Selbstverständlichkeiten und die Folgen

Bis vor 2 Jahren habe ich eine Person aus der Ferne betreut, die im Leben oftmals die Schattenseite erlebt hat. Lange Zeit war das auch ein gutes Miteinander mit schönen ausgiebigen Telefonaten. Aber als sie mehr und mehr gesundheitliche Probleme einschränkten, nahmen die Anrufe zu, auch tagsüber ohne Rücksicht, dass ich während dieser Zeit arbeitete. Als ich hier Grenzen gezogen hatte, sagte sie mir: „Ich denke du bist Christ, dann musst du mir helfen.“ Wer etwas als Selbstverständlichkeit ansieht, wird wenig Dankbarkeit zeigen.

Schön ist es, wenn Gläubige soziales Engagement für sich als Selbstverständlichkeit ansehen und damit ganz natürlich überlegen, wie könnte ich helfen, wenn eine Not gesehen wird. Ein bekanntes Beispiel ist der Barmherzige Samariter in der Geschichte, die Jesus erzählte. Für den Samariter war es eine Selbstverständlichkeit Notleidenden zu helfen, er hörte auf sein Innerstes, brauchte keine Aufforderung oder Regel.

Es ist schade, dass Jesus die Reaktion von dem Geretteten nicht beschreibt, wie sehr sich sein Leben verändert hat nach dem unverdienten Geschenk der Rettung.

Beide, der barmherzige Samariter und der Gerettete, sind Menschen, die für Gläubige Bedeutung haben können.

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Ehrfurcht, Verantwortung und Haltung

Der Spruch von Dietrich Bonhoeffer fasziniert mit besonders durch 3 Begriffe: Ehrfurcht, Verantwortung und Haltung.

Ehrfurcht vor der Vergangenheit, wie immer sie auch erlebt wurde, sind meine Wurzeln.

Verantwortung gegenüber der Zukunft, aktiv sein, wie handle ich gegenüber dem, was ich auf mich zukommen sehe.

Die richtige/gesunde Haltung im Leben ist die Konsequenz aus Ehrfurcht vor der Vergangenheit und Verantwortung gegenüber der Zukunft.

Haltungsprobleme, körperlicher Art, können viele gesundheitliche Störungen hervorrufen, dem stehen geistige und geistliche Haltungsprobleme nicht nach.

Wer eine gesunde Haltung im Leben zeigt, kann leichter Ereignisse einordnen, kann leichter Entscheidungen treffen, hat einen guten inneren Kompass.

Im christlichen Glauben kommt dazu, dass das Thema Vergangenheit inkl. aller Fehler und Versagen sogar in Dankbarkeit betrachtet werden kann, weil diese durch die Liebe und Gnade Gottes getilgt sind.
Für die Zukunft haben Gläubige eine Perspektive, die alle menschlichen Vorstellungen übersteigt.

Die daraus resultierende gesunde Glaubenshaltung ist ein Geschenk, für das wir Gott von ganzem Herzen dankbar sein dürfen.

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So einfach wie möglich, aber nicht einfacher!!

Der christliche Glaube ist ein Beziehungsglaube, das ist kinderleicht und gleichzeitig unheimlich schwer. Woran liegt das?

Schwer ist es, weil wir nicht durch das Abarbeiten einer noch so guten Regelliste am Ende eine Beziehung entsteht, die von tiefem Vertrauen und Liebe geprägt ist. In einem Umfeld, wo im Umgang mit anderen vieles nicht selbstverständlich ist, können jedoch Regeln zu einem besseren Miteinander beitragen.

Leicht ist der Beziehungsglaube für Menschen, die wie Kinder sich so angenommen haben wie sie sind, d. h. authentisch leben, und so auch ihre Beziehung zu Gott gestalten.

Jesus sagt: „Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nie ins Himmelreich kommen.“ Mt 18,3.

Was für Kinder natürlich ist, scheint für viele Erwachsene ein komplexes Problem zu sein, einfach zu vertrauen, einfach zu lieben… schwierig, weil Erwachsene sich oft in ihren Rollen verlieren und deshalb nicht mehr wissen, wer sie wirklich sind.

