Sag mir, für wen du dich hältst…

…Der Inkompetente tritt immer als Fachmann auf, der Grausame als Barmherziger, der Sünder als Frommer, der Wucherer als Wohltäter, der Schäbige als Patriot, der Arrogante als Demütiger, der Plebejer als edler Herr und der Einfaltspinsel als Intellektueller.“ (aus dem Roman „Das Spiel des Engels“)

Wie schwer es ist, im Umfeld solcher Menschen (über-) leben zu können, verdeutlich Jesus in der Geschichte vom Pharisäer und dem Zöllner mit einer gnadenlos ehrlichen Einleitung. „Jesus wandte sich nun an einige, die in ´falschem` Selbstvertrauen meinten, ´in Gottes Augen` gerecht zu sein, und die deshalb für die anderen nur Verachtung übrig hatten … (Lk. 18,9)

Jesus durchschaut die Schauspieler und stellt sie bloß, das hat er mit seinem Leben bezahlen müssen, denn rüttelt jemand an solch einem Fassadengebäude, wird wahnsinnig viel Energie aktiviert – es geht hier immer um Leben und Tod.

Es hilft uns, solche Systeme zu durchschauen, um sich vor solchen Menschen so gut es geht zu schützen, um weiter im Vertrauen zu Gott, zu sich selbst und zu seinen Nächsten in guter Beziehung leben zu können.

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Wir sind vielleicht Gegner, aber wir sind keine Feinde

Es ist erstaunlich, wie die Anzahl der Gläubigen massiv ansteigt. Selten gab es so viele, die glaubten, dass nur sie den wahren Durchblick haben oder sogar im Besitz der Wahrheit sind und deshalb mit Überzeugung alle Andersdenkenden als Lügner betrachten oder sogar als Feind bekämpfen.

Am Wochenende hatte ich eine lebhafte Diskussion mit meinem jüngeren Sohn. Irgendwie sind wir auf das Thema Ordnung gekommen. Er hat mir nebenbei empfohlen mein Arbeitszimmer mal richtig aufzuräumen. Das hat gesessen, ich habe ihm heftig widersprochen mit richtig guten Argumenten, aber er hat genauso wie ich nicht mit guten Argumenten gespart, so dass wir keinen Konsens gefunden haben. Hatten wir deshalb Streit, nicht die Bohne, aber das Thema hat nachgewirkt, und ich habe mich gefragt, was ist das Thema hinter dem Thema bei mir und meinem Sohn. Tage später sind mir wertvolle Einsichten über mich selbst gekommen, ohne dass sich am Ordnungsgrad im Arbeitszimmer etwas geändert hat.

Andersdenkende Menschen, die zu ihrer Meinung und Position stehen und argumentativ vertreten können, sind wertvolle Menschen, die notwendig sind, um persönlich reifen zu können.

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Alles im Leben als Geschenk sehen

Mit Entsetzen habe ich die Äußerungen eines amtierenden Präsidenten nach der Wahl mitbekommen. „Ich nehme mir was ich will, alle, die mich nicht willenlos unterstützen, sind Betrüger und Feinde der Demokratie.“ Fazit, nur der ist erfolgreich, der skrupellos sich nimmt, was er will und sein eigenes Verhalten anderen unterstellt.

Das steht im krassen Kontrast zum heutigen Spruch. Ein tiefes und erfolgreiches Leben hat der, der alles im Leben als Geschenk sieht. Auf ein Geschenk habe ich keinen Anspruch, genau dies bewirkt Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Was Gott uns anbietet ist ein Geschenk; er bietet uns Leben an, das über den zwangsläufigen Tod hinausreicht. Auch hat Gott jeden Menschen mit Gaben und Fähigkeiten beschenkt, aus denen der Mensch viel oder mit denen auch mancher (vorerst) nicht viel anfangen kann.

Je mehr wir Gottes Geist an uns wirken lassen, umso mehr spüren wir, dass alles im Leben ein Geschenk ist. Das bringt Lebensqualität und innere Ruhe, in der sich Gottes Liebe spiegeln wird.  

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Glückliches Leben leben

An dem Spruch von Albert Einstein gefällt mir, wie einfach das Verlangen nach einem glücklichen Leben erreicht werden kann.

Jesus stellt das menschliche Verlangen nach einem glücklichen Leben ganz an den Anfang seiner Wirksamkeit. Seine Grundsatzpredigt beginnt mit „glücklich sind…“ und dies gleich 9 Mal. Damit steckt Jesus gleich den Rahmen ab, in dem sich der christliche Glaube bewegt, es geht ums glücklich sein.

Jesus verknüpft dieses glücklich sein nicht mit Dingen oder Menschen, wie „glücklich darf sein, wer eine schöne Wohnung besitzt“ oder „glücklich darf sein, wer einen lieben Partner oder liebe Kinder oder Eltern hat“.

Das „nachhaltige“ Glücklichsein steht über den Dingen und Menschen. Glücklich sind, die Trost finden in Traurigkeit, die freundlich und bescheiden sein können, die sich nach Gerechtigkeit sehnen, die barmherzig sind, die ein reines Herz haben und sich um Frieden bemühen, ja selbst wer angeprangert wird aus genau diesen Gründen darf sich glücklich schätzen. Mit diesen Aussagen wird auch deutlich, jeder Gläubige entscheidet selbst, ob er glücklich ist oder nicht, ein super Angebot – herzlichen Dank dafür.

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Die Lichtgestalt…

Eine Lichtgestalt wird angesehen als Heilsbringer, Hoffnungsträger oder Idol. Als Beispiel wird häufig Nelson Mandela oder Mahatma Gandhi genannt. In Deutschland galt lange Zeit unser „Kaiser“ als Lichtgestalt, bis nach und nach Details der Fußballweltmeisterschaft 2006 „ans Licht“ kamen.

Es scheint ein breites Bedürfnis der Menschen nach einer Lichtgestalt zu geben, was den Erfolg mancher Inszenierung erklärt, wo zwielichtige Typen mit Pathos das Scheinwerferlicht auf sich ziehen, um gleichzeitig andere in den Schatten zu stellen. Einmal den Strom abschalten – aus ist es mit der Lichtgestalt.

Jesus sagt, nachdem er von besonders Frommen mit einer zwielichtigen Situation konfrontiert hatte: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.« (Joh. 8,12) Hier spricht eine Lichtgestalt, die keinen Scheinwerfer braucht, sie stellt andere auch nicht in den Schatten, um noch mehr zu leuchten, sondern verspricht gerade Menschen Orientierung zum Leben, bei denen es zwielichtig oder sogar finster ist.

Herzlichen Dank, für diese wertvolle Botschaft gerade in der aktuellen Situation.

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Freundlichkeit schafft Vertrauen, Tiefe, Liebe

Heute Morgen fand ich folgenden Spruch in der Zeitung: „Jeder Groll, jede Bitterkeit, jeder Hass ist eine Selbstvergiftung“.

Unser Spruch beschreibt nicht nur die Abwesenheit von Groll, Bitterkeit und Hass, sondern eine innere Freundlichkeit, ein Wohlwollen, das sich in Worten, im Denken und Geben ausdrückt. Diese grundlegende Erkenntnis ist über 2600 Jahre alt und schafft das für gute Beziehungen elementare Vertrauen, bringt Tiefe im Leben und damit Selbsterkenntnis und schließlich wird an der Gebefreudigkeit Liebe sichtbar.

Das alles brauchen wir heute mehr denn je, wo die eigene Inszenierung immer wichtiger zu werden scheint, die einem viel vorgaukelt, derer Oberflächlichkeit man jedoch keinesfalls vertrauen darf. Geben ist out, heute ist ein Deal angesagt, wer keine gute Deals machen kann ist ein Loser (Versager). Das Leben und der Glauben basiert seit eh und je auf guten Beziehungen, die sich durch gegenseitiges Vertrauen auszeichnen. Voraussetzung dazu ist eine gute Selbsterkenntnis, das alles wird lebendig durch Liebe (Du sollst lieben von ganzem Herzen… und deinen Nächsten wie dich selbst)

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Schutz vor Verschwörungstheorien

In Zeit-Online fand ich ein sehr aufschlussreiches Video zum Thema Verschwörungstheorien. „Vom Loser zum Messias – Verschwörungsideologen inszenieren sich im Internet als furchtlose Helden.“ Wesentlich ist dabei die Sucht nach Wichtigkeit.

Das Thema ist hochaktuell, erschreckenderweise selbst in manchen christlichen Kreisen. Was ist der Nährboden für solch eine Wichtigtuerei, wo doch gerade Jesus und die Apostel auf unzählige Weise deutlich machen, dass jeder Mensch von Gott geliebt wird und nicht mehr tun kann als diese Liebe anzunehmen in all seiner Unvollkommenheit. Jesus verdeutlicht dies provokant in der Geschichte (Luk. 18, 9-14), der Wichtigtuer geht nicht gerechtfertigt aus dem Tempel, sondern der Mensch, der so wie er ist vor Gott gekommen ist und anschließend seinen Weg geht in der Gewissheit, angekommen zu sein.

Es ist diese Gewissheit angenommen zu sein, von Menschen und von Gott, die Freude ins Leben bringt und selbst in schwierigen Situationen nicht in Wut und Hass umschlagen wird.

Danke lieber Gott für diesen einfachen und wirksamen Schutz gegen jede Art von Verschwörungstheorien.

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Liebe ist die Feder im Uhrwerk des Lebens

Eine analoge Uhr mit Feder statt Batterie ist heute eher eine Seltenheit. Hoffentlich keine Seltenheit ist ein Leben, das von innen heraus gesteuert wird mit der beständigen Gewissheit, unvoreingenommen geliebt zu sein von Menschen und – für Gläubige – genauso geliebt zu sein von Gott.

Die Feder passt genau zur Uhr und gibt deshalb exakt so viel Energie ab, dass das Uhrwerk im Eigentakt laufen kann. Wer seine Arbeits-, Erholungs-, Begegnungsphasen … in diesen Takt integriert, lebt ein taktvolles Leben – zu jeder Zeit.

In diesem Bild bekommen wir grundsätzliche Alternativen zum äußeren, ungebremsten Leistungsdruck und Antrieb durch innere Frustration oder Leere.

Liebe braucht Raum und Zeit, um sich im eigenen Leben entfalten zu können. Liebe braucht genauso ein Gegenüber, der diese Ausstrahlung aufnehmen und spüren kann.

Paulus bringt es auf den Punkt: „Wenn ich egal, was ich tue, ohne Liebe tue, ist es wertlos.“ (1. Kor. 13) Wir wünschen allen ein erfülltes taktvolles Leben durch Liebe im Herzen

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Alles richtig machen zu wollen ist oft falsch

Viele fragen sich, was ist richtig um einen zweiten Coronalockdown zu verhindern.

Manche erwarten eine einheitliche Regelung. Das hört sich gut an, wäre aber völlig ungerecht, weil die Gebiete, die geringe Infektionen haben, sich genauso einschränken müssten wie Gebiete, die mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen haben.

Wenn man differenziert vorgeht, muss abgewogen werden, für welche Ebene (Bundesland, Landkreis, Ort, Bezirk) gelten die Maßnahmen, ab wann und wie lange.

Es ist zu beobachten, dass die Verantwortlichen täglich dazulernen, weil durch Studien das Virus immer mehr verstanden wird und die Maßnahmen daraufhin angepasst werden können.

Für mich ist das ein sehr gutes Beispiel, dass Regeln nichts Absolutes darstellen, sondern Regeln einem Zweck oder Ziel dienen. Der Zweck und das Ziel sind absolut zu sehen, daraus sind Regeln abzuleiten, die die besondere Situation berücksichtigen. Im Extremfall können diese Regeln sehr unterschiedlich ausfallen und dabei trotzdem alle richtig sein.

Das fordert ein gewissen Maß an Denkvermögen all derjenigen, die Regeln festzulegen haben, genauso wie derjenigen, die die Regeln einzuhalten haben. Nicht immer einfach, aber vom Ergebnis her das Beste.

Wir wünschen allen Gottes Segen, Kraft und Geduld bei all den aktuellen Herausforderungen

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Perfektion zerstört Vollkommenheit

Der heutige Spruch ist schwieriger als anfangs gedacht, aber Angelika liefert folgende passende Beispiele:

– Ein Kind ist vollkommen gesund, spielt und lacht, aber wer erwartet ein perfektes Kind zu haben, wird trotzdem nicht große Freunde an dem Kind haben.

– Ein vollkommen schöner Urlaubstag geht zu Ende, wer jedoch einen perfekten Urlaubstag im Hinterkopf hat, kann mäkeln, dass der Weg zum Strand doch ein paar Meter zu weit war, dass die Sonne doch etwas zu heiß war…

Perfektion zielt auf eine ideale Welt, in der es nichts, aber auch gar nichts von niemandem etwas auszusetzen gibt. Das ist irreal und führt zwangsläufig zu Frustration und Enttäuschung und zerstört, was an Gutem bereits existiert.

Unsere Mitmenschen sind alle vollkommene Menschen, trotzdem sie teilweise extrem unterschiedlich sind. Es gilt Menschen anzunehmen, wie sie sind, sich auch darüber zu freuen, dass sie ganz anders sind als man selbst. Das Gute findet man überall, bei Menschen mit ihren Schwächen, in Situationen, die auch unangenehm sein können. Jesus verwendet „vollkommen“ in der Bergpredigt im Zusammenhang mit der Feindesliebe.

Es lohnt sich über den schwierigen Begriff „vollkommen“ nachzudenken.

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Dankbar für EntTäuschungen

Wir freuen uns und sind dankbar, wenn wir ein glückliches und harmonisches Leben führen können. Wir wissen jedoch, dass dies nicht immer möglich ist und das ist gut. Nicht alles, was wir uns wünschen, ist gut für uns und so ist eine Enttäuschung auch das Ende einer Täuschung, worüber sich jeder freuen wird, der nicht mit allen Mitteln versucht, immer glücklich und gut drauf zu sein, sondern der ein Leben mit einer stabilen Basis führen möchte, zu dem zwingend Korrekturen gehören.

Veränderungen geschehen besser und schneller durch Enttäuschungen als durch rationale Überlegungen. Diese grundsätzliche Aussage findet jeder in seinem Leben bestätigt (Bsp. abnehmen, mehr Sport treiben…)

Wir kommen uns selbst näher, wenn wir nicht nur unsere Erfolge schätzen, sondern ganz besonders auch mit unseren Enttäuschungen und Misserfolgen bewusst umgehen.

Der christliche Glaube gründet sich gerade auf den Umgang (Vergebung statt Verdrängung) mit Misserfolgen. „Wem viel vergeben wurde, der liebt auch viel“ frei nach Luk. 7,47 Wir wünschen allen neben der Freude an Erfolgen ganz besonders auch die Freude an allen Enttäuschungen und Misserfolgen.

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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.

Das Foto zeigt eine Darstellung aus dem neu eröffneten Museum der Illusionen in Stuttgart und macht mit dem Betrachter zwangsläufig einen Test. Bei schneller Betrachtung ist klar, dass der untere Kreisausschnitt länger als der obere ist, wer jedoch denkt, es könnte auch anders sein und sich die Zeit nimmt, den an der Wand befindlichen Kreisausschnitt über beide Kreisausschnitte zu legen, wird erkennen, dass beide Kreisausschnitte absolut gleich groß sind.

Das unterstreicht die Aussage des Psychiaters C. G. Jung, dass das Urteilen deutlich weniger Anstrengung braucht als das Denken. Diese Tatsache nutzen heute Präsidenten, Politiker und viele andere schamlos aus … Besonders auffallend sind Einzelne, sogenannte Querdenker – quer ja, aber selbständig denken eher weniger!

