschen zusammenschließen, um engagiert und kreativ gemeinsam Brücken zu bauen, wo andere Gräben aufreißen oder Mauern hochziehen.

Paulus schreibt: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“ (Gal. 3,28)

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Kinder…

Bei dem heutigen Spruch von Albert Schweitzer ist mir neben den Begriffen Maßnahmen und Gesinnung, besonders was Wort „beibringen“ aufgefallen. Wie kann man jemand etwas beibringen, wenn er nicht mag. Konkret, wie kann man Ministern in den USA inkl. Präsident beibringen, sich nicht wie Flegel zu präsentieren, sondern verantwortlich zu regieren, wenn sie sich doch alle so maßlos toll finden!

Ich staune immer wieder über kleine Kinder wie begierig sie sind, dass man ihnen Neues beibringt. Mein Enkelkind kann jetzt so ein bisschen Eieraufschlagen und wehe, sie darf nicht probieren, ob sie es ganz alleine hinbekommt…

Ein Kind weiß, dass es noch vieles lernen muss, und wenn man diesen Wissensdurst nicht kaputt macht, wird es auch sehr viel lernen.

In dem Zusammenhang verwende ich ein Wort Jesu mal ganz anders: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, wird nichts aus euch!“ (ganz frei nach Matth. 18,3).

Herbert Grönemeyer singt: „Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht was sie tun… Die Welt gehört in Kinderhände, wir werden in Grund und Boden gelacht. Kinder an die Macht!“

Es wäre oft nicht chaotischer als jetzt, jedoch in Gottes neuer Welt wird das gut gelingen.

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Vergangenheit…

Das Foto der heutigen Spruchkarte zeigt die Feuerberge auf Lanzarote so, wie sie vor ca. 300 Jahren in einer Periode von mehreren Vulkanausbrüchen entstanden sind.

Diese Feuerberge aus der Vergangenheit zeigen die Urgewalt in unserer Erde bis heute. Lanzarote ist eine reine Vulkaninsel. Trotzdem findet man Palmen, natürliche viele Arten von Kakteen und mittlerweile entstehen auch kleine Weinberge, jede Rebe in einer eigenen Senke geschützt durch eine halbrunde Mauer, alles in Vulkangestein bzw. Vulkankies. Für mich zeigt dies, wenn man akzeptiert, was gewesen ist, und etwas kreativ ist, entwickeln sich Dinge, die einem eine gute Zukunft ermöglichen.

Vergangenheit ist für manche ein heikles Thema und damit belastend im Alltag und schmälert die Zukunftsperspektive. Die Vergangenheit zu ignorieren oder ganz auszublenden, ist keine Lösung, sondern verlagert und verschärft das Problem.

Der christliche Glaube setzt genau an der Stelle an. Erlösung bedeutet, die Vergangenheit ist nicht weg, aber sie ist durch Jesu Tod und Auferstehung geklärt, das befreit zum Leben in Fülle und gibt dem Leben eine besondere Perspektive – was für ein Geschenk!

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Prüfet alles und das Gute behaltet

Es ist ein Segen, dass wir in diesen turbulenten Zeiten eine anregende Jahreslosung haben: „Prüfet alles und behaltet das Gute“. Manchmal wird der Text noch deutlicher, wenn man beschreibt, was es nicht heißt. Es heißt nicht, „lasst alles prüfen von Menschen, die von sich behaupten den Durchblick zu haben oder sogar hinter die Kulissen blicken zu können, und konsumiert das, was diese selbst ernannten Prüfer als gut oder sogar als Wahrheit hinausposaunen.“

Selbst zu prüfen, ist anstrengend und aufwändig und bedeutet auch, seine Wahrnehmung hin und wieder zu hinterfragen. Was ist meine Blickrichtung, alles, was außerhalb dieser ist, werde ich schwerlich wahrnehmen können. Fokussiere ich mich mehr auf Details oder auf das Ganze und wie ist mein innerer Filter? Wird alles polarisiert – im Extremfall gibt es nur Schwarzweiß-Bilder in mir.

Im Leben und Glauben ist es wichtig, sich ein eigenes Bild zu machen und darin das Gute zu suchen und zu behalten.

Für Christen heißt es, prüft alles anhand der Bibel, das ist der untrügliche Maßstab für alle moralische, ethische und geistliche Themen.

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Klasse(n) Gesellschaften

Mit Entsetzen müssen wir aktuell beobachten, wie ein amerikanischer Präsident zusammen mit dem russischen Präsidenten versucht, die Welt neu auf- bzw. einzuteilen. Unabhängig davon werden ärmere Länder nach wie als 3. Weltländer bezeichnet.
Der Kommunismus wollte die klassenlose Gesellschaft schaffen, wir wissen, was daraus geworden ist.
Für uns ganz normal ist im Sport die 1. Liga gefolgt von der 2. Liga usw.

Selbst in den christlichen Kirchen, anfangs als Leib Christi beschrieben, gibt es mindestens zwei Klassen: die Geistlichen und die Laien. Irgendetwas muss Menschen geradezu drängen Klasseneinteilungen zu machen, vor allem von denjenigen, die sich selbst zur Elite zählen. Jesus sagt: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht… (Matth. 20, 25-27). 

Im Reich Gottes, bei dessen Vollendung, wird es keine Klasseneinteilung mehr geben, es gibt dort nur noch Erlöste, was für eine ansprechender Perspektive.

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Erfahrung…

Landläufig heißt es: „Wenn zwei dasselbe tun, ist es doch nicht dasselbe.“ Übertragen kann man dies in „Wenn zwei dasselbe erleben, erleben sie es dennoch unterschiedlich“.

Was sich erstmal etwas schräg anhört, ist eigentlich logisch, der Eine genießt einen hohen Wellengang im Boot, dem andere daneben ist total übel.

Es geht heute aber nicht nur um die Situation, sondern über die Reflektion darüber. Was ich im Moment als positiv erlebt habe, kann in der Reflektion sich auch als Gegenteil herausstellen und umgekehrt.

Reflektion bedeutet mit etwas Abstand über das Erlebte nachzudenken, zu bewerten und Schlussfolgerungen zu ziehen. Solche Menschen werden berechtigt als Menschen mit großer Erfahrung bezeichnet, im Gegensatz zu Menschen, die einfach sagen: „Meine Erfahrung aber zeigt mir …“, was oft mit unreflektiertem Erlebten verwechselt wird.

Für das Leben und den persönlichen Glauben sind Erfahrungen ein ganz wesentlicher Faktor, der einen in der Persönlichkeit und im Glauben wachsen lässt.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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Ziele erreichen

Persönliche Ziele werden festgelegt, um durch eigenes Engagement etwas Erstrebenswertes zu erreichen. Ein Ziel zu erreichen ist ein Erfolg, den es lohnt, ausreichend zu würdigen oder zu feiern. Besonders ist es, wenn im Laufe des Lebens viele Ziele erreicht wurden. Aber wenn wirklich alle Ziele erreicht wurden, was außergewöhnlich ist, hat man das Erstrebenswerte erreicht, aber was fordert mit mich dann noch?