Es ist oft ein mühsamer Weg durch die vielen Verhärtungen ins Innere vorzudringen, um zu entdecken, was ich wirklich will, und welche tiefe Sehnsucht in mir schlummert.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken

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Leben gelingt nicht auf Basis von Checklisten

In dem Buch „Die Praxis des ganzheitlichen Problemlösens“ werden für 3 Problemklassen Lösungswege beschrieben.

Die erste Problemklasse, „Einfache Probleme“ sind wiederkehrende Probleme, für die es klare Anweisungen gibt, damit lässt sich jedes Problem einfach lösen.

Unser heutiger Spruch fällt noch unter diese Klasse, wer das Leben eindimensional denkt, für den gibt es nur vorwärts oder zurück. Wenn bei solchen Menschen Umdenken gefordert ist, heißt das zwangsläufig zurück, eine Richtungsändern nach links oder rechts ist bei ihnen undenkbar.

Was sich als überzeichnet anhört, nimmt leider massiv zu. Menschen fordern die „gute alte Zeit“ zurück oder Fromme beschwören „Back to the roots“ – „zurück zu den Wurzeln“.

Zurück zu den einfachen Anweisungen. Der christliche Glaube ist ein Beziehungsglaube, dem werden auch praktisch hilfreiche Anweisungen in der Summe nicht gerecht. Eine lebendige Beziehung, geprägt von Vertrauen und Liebe, lässt sich nicht in Anweisungen regeln. Und Umdenken fordert massiv, bedeutet manches zu hinterfragen, um dann eine neue Richtung einzuschlagen.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken

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Mit Freude seinen Weg gehen

Immer wieder begegne ich Menschen, die werben für ein ewiges Leben gekoppelt mit Entsagungen gegenüber (weltlichen) Freuden und leben damit in der ständigen Angst in irgendetwas zu geraten, durch das sie die Zusage des ewigen Lebens verlieren.

Wer am Weg keine Freude hat, hat das Ziel verfehlt.

Jesus macht zu Anfang seiner Bergpredigt deutlich, dass der Weg seiner Nachfolger von Freude geprägt ist, auch wenn einem dabei nicht immer zum Lachen zumute ist.

Das Leben, das Jesus uns Menschen schenkt, schenkt er uns ja nicht erst auf der neuen Erde, sondern zu dem Zeitpunkt, an dem wir uns für ihn entscheiden. Auch das Reich Gottes wird nicht erst auf der neuen Erde aufgerichtet werden, sondern ist seit Jesu Erdendasein bereits mitten unter uns – jammerschade, dass dies oft so wenig sichtbar wird und damit vielen suchenden Menschen verborgen bleibt.

Grund zur Freude ist, dass, egal wie groß unsere Schuld ist, wir Vergebung erfahren, wenn wir darum bitten, und damit frei, unbelastet, dankbar und fröhlich leben dürfen.

Wir wünschen allen Gottes Segen und viele Freude auf ihrem Weg.

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Gedenken

Vergangenen Sonntag waren wir am Holocaust-Mahnmal in Amsterdam, wenige Stunden nach dem nächtlichen massiven Angriff auf Israel durch den Iran.

Bei dem Mahnmal ist auf jedem Ziegelstein ein Name mit Geburtsdatum und Alter aufgeführt, insgesamt 102 000 Namen derer, die in den KZs umgekommen sind – 1000 Backsteine ohne Namen stehen für die Namenlosen. Über den Namen in den Mauern sind Spiegel angebracht, in denen sich die Umgebung spiegelt und so die Gegenwart mit der Vergangenheit verbindet. Ziegelsteinstelen und Spiegel bilden von oben gesehen das hebräische Wort „Gedenken“.

Wie geht man mit solch unmenschlichem Unrecht um? Wie kann Gedenken aussehen? Ein russisches Sprichwort sagt: „Vergib deinen Feinden, aber vergiss ihre Namen nicht“.