Paulus schreibt (Phil. 4, 8): „Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert…dem denket nach!

In dieser Zeit sind gute Gedanken besonders bedeutsam, sie stärken die Freude am Leben und am christlichen Glauben und vermeiden manches schnelle falsche Urteil. Wir wünschen allen viele gute Gedanken

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Ihr habt die Uhren, wir haben die Zeit

Gott hat als kleinste Zeiteinheit Tag und Nacht geschaffen; ein Kirchturm liefert uns die Stunden und dazwischen Viertelstunden, die Unternehmen nutzen Minuten mit Nachkommastellen, der Sport braucht Hundertstelsekunden.

In Prediger 3 werden Phasen beschrieben, mit einer Zeitperiode, die benötigt wird, bis diese Phase abgeschlossen ist. (Bei Projekten sind meistens Zeit und Kosten vorgegeben, das Ergebnis ist dann das, was in diesem Rahmen möglich war).

Im Prediger ist das Ergebnis vorgegeben und die Zeit richtet sich danach, es dauert halt so lange, bis die Phase (heilen, weinen, lieben, hassen…) beendet werden kann.

Im Alltag sagen wir, ich brauch Zeit für mich, manchmal mehr, manchmal vielleicht weniger, bis ich wieder zu mir gefunden habe. Wir brauchen auch Zeit, um Beziehungen pflegen zu können (zu Menschen und zu Gott), manchmal viel mehr als wir denken. Wir wünschen allen, mit Gottes Hilfe Mut und Kraft für die Zeit, die nötig ist, um Abschnitte gut abschließen zu können.  

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Das Leben spielt Schach

Mir kamen bei dem Spruch folgende Bilder in dem Sinn: einmal jemand, der mit seinen Erfolgen richtig auftrumpft, zum andern jemand, der jammert, dass er sein ganzes Leben lang immer schlechte Karten hat. Dabei ist es völlig egal, ob ich ein Superblatt oder lauter „Luschen“ habe, wenn es um ein ganz anderes Spiel geht. Welche Karten ich beim Kartenspiel bekomme, ist reiner Zufall und damit Glücksache. Beim Schachspiel hat jeder die gleiche Ausgangssituation. Der Kern von Schach ist zusätzlich ein ganz anderer, Erfolg hat der, der seine Figuren so platziert, dass sie gut geschützt sind und andere schützen. Gewonnen hat, wer die Bedrohung schachmatt gesetzt hat.

Dieses Bild gefällt mir sehr, nur wer sich beschützt weiß, kann andere beschützen. Dieses beschützt Sein ist eine wichtige Grunderfahrung in der Kindheit und setzt sich fort im christlichen Glauben. Es ist das Bewusstsein als Kind Gottes in allen Lebenslagen in Gottes Hand geborgen zu sein. Das befreit und stärkt für den Einsatz für andere, die wiederum für weitere Menschen sich einsetzen können. Es stärkt aber auch, um sich gegen Bedrohungen zu stellen und sie auch schachmatt setzen zu können.

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Keine Liebe ist größer als die….

Heute steht ein großes Thema an: „Keine Liebe ist größer als die, in der man seine Schwäche zeigen darf.“

Liebe ist fokussiert auf das Innere im Menschen, auf Werte, nicht auf Leistung. Wer meint, Großes vollbringen zu müssen, um geliebt zu werden, verwechselt geliebt werden mit „auf einen stolz sein“. Tolstoi illustriert dies sehr schön in seiner Geschichte „Drei Söhne“.

Wenn ich mich traue Schwäche zu zeigen und der andere mich trotzdem liebt oder gerade deshalb noch stärker liebt, dann kommt das unserem heutigen Spruch sehr nahe. Beim christlichen Glauben geht es genau darum. Wir dürfen uns Gott zeigen so wie wir sind, er zeigt seine unbeschreibliche Liebe gerade darin. Deswegen dürfen wir vor ihm auch gerne dankbar unsere Stärken und Erfolge zeigen, die jeder Mensch hat, auch wenn es Situationen gibt, in denen wir diese nicht sehen können oder sehen wollen. Jedoch die Größe seiner Liebe wird deutlich, wenn wir mit unseren Schwächen und Fehlern zu ihm kommen, darauf hat sich Gottes Handeln konzentriert, damit er uns in unseren Schwächen mitträgt und unsere Fehler in seiner großen Liebe und Gnade uns gerne vergibt. Unfassbar, diese Liebe.

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Angst vor Fehlern???

Heute soll es nochmals sein nicht über Fehler, sondern über die Angst vor Fehlern nachzudenken, quasi den ständig präsenten Zeigefinger im Hinterkopf, der einem anerzogen wurde von Eltern und/oder von Organisationen.

Angst hat eine sehr wichtige Warnfunktion in uns. Es bündelt Energie und fokussiert auf die Gefahr, die ausgemacht wird, damit diese gut gemeistert werden kann, um danach wieder zurück ins normale Leben kommen zu können.

Wenn Angst jedoch zum Dauerzustand wird, man überall Gefahren sieht, kommt man aus diesem Panikmodus nicht mehr heraus. Eine Verschärfung ist die Angst vor eigenen Fehlern, hier richtet sich die Angst gegen mich selbst, gegen mein eigenes Handeln – was zusätzlich ungeheuren Druck erzeugt.

Fehler sind nicht schön, aber gehören zum Leben, viel wichtiger als der Fehler selbst ist der Umgang mit dem Fehler.

In 1. Joh. 2 lesen wir: „Meine geliebten Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Sollte aber doch jemand Schuld auf sich laden, dann tritt einer beim Vater für uns ein, der selbst ohne jede Sünde ist: Jesus Christus“. Das ist eine wunderschöne Zusage in der Erziehung von Gotteskindern – herzlichen Dank dafür!

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Sag mir deine Entscheidungen…

In diesem Jahr sind wir mit dem E-Bike die Elbe entlang gefahren von Bad Schandau bis Cuxhaven. Je nachdem was wir anschauen wollten, mussten wir bei jeder Etappe entscheiden, wo nehmen wir den Radweg auf der rechten und wo den auf der linken Seite der Elbe. Eine Binsenweisheit wurde einem ganz klar, wenn ich mich für eine Seite entschieden habe, kann ich nicht gleichzeitig auf der anderen Seite sein.

Es sind unsere Entscheidungen, die unseren Weg bestimmen. Damit grenzen wir ein, was wir erfahren und erleben können, wem wir begegnen können, woraus ggf. eine engere Beziehung werden könnte.

Meine Entscheidungen zeigen auf, welche meiner Möglichkeiten (Fähigkeiten) ich tatsächlich nutze, und je häufiger ich ähnliche Entscheidungen treffe, um so mehr wird mein Leben davon geprägt. Ein bekanntes Sprichwort könnte so angepasst werden: „Sag mir welche Entscheidungen du getroffen hast, und ich sage dir, wer du bist!“

Gott schenke uns jeweils ausreichend Kraft und Mut, um gute Entscheidungen treffen zu können, und die Gewissheit, dass er seinen Kinder immer nahe ist, egal ob die Entscheidung gut oder weniger gut für uns ist.

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Fehler selbst sind nicht das Problem…

Im Praktikum vor vielen Jahren ist mir ein Wandspruch aufgefallen, der heute wieder hochaktuell ist, wenn ich Managemententscheidungen bzw. Nichtentscheidungen beobachte. “Wer arbeitet macht Fehler, wer viel arbeitet macht mehr Fehler und wer keine Fehler macht, wird befördert!“

Was steckt hinter solch einer Aussage? Ein einfaches Weltbild, das besagt, es gibt immer genau einen richtigen Weg und alle anderen sind falsch, und es ist möglich, Dinge perfekt zu machen.

Das ist aber nicht die Wirklichkeit. Was heute richtig ist, kann morgen durch neue Erkenntnisse / Möglichkeiten schon falsch sein. Ein Fehler muss nichts Schlimmes sein, er kann sogar positiv sein, wenn damit ein Lernprozess angestoßen wird.

Das Christentum hat mit Jesu Kreuzestod dem Umgang mit Fehlern (Sünde) eine ganz neue Dimension eröffnet. Fehler, die wir vor Gott bringen, machen Menschen von einem Verlorenen zu einem Erlösten, und gleichzeitig erfahren wir beim Bekennen von Fehlern Gottes unendliche Gnade und Liebe.

Damit sind Fehler im Christentum nicht (mehr) das Problem, sondern nur noch der Umgang damit – Gott sein Dank!

PS.: Eine nette Geschichte dazu gibt es über diesen Link

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Im Gewöhnlichen das Besondere sehen

„Heute gibt es die beste Spruchkarte, die es je gegeben hat…“, nur mit solchen Sätzen hat man heute bei manchen die Chance überhaupt wahrgenommen zu werden. Alles muss außergewöhnlich sein, das Gewöhnliche ist total OUT und findet kaum Platz im Leben. Das Außergewöhnliche, das Exklusive MUSS es sein, und dieses MUSS erzeugt Stress am laufenden Band.

Dabei findet sich im ganz gewöhnlichen Alltag so viel, was wert ist beachtet zu werden und findet auch Beachtung bei denen, die achtsam mit sich und ihrer Umgebung umgehen. Die sich an der Schönheit und Genialität der Natur im Garten, am Fluss oder im Wald erfreuen können. Die Zeit haben, den Sammeleifer von Bienen zu beobachten…

Durch die offenen Augen und das Gespür für sich selbst und die Umgebung werden auch Nöte gesehen, die uns umgeben, wie auch die Möglichkeiten von Hilfe und Unterstützung, die zur Verfügung stehen. Jesus beschreibt in seiner Geschichte vom Weltgericht (Matth. 25), dass die Menschen von ihm angenommen sind, die ganz bewusst und achtsam im Hier und Jetzt leben und in dieser Haltung auch handeln. Was für Geschenk, in diesem Bewusstsein sein Leben und seinen Glauben leben zu können.

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Meine Einstellung ist entscheidend

Ob einer glücklich oder enttäuscht ist, ist weniger abhängig von dem Erlebten als vielmehr von der eigenen Bewertung des Erlebten. Das bedeutet, für manche schmerzhaft, mein Jammern über die Umstände ist „grad für d‘Katz“, eigentlich müsste ich über meine Einstellung jammern.

Anders betrachtet, ich bin unabhängig von anderen, es liegt allein an mir, ob ich etwas positiv oder negativ sehe.

Wie kommt man zu einer positiven Grundhaltung?

Augustinus sagt, Harfe spielen lernt man durch Harfe spielen. Positive Gedanken bekomme ich durch die Beschäftigung mit positiven Dingen, mit der Freude über einen wunderschönen Sonnenuntergang, bei der Betrachtung farbenfroher Blüten, beim Beobachten von Vögeln und ihrem Gezwitscher …

Paulus ermutigt uns: „Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.“ (Phil. 4, 8). Wir wünschen allen Kraft und Mut sowie Gottes Segen zu einer positiven Grundhaltung im Alltag und im Blick auf all das zukünftig sein wird.

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Menschen reifen durch die Liebe

Die Natur ist ein Wunderwerk. Pflanzen und Blumen wachsen und entfalten sich zu individuellen Kunstwerken. Der Mensch ist genauso ein Wunderwerk. Durch Liebe wächst er und entfaltet sich zu einem individuellen Kunstwerk. Das alles wird ermöglicht durch die Fähigkeit zu lieben, was Erich Fromm ebenfalls als Kunst beschreibt. Liebe ist nicht reduziert auf ein Gefühl, das vorhanden oder weniger vorhanden ist, sondern auf die bewusste Entscheidung zu lieben. Er schreibt, die Quelle aller Ängste und Schuldgefühle ist das Bewusstsein der Trennung der Menschen untereinander und die Wiedereinigung dieser Trennung gelingt nur durch Liebe.

Liebe zeigt sich in verschiedenen Formen, Nächstenliebe, Mutterliebe, erotische Liebe, Selbstliebe und Liebe zu Gott. Liebe durchdringt damit alle Bereiche des Lebens. Paulus schreibt: „alles was man ohne Liebe tut ist wertlos“ und schließt ab mit: „Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Von diesen dreien aber ist die Liebe das Größte.“ (1. Kor. 13) Was für ein Geschenk, für das sich jeder Mensch unabhängig von anderen entscheiden kann und damit den Raum schafft zur Reife und Entwicklung zu einer individuellen Persönlichkeit, so wie unser Gott, der die Liebe in Person ist, es sich für jeden Menschen wünscht. 

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Ein Mensch wird nicht lange leben, wenn…

Unser heutiges Bild zeigt ein noch mechanisch betriebenes Vorsignal der Deutschen Bundesbahn 1000 m vor dem Hauptsignal. Das Besondere daran ist, wenn die Strecke zusätzlich mit dem induktiven Zugbeeinflussungssystem (Indusi) ausgestattet ist, leitet diese Signalstellung einen schonenden Bremsvorgang ein. Sollte das Hauptsignal immer noch auf Stopp stehen, wird 150-250 m davor der Bremsvorgang so verstärkt, dass der Zug vor dem Hauptsignal zum Stehen kommt. Sollte das Hauptsignal trotzdem überfahren werden, kommt es durch das Indusi 2000 zur Zwangsbremsung. Ein tolltes Bild für ein gutes Leben.

Wer versucht rechtzeitig eine Bremsung einzuleiten, wenn einer mal wieder in voller Fahrt unterwegs ist? Wer erinnert daran, wenn die ersten Warnhinweise ignoriert werden? Wer zieht die Notbremse, bevor es zum Crash kommt? In unserer Welt und manchmal auch in Kirchen, haben die Antreiber und nicht die Bremser die Oberhand.

Andersherum, wer gibt Menschen ein gutes Wort, eine Aufgabe oder einen Impuls, wenn sie sich in einem Tal befinden und jegliche Energie zu fehlen scheint?

Die Balance ist der Schlüssel zu einem guten Leben und Menschen, die darauf achten und aktiv werden, wenn diese Balance bei anderen in Gefahr gerät. Gott sei Dank für diese Menschen.

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Kein Ziel ist so hoch, dass…

Die rechte Tafel der 10 Gebote regelt das menschliche Miteinander nicht nur für Gläubige, sondern sie sind auch das Fundament der Verfassungen vieler Staaten.

In letzter Zeit ist vermehrt zu beobachten, dass Fanatiker in Gesellschaft oder Kirchen sich mit voller Überzeugung über dieses Fundament hinwegsetzen, wenn es um höhere Ziele geht, die den Bruch mit den Eltern, die Tätlichkeiten, Verletzungen und Zerstörungen und vor allem Verdrehungen und bewusste Lügen rechtfertigen. 

Der Spruch von Albert Einstein sagt eindeutig, dass dies durch kein noch so hohes Ziel gerechtfertigt ist. Jesus selbst hat dies demonstriert. Die Erlösung der gesamten Menschheit ist das höchste je gesetzte Ziel. Er hätte kräftig durchgreifen können bei den scheinheiligen Frommen, deren Ziel es von Anfang aus war, ein Weg zu finden, wie sie ihn nicht nur mundtot machen können. Stattdessen ertrug er standhaft Demütigungen, wehrte sich auch nicht als er öffentlich unter unermesslichen Schmerzen hingerichtet wurde.

Jesus zeigt in dieser Haltung die Souveränität und Stärke wahrer Sieger. Ein Vorbild für vorbildliche Menschen wie Gandhi, Martin Luther King, Nelson Mandela und jeden Einzelnen, der große oder weniger große Ziele verfolgt.

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Die schwierige Suche nach dem Selbst

Ein jeglicher Markt lebt vom Suchen und gefunden Werden. Im Internet hat diese Funktion die Suchmaschine.