Das Erreichen von Zielen erfordert, regelmäßig etwas zu tun, um dem Ziel näher zu kommen, am Besten es zur Gewohnheit werden zu lassen. Im Alltag mit vielen wichtigen Aufgaben hilft ein Ziel, Prioritäten zu setzen. Zur Motivation in schwächeren Phasen hilft es, sich bewusst zu machen, was man bisher bereits alles erreicht hat, genauso, was ist der Grund, warum ich mir dieses Ziel überhaupt gesetzt habe. 

ZiePaulus schreibt über sein Leben und seinen Glauben: „Mit aller Kraft laufe ich darauf zu, um den Siegespreis zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit. Denn dazu hat uns Gott durch Jesus Christus berufen.“ Phil. 3,14

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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Nicht faul… sondern ziellos

Ein aktueller Spruch lautet: „Der Weg ist das Ziel“. Ein Freund und Künstler machte mich darauf aufmerksam, wie sich der Sinn des Spruchs verändert, wenn man den ersten Artikel streicht: „Weg ist das Ziel“.

In einem Lied von Peter Strauch wird „Ziellos“ wie folgt illustriert: „Die Möwen, sie fliegen und treiben im Wind, als ob sie nicht wüssten, wo sie zu Hause sind, sie fliegen und treiben über Wasser und Sand. So treiben auch Menschen ziellos dahin und suchen vergeblich nach einem Sinn. Das Ziel ihres Lebens ist ihnen unbekannt.“

Die Antwort darauf in dem Lied lautet: „Doch Gott hält für uns eine Wohnung bereit. Er gibt uns ein Zuhause, schon in dieser Zeit, denn Er ist die Antwort, die heute noch gilt.

Dort wird unsre Sehnsucht gestillt.“ Wenn ich mich selbst mit meinem Weg zum Ziel mache, kann das sicherlich eine Weile gutgehen, aber die wesentlichen Lebensfragen werden dadurch nicht gelöst. Ein wirkliches Ziel reißt einen aus der Selbstzentrierung heraus und gibt dem Leben nicht nur eine Richtung, sondern auch Ansporn und Energie dieses zu erreichen.

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Krisen…

Kein Mensch mag Krisen und schon gar nicht wünscht man sich Krisen herbei. Im Nachhinein betrachtet, können Krisen segensreich sein. Von meinen Krisen, davon gab es eine ganze Reihe, teilweise sogar richtig heftig, möchte ich im Nachhinein keine missen, jedes Mal führte sie zu einer Veränderung, die sonst eher nicht möglich gewesen wäre.

Wir leben aktuell in einer Zeit, in der man das Wort Krise schon fast nicht mehr hören kann. Die ganze Welt bis teilweise ins persönliche Umfeld hinein ist im Umbruch.

Man kann so eine Zeit als Chance sehen über das eigene Leben und die eigenen Gewohnheiten nachzudenken. Vielleicht stellt man fest, es hat sich bei mir, vielleicht gar nicht so bewusst, manches geändert, aber die „alten Gewohnheiten“ sind unverändert. Es kann eine Chance sein in sich hineinzuhorchen, was macht diese schwierige Situation mit mir, was kann ich tun, damit es mir dabei besser geht.  Und wenn ich dies weiß und das dann auch tue, nicht nur einmal, sondern regelmäßig, kann es zu einer neuen Gewohnheit werden.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken

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Zeitenwende…

Auf unseren heutigen Spruch kam ich über den Text in Lukas 4, 16-30: „Und Jesus kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge…“. Er las aus dem Propheten Jesaja, der eine Zeit der Gnade und Befreiung vorhersagte, und Jesus sagt klar und deutlich seinen Zuhörern, diese Zeit der Gnade und Befreiung ist heute mit mir angebrochen.

Dem nicht genug, Jesus provozierte seine Landsleute, als er den Glauben einer Ausländerin und eines syrischen Offiziers als besonders hervorhob. Das brachte die „Volksseele“ seiner Landsleute zum Kochen, und sie versuchten ihn zu töten.

Vor unseren Augen vollzieht sich auch eine Zeitenwende, nicht zu Gnade und Freiheit, sondern zu Hass, Hetze und Unterdrückung gegenüber allen, die nicht zum eigenen „elitären Volk“ gehören. In einer Welt, die auf christlichen Werten basiert, kippen Stimmung und Machtverhältnisse. Das anzusprechen wird immer gefährlicher.

Wir haben uns daran gewöhnt und es ist bequem, dass bei uns Recht und Ordnung herrscht. Die Zeiten ändern sich gerade gewaltig und Christen sind aufgerufen für christliche Werte auf- und einzustehen.

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Die Wirklichkeit und die Wahrheit können nicht in einem Bild abgebildet werden

Von mir sage ich ganz bewusst, ich mache mir ein eigenes Bild von einer bestimmten Lebenssituation, d.h. ich berücksichtige dabei Zusammenhänge, die andere nicht berücksichtigt haben, und schließe das ein oder andere als nicht relevant aus. So entsteht mein eigenes Bild der Situation.

Dasselbe passiert auch beim Fotografieren. Man schaut so lange durch die Kamera, bis unerwünschte Gebäude oder Gegenstände nicht mehr im Bild auftauchen und stören. Es entsteh damit ein Bild, aber es ist nicht die Wirklichkeit.

Unser heutiges Foto zeigt Menschen bei der Safari in Namibia mit großen Teleobjektiven. Hier habe ich im Nachhinein mein Foto zusammengeschnitten und es überbelichtet, damit die Fotografen noch deutlicher zur Geltung kommen.

Das Bild eines Fotografen mit großem Teleobjektiv erinnert mich auch an Fromme, die weit in die Zukunft blicken, sich dort sehr gut auskennen, aber mit dem Naheliegendsten, im Umgang mit Mitmenschen die Gottes Liebe und Gnade spüren zu lassen, oft überfordert sind.

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen Gottes Segen.

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Wer seinem Schatten folgt, wir die Sonne niemals sehen

Jeder Mensch hat Licht- und Schattenseiten. Manche sehen sich mehr als Lichtgestalt und ignorieren ihre andere Seite, wieder andere lassen sich mehr von ihrem Schatten leiten und sehen ihre positiven Seiten häufig geringschätzend an.

Hier gilt, wie so oft, auf eine gute Balance kommt es an.

Es gibt Menschen, deren Leben scheint hauptsächlich von der Schattenseite geprägt zu sein. Viele negative Erfahrungen, Enttäuschungen und Verletzungen, die sie ganz tief in der Seele getroffen haben und Narben oder bis heute offene Wunden hinterlassen haben.