Das Mahnmal zeigt für mich, „Gedenken“ verbindet Vergangenheit und Gegenwart. In der Vergangenheit stecken zu bleiben, ist genauso schädlich wie sie zu ignorieren. Solch ein Gedenken führt zu Schlussfolgerungen und Maßnahmen.

Wir wünschen allen Gottes Segen hin und wieder Zeit und Ruhe zum Gedenken im Hier und Jetzt über Erfahrungen der Vergangenheit.

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Vertraut SEIN mit Gott

Das Foto zeigt einen Baumstamm, der in der Donau schwimmt, und Bäume, die sich darin spiegeln, aufgenommen bei strahlendem Sonnenschein. Für mich ein Bild für Menschen, die alles etwas düster betrachten.

Unser Spruch sagt, es geht nicht um (farbenfrohe) Erlebnisse und Visionen im Glauben, sondern um die Vertrautheit mit Gott, die das Leben froh macht.

Wie viele Familien sind auf der Flucht und müssen oft unter menschenunwürdigen Gegebenheiten leben. Trotz der bedrückenden Situation zeigen manche dennoch eine gewisse Zufriedenheit, weil sie nicht allein sind, sondern als Familie zusammen sein können.

Wir finden dies auch bei frisch Verliebten, egal was passiert, Hauptsache sie sind zusammen.

In solch einer Vertrautheit dürfen Kinder Gottes leben und darüber dankbar und fröhlich sein.

Diese Vertrautheit mit Gott wünschen wir allen.

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Erlösung ist Sieg über die Sünde

Ostern ist vorbei, das Wetter war durchwachsen, hätte besser sein können!! War’s das??

Die Emmausjünger sprachen nach ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Jesus: „Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?“

Mir kam an Ostern wieder die Feststellung in der Süddeutschen Zeitung vor vielen Jahren in Erinnerung: „Wenn der Satz „Jesus lebt“ geglaubt würde, müssten den Christen eigentlich Flügel wachsen, die Gemeinden müssten vor Kraft strotzen, ihre begeisterten Mitglieder müssten an Ostern durch die Straßen rennen und jedem ins Ohr brüllen: „Gott lebt! Wirklich, er lebt!“ Stattdessen stehen sie mit allen anderen im Stau auf der Autobahn“.

Was ist so wichtig geworden, dass das Zentrum im christlichen Glauben nicht mehr unübersehbar im Mittelpunkt steht? Wenn Christus zwar auferstanden ist, aber für mich keine fundamentale Relevanz mehr hat, was ist passiert?

Mit diesen (selbst-) kritischen Gedanken wünschen wir auch dieses Mal allen eine gesegnete Woche.

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Die Auferstehung Christi brachte die Zeitenwende

Es gibt nur eine „Zeitenwende“, für die dieser mächtige Begriff passt, das ist der Auferstehungstag, an den wir an Ostern gedenken.

Vorher war es ein Versprechen Gottes, dass durch Opferung von Tieren Schuld und Sünde später vergeben sein werden. Seitdem Christus auferstanden ist, ist es Gewissheit; die Schuld und Sünde, die den Tod bedeuten, sind besiegt, und jeder, der um Vergebung bittet, darf sein Leben leben, daSchuld / Sünde getilgt sind ein für alle mal.

Was vorher diffus und dämmerig war, erstrahlt jetzt im hellen Licht. Das strahlende Licht der Auferstehung von Christus macht das Leben hell, klar und farbenfroh. Wer dies immer wieder aufs Neue erlebt, fällt nicht mehr zurück in diffuss und dämmerige Zeiten.

Dieses Licht der Auferstehung von Christus brauchen die Menschen in unserer heutigen so bedrückenden Welt mehr den je und sind deshalb dankbar, wenn sie Menschen treffen, die nicht nur an Ostern als Lichtträger leben.

In diesem Sinne wünschen wir allen frohe und gesegnete Ostertage.