Beim Menschen jedoch gibt es dieses Suchen in seinem Inneren nach dem Selbst und gleichzeitig auch die tiefe Sehnsucht von anderen gefunden zu werden.

Die Suche nach dem Selbst setzt voraus, dass ich mich wirklich finden möchte. Genau das ist manchmal der Knackpunkt und hemmt das Engagement der Suche, wenn ich Angst habe, dass auch unangenehme Themen auftauchen könnten.

Manche reduzieren die Suche nach sich selbst deshalb drastisch und fokussieren sich lieber darauf gefunden zu werden, indem sie sich übermäßig engagieren für die unterschiedlichsten Themen oder irgendwie zwanghaft die Aufmerksamkeit suchen.

Leider sind die Erfolgsaussichten in diesen Konstellationen gering. Meine Erfahrung zeigt, in dem Maß wie ich mich selbst gefunden habe, in dem Maß werde ich auch von anderen gefunden. Damit bin ich wieder bei meiner grundlegenden Aussage von Jesus, der genau diesen Zusammenhang herstellt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“  (Matth, 22, 39)

Wir wünschen allen viel Kraft, Mut und Gottes Segen bei der lebenslangen Suche nach dem Selbst.

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Sich freuen können ist wesentlicher als…

Es gibt Menschen, für die zählen nur Zahlen, Daten, Fakten (ZDF), sie reduzieren nahezu jedes Thema auf das, was man messen oder irgendwie zählen kann. In gut organisierten Projekten mag das manchmal ausreichen, um ein Thema zu bearbeiten. Wenn jedoch etwas ganzheitlich betrachtet werden soll, wird schnell deutlich, dass alles Menschliche, Freude, Vertrauen, Beziehungen schwer in Zahlen abbildbar ist.

Zum Leben gehört, sich einfach freuen zu können an Dingen, wie am Duft oder der Farbe und Form einer Rose, auch ohne zu wissen, wie sie heißt, zu welcher Gattung sie gehört …

Zum Leben gehört, sich freuen zu können an Menschen, denen man begegnet, von denen man wenig weiß, aber irgendwie spürt, es passt so, als würde man sich schon lange kennen.

Genauso ist es mit Gott, die Freude an IHM hängt mehr von dem persönlichen Erleben im Alltag ab als von der Akzeptanz einer definierten Anzahl wohlformulierter Lehrsätze oder Dogmen. Johannes schreibt ganz einfach: „Wer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit ihm, dem Sohn Gottes, verbunden ist, hat das Leben nicht.“ (1. Joh. 5,12). Wir wünschen allen viel Freude am Leben und im Glauben, auch wenn ich wenig darüber wissen sollte.

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Alles, was man gerne tut…

Heute einmal ein Einstieg ohne große Einleitung, direkt mit einer Frage. Was treibt mich an, das zu tun, was ich tue?

Im beruflichen Umfeld erleben viele einfach Druck von oben, der bis ganz nach unten durchgereicht werden muss, die Führungskräfte werden dabei häufig als Druckverteiler missbraucht.

Im persönlichen Bereich sind es häufig Regeln, das gehört sich so ….

Was treibt mich an etwas zu tun im christlichen Glauben?

Religionen arbeiten häufig mit Druck und Angst, um ihre Gläubigen zum Dienst zu bewegen, kirchliche Organisationen pochen auf die Einhaltung ihre Regeln. Bei Jesus sieht das ganz anders aus, er beginnt seine Wirksamkeit mit der bekannten Bergpredigt und dem 8-maligen „glücklich ist …“. Paulus beschreibt am treffendsten, was den Kern des christlichen Glaubens ausmacht. “Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Nichts davon steht im Widerspruch zum Gesetz.“ (Gal. 5,22-23)

Herzlichen Dank, dass wir im Glauben von innen heraus wachsen und stark werden können, stark auch gegen Druck und Angst um uns herum.

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Die Königsdisziplin des Christseins….

Allgemein wird die Feindesliebe als die besondere Herausforderung im christlichen Glauben gesehen. Eigene Erfahrungen und Berichte aber zeigen, dass die Bruderliebe tatsächlich die größere Herausforderung ist.

Feindesliebe hat den großen Vorteil des Abstands und der Distanz. Eine größere Nähe und weniger Distanz besteht zu Brüdern und Schwestern, deshalb sieht man auch mehr von deren Eigenheiten, was manchen nicht leicht fällt zu akzeptieren.

Verstärkt wird dies durch den zunehmenden Einfluss des Perfektionismus, dessen Blick sich nicht auf das Gute konzentriert, sondern auf die Mängel und Fehler. Jemanden zu lieben, bei dem ich im Wesentlichen nur die Fehler sehe, ist nicht möglich.

Die Bruderliebe ist wirklich die Königsdisziplin im christlichen Glauben. Jesus lässt da keinen Zweifel aufkommen: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Joh. 13,35. Es ist eine Herausforderung für alle Gläubigen und am Ende das einzig wirkliche Erkennungszeichen für Gottes Gemeinde.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei den täglichen Übungen in der Königsdisziplin unseres Glaubens.

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Fromme Masken lassen Menschlichkeit schwinden

Der perfekte Mensch ist eine Illusion. Wer diese Illusion aufrechterhalten will, dem bleibt nur eine, meist fromme, Maske, die Ursache mittlerweile vieler Spannungen und Konflikte.

Die fromme Maske verbirgt das wahre Gesicht, die Persönlichkeit mit all den Spuren, die das Leben hinterlassen hat.

Die fromme Maske, die Perfektion vortäuschen soll, verhindert auch den eigenen Blick auf sein Gesicht, das vielleicht verunreinigt oder verletzt ist und behandelt werden müsste, um heilen zu können. Das ist die Dramatik. Fromme Masken verhindern Heilung, somit können aus kleinen Wunden größere Eiterherde entstehen. Genauso dramatisch ist, dass der Gedanke einer Heilung damit generell aus dem Blickfeld schwindet im Umgang mit Menschen, aber auch in der Beziehung zu Gott.

So berauben fromme Masken einem das Menschliche, die Persönlichkeit und das Göttliche, Gottes unbeschreibliche Liebe zu uns Menschen, seine Gnade und Barmherzigkeit denen gegenüber, die mit ihren Fehlern offen zu ihm kommen.

Wir wünschen allen den Mut, die Kraft, Gottes Geist und Freude sein Gesicht offen zu zeigen (trotz aktuellem Mund-Nasenschutz).

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Liebe darf nicht durch Ehrfurcht erdrückt werden

Ein gutes Gleichgewicht zwischen Ehrfurcht und Liebe ist in lebendigen Beziehungen extrem wichtig. Jeder kennt überforderte Eltern, die ihren Kindern alles Recht machen wollen und die Kinder (vielleicht gerade deshalb) keinerlei Respekt/Ehr­furcht den Eltern gegenüber zeigen. Umgekehrt erleben wir leider auch, dass Kinder nicht nur übertriebene Ehrfurcht, sondern sich manchmal sogar vor ihren eigenen Eltern fürchten, Liebe hat hier ganz schlechte Karten.

Für den christlichen Glauben, die lebendige Beziehung zwischen Gott und Mensch, gelten diese Aussagen gleichermaßen. Es ist manchmal schmerzlich zu erleben, wie wenig Ehrfurcht Menschen vor unserem himmlischen Vater haben, noch schmerzlicher ist jedoch, wenn Fromme im missionarischen Eifer meinen, dass man vor Gott nicht genug Ehrfurcht haben kann, das pervertiert Gott als Gott der Liebe (1. Joh. 4,16). Der unendlich große Gott, den die „Himmel nicht fassen können“, begegnet uns als liebender Vater. Das ist menschlich unfassbar und trotzdem können wir seine Liebe in einem dankbarem Herzen aufnehmen und wirken lassen.

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Einen guten Lehrer zeichnet aus…

Seit Jahren träume ich von einem Seminar, in dem eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Personen einen Spaziergang unternimmt, jeder mit einem Foto ausgerüstet und der Aufgabe, alles zu fotografieren, was einem auf dem Weg auffällt.
Anschließend hat jeder die Aufgabe seine Fotos zu bearbeiten und ein großes Plakat zu designen und 12 seiner Fotos auszuwählen, die zeigen, was einem auf diesem Weg bedeutsam war und dafür noch einen knackigen Titel zu finden.

Jedes Plakat wird ausgedruckt und im Raum aufgehängt und die Gruppe lässt jedes Plakat auf sich wirken. Im Gespräch beschreiben sie, was sie darauf sehen und was für eine Persönlichkeit sie in dem Fotografen vermuten. Es ist höchst spannend und ungemein bereichernd, welche Vielfalt dabei sichtbar werden wird, obwohl alle denselben Weg gegangen sind.

Dieses Prinzip, in verschärfter Form, macht den christlichen Glauben aus. Alle Gläubigen haben ein gemeinsames Ziel, jedoch weil jeder aufgrund seiner Herkunft, Erziehung einen unterschiedlichen „Startpunkt“ hat, hat jeder auch einen eigenen und damit anderen Weg zum gemeinsamen Ziel.
Gott zeigt seine Größe und Liebe zum Menschen darin, auf dem Weg zu IHM ihn als Persönlichkeit reifen zu lassen. Ganz herzlichen Dank dafür.

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Es zählt nur was wir getan und gelebt haben

Leben. Das Leben ist keine Konserve, sondern live. Wenn etwas live gesendet wird, kann man nichts mehr korrigieren oder ausbessern, es ist so wie es ist und alle sehen es. Das ist anstrengend und braucht Mut zu akzeptieren, dass es Versprecher oder Unaufmerksamkeiten bis hin zu dicken Fehlern geben kann und deshalb auch geben wird (live heißt auch, ich nehme mich an wie ich bin, mit all meinen Licht- und Schattenseiten).

Was nicht live ist, nennt man Konserve, man kann es herausholen, wann es einem passt, vor und zurückspulen… Auch das Aufzeichnen ist deutlich entspannter, man zerlegt es in beliebig viele Einzelteile, an denen einzeln so lange gefeilt wird, bis jedes Einzelteil die Perfektion hat, mit der man sich gerne darstellen möchte.

Aktuell spüren wir durch all die Einschränkungen hautnah, was live bedeutet. Live ist miteinander reden, live ist einander begegnen und sich gegenseitig berühren. Das Leben ist live und auch der christliche Glaube ist live „Wer mit dem Sohn verbunden ist, der hat das Leben, d.h. der lebt.“ (nach 1. Joh. 5, 12). Wir wünschen allen in dieser Situation Gottes besonderen Segen zu einem lebendigen Leben.

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Das Leben und den Glauben genießen, statt..

Wir meinen heute alles messen zu müssen und in Zahlen zu pressen, um dadurch festzustellen zu können, ob etwas erfolgreich war oder nicht. Um Erfolg oder Misserfolg festzustellen, würde manchmal schon der gesunde Menschenverstand völlig ausreichen.

Diese Unart hat sich auch in der Freizeit etabliert, Fitnessarmbänder zählen Schritte und prüft die Herzfrequenz. Das ausgewählte Programm beurteilt dann, ob es gut, weniger gut oder schlecht war. Das Genießen der Bewegung und der körperlichen Belastung kann dabei schnell zu kurz kommen.

Das Bedürfnis, den christlichen Glauben in Dogmen und Lehrpunkten so genau wie möglich zu beschreiben, ist schon uralt. Jedes Dogma und jeder Lehrpunkt nimmt dem Glauben ein Stück Lebendigkeit. Dabei ist der christliche Glaube unbeschreiblich einfach„im Vertrauen auf Gottes Gnade und Barmherzigkeit annehmen und leben.“ Es ist dieses neue Leben, das jedem geschenkt wird und das es zu leben gilt. Wir wünschen allen, die Arbeit, die Freizeit, das Leben und den Glauben wann immer es geht zu genießen.

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Das alles verdanken wir Ostern

Unser Alltagsleben hat sich dramatisch verändert. Heute erleben wir Quarantäne, Abstandsregeln, Verbot von Gemeinschaft mit mehr als 2 Personen, manche denken sogar, das ist der Anfang vom Ende. Jedoch ist eines sicher, es wird eine Zeit nach Corona geben, aber es wird nicht mehr so sein wie in der Zeit vor Corona.

Für die Menschheit alles entscheidend war das Ereignis vor 2000 Jahren – Ostern. Alles was uns unser christlicher Glaube an Halt, Hoffnung, Weite und Gemeinschaft untereinander und mit Gott gibt, ist nur möglich wegen Ostern – Jesu Sterben am Kreuz und Jesu Auferstehung. Dietrich Bonhoeffer beschreibt dies in unserem heutigen Spruch. Diese Aussage strahlt viel Leben und Zuversicht aus und das, obwohl Bonhoeffer selbst in einer äußerst bedrohlichen Situation lebte und diese auch nicht überlebte.

Paulus beschreibt die Bedeutung von Ostern wie folgt: „Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid nach wie vor in euren Sünden gefangen.“ Es gibt keine bessere Nachricht als diese: Jesus ist wirklich auferstanden. Ganz herzlichen Dank für die Liebe, die sich darin zu uns Menschen zeigt.  

Frohe Ostern!!!

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Begegnungen und Berührungen machen das Leben aus

Diese ganz liebe, aber demente Frau trafen wir vor ihrer „Hütte“ in Myanmar, in der sie ganz allein lebt, einige Kilometer entfernt vom nächsten Dorf. Sie freut sich sehr, wenn sie Wanderer sieht und versucht in Kontakt mit ihnen zu kommen. Wenn sie Vertrauen gewinnt, zeigt sie auch, dass sie gestreichelt werden möchte, was ein paar aus unserer Gruppe getan haben, manche haben sie einfach in den Arm genommen – als wir weitergingen, sahen wir einen sehr glücklichen Menschen.

Wie bedeutsam Begegnungen und Berührungen für unser Leben sind, erleben wir aktuell hautnah. Begegnungen mit Eltern, Großeltern, Kindern oder Enkeln, Begegnungen mit Freunden, Begegnungen am Arbeitsplatz, im Verein oder der Kirchengemeinde… sind massiv eingeschränkt, und das wird auch noch eine Zeitlang so bleiben. Deshalb ist es überwältigend, welche kreativen Lösungen und welches Engagement sich in den letzten Tagen zeigt, um diesem menschlichen Grundbedürfnis nachzukommen. Es scheint, als wird gerade das Wort Jesu von vielen verinnerlicht: „Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen. In diesem Satz sind das Gesetz und die Propheten zusammengefasst.“ (Matth. 7,12)

Dafür dürfen wir sehr dankbar sein.

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Leben ist…

Leben ist einfach und oft machen wir es selbst kompliziert.

Dieses Ehepaar haben wir bei einem Bummel durch Nebenstraßen in Myanmar gesehen. Per Gestik und Kamera habe ich gefragt, ob ich sie fotografieren darf. Sie haben eingewilligt und ich habe ihnen das Foto auf dem Monitor gezeigt, was sie sehr gefreut hat. Es war eine schöne Begegnung, Kommunikation ohne Worte hat super funktioniert, am Ende haben wir uns freudig verabschiedet.

Nicht immer gelingt das, häufig ist man zu sehr mit Dingen beschäftigt, die einen hindern, bei sich selbst zu sein.

Die aktuelle Situation ist eine riesige Chance, sich auf das zu konzentrieren, was im Leben wichtig ist. Dazu muss man es erst mal aushalten, nicht mehr von morgens bis abends in Aktivitäten oder Termine „flüchten“ zu können – sich selbst auszuhalten, ist manchmal gar nicht so einfach!

Dieses bei sich SEIN können ist das Fundament für Leben, für Beziehungen und Begegnungen zu anderen und zu Gott.

Wir wünschen allen mit Gottes Hilfe in der aktuellen Situation die besonderen Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen.