Wer mit dem Ziel, seine Schattenseiten aufzuarbeiten, sich fast ausschließlich davon leiten lässt, erlebt häufig, dass er sich dadurch weiter von der wärmenden und wohltuenden Sonne entfernt, die für das Leben unersetzlich ist.

Im bekannten Psalm 23 heißt es: „Und muss ich auch durchs finstere Tal – ich fürchte kein Unheil! Du, HERR, bist ja bei mir; du schützt mich und du führst mich, das macht mir Mut.“

Diesen Blick und diese Gewissheit wünschen wir allen, egal in welcher Lebenslage.

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Zukunft, Zukunft, Zukunft …

Das Thema „Zukunft“ ist am Anfang eines Jahres immer präsent, dieses Jahr ist es besonders dominant.

Wie die Zukunft gesehen wird, hängt auch davon ab, wie weit der Horizont reicht, bis zur nächsten Message auf dem Handy, bis zum nächsten Urlaub, bis zum nächsten Karriereschritt, bis zur nächsten Änderung des Familienstands, bis zum Ruhestand oder darüber hinaus?

Unabhängig vom eigenen Horizont ist wichtig zu wissen, wo stehe ich gerade, wie ist die Beschaffenheit des Grunds, auf dem ich stehe und in welcher Umgebung befinde ich mich dabei.

Für diejenigen, die nur in die Weite schauen, besteht die Gefahr, dass sie über ganz alltägliche Steine stolpern oder ganz ins Straucheln kommen.

Diejenigen, für die nur auf das Hier und Jetzt zählt, fehlt meist eine ernstzunehmende Perspektive in ihrem Leben.

Wenn beides miteinander verbunden wird, ergibt das einen Weg, der sinnvoll und gangbar ist. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Prüfet alles und behaltet das Gute

Jedes neue Jahr bringt Veränderungen mit sich, manche sind vorher bekannt und man kann sich darauf einstellen, andere kommen unvorhergesehen.

Ob ich mich darauf vorbereiten kann oder nur reagieren möglich ist, beides erfordert Veränderungsbereitschaft, d.h. bisher Gewohntes anders zu machen oder ganz aufzugeben, um mich auf Neues einzulassen. Gut ist es, wenn sich nicht alles verändert, sondern Gewohntes in der veränderten Situation weiter bestehen kann.

Die Jahreslosung der christlichen Kirchen lautet für 2025: „Prüfet alles und behaltet das Gute“ (1. Thess. 5,21). Diese Losung beinhaltet die prüfende Betrachtung von allem um uns herum, um sich frühzeitig durch Veränderungen darauf einzustellen, aber auch durch die prüfende Betrachtung zu erkennen, was sich bewährt hat und an was es sich festzuhalten lohnt.

In diesem Sinne wünschen wir allen Gottes reichen Segen und Beistand auf allen Wegen für das Jahr 2025.

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Zuhause ist…

Ein Haus wird gebaut,
aber ein Zuhause wird geformt.
Hazrat Inayat Khan

Die Weihnachtstage sind vorbei und viele haben in ihrem Zuhause mit ihren Familien schöne Stunden mit gutem Essen verbringen können. Es ist ein großes Privileg, so Weihnachten feiern zu können.

Sehr viele Menschen leben in den Trümmern ihrer Existenz oder sind auf der Flucht und schaffen für sich selbst und ihre Kinder unter erbärmlichen Umständen ein kleines Zuhause, einen Platz, an dem sie sich angenommen fühlen können und der ihnen etwas Sicherheit gibt.

Wir sind sehr dankbar für unser Zuhause, das wir haben, und wollen es auch weiterhin genießen, aber wir wollen die vielen Menschen nicht vergessen, die dieses Privileg nicht haben.

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Frohe und besinnliche Weihnachtstage

Wir haben mit unseren beiden Enkelkindern sehr große Freude. Sie lächeln einen an, was einen tief berührt, und sie strahlen, wenn man sich mit ihnen beschäftigt.
Kinder sind ein besonderes Geschenk.

Unter diesem Eindruck sehen wir dieses Mal Weihnachten, Gott kommt durch seinen Sohn nicht nur in unsere Welt, er kommt als kleines freudiges Kind zu uns Menschen.

Was für ein Geschenk hat Gott uns damit gemacht, was für eine unbändige Freude strahlt uns da entgegen.

In diesem Sinne wünschen wir frohe und besinnliche Weihnachtstage.

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Durch Christus wird die Welt heller

Wenn es dunkel ist, kann man das Licht an machen, die Heizung aufdrehen, auch Kerzen anzünden, all das vertreibt die Dunkelheit und wärmt.

Doch, wenn die Sonne scheint, blüht die Schöpfung richtig auf. Der Mensch, die Krone der Schöpfung, sieht zudem seine Umgebung im vollen Farbspektrum klar und deutlich.

Christus erhellt nicht nur das Leben einzelner Menschen, sondern ermöglicht eine besondere Sicht auf die Umgebung und die ganze Welt. Die dunklen Stellen werden dabei nicht ausgeblendet, aber neben den vielen farbenfrohen und positiven sichtbaren eigenen Erlebnissen und Erlebnissen anderer überwiegt das Positive im Leben und der Blick auf die Welt.

Gott sei von Herzen Dank für diese Sichtweise.

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Licht SEIN

Es gibt Menschen, die meinen die ganze Welt „erleuchten“ zu müssen. Sie sind oft innerlich geladen und geben sich so, wie wenn sie die Energie der Sonne hätten und auch alles um sie drehen würde.

Die Dunkelheit in der Welt wird nicht durch selbsternannte Weltverbesserer verändert, aber durch viele kleine Lichter wird es an vielen Orten heller und wärmer. Franz von Assisi ist ein leuchtendes Beispiel, wie sein Lebenslicht bis heute strahlt für Menschen, die sich für ihn und sein Leben interessieren.

Licht gibt Orientierung und spendet Wärme, beides wird dringend benötigt. Es sind die kleinen Gesten und Aufmerksamkeiten, die Menschen zum Strahlen bringen.

Noch schöner ist, wenn andere durch mich ermuntert werden ihr Licht (stärker) leuchten zu lassen.   

Wir wünschen allen Gottes reichen Segen mit diesen Gedanken.

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Richtig Abschied nehmen können

Nach über 34 Jahren in dem Unternehmen habe ich gestern meinen Abschied gefeiert. Es gab sehr persönliche Worte über meinen Einsatz und tatsächlich hat mir meine Arbeit sehr viel Freude bereitet. Trotzdem tut der Abschied jetzt nicht weh, weil jetzt die richtige Zeit ist, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Vieles hat sich bisher der übrig gebliebenen Zeit unterordnen müssen, das soll jetzt anders werden, ruhiger und entspannter, so zumindest mein Plan.

Richtig Zeit haben für das, was wirklich wichtig ist, Beziehungen pflegen, aber auch Zeit für sich selbst. Reinhard Mey beschreibt es in einem Lied sehr schön: „Ich liebe das Ende der Saison“ – alles bewusster erleben.