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Verzeihen bedeutet Heilung für die Seele

Zu Beginn der Osterwoche soll das Thema vergeben / verzeihen im Fokus stehen. Verzeihen hat nichts mit „Schwamm drüber“ zu tun oder dem einfachen „sorry“, „‘tschuldigung“, „vergess mer‘s“… Das sind Ausweichmanöver eines schwachen Selbstwertgefühl.

Wer um Verzeihung bittet, wächst. Das Eingeständnis eines Fehlers zeigt, ich übernehme Verantwortung für mein Handeln, dadurch werden beidseitig bestehende negative Gefühle verringert (Schuldgefühl bei einem selbst, Gefühl der Enttäuschung oder des Zorns bei anderen).

Es ist eine Stärke, sich selbst eine Schwäche eingestehen zu können, und verhindert damit in eine Opferrolle zu verfallen. Leider wird oft vergessen, dass die Kernkompetenz im christlichen Glauben der Umgang mit Fehlern / Schuld / Sünde ist.

Die zentrale Botschaft von Ostern ist der einzige fehlerlose Mensch – Jesus Christus starb für die Schuld aller Menschen und vergibt den Menschen, die ihn von ganzem Herzen um Verzeihung bitten.

Im Vater unser bekennen wir zudem, dass dies keine Einbahnstraße ist „und vergib uns unsere Schuld, so wie wir unseren Schuldigern vergeben (haben)“.

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen eine gesegnete Osterwoche

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Von guten Mächten wunderbar geborgen..,

Unser heutiger Spruch ist die Schlussstrophe des berühmtesten Liedes von Dietrich Bonhoeffer. Das Gedicht war seinem Brief zu Weihnachten 1944 an seine Verlobte beigefügt. Diesen 2. Brief und noch einen weiteren ließ ein Kriminalkommissar entgegen den Vorschriften passieren.

In diesem berüchtigten Kellergefängnis, ohne Sprecherlaubnis und ohne Besuche, schrieb Bonhoeffer dieses mutmachende Gedicht, das bis heute vielen Menschen als Lied Kraft und Hoffnung gibt.

Wie kommt ein Mensch in einer hoffnungslosen Situation zu solchen positiven und kreativen Gedanken?
Er weiß sich von guten Mächten wunderbar geborgen – unabhängig was auch kommen mag.

Es ist ein großes Geschenk, solch ein Vertrauen zu unserem himmlischen Vater aufgebaut zu haben, das einen in allen Situationen trägt und beflügeln kann.  

Dieses Vertrauen zu Gott immer mehr zu vertiefen, das wünschen wir allen.

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Hoffnung führt zu positiver Grundhaltung

Folgende schöne Definition habe ich entdeckt: „Hoffnung ist die umfassende emotionale und unter Umständen handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf die Zukunft“.

Das bedeutet, Menschen, die eine Hoffnung haben, haben eine positive Grundeinstellung und treffen leichter wegweisende Entscheidungen.

Aber worauf gründet sich die Hoffnung? Dass alles gut ausgeht oder dass es gut sein wird, egal wie es ausgeht!!

In meinem Leben habe ich einige Entscheidungen getroffen, die mich in eine tiefe Krisensituation geführt haben, unter der ich teilweise schwer zu leiden hatte. Im Nachhinein aber möchte ich keine dieser Krisen missen, sie haben am Ende mich reifen lassen und zu dem Menschen gemacht, der ich heute sein darf.

Wer darauf vertraut, dass Gott bei allen Entscheidungen und allen Wegen bei mir ist, auch wenn es sich um weniger glückliche Entscheidungen/Wege handelt, hat hier einen ganz großen Vorteil. Die Bibel beschreibt Menschen, die dies erfahren haben (Abraham, David, Petrus, Paulus …).

Wir wünschen allen viel Freude geprägt von der tiefen Hoffnung, dass Gott uns auf allen Wegen allzeit begleitet.

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Gottes Güte im Leben leuchten lassen

Es ist ein schönes Bild, der Mensch das Fenster der Güte Gottes. Die tägliche Erfahrung von Gottes Güte erhellt das Gemüt, strahlt in die Umgebung und ist ein unglaubliches Geschenk.