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Unsere Grenzen kennen lernen und damit leben lernen

Innerhalb weniger Tage sind wir alle in eine Situation gekommen, die bisher für uns unvorstellbar gewesen ist.

Wir lernen gerade Leben mit Einschränkungen, unserem gewohnten und liebgewonnenen Lebensstil werden massiv Grenzen gesetzt zu unserem eigenen Wohl und dem Gemeinwohl.

Neben der für viele Menschen und Unternehmen existenzbedrohlichen Situation hat die Konzentration auf das Wesentliche auch etwas durchaus Positives. Vielleicht ist der Ein oder Andere anfangs etwas überfordert, sich ablenken oder davonrennen geht nicht mehr so leicht. Angesagt ist, sich mit sich selbst beschäftigen zu können, sich selbst aushalten können, Ruhe und Stille aushalten – in dieser Stille vielleicht intensiver das Gespräch mit Gott zu suchen.

Das alles sind Chancen, die unser Leben in wunderbarer Weise formen und reifen lassen können. Wir haben es gern immer selbst in der Hand, aber jetzt haben wir auch genügend Zeit dazu unser Leben besonders zu formen oder durch Gott uns formen zu lassen, er ist der genialste Töpfer.

Wir wünschen allen Gottes Segen in dieser besonderen Zeit.

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Es dreht sich alles um geliebt werden und lieben können

Warum grübeln Menschen darüber, ob jemand für einen oder gegen einen ist? Es ist ein tief im Innern sitzendes Bedürfnis geliebt zu werden und gleichzeitig beherrscht von der Angst abgelehnt, nicht geliebt zu werden. Dies zeugt häufig von einem Liebesgefäß, das in der Kindheit von Eltern nicht richtig gefüllt wurde. Daraus resultiert oft der verzweifelte lebenslange Versuch, diesen fehlenden Liebestank durch besonderes Engagement zu kompensieren, besser gesagt, sich die fehlende Liebe durch dieses Engagement zu erarbeiten…

Die Botschaft des christlichen Glaubens ist, wir haben einen himmlischen Vater, der uns liebt, so wie wir sind, und genau so dürfen wir zu ihm kommen, wir müssen uns seine Liebe nicht erarbeiten. Das verändert jeden Menschen.

Im geliebt Werden und lieben Können dreht sich alles –
im Leben und im Glauben.

Wer sich dafür geöffnet hat oder einfach versucht, sich vorsichtig zu öffnen, ist auf einem guten Weg zu sich selbst.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühle leitet ihn

Passend zu unserem Spruch stand heute in unserer Tageszeitung: „Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollen. Aber das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.“ (Joseph Joubert). Dies zeigt, es braucht eine gute Balance. Wir brauchen Regeln und Formen, aber wenn Persönlichkeiten zu sehr in Formen gepresst werden, verändern sie sich zu verbogenen, verhärteten Menschen, die mit sich selbst und damit auch mit anderen nicht mehr glücklich werden und andere mit ihnen am liebsten nichts zu tun haben wollen.

Wo ist der Platz für das, was einen auftauen lässt, wo Gefühle entstehen und zugelassen werden können? Es gibt viele Möglichkeiten, die Natur, die Musik, die Kunst, aber auch in der Bibel: die Geschichten über Jesu im Umgang mit Menschen und seine Gleichnisse.

Das sollten auch die christlichen Gemeinden ausstrahlen, dass das Gefühl, dass das Herz angesprochen wird, durch passende Worte, durch einen wohlwollenden Blick, durch eine kurze Umarmung, die ein Angenommensein ausdrücken, auch wenn es an der Form vielleicht fehlt oder gerade weil die Form fehlt. Solch einen Platz wünschen wir allen.

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Freiheit lebt man nicht im Gehege

Die Beschreibung des Evangeliums von Leo Graf Tolstoi ist einfach treffend.Wer schon miterleben durfte, wie Menschen diese Befreiung erlebt haben, ist nur dankbar über dieses wundervolle Angebot unseres himmlischen Vaters.

Unser Foto zeigt einen Vogel im Zoo. Er kann zwar fliegen, aber seine Welt ist durch Gitter begrenzt.

Weitaus schlimmer geht es nebenan einem Seeadler, der mit seinen mächtigen Schwingen gefühlt keine 5 m fliegen kann, geschweige denn sich im Aufwind treiben lassen kann.

Dieses Bild des eingesperrten Vogels trotz funktionsfähiger Flügel erinnert mich an manche Fromme / Gruppen, die Evangelium verkünden, aber gleichzeitig ein engmaschiges Netz aus Geboten bereithalten, um die Befreiten gleich wieder darin einzusperren.

Der göttlich Befreite lebt nicht im Zoo, sondern artgerecht in der natürlichen Welt. Manche müssen lernen, die Flügel zu nutzen, manche aber müssen sich auch befreien lassen aus ihrem Käfig. Im Fachjargon heißt dies „auswildern“. Wir wünschen allen Freude und Gottes Segen an einem befreiten Leben und Glauben.

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Das wahre Gesicht zeigten, statt sich hinter Masken verstecken

Bei der Hallia Venezia in Schwäbisch Hall schreiten Maskenträger in aufwändigen Masken und Kostümen durch die Stadt. Trotz der wunderschönen Masken hätte mich das Gesicht und die Person dahinter interessiert.

Attraktiv können auch persönliche oder fromme Masken sein, menschliche Fassaden oder beneidenswerte Rollen, die sicherstellen, dass der wirkliche Mensch mit seinen Gefühlen verborgen bleibt.

Aus Selbstschutz ist es sicherlich manchmal geboten, in bestimmten Situationen nicht das ganze Gesicht zu zeigen. Meine Beobachtung ist jedoch, dass für viele es ungewohnt ist, ihr wahres Gesicht zu zeigen oder sie sogar Angst davor haben, weil sie sich in ihren Rollen verloren haben.

Wie wertvoll sind jedoch Begegnungen von Angesicht zu Angesicht. Wichtig sind Menschen und Gruppen, die einen dazu ermutigen und Raum schaffen, dass ich mein Gesicht nicht verliere, wenn ich mein wahres Gesicht zeige. In der Beziehung zu Gott ist es sogar existentiell offen und ehrlich zu sich selbst zu sein und IHM genau so zu begegnen.

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Die gefährlichsten Weltanschauungen

Die Gefahr, dass sich Enttäuschte und Frustrierte in irgendeiner Art von politischem oder religiösem Fanatismus verlieren, steigt. Andere verlieren sich in virtuellen Welten, was nur auf den ersten Blick weniger gefährlich aussieht.

Was kann helfen, nicht in solch einen Strudel zu geraten?

  • Enttäuschung und Frustration gehören zum Leben dazu, wie gehe ich damit um?
  • Wie achtsam bin ich mit meinen Kontakten zu Menschen und Gruppen? Helfen sie mir im Leben Enttäuschung und Frustration behutsam zu verarbeiten?
  • Wie offen bin ich für andere Meinungen und Überzeugungen, habe ich Angst davor oder bereichern sie mein Leben und meine Überzeugungen?
  • Wie kritikfähig bin ich, besonders bei heiklen Themen?
  • Für Gläubige, wie stark ist mein Glaube gleichzeitig mit Gott und der Welt verbunden?

Jesu Leben ist ein gutes Beispiel: Mit beiden Füßen in der Welt, doch der Horizont geht deutlich darüber hinaus. Das wünschen wir allen.  

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Begegnung = andere teilhaben lassen, was mich innerlich bewegt

Früher gab es nur das Haus der Begegnung, mittlerweile tritt der Begriff Begegnung mehr und mehr auch in Texten und Predigten auf. Begegnung verdeutlicht, was in einer tiefgehenden Beziehung passiert – im Gegensatz zu Facebook-Freunden oder Twitter-Followern.

Heute soll neben dem Spruch und dem „geheimnisvollen“ Foto das Gedicht von Brigitte Gruber wirken!

„Begegnung

nicht – sich schnell treffen

nicht – kurz einmal vorbeischauen

nicht – die Tür nur spaltbreit öffnen

Begegnung – verweilen – wahrnehmen was ist – einlassen

Begegnung – Zeit haben – berührt sein – da sein

Begegnung – Nähe- Verstehen – gemeinsam gehen“

Beziehungen in diesem Sinn sind ein riesiges Geschenk und auch das unfassbare Angebot Gottes, dem ich mein Innerstes nicht verbergen muss.
Herzlichen Dank dafür.

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Praxis ohne Theologie leistet immer noch mehr als Theologie ohne Praxis

…Praxis ohne Theologie leistet immer noch mehr als Theologie ohne Praxis.

Jesus erzählt in der Geschichte vom Weltgericht (Matth. 25) von Menschen, die angepackt haben und für die es so selbstverständlich gewesen ist zu helfen, dass ihnen das im Einzelnen gar nicht mehr bewusst war. Diesen Menschen spricht Jesus das Bürgerrecht in seinem Reich zu.

Es gibt auch andere, die erst einmal „studieren“ wollen, ob es überhaupt der Wille Gottes ist, sich hier zu engagieren, die Zeit und der Aufwand könnte ja woanders besser eingesetzt werden, und so „studieren“ sie ausführlich jedes Problem …

Es gibt sogar Diskussionen und Streit in der Theologie, die völlig an der Lebenswirklichkeit von Menschen vorbeigeht, nichtsdestotrotz berufen sich die Diskutierenden und Streiter auf Gott. Evangelium von Jesus Christus hat mit all dem nichts zu tun. Evangelium basiert auf einfachen und verständlichen Prinzipien mit dem einzigen Ziel, dass das Leben der Menschen sich im Alltag verbessert und darüber hinaus Gott suchende Menschen die Gewissheit bekommen, dass sie Bürger seines Reiches sind. Dies gibt dem Leben zusätzliche eine Perspektive und Lebensqualität. Gott sei Dank für diese gute Nachricht.

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Gute Worte können Türen öffnen!

…gute Worte können Türen öffnen!“

Worte sind ein ganz wesentlicher Zugang zu Menschen. Jedoch sind Menschen ganz unterschiedlich, die einen sind offen, andere vorsichtig, wieder andere eher verschlossen. Die Wirkung von Worten kann deshalb ganz unterschiedlich ausfallen.

Gedanklich habe ich ein paar Zeitgenossen vor mir, die meinen, ihre spezielle Wahrheit jedem offen und direkt zu sagen, zu schreiben oder zu twittern, ob es passt oder nicht passt.

Offene Worte können zum Segen werden, wenn sie durch die 3 Siebe von Sokrates durchgerüttelt wurden.

  • Bist du sicher, dass es wahr ist, was du sagen möchtest?
  • Ist es gut, was du sagen willst?
  • Ist es notwendig, dass du es sagst?

Gute Worte können Türen öffnen, können Brücken bauen, können Menschen miteinander verbinden. Unser Vater im Himmel kommuniziert auf diese Weise, durch seinen Sohn und durch seinen Geist, genau um Menschen zu öffnen und mit ihnen in Verbindung zu kommen. Dafür ganz herzlichen Dank dafür.

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Wenn die Lösung das Problem ist…

In unserer komplexen Welt, in der der „komplette“ Überblick nicht mehr möglich ist, macht sich in zunehmendem Maße die Strategie breit, sofort einfache Lösungen oder Schuldige parat zu haben. Hauptsache, es gibt keine offenen Fragen, die ein Nachdenken oder sogar Diskussion erfordern. Dies ist zunehmend im Privaten wie auch in der Gesellschaft, der Politik und manchmal sogar in Kirchen zu beobachten.

Diese Einstellung hat leider gravierende Folgen. Paul Watzlawick zitiert in einem älteren Video in bewundernswerter Klarheit: „Wer glaubt, die endgültige Lösung zu haben, wird früher oder später sich berechtigt fühlen, Gewalt anzuwenden.“

Deutlich früher schrieb Paulus: „Unser Wissen ist Stückwerk…“ (1.Kor. 13,9), das gilt im Privaten genauso wie in der Gesellschaft, der Politik und in Kirchen. D. h. alle unsere Lösungen sind Stückwerk und bedürfen der regelmäßigen Überprüfung. Diese Erkenntnis führt zu Demut, die essentielle Voraussetzung für das ist, was im Leben allein zählt und womit 1.Kor. 13 endet: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

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einmalig SEIN

Kindern wird auf vielfältige Weise deutlich gemacht, dass sie einmalig sind „Du bist und bleibst einmalig, niemand lacht wie du, einzigartig auf der Welt, einmalig, einmalig.“

Wenn Kinder in der Schule oder in Vereinen sind, ist das mit der Einmaligkeit nicht mehr so leicht. Alle Systeme, dazu gehören auch Schulen, Vereine, Unternehmen und sogar Kirchen, können nur gut funktionieren, wenn eine gewisse Konformität vorhanden ist, für manche ist sogar eine gewisse Uniformität wichtig. Mir fällt hier der Satz Jesu aus einem ganz anderen Zusammenhang ein: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…“ (Matth. 18,3)

Noch schlimmer finde ich, dass nicht wenige Gott dem menschlichen Denken gleichmachen möchten. Gott ist einzigartig und ganz anders als wir. Gottes Handeln wird geleitet von seiner Gerechtigkeit, die so ganz anders ist als unsere Vorstellungen dazu. Gott sei Dank, dass er uns nicht gleich ist und jeden in seiner Einmaligkeit annimmt

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Das Gegenteil von Vertrauen ist Kontrolle

Viele kennen den Spruch „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, der im Alltag scheinbar überall präsent ist.

Kontrolle hat Nebenwirkungen. Wo sich Kontrolle breit macht, schwindet der Raum für Vertrauen. Wer kontrolliert, bewertet zwangsläufig in richtig oder falsch. Bei peniblen Menschen ist der Toleranzbereich besonders eng, da kann so gut wie nichts richtig gemacht werden.

Vertrauen heißt, Risiko eingehen. Risiko eingehen können jedoch nur starke Menschen, Menschen mit einem starken Selbstvertrauen, gläubige Menschen zusätzlich mit einem starken Gottvertrauen.

Wir erleben in unserer Gesellschaft und in Organisationen heute genau das Gegenteil. Ein immer dichteres Netz an Überwachung und Kontrollen breitet sich „unkontrolliert“ aus. Es sind schwierige Zeiten, in denen wir uns zurechtfinden müssen, ohne dabei unser Vertrauen zu Mitmenschen und zu Gott zu verlieren. „Werft dieses Vertrauen auf den Herrn nicht weg, was immer auch geschieht, sondern denkt an die große Belohnung, die damit verbunden ist!“ (Hebr. 10,35) Wir wünschen allen Gottes Segen auf diesem Weg.

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Träume brauchen Wurzeln

Um die Menschen heute besser zu erreichen, werden in den Medien und auch in Organisationen immer mehr Geschichten präsentiert, statt einfache Fakten. Geschichten erzielen eine größere Wirkung, darum geht es letztendlich – nicht mehr so sehr um den Inhalt. Der Spruch „Warum soll man eine gute Story durch die Wahrheit kaputt machen!“ drückt das erschreckend ehrlich aus.

Der Jahreswechsel ist auch eine Zeit, in der gerne sehr beeindruckende Geschichten erzählt werden, was man sich alles für das neue Jahr vorgenommen hat – große Aufmerksamkeit ist dabei meist garantiert. Wenn die Geschichten keine Substanz haben, ist das Thema schnell wieder passe – aus der Traum.

Träume können Wirklichkeit werden durch realistische Pläne, Voraussetzung ist, dass ich in der Wirklichkeit verwurzelt bin.

Dies ist auch ein schönes Bild für den christlichen Glauben, traumhafte Aussichten für Menschen, die in dieser Welt leben und die Augen nicht verschließen vor Positivem und Negativem, was uns begegnet.