In Prediger 3 heißt es: „Alles hat seine Zeit… Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“

Die Bibel soll auch an dem Punkt uneingeschränkt für mein Leben gelten.   

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Anders-DENKENDE bringen mich weiter

Dieser Spruch von Voltaire spricht mich stark an: „Ich teile ihre Meinung nicht…“, aber trotzdem setzt er alles daran, dass er sie sagen darf. Aktuell fühlt man in Diskussionen und Debatten genau das Gegenteil. Wer eine andere Meinung hat, ist ein Feind, am besten keinerlei Berührungspunkte mit solch gefährlichen Gedanken.

Wenn andere Meinungen als gefährlich angesehen werden, sind sie wahrscheinlich für denjenigen auch gefährlich, weil was er als seine Meinung ansieht, er mehr oder wenige blind übernommen hat und in jeder Diskussion untergehen würde.

Derweil ist die Auseinandersetzung mit wirklich Anders-DENKENDEN extrem wichtig für einen selbst. Andersdenkende fordern mich heraus zum Reflektieren über die eigene Position, bestehende Unschärfen können präzisiert werden, ganz neue Gedanken können entstehen oder Inhalte des Anders-DENKENDEN bringen mich weiter.

Was für das Leben gilt, gilt auch für den Glauben. Paulus schreibt: „Prüfet alles und das Beste behaltet!“. Jeder Anders-GLAUBENDE bringt mich in meinem persönlichen Glauben weiter.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.  

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Besonderheiten im Anderssein entdecken

Es gibt viele Menschen, die andere reflexartig danach beurteilen, ob sie ihren Vorstellungen entsprechen oder nicht. Sie machen sich nicht die Mühe, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen, geschweige denn zu versuchen, ihr Anderssein zu verstehen.

Eckhard von Hirschhausen erzählt dazu eine treffende Geschichte von einem Pinguin im Zoo, den er wegen seines wackeligen Laufens bemitleidet. Als er dann jedoch im Wasser war, war er in seinem Element und schwamm graziös und schnell hin und her. Und anfangs dachte er „Fehlkonstruktion“. Seine Schlussfolgerung daraus: Wie schnell fällt man Urteile und wie wichtig ist das Umfeld, damit das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt.

Gott ist ein Meister in der Vielfalt, jeder Mensch ist einzigartig und selbst Nebensächlichkeiten wie die Schneeflocken sind unterschiedlich.

Wir wünschen allen Gottes Segen und ausreichend Zeit, um die Besonderheit in anderen Menschen zu entdecken.  

Link zum Piguinvideo

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Nur wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg

Gleich klar und deutlich vorneweg: „Wenn ich mein Ziel nicht kenne, helfen mir Wegweiser gar nichts.“

Wir erleben heute Mitmenschen, die wie Wegweiser wirken: „Du musst das ausprobieren“, „da musst du unbedingt hingehen“, „davon musst du absolut die Finger lassen, das ist ganz gefährlich“ …

Wer nicht weiß, was er will, ist solchen „Wegweisern“ mehr oder weniger hilflos ausgeliefert.

Was im Alltag gilt, gilt auch im Glauben. Es gibt so viele, die einem genau sagen, was Gottes (besser ihr eigner) Wille ist. Wer hier keine klare Grundausrichtung hat, kann leicht an seinem Glauben verzweifeln.

Für mich sind die 4 Sola von Martin Luther eine einfache, aber ganz klare Ausrichtung: allein der Glaube, allein die Schrift, allein Christus und allein die Gnade.

Wir wünschen allen für ihr Leben und Glauben klare Ziele zu haben, um daraus den eigenen Weg zu finden und freudig zu gehen.

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Einen klaren Standpunkt vertreten wie Martin Luther

Eine Karikatur bringt es genial auf den Punkt: Von dem Begriff „Information“ gehen zwei Pfeile weg, einmal zu „gefällt mir“ der andere zu „gefällt mir nicht“. Von „gefällt mir“ geht der Pfeil weiter zu „Wahrheit“, von „gefällt mir nicht“ geht der Pfeil weiter zu „Lüge“. Es zeigt dramatisch auf, wie vielfach mit den Begriffen Wahrheit und Lüge umgegangen wird.

Martin Luther vertrat seine Überzeugung vor dem Reichstag in Worms auf Grundlage der Bibel und seinem Gewissen, das vom Wort Gottes geprägt ist. Sie konnten ihn auf dieser Grundlage nicht „schlagen“, sondern versuchten, ihn mindestens mundtot zu machen, besser noch, er ist ganz tot.

In unserer Gesellschaft wie auch in den Kirchen ist es notwendig, eine klare Haltung zu haben und diese auch durch Fakten belegen zu können. Jesus sagt: „Sag einfach ›Ja‹ oder ›Nein‹. Alle anderen Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom Bösen bestimmen lässt.“

Wir wünschen allen den Mut und die Kraft eines Martin Luthers.

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Vertrauen ist das Fundament…

Als Jugendliche sangen wir inbrünstig folgendes Lied: „Sei ein lebend′ger Fisch schwimme doch gegen den Strom auf und wag es frisch Freude und Sieg ist dein Lohn. Nur die toten Fische schwimmen immer mit dem Strom lassen sich von allen andern treiben, haben weder Kraft noch Mut, was anderes zu tun, wollen in der großen Masse bleiben“. 

Die Strömung, der wir ausgesetzt sind, ist, einzelnen Menschen oder Gruppierungen möglichst blind zu vertrauen, deren Ziel darin besteht, gegen alle Anderen Misstrauen zu säen.
Fakt ist: vieles in unserer Gesellschaft und unseren Kirchen verdient offene und sachliche Kritik, aber es steckt nichts dahinter, das mein Vertrauen grundsätzlich erschüttern sollte.

Unsere Gesellschaft, unsere persönlichen Beziehungen, ja auch die Wirtschaft und nicht zuletzt der christliche Glaube ist auf Vertrauen gegründet –
ein hohes Gut, das täglich neu erarbeitet werden muss.

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Liebe und Hass…

Das Thema (grenzenloser) Hass lässt mich nicht los, deshalb heute nochmal dieser Gedanke.

An dem Spruch von Nietzsche gefällt mir das Bild des inneren Feuers, sowohl bei der Liebe als auch beim Hass. Entscheidend ist, was für eine Glut in einem lodert, die sich durch Schüren zu einem mächtigen Feuer entwickeln kann.

Bei der Liebe gibt es leider nicht so viele Schürer, da ist man oft auch auf sich selbst angewiesen, die Flamme zumindest aufrecht zu erhalten.

Anders beim Hass. Es gibt unzählige Menschen und Kanäle, die dieses Feuer massiv schüren. Man muss „höllisch“ aufpassen, davon nicht erfasst zu werden.