Manche ziehen leider die Vorhänge zu, so dass nicht so viel von dem inneren Strahlen nach außen dringt, was sehr schade ist, viele Menschen sind dankbar solche Strahlen erleben zu dürfen.

Eine aktuell persönliche Erfahrung. Aus familiären Gründen habe ich an einem Tag in der Woche unsere knapp 1 ½ Jahre alte Enkelin zur Betreuung parallel zu einem offiziell vereinbarten flexiblen Homeoffice. Ich bin darüber sehr dankbar und erzähle das gerne. Die Folge davon ist, dass vor allem junge Kolleginnen mich an dem Tag bitten in Videokonferenzen die Kamera einzuschalten und meine Enkelin dazu zu holen. Dann schalten sie selbst auch ihre Kamera ein und es entsteht eine intensive Kommunikation, sogar der Hund musste vor die Kamera für meine Enkelin. Das eigentliche Thema des Meetings geht deswegen nicht unter, sondern so besonders stimuliert und motiviert kommt es meist zu hochkreativen Lösungen.

Für mich zeigt dies, wenn ich begeistert bin, werden es andere unweigerlich mitbekommen, eine Aufforderung dazu ist absolut fehl am Platz, das gilt ganz besonders für die erlebte Güte Gottes Güte im Leben.

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Einfach Leben und Leuchtturm SEIN

Wenn in den Medien (fundamentale) Christen gezeigt werden, die mit massiver Gewalt und Hass gegen Abtreibung mobil machen und Politiker fanatisch unterstützen, die Abtreibung ablehnen, aber sonst skrupellos und ohne jede Moral agieren, nährt dies das Vorurteil vieler, dass Christen irgendwie geistig minderbemittelt sein müssen.

Anderes Thema, wie offen gehen Kirchen damit um, wenn Missbrauchsfälle bekannt werden? Wie wird vertuscht und getrickst bei denen, deren  Kernkompetenz der Umgang mit eigener und fremder Schuld sein soll? Es ist nachvollziehbar, dass heute viele Menschen Abstand nehmen vom Christentum, wahrscheinlich wäre ich genauso, wenn die Medien mein ausschließliches  Informationsmedium wären.

Dabei verändert der christliche Glauben Menschen, die durch ihr bloßes Verhalten wie ein Leuchtturm wirken. Paulus beschreibt dies so: „Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.“  

Jeder Christ, in dem der Geist Gottes wohnt, wird Gutes selbst erleben und gleichzeitig ein Botschafter des Reiches Gottes sein.

Das ist kein Programm, das ist einfach leben und glauben.

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Umgang mit eigener Begrenzung

In einer Anekdote heißt es: „Im Zug gegenüber saß ein Mensch mit schmerzverzerrtem Gesicht. Ich dachte, er sei ein Christ, aber er hatte sich nur den Magen verdorben.“

Das bringt uns zu dem Thema. Kann man sich mit Schuld und Sünde beschäftigen und trotzdem ein fröhlicher Mensch sein? Für manche Fromme passt das nicht zusammen, Christsein ist eine ernste Angelegenheit und entsprechend muss die Haltung sein – unmissverständlich!

Paulus schreibt:„Was auch immer geschehen mag, meine lieben Brüder und Schwestern: Freut euch, weil ihr zum Herrn gehört! Ich werde nicht müde, euch immer wieder dasselbe zu sagen; weiß ich doch, dass es euch Gewissheit gibt.“

Freude als Grundeinstellung zum einen, wenn ich aus meiner Beziehung zu Gott liebevoll mit mir und meinen Mitmenschen umgehe, zum Andern, wenn ich scheitere und lieblos agiere (Schuld, Sünde = jede Art von Lieblosigkeit), dies jedoch vor Gott bringe und darin seine Gnade und Liebe erfahre.

Freude ist die Grundhaltung des Christseins. In diesem Sinne dürfen wir nach der närrischen Zeit voller Freude auf Ostern schauen, dem Gedenktag, der uns erinnert, weshalb diese Freude in dem Herrn überhaupt existieren kann.