Wir wünschen allen Gottes Segen im neuen Jahr, auf allen Wegen und bei allen Träumen

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Erfülltes Leben trotz unerfüllter Wünsche

Dieses Fenster in einem einfachen Kloster in Myanmar erinnert mich an Weihnachten. Der Sohn Gottes ist in einfachsten Verhältnissen zu uns Menschen gekommen. Maria und Joseph haben sich das sicherlich anders gewünscht. Es war Gottes Weg, um die tief verankerte Sehnsucht der Menschen zu erfüllen, wieder mit Gott ins Reine zu kommen.

Jesus, der Sohn Gottes, ist das größte Geschenk, das die Welt je bekommen hat und wer dieses Geschenk freudig annimmt, hat das Leben bereits hier und in Vollkommenheit auf der neuen Erde.

Wir wünschen allen frohe und gesegnete Weihnachten, sowie Zeit zur Besinnung und Begegnungen.

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Lösungen brauchen eine veränderte Denkweise

Als normal angesehen wird, wer ein Problem verursacht hat, muss auch nach einer Lösung des Problems suchen. Zu einer wirklichen Lösung kann es aber nur kommen, wenn zuvor ein Lernprozess über die ursprüngliche Denkweise, die zu dem Problem geführt hat, stattgefunden hat.

Der heutige Spruch kommt dem Wesen des christlichen Glaubens sehr nahe. Das Problem von Schuld und Sünde ist entstanden durch Menschen. Alle Lösungen, die auf unserer menschlichen Denkweise basieren, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Lösung liegt allein in Gottes unbeschreiblicher Liebe und Gnade zu uns Menschen, die unser Denken weit übersteigt.

Für uns Menschen ist das Arbeiten an der Änderung unserer Denkweise eine Lebensaufgabe. Dabei gibt es Fort- und Rückschritte, aber niemals wird man den Punkt erreichen, an dem man sagen kann: jetzt habe ich es geschafft. Diese fundamentale Erkenntnis ist ein bedeutendes Zwischenresultat in der Änderung der Denkweise.

Herzlichen Dank an unseren Vater im Himmel, der uns bei diesen Lernerfahrungen immer zur Seite stehen wird.

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Wert verleihen

Wer eine Kinderzeichnung nach seinem Materialwert bewertet, wird keinen großen Wert erkennen können. Ebenso geht es dem, der eine Kinderzeichnung mit Bildern namhafter Künstler vergleicht. Die liebende Mutter oder der liebende Vater wird der Zeichnung ihres Kindes einen deutlich hohen Wert beimessen, vielleicht sogar wie einen kostbaren Schatz aufbewahren.

Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.
Wert verleihen kann ich nur, wenn ich Selbst-Wert habe.

Wie komme ich jedoch zu Selbstwert? Es ist ähnlich wie bei den Dingen. Wenn in der Erziehung liebende Eltern mir diesen Wert verleihen, einen Wert unabhängig von besonderen Leistungen oder besonderen Begabungen, einfach nur um meiner selbst willen. Viele werden sagen, ja das stimmt, aber leider habe ich es anders erlebt, was dann?

Der christliche Glaube ist hier eine ganz große Hilfe. Gott spricht uns Menschen einen ungeheuerlichen Wert zu. Seine unendliche Liebe zu jedem Menschen ist unabhängig von unserer Leistung, deshalb bietet er jedem Menschen an, Gotteskind zu werden. Was für ein großes Vorrecht und Erbe ist damit verbunden. Gott sei herzlich Dank dafür.

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Je schlechter die Menschen, umso mehr Gesetzesregeln

Das Volk Israel hatte von Gott während ihrer Wüstenwanderung eine doppelte Gesetzestafel bekommen mit insgesamt 10 Geboten. Jesus hat zu Beginn seiner Wirksamkeit in der bekannten Bergpredigt auf diese 10 Gebote Bezug genommen und den darüberliegenden Sinn in den Fokus gebracht. Kurz vor seinem Tod hat er die ganzen Gebote sowie die Propheten in zwei Liebesgeboten zusammengefasst (Matth. 22,36-40).

Es hat in der christlichen Kirche nicht lange gedauert, bis weitere Regeln notwendig wurden. Je mehr Menschen zusammen sind, umso wichtiger werden Organisationsstrukturen, die entweder durch gemeinsame Werte oder definierte Regeln geschaffen werden können. Und hier zeigt sich das Dilemma. Werte fordern und fördern verantwortlich zu denken und zu handeln, Regeln reduzieren allein auf das Handeln sowie Strafsanktionen für nicht konformes Handeln. Es tut gut, sich immer wieder die Grundlage des christlichen Glaubens bewusst zu machen, dass allein Werte den Menschen, aber auch Organisationen lebendiger und wertvoller machen können. Das stellt eine besondere Herausforderung an einen selbst sowie an die Verantwortlichen dar. Wir wünschen dazu allen Gottes Segen.

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Entscheidungen machen mich zu dem, der ich bin

Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen, denen wir in unserem Urlaub in Myanmar begegnet sind, hat uns schwer beeindruckt. Es sind meist ganz bescheidene Verhältnisse, teilweise auch sehr arme Verhältnisse, in denen die Menschen leben, was jedoch ihre Lebensfreude und ihre positive Einstellung nicht belastet.

Sie haben entschieden, ihre durchaus wechselhafte Situation so zu akzeptieren wie sie momentan ist, und sie haben entschieden, die Möglichkeiten zu ergreifen, die sich ihnen bieten. Aber auch Negatives, wie Krankheit und Leid anzunehmen, um dabei zu reifen. Deshalb sind sie so freudig und herzlich, wie sie sind.

Für uns, die wir in einem reichen Land leben und uns vieles leisten können, wurde erneut bewusst, dass kein anderer für mein Leben verantwortlich ist als ich selbst. Ich entscheide, ob ich die montanen Lebensbedingungen akzeptiere wie sie sind, ich entscheide, ob und was ich aus den Möglichkeiten mache, die sich ergeben. Ich entscheide selbst, ob ich mich entscheiden will oder ob ich nicht entscheide und am liebsten alles haben möchte. Ich entscheide über meine Lebens- und Glaubensentscheidungen, wer ich bin.

PS: Entscheidungen sind das Ergebnis von Priorisierung. Priorisierung benötigt einen Maßstab. Der Maßstab basiert auf Werten.

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Vergeben ja – Vergessen nein!!

Viele sind mit dem Satz aufgewachsen „vergeben und vergessen“. Nach Arthur Schopenhauer ist dieser Satz falsch.

Vergebung ist immer notwendig, wenn etwas nicht richtig gelaufen ist. Solche negativen Erfahrungen hinterlassen auf jeden Fall Spuren und manchmal sogar Wunden und gehören damit zu meinem Leben. An diese nicht mehr erinnert werden zu wollen, heißt Bereiche meines Lebens zu verdrängen, was genauso ungesund ist wie in negativen Erfahrungen zu verharren.

Vergebung heißt, über das, was nicht richtig gelaufen ist, wurde gesprochen und geklärt und ist damit bereinigt. Das ist immer eine ganz besonders positive Erfahrung, die auf keinen Fall vergessen werden sollte. Wenn die Beteiligten, offen und gewillt sind zu einer Klärung zu kommen, kann am Ende, so unvorstellbar es ist, sogar eine gute Beziehung entstanden.

Jesus sagt in einer kritischen Situation sinngemäß: „Wem viel vergeben wurde, der liebt auch viel!“ (Luk. 7, 47). Das ist wohl das beste Argument gegen das Vergessen.

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Klassiker von Mark Twain

Wer nur weiß wohin er nicht will, weiß noch nicht wohin er will. Zu sagen was oder wohin ich nicht will, ist sehr bequem und deshalb einfach und schnell gesagt, ich muss ja nichts ändern. Erst später wird es stressig, wenn etwas passiert, was mir gar nicht gefällt oder ich irgendwo lande, wo ich absolut nicht hinwollte, und in meinem Frust anderen die Schuld dafür gebe oder das Leben generell als ungerecht bezeichne.

Wenn mir jedoch klar wird, wohin ich möchte, geht es erst richtig los. Wo stehe ich jetzt gerade, wie sieht der Weg dorthin aus, was muss ich alles tun, damit ich nicht nur starte, sondern durchhalte bis ich mein Ziel erreicht habe. Wie lange brauche ich, habe ich die Ausdauer und Geduld dazu, schaffe ich es überhaupt allein oder benötige ich Unterstützung und wer könnte mich teilweise auf dem Weg begleiten? Wer wirklich weiß, wohin er will, stellt sich allen Fragen und lässt sich durch Hindernisse auch nicht aufhalten, manchmal ist auch der Umweg der direkteste Weg. Gott bietet sich als Begleiter an bei der Frage, wohin ich will wie auch auf dem Weg dorthin. Das ist ein wunderbares Angebot.

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Wer bin ich heißt, wissen woher ich komme

Unser Foto zeigt ein kleines Bächlein, das über einen Felsen talwärts plätschert. Es hat sicherlich unscheinbar begonnen, dann kam immer wieder ein weiterer kleiner, vielleicht sogar unscheinbarer Zufluss hinzu. Was wir als Bächlein betrachten, ist eine Sammlung von fließendem Wasser aus ganz unterschiedlichen Quellen. Woher einzelne Wasserteilchen genau herkommen, kann man so nicht erkennen, weil sich alles miteinander vermischt hat.

Das fließende Wasser kommt in Berührung mit unterschiedlichen Stoffen und Lebewesen, was meist nicht sichtbare Spuren hinterlässt. Mit Analysegeräten jedoch kann festgestellt werden, was alles im Verlauf aus der Umgebung aufgenommen wurde, je länger, umso mehr. Für mich ist das ein besonderes Bild bei der wesentlichen Frage, wer bin ich. Alle Erlebnisse, alle Begegnungen, alles hinterlässt Spuren in meinem Leben und haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Dass die existentielle Frage „wer bin ich?“ nicht einfach ist, sondern sehr tiefgreifend, steht schon in den Psalmen (139,23): „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine.“

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Verzeihung braucht den Perspektivwechsel

Bei dem Spruch habe ich mich lange gefragt, was ist das Besondere am Verzeihen, das den Menschen so schön machen soll? Verzeihen heißt nicht, einem Thema aus dem Weg zu gehen, heißt auch nicht, alles einfach unter den Teppich zu kehren bzw. einfach Schwamm drüber.

Verzeihen heißt, ein schwieriges Thema, aufzuarbeiten gemeinsam mit dem / den  direkt Beteiligten. Wenn dies in einem bzw. mehreren guten Gesprächen gelingt, führt das zwangsläufig dazu, dass das Verständnis zum Gegenüber größer wird, wir sagen heute Perspektivwechsel dazu, mit den Augen des anderen das Thema zu betrachten, das hilft nicht nur bei der Lösung, sondern führt zu einer inneren Reifung, weil die eigene Sichtweise keinen Absolutheitsanspruch mehr erhebt.

Dasselbe geschieht, wenn wir mit Gott über eigene Schuld sprechen, auch hier ist ein Perspektivwechsel möglich: meine Welt mit den Augen Gottes zu betrachten. Wieder ein Perspektivwechsel, der hilft, dass das, was im Vaterunser gebetet wird, besser geschehen kann: „… und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern“.

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Arm ist, der nicht hat was das Leben ausmacht

Es ist bedenklich zu beobachten, was Menschen alles tun, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Es scheint wie eine Droge zu sein, nach der sie süchtig sind und die sie in regelmäßigen Abständen brauchen, sonst fallen sie in ein tiefes Loch.

Andere vergeuden viel Geld, um einfach immer mehr zu haben als andere, an denen sie sich messen. Auch dieser Zustand / Rausch hält immer nur eine gewisse Zeit, dann muss es wieder etwas Neues geben.

Reich ist der Mensch nur, der das hat oder besser das lebt, was er wirklich braucht. Ein Mensch braucht gute Beziehungen, die durch offenen Austausch und Wertschätzung gekennzeichnet sind. Ein Mensch braucht ein gutes Maß an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, was sich entwickeln kann in guten Beziehungen, manche dürfen dies bereits in ihrer Kindheit erleben. Auch der christliche Glaube, mit dem Bild Gottes als liebendem Vater, ist eine gute Möglichkeit für solche Erfahrungen. Es gibt zahlreiche Bibeltexte, in denen die Liebe Gottes als unvorstellbare Liebe zu jedem Menschen beschrieben ist. Vielleicht kommt gerade jetzt so ein Text in Erinnerung.

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Verbundene Seelen werden sich ähnlicher

Fast wöchentlich erreichen uns Nachrichten von Gewalttaten durch Menschen, die sich einer Ideologie verschrieben haben oder von ihrem inneren Hass getrieben werden. Ich frage mich, was treibt Menschen zu solchen Taten, fehlende Umarmungen in der Kindheit?

In der Kindererziehung schafft der Körperkontakt eine Brücke, die das Kind und genauso die Eltern so öffnen, dass manches gar nicht groß offiziell geregelt werden muss, sondern sich in einem normalen Gespräch ergibt.

Unser Spruch beschreibt das, was sich bei erwachsenen Menschen in inniger Beziehung mehr oder weniger automatisch ergibt – sie werden sich durch ihre gemeinsamen Erfahrungen immer ähnlicher. Übertragung auf die Gottesbeziehung: Manche meinen, es kommt dabei im Wesentlichen darauf an, so gut wie möglich Vorschriften und Gebote einzuhalten. Nach meiner Überzeugung geht das in die falsche Richtung. Das Evangelium (gute Nachricht) ist das Angebot, eine ganz persönliche und tiefgehende Beziehung mit Gott zu erleben, so wie ihn Jesus in der Bibel darstellt, alles andere ergibt sich daraus.

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Beziehungen leben und verstehen

Beziehungen gibt es in vielfältiger Natur. Eltern-Kind, Freundschaft, Partnerschaft, Liebesbeziehung, soziale Beziehungen, Gottesbeziehung … So unterschiedlich alle auch sein mögen in ihrer Art, haben sie eines gemeinsam, was unser heutiger Spruch ausdrückt.

Dazu die Geschichte zum heutigen Bild: Eine Gratwanderung vom Wallmendinger Horn zum Ochsenhofer Köpfle. Ein ständiges Auf und Ab, man sieht den höchsten Punkt und denkt, jetzt ist es geschafft, dann geht es wieder abwärts und manchmal sogar auf allen Vieren, bevor es wieder aufwärts geht, was manchmal wenig anstrengend ist, manchmal aber die ganze Konzentration fordert.

So ist es in jeder Art von Beziehung, auf und ab gehören dazu, auch wenn manche Phase sich in die Länge zieht.

Das Besondere daran ist, dass man meistens erst im Rückblick wirklich das Gute der Hochs und Tiefs erkennt. Ganz besonders gilt das für die Gottesbeziehung, es mag Phasen geben, in denen man sich von Gott verlassen fühlt, man hält sich an allem fest, was irgendwie Halt geben kann. Im Rückblick erkennt man, wie besonders nahe Gott in dieser Situation war.

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Sich Ruhe gönnen um zu begreifen

Momentan sind die Themen meiner Arbeit nicht so prickelnd und dazu deutlich mehr, als für kleines Team annähernd bearbeitbar ist. Trotzdem freue ich mich auf diesen neuen Tag, weil ich spüre, wenn ich mir vorher nicht die Zeit nehme, in Ruhe über diesen Tag nachzudenken, werde ich zum Getriebenen werden von lauter dringenden und wichtigen Themen.

So freue ich mich nachher mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können und dabei die Kühle und den Wind zu spüren.