Als Christen leben wir, unerklärlicherweise, täglich von der Liebe Gottes zu uns, das hilft uns selbst und durch uns auch den Menschen in unserer Umgebung. „Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.“ 1. Joh. 4,19 

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Starke Menschen können lieben

Tagtäglich vermitteln uns Nachrichten zunehmend Hass, der sogar in Gewalt umschlägt. Zu Hass fand ich folgende Beschreibung: „Hass ist ein Gefühl extremer Abneigung gegenüber Menschen oder einer Institution. Hass entsteht meist aufgrund einer tiefen seelischen Verletzung, der man glaubt, sich nicht wehren zu können.“ Hass kann sich leichter entwickeln bei Menschen, die wenig innere Stärke haben, um Enttäuschungen zu verarbeiten und sich dadurch ohnmächtig fühlen.

Menschen, die viel Liebe erfahren haben, werden stärkere Persönlichkeiten und können besser lieben. Aber auch Menschen, die wenig Liebe erfahren haben, können Liebe lernen, dazu bedarf es Kraft und Mut, um eine starke Persönlichkeit zu werden und aus dieser Stärke heraus zu lieben.

Christen können hier ganz einfach ein Zeichen setzen: „An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ Joh. 13, 35     

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authentisch sein können und dürfen…

Das Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) erweitere ich auf „authentisch sein“, was meint, dass mein Handeln und meine Haltung mit meinen Werten übereinstimmt.

Es braucht viel Arbeit und Mühe zu entdecken, was meine Werte sind. Es braucht Mut, dies zu zeigen und damit angreifbar und verletzlich zu werden. Wichtig sind Menschen und Gruppen, in denen ich so sein kann und darf wie ich bin.

Bei vielen geht der Trend in die andere Richtung. Hinauszuposaunen, was gerade ankommt, oder ganz das Gegenteil, so wenig wie möglich von sich preisgeben, so formulieren, dass man nicht angreifbar wird… In solch einem Umfeld gehört viel Weisheit dazu zu erkennen, bin ich hier überhaupt noch richtig, wenn ja, äußere ich mich bzw. wie äußere ich mich.

Für gute Beziehungen ist „authentisch sein“ ein ganz entscheidender Faktor. Es lohnt sich, sich dafür einzusetzen.

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zu viel tun…

Unser heutiger Spruch hat mich im ersten Moment irritiert. Mir sind dann jedoch Situationen bewusst geworden, in denen ein „zu viel tun“ sich deutlich negativ ausgewirkt hat.

„Zu viel“ heißt für mich, eine Person, eine Gruppe oder die Gesellschaft versucht einen „Rundum Service“ zu schaffen, bei dem Betroffene nicht aktiv eingebunden sind. Diese Passivhaltung (keine Aufgabe, Konsumhaltung) ist für mich der Nährboden für Undank.

Das Prinzip „Geben und Nehmen“, Hilfe und Unterstützung geben und gleichzeitig einzufordern selbst aktiv zu werden, kann die Balance schaffen, die hier eine deutliche Besserung schaffen kann.

Die Herausforderung liegt bei den Helfenden, einerseits sich zurückzunehmen und gleichzeitig Möglichkeiten zum aktiv werden aufzuzeigen und einzufordern.

Hier ist Weisheit und Mut gegen den Mainstream gefordert. Das wünschen wir allen mit Gottes Hilfe.

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Ich bin im wesentlichen das Produkt meiner Entscheidungen

Von meinem Ruhestand trennen mich noch 38 Arbeitstage. In dieser Phase reflektiere ich über mein berufliches und persönliches Leben.

Grundsätzlich kann keiner was dafür in welchem Land und unter welchen Umständen das Leben beginnt. Aber dann sind es doch die eigenen Entscheidungen, die die Weichenstellungen im Leben sind. Ich tue mich schwer mit Menschen, die jammern, dass allein die Umstände Schuld sind für ihr Leben, das nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Auf der anderen Seite ist das Leben nicht ausschließlich von meinen Entscheidungen abhängig. Bsp. Ich habe eine Blindbewerbung an ein Unternehmen gesandt, bei dem ich einmal ein Vorstellungsgespräch testen wollte. Dass diese Blindbewerbung dann beim techn. Vorstand landete und er für mich als Berufsanfänger mein Gesprächspartner war, konnte ich absolut nicht beeinflussen. Hier kommt für mich auch Gottes Führung zum Tragen.

Fazit meiner Reflektionen: mein Leben wurde massiv von meinen Entscheidungen geprägt, aber nicht ausschließlich. Es war auch Gottes Führung und sicherlich oftmals unbemerkte seine Bewahrung dabei – Gott sei Dank dafür.

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Begeisterung erhebt das Leben…

Wer sich niedergeschlagen fühlt oder meint am Boden zu liegen, dem fehlt der Weitblick und das Naheliegende ist übermäßig dominant.

Begeisterung beschreibt genau das Gegenteil, es erhebt einen über den Alltag, ich kann mich und mein Umfeld in einer völlig neuen Perspektive von oben betrachten. Ich kann dabei wahrnehmen, welche Reaktionen mein Handeln bei andern auslöst oder wie ich auf Handlungen anderer.

Solche Zusammenhänge zu entdecken, verleiht oft normalen alltäglichen Handlungen einen Sinn.

Begeisterung setzt auch Energie frei, die einen voranbringt, man ist voll dabei, mit Leib und Seele.

Begeisterung ist auch ein Begriff für einen lebendigen Glauben. Das Leben aus der göttlichen Perspektive betrachten zu können und mit Leib und Seele das Leben gestalten.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Freunde sind wie Sterne..

Kumpels zu haben macht richtig Laune, wenn aber nicht Spaß und Fetz angesagt sind, sind Kumpels meist nicht mehr die richtigen Gesprächspartner.

Tiefe Freundschaften, über viele gemeinsame Erfahrungen entstanden und gefestigt, sind etwas ganz anderes. Man kann sich lange Zeit nicht gesehen haben und doch findet man nach kurzer Zeit gleich wieder zueinander in sehr persönlichen Gesprächen.

Was gute Freunde „Wert“ sind, zeigt sich besonders, wenn es gerade nicht so läuft wie geplant oder wenn es durch eine dramatische Situation plötzlich ganz dunkel wird.  

  • „Ein Freund ist jemand der die Melodie deines Herzens versteht und sie dir vorsingt wenn du sie vergessen hast.“ (Albert Einstein).
  • „Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Kindern erzählen wir, Gott will dein Freund sein. Warum erzählen wir das nur Kindern? Die Evangelien sind voll von Geschichten, in denen Jesus Menschen in den unterschiedlichsten Nöten ganz nahe war.

Jesus ist ein wirklicher guter Freund.

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Wer Sicherheit der Freizeit vorzieht…

In den Medien wird in den letzten Tagen intensiv diskutiert, wie die Sicherheit in unseren Städten erhöht werden kann. 100 %-ige Sicherheit gibt es nicht, aber es gibt Staaten, in denen die Sicherheit deutlich höher ist als bei uns, doch das hat einen hohen Preis, wie Russland, China und andere Staaten zeigen.