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Christus unser Erlöser und unser Richter

„Gerade das ist die Tiefe des Christentums, dass Christus zugleich unser Erlöser und unser Richter ist.“

Diese beiden jungen Geparden wurden in Namibia als ganz kleine Babies in einer Lodge aufgenommen, nachdem Wilderer ihre Mutter erschossen hatten. Sie sind deshalb an Menschen gewöhnt und dadurch möglich sich ihnen, vorsichtig und mit großem Respekt zu nähern, sie zu kraulen und dabei ihr kräftiges Schnurren nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren. Es war ein ganz besonderes und unvergessliches Erlebnis.

Wir dürfen uns unserem Erlöser auch allezeit nähern, was eine große Gnade und nicht unser Verdienst ist. Es schleicht sich jedoch manchmal das Gefühl ein, dass dieser Zugang als Normalität und Selbstverständlichkeit angesehen wird und nichts Besonderes mehr darstellt (Gegenteil von Dankbarkeit ist nicht Undankbarkeit, sondern Selbstverständlichkeit). Die Beziehung könnte ja auch ganz anders aussehen, denn unser Erlöser ist auch unser Richter und da steht das unbequeme Thema Schuld an oberster Stelle.

Es ist ein großes Vorrecht in der täglichen Abhängigkeit von Gottes Gnade befreit leben zu dürfen.

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Suche nach Verlorenem

In der bekannten Geschichte vom verlorenen Schlüssel von Paul Watzlawick heißt es: „Unter einer Straßenlaterne steht ein Betrunkener und sucht und sucht. Ein Polizist kommt daher, fragt ihn, was er verloren habe, und der Mann antwortet: ‚Meinen Schlüssel.‘  Nun suchen beide. Schließlich will der Polizist wissen, ob der Mann sicher ist, den Schlüssel gerade hier verloren zu haben, und jener antwortet: ‚Nein, nicht hier, sondern dort hinten — aber dort ist es viel zu finster.‘“
Bei der Suche nach Verlorenem ist es entscheidend zu ahnen oder zu wissen, wo es verloren gegangen ist. Im Leben kann man Wertvolles verlieren. Manche haben Freunde verloren oder die Freude am Leben oder sogar den Glauben an Gott. Wichtig ist, welche Wege bin ich gegangen, wo könnte es passiert sein. Bei dieser Suche besteht die Möglichkeit Freunde, Lebensfreude oder den Glauben an Gott wiederzufinden.

Alle andersgearteten Anstrengungen dagegen laufen ins Leere, können letztendlich eine Flucht sein, um sich nicht mit weniger Angenehmen im Leben zu beschäftigen.

Wir wünschen allen Gottes Führung und Segen, wenn wir auf der Suche nach Verlorenem sind.

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Als Beschenkte in Dankbarkeit leben

Mit unseren Pfadfindern hatten wir einmal vor Jahren zum Erntedankfest ein Anspiel erarbeitet mit dem Thema: „Wofür danken, i zahl mei Sach!“

Aus dieser Aussage hat sich folgende Kette abgeleitet: Klar, wir haben die finanziellen Mittel, um unsere Sachen selbst bezahlen zu können!

Wie sind wir zu den finanziellen Mitteln gekommen?
Klar, durch unseren gut evtl. sogar gut bezahlten Beruf.

Wie sind wir zu dem Beruf, gekommen?
Klar, durch (eine) Ausbildung oder (ein) Studium.

Wie sind wir zu dem Ausbildungs- bzw. Studienplatz gekommen?
Klar, durch unsere Intelligenz und mehr oder weniger Fleiß.

Wie sind wir zu unserer Intelligenz gekommen?
Durch unsere Gene und die Förderung durch unsere Eltern.

Jetzt wird es kritisch: „Was haben wir beigetragen zu unseren Genen, was haben wir beigetragen, dass wir in dem Land aufwachsen durften, in dem dies alles möglich war?“

Am Ende stellen wir fest, unser ganzes Leben basiert auf Säulen, zu denen wir absolut nichts beitragen konnten.