So freue ich mich auch auf Begegnungen mit Menschen, mit denen ich offen und ehrlich umgehen werde, und wünsche mir, dass dies auch von ihrer Seite aus so passiert.

Und ich wünsche mir, dass ich bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter in erster Linie nicht die Begrenzungen sehe, sondern auch die Besonderheiten.

Wenn einiges davon mir gelingen sollte, wird es ein guter Tag werden, trotz eines großen Berges an weniger interessanter Themen. Dann könnte es ein guter Tag für mich selbst und für die Menschen werden, denen ich heute begegne. Solch einen Tag wünsche ich allen, nicht nur einmal, sondern so oft wie möglich. 

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Suchet so werdet ihr finden…

In der Bergpredigt Jesu heißt es „…suchet so werdet ihr finden…“. Übertragen auf unseren heutigen Spruch: das, was wir suchen, werden wir finden. Wer eifrig sucht, wo könnte es schmerzlich für mich werden, wird vieles finden, was schmerzlich werden kann. Wer sucht, wo könnte ich Freude finden, wir vieles finden, was Freude bereiten kann.

Wenn wir jetzt weiterdenken, wie sich die einzelnen Lebenswege weiterentwickeln, werden die Unterschiede schnell deutlich werden.

Die bereits erwähnte Bergpredigt Jesus (Matth. 5-7) beginnt nach der Übersetzung der Guten Nachricht mit „Freuen dürfen sich“, und das gleich 10 mal hintereinander.

Die Freude und das Verlangen, sich freuen zu können, macht das Leben aus – im Alltag wie im Glauben. Dass es nicht immer Sonnenschein und es auch manche schwere Zeiten geben wird, gehört zum Leben dazu. Es ist deshalb ein guter und frommer Wunsch an alle, trotz aller Widrigkeiten danach zu streben, Freude zu erleben in der Natur, in der Begegnung mit Menschen und in der Begegnung mit Gott. 

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Inneren Frieden finden und behalten

Es ist gar nicht so einfach mit sich selbst in Frieden zu leben. Frieden ist leider nichts Passives. Udo Lindenberg drückt das in einem Lied so aus: „Komm wir ziehen in den Frieden…“.

Wie lebt man mit sich selbst in Frieden? Im Internet findet man folgende „Aktivitäten“, die zum inneren Frieden führen: Langsamkeit, Dankbarkeit, Minimalismus, Vergeben und die Vergangenheit loslassen, Ehrlichkeit und Akzeptanz, Leidenschaft und Lebensaufgabe, Geduld, Stille, „negativen“ Konsum verringern, gutes Tun, liebevolle Beziehungen, Bewegung in der Natur…

Mit dieser unvollständigen Auflistung wird deutlich, inneren Frieden findet man nicht einfach nebenher, sondern ist das Resultat einer Lebenseinstellung. Für Gläubige ist nicht nur der innere Frieden erstrebenswert, sondern auch der „Seelenfrieden“. Hier sieht es ganz anders aus. Jesus formuliert das so: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.” (Joh. 14, 27). Innerer Frieden ist ein ganz hohes Gut, den wir einerseits nur durch Aktivität etwas erreichen können und andererseits nur als Geschenk annehmen können. Gott schenke jedem den Mut und die Kraft dazu.

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Belastung reduzieren

In der letzten Zeit kommt in unterschiedlichen Begegnungen immer häufiger das Thema Belastung auf. „Ich bin am Limit“, „So geht es nicht mehr weiter“, „Ich kann nicht mehr…“

Folgende Erkenntnisse haben sich dabei ergeben, wie die Belastung reduziert werden kann.

  • Als Allererstes ausreichend Zeit zum Abschalten und zusätzlich zum Nachdenken.
  • Reflektieren was tue ich, sind das meine Aufgaben oder übernehme ich gewohnheitsmäßig Aufgaben von anderen?
  • Fühle ich mich verantwortlich für Themen, für die ich nicht verantwortlich bin?
  • Muss alles immer so eine Perfektion haben, wie ich es bisher von mir erwarte?
  • Gibt es ungeklärte Themen, die belasten?
  • Welche Beziehungen tun gut und welche sind belastend?

Die Bitte zu Gott um Einsicht ist hier der Schlüssel für mehr Lebensqualität. Einsicht in das eigene Leben, Einsicht in die Beziehungen inkl. der Beziehung zu Gott.

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Vergebung – alles resultiert daraus

Dieser Spruch formuliert kurz und knackig den Kern unseres christlichen Glaubens.

Es lohnt sich deshalb sich selbst damit zu beschäftigen – zum Beispiel

  • welche Bedeutung hat der Gedanke der Vergebung für mich
  • in welchen Bereichen wird dies in meinem Leben sichtbar? …

Wir wünschen allen etwas Zeit und Ruhe und Gottes Segen beim Reflektieren.

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Das Vergnügen der Moralisten

Bei dem heutigen Spruch fällt einem mindestens ein Zeitgenosse ein, auf den das gut passt. Aber dieses Wissen hilft einem selbst nicht weiter. Deshalb möchte ich das Thema etwas verallgemeinern, damit wir es auf uns selbst beziehen können.

Menschen sind besonders hart zu anderen in den Bereichen, in denen sie hart zu sich selber sind oder, vielleicht genauer formuliert, verhärtet sind, z, B. weil es Verletzungen gab, die heilen konnten. Andererseits gibt es Menschen, die zu weich gegenüber anderen sind, die nicht Nein sagen können. Auch das hat seinen Grund, z. B. in fehlender innerer Stärke.

Wenn ich also auf mein Verhalten blicke und hin und wieder feststelle, ich bin zu hart oder zu weich anderen gegenüber, dann ist das ein Hinweis, dass es sich lohnt, über diesen Bereich mal zu reflektieren.

„Und ich werde ihnen ein Herz schenken, in dem Einigkeit herrscht, und werde ihnen einen neuen Geist geben. Ich nehme das Herz aus Stein aus ihrem Körper und gebe ihnen stattdessen ein Herz aus Fleisch…“ (Hesk. 11,19). Kein Herz aus Stein, kein Herz aus Pudding, sondern ein lebendiges, kraftvolles Herz führt zu einem authentischen Leben, das wünschen wir allen.

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Probieren geht über studieren

Um einen Sonnenuntergang genießen und bestaunen zu können, brauche ich keine physikalischen Kenntnisse über die Brechung von Licht. Ich brauche einfach Zeit ihn zu betrachten und Geduld, bis sich die passende Zeit und Wetterlage einstellt.

Zum Autofahren muss ich nicht Kfz-Technik studiert haben und Otto- oder Dieselmotoren verstehen. Was ich wissen muss, ist es ein Diesel oder Benziner, um an der Tankstelle die richtige Zapfsäule auszuwählen.

Genauso ist es mit Gott. Gott möchte erlebt werden. Oft beginnend in Notsituationen „Rufe mich an in der Not…“. Besonders aber im Alltag in der Gewissheit seiner Begleitung, was sich auf die eigene Sichtweise und damit einen selbst auswirkt: „sag mir, mit wem du gehst und ich sage dir, wer du bist!“. Für die grundlegende Frage nach Erlösung / ewigem Leben reichen wenige grundlegende biblische Aussagen aus, wie „wer den Sohn hat, hat das Leben“ (1. Joh. 5, 12). Diskussionen, Listen notwendiger Voraussetzungen oder Detailkenntnisse über zukünftige Ereignisse ersetzen nicht das kindliche Vertrauen in fundamentale biblische Aussagen. Gottes Wesen wird erfahrbar in Liebe, Barmherzigkeit und Gnade. Solche Erfahrungen wünschen wir allen.

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Loslassen ist anstrengend

Das Thema „Loslassen“ ist nicht für alle einfach. Loslassen heißt für mich, in andere Hände geben oder es gedanklich loszulassen und in den Händen zu belassen, in denen es ist. Zwei weitere Themen schwingen dabei mit – Vertrauen und Verantwortlichkeit.

Habe ich Vertrauen in die Hände anderer oder neige ich zu der Einstellung, dass, wenn meine Hände im Spiel sind, es deutlich besser laufen wird?

Zu Verantwortlichkeit: Jeder Mensch ist ab einem gewissen Alter für sich selbst verantwortlich (leider kann sich dies aus gesundheitlichen Gründen auch wieder ändern). Wer dies auch in schwierigen Situationen nicht voll und ganz akzeptiert, hat mit dem Loslassen nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch häufig Stress mit anderen.

Im Glauben wird das Loslassen ebenfalls deutlich – Vertrauen in Gottes Wirken, auch im Alltag – Verantwortlichkeit für Vergebung von Schuld allein bei Gott – Verantwortlichkeit des Menschen, darum zu bitten und dankbar anzunehmen.

Beim Loslassen hat man alle Hände voll zu tun, aber wenn man es einigermaßen geschafft hat, gewinnt das Leben und auch der Glaube deutlich an Qualität. Das wünschen wir allen.

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Stressreduktion

Im Miteinander kann es manchmal zu Spannungen kommen, wenn sich Erwartungen nicht erfüllen. Es kommt dabei vor, dass Erwartungen nicht bekannt sind, weil sie gar nicht ausgesprochen wurden.

Unser heutiger Spruch macht hier eine klare Unterscheidung – von sich viel fordern, von anderen wenig erwarten, das Rezept von Konfuzius, um Ärger zu vermeiden.

Mir gefällt, dass hier der Begriff „fordern“ bei einem selbst auftaucht – manche setzen sich in Sachen Perfektion selbst massiv unter Druck – bei anderen wird der Begriff „erwarten“ verwendet, was den Anspruch deutlich reduziert.

Im Ergebnis heißt das für mich, wenn sich jemand selbst, aus welchen Gründen auch immer, massiv unter Druck setzt, ist das seine eigene Angelegenheit, aber das darf nicht dazu führen, dass dieser (innere) Druck an andere weitergegeben wird.

Im Gegensatz zu Konfuzius „fordert“ Jesus seine Nachfolger auf, sich nicht zu sorgen, sich keinen Stress oder Druck zu machen, wenn es um Dinge des Alltags geht. „… denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“ (Matth. 6,32).  Das entspannt und reduziert das Risiko von Spannungen auch bei einem selbst und damit auch im miteinander.

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Jeder Mensch ein Original

Wenn es darum geht, viele Menschen möglichst mit IT-Unter­stützung zu steuern, ist das A und O so wenig wie möglich Unterschiede und möglichst viel Standard. Viele Unterschiede oder gar Individualität machen das Ganze komplex und extrem teuer. So ist unsere von Menschen geschaffene Welt, die durch die Digitalisierung noch weiter verschärft werden wird.

Gottes Welt ist der ganze Gegensatz dazu. Jeder Mensch, ja die ganze Schöpfung ist ein Kunstwerk und deshalb einzigartig. Gott scheint mit Standardisierung aber auch gar nichts am Hut zu haben, sondern ist der Meister der Unikate, selbst jede Schneeflocke ist dabei miteingeschlossen.

Jeder Mensch ein Original, einmalig und deshalb besonders wertvoll in den Augen des Schöpfers. Gott scheint auch nicht überfordert zu sein mit Individualität, sondern fordert jeden Menschen seinen eigenen Weg zu gehen, in einer persönlichen individuellen Beziehung mit ihm zu leben.

Gottes Welt ist eine Herausforderung für viele Menschen – auch für Organisationen, aber genau daran können Menschen mit Gottes Hilfe als Persönlichkeit wachsen und reifen.

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Den eigenen Weg finden und gehen

Wer in Google unter „Ratgeber Lebensfreude“ sucht, findet ca. 850 000 Einträge, unter „glücklich sein“ sogar ca. 20 Millionen. Jeder beschreibt ein Rezept, wenn man das konsequent anwendet, scheint sich „zwangsläufig“ Lebensfreude oder glücklich sein einzustellen. Viele haben diese schon ausprobiert und nach einiger Zeit kommt die Ernüchterung.

Lebensfreude und glücklich sein gibt es nicht nach einer Zauberformel, sondern dadurch, dass jeder seinen eigenen, ganz individuellen Weg findet. Eigentlich auch logisch – Leben ist individuell, was speziell für mich Leben heißt, mag den andern zum Kopfschütteln anregen. Wir kommen daher nicht umhin, uns mit uns selbst zu beschäftigen und nicht Ratgeber zu inhalieren oder Vorbilder zu kopieren.

Jeder Mensch ist ein Original, eine eigene Persönlichkeit, die gilt es, ein Leben lang zu entdecken, mit all ihren Facetten. Manche zeigen sich erst in bestimmten Lebenssituationen z.B. im Alter. Von ganz entscheidendem Vorteil ist es, wenn ich die Beziehung zu Gott als persönlich und damit individuellen Glaube gesehen kann, der entfernt ist von einem Verhaltenskatalog oder einer Schablone.

Wir wünschen allen Gottes Segen auf diesem Weg.  

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Gesunder Menschenverstand – der Schlüssel zum Erfolg

ach Wikipedia ist der gesunde Menschenverstand „der einfache, erfahrungsbezogene und allgemein geteilte Verstand des Menschen bzw. dessen natürliches Urteilsvermögen.“

Die eigenen Erfahrungen, positiv wie negativ, das Lernen daraus (aus den negativen deutlich mehr als aus den positiven) lassen natürliches Urteilsvermögen reifen, um eigenständig Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen zu können.

Es gibt viele, die so einen gesunden Menschenverstand besitzen, vor allem ältere Menschen. Sie haben schwierige Zeiten durchlebt, es war häufig kein einfaches Leben mit schweren Krisen und großen Enttäuschungen.

Der Kern dazu ist der ehrliche Umgang mit sich selbst, mit den eigenen Stärken und den eigenen Schwächen, mit den Erfolgen und den Niederlagen. Das ist für jeden eine besondere Herausforderung, jedoch kann der christliche Glaube hier eine große Hilfe sein. Die gute Nachricht: Gott nimmt jeden an, der zu ihm kommt, so wie er ist, das ist ein wesentlicher Schlüssel zur Selbstannahme. Wir wünschen allen viel Kraft und Gottes Segen auf diesem Weg

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Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden!

Ich kenne Menschen, die meinen, manche hätten die Gabe vertrauen zu können, andere eben nicht, so als „falle Vertrauen vom Himmel“.

Vertrauen will gelernt sein, manche haben das große Vorrecht es in ihrer Erziehung lernen zu können, andere sind belastet von einer großen Hypothek, sei es Erziehung oder Enttäuschungen …

Aristoteles sagt: Harfe spielen lernt man nur durch Harfe spielen – unser Spruch heute sagt sinngemäß: Vertrauen lernt man nur durch vertrauen. Es gibt keinen Ersatz für fehlendes Vertrauen – nicht in Beziehungen, nicht im Alltag, nicht in der Wirtschaft, nicht in der Politik und schon gar nicht im Glauben.

Vertrauen ist die wertvollste Währung, die als Zahlungsmittel überall eingesetzt werden kann. Eine Währung, deren Erwerb einen als Mensch ganz fordert.

Wir wünschen allen Menschen Gruppen, in denen diese Währung sich entwickeln kann.

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Krise als Gelegenheit sehen lernen

Das heutige Foto ist für meine Frau zu duster, das passt nicht in die Jahreszeit und es ist nichts Freudiges zu erkennen. Aber wie beim Wetter, so ist es im Leben, gerade eitel Sonnenschein und Urlaubswetter, im nächsten Augenblick zieht ein Gewitter auf, die in letzter Zeit immer intensiver werden.

Wenn man bei jedem stärkeren Gewitter in Weltuntergangsstimmung kommt, ist man blockiert und manche geraten in seine Deprispirale – was könnte alles Schlimmes passieren und warum passiert es immer mir?