Aus dem fehlenden Sicherheitsgefühl schlagen heute die VerSICHERungen massiv „Kapital“, indem man sich für jedes evtl. Wehwechen verSICHERn kann.

Die Pharisäer im Judentum trieben die Sicherheit, ja kein Gebot Gottes zu übertreten, auf die Spitze und versklavten die Frommen mit zig menschlichen und teils irrsinnigen Geboten.

Jesus sagt: “Ich sage euch die Wahrheit: Jeder, der sündigt, ist ein Sklave der Sünde… Wenn euch also der Sohn Gottes befreit, dann seid ihr wirklich frei.“ Joh. 8, 34.36

Freiheit wird allein garantiert in der Beziehung zu Christus, das gibt Sicherheit in allen Lebenslagen, das wünschen wir allen.

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Angst vor der Freiheit

Eine Definition von Freiheit lautet: Freiheit wird in einem weiten Sinn als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Optionen auszuwählen und entscheiden zu können.“

Søren Kierkegaard beschreibt es als Ungeheuerlichkeit, dass dem Menschen die Wahl und die Freiheit eingeräumt wird. Für manche wird das als großes Vorrecht gesehen, für (leider) viele ist Freiheit ein großes Ungeheuer, vor dem sie Angst haben „Angst vor der Freiheit!“ Erich Fromm beschreibt Fluchtmechanismen vor der Freiheit:

  • Flucht ins Autoritäre
  • Flucht ins Destruktive
  • Flucht ins Konformistische

Diese Angst vor der Freiheit scheint die Ursache von vielen unserer gravierenden politischen und sozialen Probleme zu sein. Leider ist die Angst vor der Freiheit auch in kirchlichen Organisationen deutlich zu spüren.

Dabei ist der Kern des christlichen Glaubens eine Theologie der Befreiung, der Befreiung von der persönlichen Schuld/Sünde, um davon befreit ein dankbares, von Schuld befreites Leben zu führen.

Freiheit braucht starke Persönlichkeiten, dies gilt es zu fördern und zu unterstützen in Gesellschaft und christlichen Kirchen.  

Wir wünschen dazu allen Gottes Segen.

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Wurzeln und Flügel brauchen alle Kinder

Folgende Beobachtung machte ich in den letzten Tagen mit meiner Enkelin im Freibad: Auf dem Weg dorthin nahm sie gerne meine Hand. Im Planschbecken spielte sie dann ausgiebig allein; mit Gießkanne, Eimer… Wichtig war, dass ich irgendwo in Sichtweite war.
Am Schluss, nach dem Zusammenpacken der Decke war sie plötzlich weg; sie ist unbemerkt weggelaufen und kam mir bei der Suche stolz mit 2 Schachfiguren entgegen.  

Für mich ist das ein sehr schönes Bild für Vertrauen (Wurzeln) und Freiheit (Flügel), nicht nur bei der Erziehung von Kindern, sondern auch für die Beziehung von „Gottes Kindern“ zu ihrem himmlischen Vater.

Es ist das Vertrauen in die Gegenwart Gottes, unabhängig ob ich sie spüre oder nicht, und es ist die Freiheit, jederzeit Gottes Hand ergreifen oder selbständig agieren zu können, in der Gewissheit, Gott ist immer bei mir. Und falls ich mich irgendwie verrenne, Gott geht mir nach.

Ich wünsche allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Liebe ist mehr als ein Wort

Vor einigen Jahren fragte ich bei einem Telefonat mit einem Jugendlichen, wie es denn aktuell mit einer Freundin aussieht, darauf bekam ich die Antwort: „Woisch Alfred, Frauen kosten einem nur Zeit und Geld!“. Ein paar Wochen später erwähnte er einen Mädchennamen, ich fragte zurück, soll ich mir diesen Namen merken, die Antwort war „JA“. So schnell kann es gehen.

Für mich ist dies eine schöne Illustration unseres heutigen Spruchs: „Liebe ist nur ein Wort, bis jemand kommt und ihm Bedeutung gibt.“

Vielen ist bekannt, wie mein Schlüsseltext in der Bibel lautet: „Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen… und deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Das ein oder andere Mal kam die Bemerkung, ist das alles?

Auch hier gilt: „Liebe ist nur ein Wort, bis jemand kommt und ihm Bedeutung gibt.“ Es ist ausschließlich die persönliche Begegnung und Beziehung zu Jesus Christus, die diesem Bibelabschnitt die allumfassende Bedeutung geben kann.

In dieser persönlichen Beziehung zu wachsen, das wünschen wir allen.

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Freund sein

Dieses Zitat über einen Freund ist ein besonders nachdenkenswerter Spruch von Albert Einstein. Es sagt für mich aus, das, was mich im Herzen bewegt, kennt und versteht ein Freund, und er spürt, wenn die Melodie im Herzen leiser wird oder sogar aufhört, dass er diese seinem Freunde vorsingt. Ein wunderbares Bild in Zeiten von Facebookfreunden, Followern und Likesammlern.

Es ist auch eins von vielen Bilder für die Beziehung zu Gott schon im Alten Testament: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, dein Stecken und Stab trösten mich…“ Ps. 23.

Wie noch mehr im Neuen Testament, in dem Gott sich durch seinen Sohn Jesus als Christus zeigt, als feinfühliger Mensch, der ein ausgezeichnetes Gespür für Situationen hat und das, was im Herzen von Menschen vorgeht, erkennt und versteht (siehe Begebenheit mit Zachäus – Lk. 19).

Jesu Nachfolger zeichnen sich genau durch diese Eigenschaften aus, sie lieben Gott von ganzem Herzen und lieben ihre Mitmenschen so wie sich selbst lieben. (Matth. 22)

Das kommt von Herzen und geht zu Herzen und ist unabhängig von den Umständen. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken

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Brennen für Christus

Seit Ostern geht mir die Aussage der Emmaus-Jünger nicht mehr aus dem Kopf: „Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?“ (Luk. 24,32). Mit diesen Gedanken im Hinterkopf habe ich in den letzten Tagen Musiker beobachtet, wie sie hingebungsvoll brennen für ihre Musik.

So Frank Dupree im Klavierkonzert in F-Dur von Gershwin, mit einer Leichtigkeit streichelte er den Flügel. Oder in der Filmmusik zu „True Romance“ von Hans Zimmer, bei der mehrere Musiker mit Hingabe auf ihren Marimbas exakt zusammenspielen. Dass diese Musiker Menschen für ihre Musik begeistern können, wird niemand verwundern.

Warum können immer weniger Menschen etwas mit dem christlichen Glauben anfangen, geschweige denn sind davon be-geist-ert? Liegt es daran, dass der christliche Glaube viel mehr verstandesmäßig betrachtet wird, weil man sich etwas Distanz bewahren will oder gar beziehungsmäßig eher Defizite vorhanden sind?