Wer die innere Stärke hat, sieht sich mit all seinen Gaben und Fähigkeiten als Beschenkter und lebt in großer Dankbarkeit.

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Dankbarkeit macht zwei Herzen froh

Bei unserem heutigen Spruch kam mir der Barbier in Marokko ins Gedächtnis, der mit viel Hingabe meinen Bart gestutzt und in Form gebracht hat. Ich habe es genossen und auch er hat sich gefreut. Am Ende haben wir uns herzlich verabschiedet. Noch heute bin ich dankbar über diese besondere Begegnung.

Lao Tse sagt: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens“ und macht deutlich, dass Dankbarkeit nicht nur für den Augenblick Bedeutung hat, sondern über den aktuellen Moment hinausstrahlt, weil dankbar zu sein mehr ist als eine Höflichkeit, Dankbarkeit überwindet Grenzen und man kommt auf eine emotionalere Ebene.

Wie schön ist es, wenn ich die Dankbarkeit anderer erfahren darf und noch schöner ist es, wenn sich in mir Dankbarkeit breit macht und mein Leben davon getragen wird.

Dankbarkeit ist Energie, die Beziehungen wachsen lässt, eine gute Beziehung zu meinen Mitmenschen, eine tiefe Beziehung zu Gott und eine gesunde Beziehung zu mir selbst.

Nichts wünscht sich Gott mehr von den Menschen.

Gott schenke uns die Kraft und den Mut von ganzem Herzen aus tiefer Dankbarkeit zu leben und zu handeln.

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Dankbarkeit schulden…

Kredite helfen Investitionen in die Zukunft zu ermöglichen, es ist jedoch keine Selbstverständlichkeit auch einen guten Kredit zu bekommen. Für die Konditionen ist entscheidend, welche Sicherheiten und welches Vertrauen der Kreditgeber in den Erfolg der Investition hat.

Dankbarkeit ist eine Schuld auf Kredite, die uns andere, oftmals für sie ganz selbstverständlich, gewähren. Angefangen von einem Lächeln, über Zuspruch und aufbauende Worte in schwierigen Situationen, Geschenke von Zeit und Materiellem bis hin zu finanzieller Unterstützung.

Für Menschen mit klarem Urteilsvermögen ist es ein Privileg solch ein Schuldner sein zu dürfen, was sich in Dankbarkeit zeigt. Wer mit Schulden nicht umgehen kann, sie ignoriert, ja sogar verdrängt, bei dem wird sich Dankbarkeit schwerer zeigen können. Jesus ist für uns Menschen am Kreuz gestorben, diese Erlösung ist das Kreditangebot für jeden schuldig gewordenen Menschen, ermöglicht durch Gottes Liebe und Gottes Vertrauen, dass es Menschen gibt, die diesen Kredit gerne annehmen und in Dankbarkeit freudig als gesegneter Schuldner leben.

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Mehr wollen können, weniger müssen müssen

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr sowie Gottes Segen auf allen Wegen mit viel Wollen und wenig Muss.

Es gibt Bereiche, in denen es nur darum geht, dass getan wird, was getan werden muss. Ob unter Druck oder Zwang oder freiwillig, interessiert dabei nicht.

Je deutlich sichtbarer der Sinn oder das Ziel hinter dem Handeln wird, umso mehr sind Menschen motiviert sich dabei zu engagieren oder tun das, was ihre eigentliche Aufgabe ist, motiviert und mit großer Freude.

Andersherum, wo viel MUSS steht, ist Ziel und Sinn nicht klar oder nicht klar kommuniziert.

Im christlichen Glauben gibt es kein MUSS, wesentlich sind WOLLEN oder Sollen. WOLLEN aus eigener Motivation heraus, Sollen, um in guten Beziehungen leben zu können.