Gewitterfronten und Lebenskrisen sind immer stark energiegeladen, Energie, die viel zerstören kann, aber auch Energie, die einem notwendige Power geben kann für Veränderungen. So können Leid und Schmerz der Anfang für etwas Neues werden, was dem Leben eine ganz neue Qualität verleiht. Frei nach einem Lied von Udo Lindenberg: „Hinter dem Horizont geht’s weiter…“. Dieses Vertrauen auf Gottes Hilfe wünschen wir allen, die gerade nicht die Sonnenseite des Lebens erleben.

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Antwort kommt von verANTWORTung

Ein Managementspruch lautet: „Wer frägt, führt!“ Vielleicht liegt darin das Verlangen wo immer es geht mit Fragen auf sich aufmerksam zu machen.

Fragen allein bewirken solange nichts, bis darauf gute Antworten gefunden werden. Mit Antworten aber lege ich mich fest, mit Antworten übernehme ich Verantwortung – das passt nicht so ganz mit dem steigenden Verlangen nach Unverbindlichkeit.

In unserer Welt werden so Antworten gesucht zu (über)lebens­wichtigen Fragen, es gibt Menschen, die Verantwortung übernehmen, aber die meisten schweigen oder versuchen mit weiteren Fragen sich vor Antworten zu drücken.

Ein Spruch von Jesus lautet: „Sagt einfach `Ja´ oder `Nein´. Jedes Wort darüber hinaus ist vom Bösen.“ (Matth. 5, 37). Genauso hat er es praktiziert, in unzähligen Beispielen in den Evangelien nachzulesen, und seine Jünger haben gelernt, dies auch selbst zu praktizieren. So ist auch die Antwort nach dem (ewigen) Leben glasklar und eindeutig: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Leben; wer aber an den Sohn Gottes nicht glaubt, hat auch das Leben nicht.“ (1. Joh. 5, 12).

Wir wünschen allen den Gottes Segen und Mut zu verantwortungsvollen Antworten.

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Komfortzone und Engagement in Balance bringen

Der Mensch ist ein Wesen, das auf Gemeinschaft angelegt ist. Der teilweise zu beobachtende verstärkte Rückzug ins Private, die eigene Komfortzone, die eigene Welt bringt Sicherheit durch die gewohnte Umgebung, aber raubt einem nicht nur die Möglichkeiten zum Wachsen und Reifen als Persönlichkeit, sondern man verlernt den sensiblen und toleranten Umgang mit anderen Menschen. Smartphone und Internet sind keine wirklichen Alternativen.

Der Gedanke, dass das Leben sich in Beziehungen entfaltet, kann auch aus Jesu grundlegendem Gebot abgeleitet werden: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ Matth. 7,12

Ein gelungenes Leben basiert auf dieser Grundlage, dies gilt es zu gestalten, in einer guten Balance, Zeit für sich selbst – Zeit für die direkte Begegnung und Begleitung von Anderen.

Schiffe sind nicht für den Hafen gebaut, aber kein Schiff kommt auch ohne regelmäßiges Festmachen im Hafen aus. Gott schenke jedem die Weisheit, für die aktuelle Lebensphase eine gute Balance zu finden zwischen persönlichem Festmachen und Engagement

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Vertrauen die Basis für alles

Treue lässt sich am besten mit Verlässlichkeit beschreiben. So geht es heute um mangelnde Verlässlichkeit durch mangelndes Vertrauen gegenüber Menschen, Parteien, Kirchen…

Die Frage, was hat dieses mangelnde Vertrauen verursacht, das die Verlässlichkeit und damit die Stabilität in unserer Gesellschaft mittlerweile stark beeinträchtigt? Liegt es an missbrauchtem Vertrauen, Enttäuschung durch zu hohe eigene Erwartungen oder einfach an Bequemlichkeit? Reichen einfache, meist negativ geprägte Antworten als Information aus?

Es ist höchste Zeit hier einen „Klima- bzw. Kulturwandel“ einzuleiten – das Positive, die vielfachen Hilfen für Bedürftigen, das aufmunternde Wort eines Arbeitskollegen, die freundliche Geste eines Autofahrers… solche Themen sollten Schlagzeilen werden und ein deutliches Zeichen setzen gegen die ganzen Katastrophenmeldungen. Wir werden die Medien nicht wesentlich ändern können, ihr Geschäft lebt von den Katastrophen, aber wir können selbst bewusster kommunizieren. Was Paulus sagt, kann verallgemeinert werden. “Verzichtet auf schlechtes Gerede, sondern was ihr redet, soll für andere gut und aufbauend sein, damit sie im Vertrauen ermutigt werden.“ (Eph. 4,29)

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Probleme können Selbst- und Gottvertrauen stärken

Gläubige Menschen können bei unerhörten Gebeten in Notsituationen manchmal in Glaubensnöte kommen. „Ich habe so fest gebetet und daran geglaubt, dass Gott helfen wird… nichts ist passiert… bin ich es nicht wert?“

Den heutigen Spruch sehe ich als Hilfe an, speziell in solchen Situationen besser zurecht kommen zu können.

Ein weiterer Spruch lautet: „Es ist niemand geholfen, wenn du Dinge tust, die derjenige selbst tun kann!“

Probleme fallen nicht vom Himmel, sondern haben meist mit dem eigenen Handeln zu tun. Dann liegt in meinem Tun auch der Schlüssel zur Lösung, der will gefunden werden. Damit ist dann nicht nur das Problem gelöst, sondern ich bin auch gewachsen und gereift. Die größte Hilfe von Gott erhalten wir auf diesem Weg, er kann Wunder tun und Probleme „ganz einfach aus der Welt schaffen“, aber häufig ist es besser mit seiner Hilfe selbst an meinen Themen zu arbeiten. Dies ist für manche sicherlich ein großes Wagnis und auch mit Ängsten verbunden. Sich jedoch darauf einzulassen stärkt das Selbst- und das Gottvertrauen, weil uns dabei Gott besonders nahe ist.

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Vertrauen ist lebensnotwendig

Welche weitreichende Wirkung Vertrauen im alltäglichen Leben hat, davon lässt der heutige Spruch etwas erahnen.

Es können Entscheidungen sein etwas loszulassen, weil ich darauf vertraue, dass es auch ohne mich gut werden kann und/oder durch andere noch besser werden kann. Genauso umgekehrt, Entscheidungen, etwas (Neues) zu beginnen, in dem Vertrauen, dass ich es schaffe, auch wenn ich noch nicht genau sehe, wie es werden wird, und trotzdem darauf vertraue, dass es damit besser wird.

Vertrauen ist der entscheidende Faktor, um positive Entscheidungen treffen zu können. Entscheidungen, die etwas verändern, die Neues wagen. Manche halten krampfhaft an etwas fest, obwohl sie überzeugt sind, dass es so nicht gut ist und vielleicht (schon jahrelang) darunter leiden und sich (ebenfalls jahrelang) darüber mokieren und aufregen. Vertrauen zeigt sich auch vom Wort her im Selbstvertrauen und Gottvertrauen und macht deutlich, ein Leben, das stark von Vertrauen geprägt ist, verläuft in einer anderen Dimension. Das wünschen wir allen.

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Dankbarkeit verändert alles

Es gibt Menschen, die haben in ihrem Leben viel mitgemacht und erleiden müssen und sind trotzdem freudig und dankbar; und es gibt Menschen, deren Leben eigentlich gut verläuft, die jedoch kritisch und negativ eingestellt sind.

Dietrich Bonhoeffer macht in seinem Spruch deutlich, dass nicht die Vergangenheit entscheidet, sondern jeder selbst, ob er sich auf das Positive im Leben konzentriert und damit ein Leben geprägt von Dankbarkeit führt.

Dankbarkeit sieht nicht schwarz-weiß, sondern eine Farbenvielfalt, die das Leben bunt und lebendiger macht. Schwierige Situationen bleiben deswegen nicht aus, lassen sich jedoch leichter meistern, das Leben wird angenehmer für einen selbst und damit auch für die Mitmenschen.

Unterstützen kann diese Veränderung zum Positiven der Glaube an einen gnädigen und barmherzigen Gott, der sich uns als liebender Vater oder als guter Hirte offenbart und alles getan hat, um mich von belastender Vergangenheit zu erlösen. Gott sei herzlich Dank dafür.

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Gottes Welt ist anders!

Wir Menschen haben in uns ein ausgeprägtes Wertesystem, das sensibel beobachtet, dass, wenn etwas Unrechtes geschieht, dies auch gerecht und angemessen bestraft wird, bzw. wenn etwas Gutes geschieht, dass dies angemessen belohnt wird. Wenn auf etwas nicht angemessen oder sogar gar nicht reagiert wird, rebelliert es in uns in unterschiedlicher Intensität.

Auf diesem gemeinsamen Wertesystem basiert unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben.

Genau dieses Wertesystem stellt Gott in seinem Handeln auf den Kopf und Dietrich Bonhoeffer drückt dies treffend aus. Wer sich auf Gottes Gnade und Barmherzigkeit einlässt, muss, um Freude am Evangelium haben zu können, bereit sein für das göttliche Handeln, sein eigenes Wertesystem aufzugeben, sonst entstehen menschlich religiöse Systeme, die einerseits die Begriffe Gnade und Evangelium sprachlich verwenden, aber andererseits ganz gnadenlos und unbarmherzig handeln.

Gottes Gnade will den Menschen in seinem Innersten, unserem Wertesystem, verändern, was die eigene Welt und die Sichtweise massiv und nachhaltig verändert – ein großartiges Angebot und absolut lohnenswert. Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Hinter dem Horizont gehts weiter!

Nicht immer gleicht das Leben wie ein Sonnenuntergang auf dem Bodensee. Hier können Worte oder Lieder helfen, besser durch solche Zeiten zu kommen.

Auch in Zeiten, in denen mal im Leben alles zu gelingen scheint, ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass es außer der uns sichtbaren Welt noch eine andere Welt gibt, die hier schon Realität werden kann für jeden Einzelnen.

Diesen Gedanken der Hoffnung auf eine neue Erde, eine neue Welt, in der es kein Leid und keinen Schmerz mehr geben wird, in unseren Alltag zu transportieren, ist das wesentliche Ziel der Spruchkarten, was auch im Namen „freudig Adventist SEIN“ zum Ausdruck kommt. Dabei ist nicht in erster Linie eine Kirche gemeint, sondern der Gedanke der Wiederkunft Jesu, der allen christlichen Kirchen gemeinsam ist.

Wir freuen uns und sind Gott von Herzen dankbar, dass die wöchentlichen Karten (heute, die 500ste) für viele Menschen zu einem festen Bestandteil im Leben geworden sind und auch unser eigenes Leben bereichern.

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Ostern ein wertvolles Geschenk

Ostern – Gedenktage an das, was vor 2000 Jahren geschehen ist und das Leben vieler Menschen grundlegend verändert hat. Ostern ist ein unbeschreibliches Geschenk, Ostern ist das Gegenstück zu unserer Leistungsgesellschaft und auch zum persönlichen Ehrgeiz und Stolz.

Das Geschenk der Erlösung annehmen können ohne Berechnung, was muss ich vorher dafür tun oder wie rechtfertige ich im Nachhinein, dass ich dieses Geschenk verdient habe?

Sich über das Geschenk freuen und es wertschätzen, oder, wie wir heute sagen, das Geschenk wirken lassen, mal sehen, was sich alles entwickelt, darum geht es.

Leider ist zu beobachten, dass nicht wenige Menschen vor dem Wirken Lassen große Angst haben. Das Rationale hat man meist im Griff, aber Emotionen lassen sich nicht so leicht steuern.

Aber genau das ist das Leben, das Gott durch Ostern uns Menschen schenkt, ein Leben, das nicht von außen aufgedrückt wird, sondern sich von innen heraus gestaltet. Gott sei von Herzen Dank für dieses wertvolle Geschenk.
Wir wünschen allen frohe Ostern!

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Gott sieht, hilft und begleitet

In den letzten Tagen häufen sich in unserem Freundes- und Bekanntenkreis sogenannte „Horrornachrichten“. Nachrichten, die unverhofft hereinbrechen und einen fassungs- und sprachlos machen. Unbewusst steht dabei die Frage im Raum, wie soll es jetzt weitergehen – kann es überhaupt noch weitergehen – ich sehe nur noch schwarz!

Der heutige einfache afrikanische Spruch bringt es auf den Punkt, Gott sieht den Menschen auch in der größten Not und das ist das Entscheidende: er lässt uns nicht allein, sondern begleitet uns und hilft uns, Lösungen speziell für meine Situation zu finden. Jesus sagt: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen. Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.“ (Matth. 11,28-30)


Es ist genial wie Gott die aussichtslosesten Situationen oft nicht nur meistert, sondern daraus manchmal etwas ganz besonders macht, was das Leben in völlig neue Bahnen lenkt.

Wir wünschen allen mit Gottes Hilfe in diesem Glauben zu wachsen. 

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Alles ist ein Geschenk

Folgendes Thema: Was kann ich dafür, dass ich in Deutschland geboren bin? Was kann ich dafür, dass ich diese Eltern habe/hatte? Was kann ich für meine Fähigkeiten? Wenn ich ehrlich bin, war auch mein Studium, Studienabbruch, Zweitstudium von so vielen Einzelentscheidungen abhängig, die auch ganz anders verlaufen hätten können…

Von wie viel „zufälligen“ Ereignissen/Entscheidungen war es abhängig, dass sich die Beziehung zu meiner Frau so entwickelt hat…, genauso, dass wir 2 Söhne haben, die gesund sind, ein Studium absolvierten und nun ihre eigenen Wege gehen…

Meine Beziehung zu Gott ist für mich nicht selbstverständlich. Wie viele Menschen haben dazu beigetragen, Gott als liebenden Vater sehen und annehmen zu können, und dass in Enttäuschungen (auch mit seinem Bodenpersonal) durch liebevolle Begleitung die Beziehung zu Gott nicht aufgekündigt wurde?

Der Blick auf mein Leben aus dieser Perspektive macht mich sehr dankbar. Es ist sehr schön, ein Leben in Dankbarkeit führen zu können. Als Beschenkter sich zu fühlen und zu leben gibt einem eine hohe Lebensqualität – Gott sei Dank dafür!

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Ich bin, der ich bin

Auf die zentrale Frage „Wer bin ich?“ höre ich oft: „ich bin die Mutter von …“. oder „ich bin die Frau von …“. Bei Männern: „ich bin der engagierte Mann vom…“. All das sind oft beeindruckende Antworten, aber die eigentliche Frage ist damit nicht beantwortet!

Mose fragte Gott, wer du bist was soll ich sagen? Gott antwortete: „Ich bin der ich bin!“ (2. Mose 3, 14). Können wir sagen: „Ich bin der ich bin!“ „Ich bin die …“ „Ich bin der…“?

Um das sagen zu können, bedarf es einer gewissen inneren Stärke, denn nicht jedem passt es Menschen um sich zu haben, die wissen wer sie sind. Zu viele versuchen einen so zu formen, wie sie es gerne hätten – allen voran der Arbeitgeber, aber auch Vereine und Kirchen, die Verwandtschaft, manchmal auch die Familie oder sogar der Ehepartner – und gehen auf Distanz, wenn sie den anderen nicht so bekommen wie sie das gerne hätten. Andererseits sind Beziehungen zu Menschen, die sich mit ihren Stärken und Schwächen angenommen haben, besonders intensiv und damit besonders wertvoll. Das gilt auch für den persönlichen Glauben an Gott. Wir wünschen allen die innere Stärke und Gottes Segen sich selbst so anzunehmen, wie sie sind.

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Liebe ist nur in dem, der liebt!