Die Emmaus-Jünger sind in ihrer Enttäuschung Jesus begegnet und haben erlebt, wie das Wort Gottes für sie lebendig wurde. Das hat damals gezündet und zündet genauso heute noch. Das wünsche ich für mich selbst und auch jedem anderen.

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heil werden und Heil finden

Als Mitglied einer Crew segelte ich von Hamburg nach Helgoland und zurück. Bei dem mehrtägigen Törn gab es am Abend auch einmal eine Diskussion über Religionen, ganz besonders die christliche Religion und deren Kirchen. Die Meinungsführer konnten weder mit dem christlichen Glauben etwas anfangen, ganz zu schweigen vom Nutzen einer Kirche, letzteres mit teils gut nachvollziehbaren Argumenten.

Das hat mich zu folgenden Gedanken inspiriert. Wenn ein Fischkutter an einem gut erreichbaren, attraktiven Platz in einem Hafen stünde, natürlich stilvoll hergerichtet mit Tischen und Toilette, und man könnte dort ein gutes Frühstück genießen, das würde Menschen begeistert anziehen, besonders die, die mit Fischerei gar nichts am Hut haben.

So ist heute bei vielen Menschen die Erwartung an christliche Kirchen. Es muss was geboten werden, Frühstück, gesellig sein, durchaus mit einem dezenten religiösen Rahmenprogramm…

Jesus hat es anders gemacht, er war unterwegs, ganz nah an den Nöten der Menschen und ihrer Schuld und gab ihnen damit die Gelegenheit „heil zu werden und Heil zu finden“.

Durch Marketing bekommen die Kirchen kein besseres Image, sondern nur, wenn sie stärker in Berührung mit der Not und Schuld von Menschen kommen.  

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Tiefe Wurzeln geben Standfestigkeit

Bei einer Reise durch das trockene Namibia mit oft kahlen Landschaften oder vertrockneten Wiesen tauchten immer wieder saftig grüne Bäume auf. Es ist nur eine Baumart und sie heißt Kameldornbaum und hat besonders tiefe Wurzeln, die das Grundwasser erreichen.

Zu einem erfolgreichen Leben gehört es, dass man gut verwurzelt ist, das gibt erst mal Halt und Standfestigkeit, aber auch die Möglichkeit, dass Früchte reifen können.

Wer jedoch hoch hinaus will, braucht besonders tiefe Wurzeln, sonst kann eine heftige Böe alles kaputt machen.

Deshalb die Frage, wie verwurzelt bin ich in meinem Leben, in meiner Familie, in meinem persönlichen Umfeld, in meiner Kirchengemeinde … Das sind alles gute Faktoren, die Halt und Stabilität verleihen, insbesondere in kritischen Situationen.

Für Gläubige ist noch entscheidender, wie stark bin ich verwurzelt in der persönlichen Beziehung zu Gott, das gibt nicht nur Halt und Stabilität im Leben, sondern gibt auch die Gewissheit des Lebens über das Hier und Jetzt hinaus. Das Ganze ist, man kann es nicht oft genug wiederholen, ein Geschenk Gottes und seiner Gnade.

Wir wünschen allen festen Halt durch tiefe Wurzeln, dann kann man sich unbeschwert an den vielen Dingen des Lebens freuen.

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Erlösung ist durch moralische Besserung nicht erreichbar

Immer wieder hört man in Bezug auf das ewige Leben die Aussage „Ich bin ja kein schlechter Mensch“.

Der indische Philosoph, natürlich kein Christ, macht mit seiner Aussage deutlich: „Erlösung ist durch moralische Besserung nicht erreichbar“. Erlösung bedeutet Befreiung, Lösung aus der Gefangenschaft im Hinduismus wie im Christentum taucht dabei der Begriff „Wiedergeburt“ auf.

Im Hinduismus bedeutet dies, dass die Seele nach dem Tod in einem neuen Körper wiedergeboren wird und das Ganze sich so lange wiederholt, bis man Eins mit dem Göttlichen geworden ist.

Im Christentum sieht das gänzlich anders aus. Wer Wiedergeburt erlebt, erlebt sie im jetzigen Leben, wie Jesus sagt: „Geboren aus Wasser und Geist“ – was die christliche Taufe darstellt, die das Bekenntnis zu Jesus Christus dokumentiert.

Erlösung heißt somit im christlichen Glauben, Befreiung von der Herrschaft des Bösen (Sünde) zu einem Leben geleitet durch den Geist Gottes.

Das Besondere dabei ist, durch diese Befreiung werden wir nicht sündlos leben, sondern haben durch die persönliche Beziehung zu Jesus Christus denjenigen an unserer Seite, der nicht nur einmal die Schuld von uns nimmt, sondern täglich immer wieder aufs Neue.

Was für ein ganz besonderer Glaube wird uns im Christentum ermöglicht – Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Sola, sola, sola – nicht so lala!! 

Es ist ärgerlich wie sich alles verteuert durch Steuern, Zölle und Abgaben. Beim Lohn beginnt bereits die Steuerlast.

Für den christlichen Glauben scheint das nicht zu gelten, zumindest in der Theorie. Christus hat für die Schuld jedes Menschen den Preis mit seinem Leben bezahlt. Ich brauche für dieses Lebensentscheidende nichts zu bezahlen und brauche auch keinen Mittler, was für ein Geschenk!!!

Doch nicht wenige Kirchen haben sich in eine Mittlerrolle entwickelt. Den Preis für die Erlösung hat Jesus am Kreuz zwar bezahlt, aber irgendwie sollte der Gerechtfertigte doch beweisen, warum er die Erlösung zwar geschenkt bekommt, dass er es aber auch irgendwie „verdient“ hat.

Damit bezahlt am Ende der Erlöste nun doch selbst einen, wenn auch kleinen Preis, durch seine frommen Werke, großzügige Spenden… die nur dann zählen, wenn sie den kirchlichen Vorstellungen entsprechen.

Ich habe es dieses Mal bewusst zugespitzt, um deutlich zu machen, dass uneingeschränkt gilt, der Preis für unsere Erlösung ist schon bezahlt allein durch Jesus Christus. „Allein durch den Glauben, allein die Schrift, allein durch Gnade!“
Sola, sola, sola – nicht so lala!! 

Was für eine Klarheit und was für ein Geschenk, Gott sei von Herzen Dank dafür. 

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Liebe macht stark

Seit kurzem besuche ich einen Männertreff und gleich beim ersten Mal stand mein Schlüsseltext der Bibel im Mittelpunkt: Du sollst den Herrn, deinen Gottlieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Männer und lieben, ein heftiges Thema, stark verbunden mit wie habe ich Liebe selbst erfahren in meinem Leben, ganz besonders in der Kindheit.