Bei dem Spruch habe ich mich an ein Buch erinnert, das ich vor langer Zeit gelesen habe:

„Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm. Heute einfach ein paar Zitate daraus zum Nachdenken:

  • „Die meisten Menschen sehen das Problem der Liebe in erster Linie als das Problem, selbst geliebt zu werden, statt zu lieben und lieben zu können.“
  • „Das tiefste Bedürfnis des Menschen ist … aus dem Gefängnis seiner Einsamkeit herauszukommen.“
  • „Liebe ist eine Aktivität und kein passiver Affekt. Sie ist etwas, das man in sich selbst entwickelt, nicht etwas, dem man verfällt.“
  • „Liebe ist nur möglich, wenn sich zwei Menschen aus der Mitte ihrer Existenz heraus miteinander verbinden.“
  • „In der Liebe kommt es zu dem Paradoxon, dass zwei Wesen eins werden und trotzdem zwei bleiben.“
  • „Paradoxerweise ist die Fähigkeit, allein sein zu können (es mit sich selbst aushalten zu können ohne jede Ablenkung), die Vorbedingung für die Fähigkeit zu lieben.“

Wir wünschen allen Gottes Segen bei mit diesen Gedanken, die in unserem Alltag an Aktualität zugenommen haben

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haben oder SEIN

Den heutigen Spruch kann man auf unterschiedliche Weise deuten – mein Impuls deutet sich durch die Schreibweise in Großbuchstaben an, HABEN oder SEIN.

Der kleine Prinz fragt einen, der Sterne besitzt: „Ich besitze eine Blume, die ich jeden Tag gieße … Es ist gut für meine Vulkane und es ist auch gut für meine Blume, dass ich sie besitze. Aber du nützt den Sternen gar nichts …“ HABEN wollen, HABEN müssen, weil mein Leben abhängig von meinem Besitz (materiell – Haus, Auto, Bankkonto… oder immateriell -Titel, Stellung, Anerkennung…) ist?

Mit „SEIN“ meint Erich Fromm, „eine Existenzweise, in der man nichts hatund nichts zu haben begehrt, sondern voller Freude ist, seine Fähigkeiten produktiv nutzt und eins mit der Welt ist.

SEIN heißt nicht nur auf sich selbst zu achten, sondern auch achtsam zu sein auf seine Umgebung, seine Mitmenschen, die Umwelt… Konsequenterweise bedeutet das auch, nicht einen Glauben zu HABEN, sondern im Glauben zu SEIN, im Glauben an Jesus Christus zu leben. 

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Wer seinen Glauben mit Gründen verteidigt…

Manche Menschen meinen, jedes Tun begründen zu müssen – auch im Glauben. Warum muss ich alles begründen/verteidi­gen? Begründen/verteidigen muss ich mich nur, wenn ich angeklagt werde – wer klagt mich an? Andere oder ich mich selbst? Mit welchem Recht klagen andere mich an/klage ich mich selbst an?

Ein anderer Aspekt: wenn ich alles begründen muss, wenn diese Begründungen das Fundament meines Glaubens darstellen, und ich dann in einer Diskussion/Debatte/Streitgespräch „untergehe“, weil andere mehr Wissen haben als ich oder die besseren Rhetoriker sind, hat mein Glaube dann zwangsläufig Schlagseite bekommen?

Für mich hat der christliche Glaube viel zu tun mit Gotteserkenntnis aus der Bibel und gesundem Menschenverstand, aber vor allem, dass Glaube mit Beziehung zu tun hat, Beziehung zu Gott und zu meinen Mitmenschen. In Beziehungen sind wesentliche Elemente Liebe und Vertrauen. Liebende handeln nicht immer vernünftig, das macht Liebe aus. Der Grund liegt darin, weil ich von Gott geliebt werde, weil ich Gott liebe, weil ich Gott vertraue, weil Gott mir gnädig und barmherzig begegnet … Dazu stehe ich, egal, ob das andere akzeptieren oder auch nicht!

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Vergebung ändert die Zukunft

Unser heutiger Spruch stammt aus einer sehr beeindruckenden Predigt zum Thema „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wie vergeben unseren Schuldnern“ (Matth. 6, 12) über die Gefangenschaft aus Ereignissen der Vergangenheit, die mein Denken und Handeln heute immer noch beeinflussen und auch morgen und übermorgen immer noch beeinflussen werden.

Es geht in dem Bibeltext aus dem „Vater unser“ nicht nur darum, von der eigenen Schuld befreit zu werden, sondern auch darum, von der Schuld anderer an mir befreit zu werden.

Das Geniale daran ist, dazu brauche ich den anderen überhaupt nicht. Ich kann, ganz unabhängig von dem, der an mir schuldig geworden ist, mich aus diesem Gefängnis selbst befreien, in dem ich dem anderen einfach vergebe.

Vergebung ist genial einfach, aber praktisch doch sehr schwer, weil Vergebung das Innerste im Menschen berührt. Aber genau deshalb birgt Vergebung diese gigantische Möglichkeit der Veränderung in sich, die meine Welt verändert, damit die Welt um mich herum, und mir ein befreites Leben ermöglicht. Wir wünschen allen Gottes Segen, den Mut und die Kraft zur Vergebung jeden Tag aufs Neue

Link zur oben erwähnten Predigt von Werner Dullinger

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Königsdiziplin des ChristSEINs = Bruderliebe

Heinz Erhardt schrieb über die Nächstenliebe: „Die Nächstenliebe leugnet keiner, doch ist sie oft nur leerer Wahn, das merkst am besten du in einer stark überfüllten Straßenbahn. Du wirst geschoben und musst schieben, der Strom der Menge reißt dich mit. Wie kannst du da den Nächsten lieben, wenn er dir auf die Füße tritt?“

Die Bruderliebe ist noch herausfordernder, hier begegne ich nicht spontan Menschen in der Straßenbahn, sondern in einer festen Organisation, der Kirche. Je enger es dort wird, je mehr, vor allem theologisch, gedrückt wird, umso herausfordernder ist das mit der Bruderliebe. Dies gilt für alle Kirchen, am offensichtlichsten aber ist aktuell der Machtkampf um Papst Franziskus, der wegen seiner Betonung der Barmherzigkeit von manchen seiner Glaubensbrüder bereits als Häretiker, als „Abgefallenen vom kath. Glauben, bezeichnen“.

Paulus widmet ein ganzes Kapitel (1. Kor. 13) der wunderschönen Beschreibung der Liebe: „Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig…“

Die Bruderliebe ist jedoch die Königsdisziplin; Jesus formuliert dies so: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13,35)

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„… so leben, dass man oben noch reinkommt“

Unser heutiger Spruch ist ein Zitat von Wolfgang Bosbach, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der CDU, und hat mich beim Zeitungslesen diese Woche aus zweierlei Gründen sofort angesprochen.

Erstens, bin ich ebenso einer, der versucht wenn möglich (mindestens) auf 2 Hochzeiten zu tanzen. Mit Hilfe des Paretoprinzips (mit 20 % Aufwand 80 % des Ergebnisses erreichen) gelingt es mir auch nicht selten.

Das war jedoch nicht das Wesentliche, sondern das, was hinter dieser Aussage steckt, (gerade) noch oben reinkommen, diese Grenzwertbetrachtung, um das Optimum unten und oben zu bekommen. Genau das passt nicht zu meiner Vorstellung vom christlichen Glauben. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben“ (1. Joh. 5, 12). Nicht erst oben, auch schon hier unten. Es ist ein alltagstaugliches Leben in neuer Qualität – unten noch unvollkommen und damit ein Leben aus der Gnade Gottes – oben in Vollkommenheit. Gott sei Dank für dieses großartige Geschenk, das eine Grenzwertbetrachtung mit den darin verbundenen Risiken überflüssig macht.

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Hinter dem Horizont geht’s weiter

In dem Lied „Hinter der Horizont geht’s weiter“ wird beschrieben, wie Menschen plötzlich von dunklen Wolken umgeben sind und sich mit dieser Aussage Mut machen.

Es können nicht nur dunkle Wolken sein, die den Horizont beeinträchtigen, meist sind es die Menschen selbst, die sich selbst begrenzen in ihren eigenen klein- oder großkarierten gedanklichen Möglichkeiten.

Der Glaube ist ein Geschenk, den Horizont ganz wesentlich zu erweitern (auch wenn wir manchmal durch fehlgeleitete Fromme genau das Gegenteil erleben). Der christliche Glaube möchte einen Perspektivwechsel bei den Menschen in der Weise erreichen, dass sie die Welt so sehen, wie sie unser liebender Vater im Himmel sieht mit den Möglichkeiten, die Gott hat.

Damit sind Alltagssorgen nicht weg, aber deutlich reduziert:

„Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!“ 1.Petrus 5,7

Ein ganz besonderes Angebot, das dem Leben eine große Weite bringen kann – Gott sei Dank dafür.

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Wer unter Gott steht, steht über den Dingen

In dem Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey heißt es: „… alle Ängste alle Sorgen bleiben darunter verborgen und was groß und wichtig erscheint, wird plötzlich nichtig und klein“.

Aus der Flugzeugperspektive und – noch höher – aus der Perspektive Gottes bekommt alles eine andere Bedeutung.

Bei unserem Vater im Himmel kommt noch hinzu, dass er uns nicht nur eine neue Sichtweise vermittelt, sondern uns Menschen im Alltag begleitet und hilft, Ängste und Sorgen bei ihm ganz bewusst abzugeben. Das ist wirkliche Befreiung. Somit können wir nicht nur vom Leben schwärmen, sondern wirklich „leben im Leben“.

Jesus sagt: „Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben … euer himmlischer Vater sorgt für die Vögel unter dem Himmel. Und ihr seid ihm doch viel wichtiger als sie… Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.“

Wir wünschen allen diese Geborgenheit in Gott.

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Ordnungen zum Leben und zur Entwicklung

Beim Thema Ordnungen existieren ganz ambivalente Bilder und Gefühle. Ordnungen strukturieren das Miteinander von Fahrzeugen, Flugzeugen und ganz besonders von Menschen. Je mehr Intelligenz in die Definition von Ordnungen investiert wird, umso besser gelingt das Miteinander.

Ordnungen sind im Miteinander unverzichtbar. Entscheidend ist das Ziel, das die Ordnungen unterstützen sollen. Soll das Miteinander von ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Charakteren unterstützt werden oder soll durch Ordnungen mit einem ganz strengen Strafkatalog Druck erzeugt werden, um die Menschen möglichst uniform zu machen?

Es ist einfach genial wie Jesus das Miteinander von Menschen ordnet: „Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen. In diesem Satz sind das Gesetz und die Propheten zusammengefasst.“ Matth. 7,12 Es ist die Souveränität von Jesus, die so eine intelligente Regelung definiert und gleichzeitig über alle anderen Gebote und Prophetenaussagen stellt.   Wir wünschen allen ein Leben innerhalb von guten Ordnungen und, wenn notwendig, viel Weisheit und Gottes Segen, um intelligente Ordnungen definieren zu können.

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Das Gute und Notwendige von Belastendem

Manche mögen denken, bei dem heutigen Bild und der aktuellen Wettersituation wäre ein Foto, das einen positiv stimuliert, angemessener. Nun, dieses Mal soll es besonders der Text sein, der einem helfen soll, solche Situationen besser zu meistern.

Dieses Segelboot hat sich am Bodensee kurz vor einem heftigen Sturm in den Hafen gerettet. Das Boot schleppt am Kiel einen großen Ballast mit, der sicherstellt, dass das Boot auch bei heftigen Winden nicht kentert.

Für mich ein schönes Bild. Wenn alles glatt geht, wenn alle Wege einem freigeräumt werden, wenn es keine Krise in meinem Leben geben soll, an was werde ich reifen können?

Ein Mensch, der seinen Körper nicht fordert und regelmäßig belastet, wird körperlich abbauen und an Stärke verlieren.

Auch im Glauben können sich die „Gerechten“ deutlich weniger an Gottes Gnade freuen, als die, die um ihre Fehler und Verfehlungen wissen und diese Belastung am Kreuz abgeben. So können auch belastende Erfahrungen etwas ganz Positives werden für mein Leben und meinen Glauben. 

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Wir sind ein wesentlicher Faktor für das eigene Leben in 2019

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr, Gottes Segen auf allen Wegen.

Wie das Jahr wird, bestimmen viele Faktoren únd jeder einzelne ist ein Faktor davon. Dabei ganz wesentlich ist die innere Haltung und die eigene Sichtweise auf die Umgebung. Dazu soll der heute Spruch uns Impulse geben.

Große Bedeutung für das, was ich zukünftig erleben werde, ist, ob ich gedanklich Brücken oder Mauern baue, ob ich das Gemeinsame sehe und schätze oder das Trennende für mich wichtig ist. In der Begegnung mit Menschen erzeugt die Fixierung auf die Fehler anderer immer Distanz.

In der Begegnung mit Menschen wirkt das Betonen der Gemeinsamkeiten wie ein Türöffner. Menschen gewinnen im Vertrauen zueinander eine Brücke von unschätzbarem Wert.

Wir wünschen wertschätzenden Umgang mit den Menschen, denen wir begegnen werden, und Gottes Segen bei dem, das sich daraus entwickeln wird.

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Persönliche Bilanz ziehen zum Jahreswechsel

Das Jahresende ist die Zeit derRückblicke und Bilanzen. Was hat sich alles ereignet und wie bewerte ich dasErlebte mit etwas Abstand. So macht es die Wirtschaft, die Politik, dieKommunen, der Sport…

Von Vorteil ist es, dies auch ganz persönlich zu tun.

Innerhalb eines Jahres kann sehr viel passiert sein, manches fällt einem im ersten Augenblick gar nicht mehr ein. Es ist deshalb meist mit etwas Anstrengung verbunden, sich Ereignisse und Erlebnisse der letzten 12 Monate in Erinnerung zu rufen.

Eine weitere Anstrengung stellt die Bewertung aus der Rückschau dar. War es gut, war es weniger gut, was lerne ich daraus oder hake ich es ab, es lohnt sich nicht, sich nochmals mit dem Thema zu beschäftigen, es ist wie es ist, ich habe mich damit beschäftigt und akzeptiert – Haken dran, es nicht zum Dauerbrenner werden lassen. So eine Rückschau kann etwas Besonderes werden so wie dieser Baum auf dem Foto in der Abenddämmerung. Wir wünschen allen etwas Zeit für eine persönliche Rückschau und Gottes Segen bei der Bewertung, der Lernerfahrung und beim Abhaken.

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Frohe Weihnachten

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Am Ende wird es alles gut sein

In der aktuell dunklen, kalten und trüben Jahreszeit ist es gut sich bewusst zu machen, dass es wieder besser werden wird. Vielleicht gibt es einen Winter mit Schnee, der alles weiß bedeckt, und sicherlich gibt es wieder einen Frühling, in dem alles neu in bunten Farben erblüht.

Bei den Nachrichten, mit denen wir aktuell konfrontiert werden, tun wir uns schwer bei dem Gedanken, wie das alles noch gut werden kann. Wie eine dunkle Wolke lasten die Themen auf uns und scheinen uns zu erdrücken.

Es ist hilfreich, wenn aufgrund des Glaubens der Blick über diese düsteren Ebene hinaus reichen kann; dass es über allem, in menschlich unvorstellbarer Weise einen Gott gibt, der dafür sorgen wird, dass es am Ende tatsächlich gut sein wird. In einer sehr ansprechende Adventspredigt hat es geheißen: „Beim Menschen geht es meist vom Licht in die Dunkelheit. Bei Gott geht es immer von der Dunkelheit ins Licht!“Die Hoffnung, dass am Ende alles gut sein wird, ist die Botschaft in der Adventszeit. Diese Zuversicht wünschen wir allen.

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