Unser heutiges Foto zeigt die Finger eines Säuglings noch keine 24 Std. alt. Schon in den ersten Stunden hat er viel Liebe und Zuwendung erfahren, und ich bin mir sicher, dass das in der Kindheit auch so weitergehen wird.

Leider haben viele Jugendliche und Erwachsene das in ihrer Kindheit nicht erfahren dürfen und manche leiden darunter oft bis in hohe Alter. Menschen, die Schwierigkeiten bereiten, haben Schwierigkeiten. Gerade Menschen, die Liebe nicht wirklich erfahren haben und deshalb über die Stränge schlagen, brauchen mehr Liebe als Strafe.

Wir wünschen allen Gottes reichen Segen und einen Blick für Menschen, die durch ihr Handeln nach Liebe schreien.

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Glaub nicht alles, was du denkst

In letzter Zeit hatte ich mehrere Begegnungen mit Menschen, bei denen sich im Gespräch herausstellte, dass sie in einer eigenen Welt leben. Deutlich wird das daran, dass sie nur ihre Meinung gelten lassen und dass sie auf alle Fragen schnelle und einfache, aus meiner Sicht oftmals falsche Antworten haben.

An diese Begegnungen erinnert mich der Titel eines Buchs von Alexandra Reinwarth: „Glaube nicht alles, was du denkst.“

Es wird immer wichtiger regelmäßig zu reflektieren, was prägt mein Denken. Es gibt heute zu viele Einflüsterer (Influencer), die unser Denken prägen. Manche sind anfällig für Menschen, die behaupten, die offiziellen Medien werden von wenigen Mächtigen gesteuert und unterdrücken Wahrheiten, sie aber gehören zu den wenigen, die die Wahrheit kennen.

Manche Menschen brauchen nicht andere, sondern sie sind von sich und ihrem Denken so überzeugt und lassen nichts anderes gelten. Nicht selten finden sich auch religiöse Menschen darunter, die sich im Extremfall als Sprachrohr Gottes bezeichnen.

Paulus schreibt: Prüft aber alles und das Gute behaltet (1. Thess. 5, 21), d. h. sich nicht nur mit seinen Lieblingsthemen zu beschäftigen und sich durchaus mit kontroversen Meinungen auseinanderzusetzen. Wir wünschen Mut und Gottes Segen, das eigene Denken kritisch zu hinterfragen. 

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Das Lebensziel – Geheimnis des Erfolgs

Die Hallig Gröde, wie auch die anderen 10 Halligen, sind Inseln in der Nordsee ohne schützenden Deich. Die Gebäude befinden sich auf einem kleinen Hügel (Warft), der meist ausreichend Schutz gegen Hochwasser gibt. Jedes Jahr gibt es mehrmals Hochwasser, das die Wiesen überschwemmt. Solch ein Hochwasser ist nichts Bedrohliches, sondern hilft, dass die Insel „wächst“ durch vom Wasser mitgebrachten Ablagerungen.

Das Ziel der Bewohner auf den Halligen ist, so lange wie möglich darauf leben zu können, und sie haben es trotz teilweiser heftigster Sturmfluten vielerorts gut geschafft.

Ein beständiges Ziel (Lebensziel) ist das Geheimnis des Erfolgs.

Ein beständiger Weg kann dies nicht garantieren. Der Weg ist das Ergebnis zwischen aktueller Situation und meinem Lebensziel. Die Situationen ändern sich ständig, manchmal sehr gering, manchmal richtig heftig, deshalb ist es notwendig regelmäßig zu prüfen, ob der Weg noch der Richtige ist.

Fatal ist, wenn der Weg fix ist, so nach dem Motto, das haben wir schon immer so gemacht!!!

Sich ein Lebensziel zu setzen, fordert einen massiv; für Gläubige bedeutet dies dabei zu berücksichtigen, dass es ein Leben nach dem hier auf der Erde geben wird.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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Unser himmlischer Vater…

Letzthin war ich mit meiner 1 ½ Jahre alten Enkelin wieder einmal auf dem Spielplatz, auf dem es eine große Rutsche gibt. Dieses Mal waren 2 Kinder dort, die meiner Enkelin geholfen haben, von der Leiter auf die Plattform zu kommen, sie begleiteten und auf die Rutsche gesetzt hatten. Unten wartete ich mit ausgestreckten Armen. Mit diesen Sicherheiten hat sie sich getraut zu rutschen und ist dann richtig schnell in meinen Armen gelandet. Das hat so gut funktioniert, dass sie, oben mit Hilfe der Kinder und unten die ausgestreckten Arme ihres Opas, gar nicht genug bekommen konnte.

So ist es auch für Gottes Kinder, wir wissen, woher wir kommen, und wir wissen um die ausgestreckten Arme unseres himmlischen Vaters. Das gibt Sicherheit in Situationen, die wir nicht selbst im Griff mehr haben, wenn es ums Loslassen geht.

Gottes Gebote sind Leitplanken, die uns bewahren sollen, dass wir (im schlimmsten Fall) nicht abstürzen. Aber auch hier, wäre der himmlische Vater zur Stelle und würde uns auffangen.

Wer jedoch krampfhaft an diesen Leitplanken festhält, hat für sich eine große Sicherheit, wird aber schwer oder gar nicht das Auffangen in Gottes Arme erfahren. Im Leben ist es nur düster, wie auf dem heutigen Foto, wenn nicht das Bild des liebenden himmlischen Vaters uns im Leben Sicherheit und Vertrauen gibt.

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Selbstverständlichkeiten und die Folgen

Bis vor 2 Jahren habe ich eine Person aus der Ferne betreut, die im Leben oftmals die Schattenseite erlebt hat. Lange Zeit war das auch ein gutes Miteinander mit schönen ausgiebigen Telefonaten. Aber als sie mehr und mehr gesundheitliche Probleme einschränkten, nahmen die Anrufe zu, auch tagsüber ohne Rücksicht, dass ich während dieser Zeit arbeitete. Als ich hier Grenzen gezogen hatte, sagte sie mir: „Ich denke du bist Christ, dann musst du mir helfen.“ Wer etwas als Selbstverständlichkeit ansieht, wird wenig Dankbarkeit zeigen.

Schön ist es, wenn Gläubige soziales Engagement für sich als Selbstverständlichkeit ansehen und damit ganz natürlich überlegen, wie könnte ich helfen, wenn eine Not gesehen wird. Ein bekanntes Beispiel ist der Barmherzige Samariter in der Geschichte, die Jesus erzählte. Für den Samariter war es eine Selbstverständlichkeit Notleidenden zu helfen, er hörte auf sein Innerstes, brauchte keine Aufforderung oder Regel.

Es ist schade, dass Jesus die Reaktion von dem Geretteten nicht beschreibt, wie sehr sich sein Leben verändert hat nach dem unverdienten Geschenk der Rettung.

Beide, der barmherzige Samariter und der Gerettete, sind Menschen, die für Gläubige Bedeutung haben können.

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