Das allein ist das Ziel von Gott, dass seine Liebe zu uns Menschen uns dahin verändert, gute Beziehungen zu anderen, eine gute Beziehung auch zu einem selbst und eine gute Beziehung zu Gott entwickeln zu können.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken

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Ehrlich und klar ins neue Jahr

Im neuen Astrixheft wird das gallische Dorf vom Römer Visusversus mit absolut positivem Denken infiltriert, was dazu führt, dass ihr Urteilsvermögen so stark beeinträchtigt wird, dass die Existenz des ganzen Dorfes gefährdet ist. Die Botschaft: Gefahren werden als solche nicht mehr erkannt. Es existiert nur noch eine einzige Angst, die darin besteht, aus dieser heilen Welt herausgerissen zu werden.

Unsere Zeit ist damit treffend und schnörkellos beschrieben. Alles muss in schöne und wohltuende Begriffe verpackt werden, das Wort Fehler ist zu hart, man nennt das jetzt Herausforderungen. Wettkampfspiele wie im Fußball von Kindern und Jugendlichen soll es mancherorts nicht mehr geben, das ist eine Benachteiligung von Kindern, „deren Potenzial sich nicht so stark entwickeln konnte“.

Am Ende eines Lebensabschnitts oder eines Jahres ist es wichtig, Bilanz zu ziehen, ehrlich und klar. Je ehrlicher und klarer, umso besser ist die Grundlage für eventuelle Korrekturen und eine verlässlichere Planung der Zukunft.

Wir wünschen allen Gottes Segen, Klarheit und Ehrlichkeit in der Bilanzierung des vergangenen und in der Planung des kommenden Jahres.

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Frohe und besinnliche Weihnachten!

Mit dem irischen Weihnachtssegen wünschen wir allen

frohe und besinnliche Weihnachtstage.

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Adventszeit…

Der Text setzt voraus, dass Menschen in der Adventszeit Zeit haben zum Nachdenken. Meine Beobachtung zeigt, dass viele intensiv nachdenken, aber häufig dahingehend, wie schaffe ich es durch all die besinnlichen Feiern und den eigenen Vorbereitungen überhaupt durchzukommen.

Für ein gutes Leben ist es wichtig, immer wieder aus einer Helikopterperspektive auf das eigene Leben zu schauen.

Wie gehe ich mit der Zeit um, die mir zur Verfügung steht? Lohnt sich das, wofür ich manchmal viel Zeit aufwende? Sind die Stunden der Muße Erholung für Körper und Seele oder nur Zeitvertreib, muss Zeit totgeschlagen werden.

Hat das, was für ein gutes Leben wichtig ist, ausreichend Zeit? Reflektion über das eigene Leben, Nachdenken über die lebenswichtigen Beziehungen zu Familie und Freunden – dazu zählt bei Gläubigen auch die Beziehung zu Gott? Das kann sich jetzt etwas moralisch anhören, soll es aber nicht; ich lasse nur wieder einmal meine eigenen Gedanken in diesen Text einfließen.
Wir wünschen allen einen gesegneten 3. Advent.

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Gutes tun ohne auf Beifall zu hoffen

Für Unternehmen und Organisationen gilt: „Tu Gutes und rede darüber!“. In der Bergpredigt ruft Jesus auf: „Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Im Gleichnis vom Weltgericht beschreibt Jesus jedoch Menschen, die mit einer Selbstverständlichkeit Gutes tun, so dass sie überrascht sind, als Jesus aufzählt, was sie alles getan haben.

Diese Gruppe von Menschen meint der heutige Spruch.

Beim Gutes tun, geht es nicht darum, dass ICH etwas Gutes tue, sondern darum, dass andere Menschen Gutes erfahren.

Es geht nicht um einen selbst, um ein gutes Gewissen, um fromme Leistungen oder sich als Gutmensch zu präsentieren, es geht ausschließlich um den Anderen.

Menschen mit einem freundlichen Blick oder einer Geste begegnen, Menschen begleiten oder beistehen in schwierigen Situationen, Menschen helfen in Notlagen, etc. 

Gott segne jeden entsprechend seiner Möglichkeiten und Verfassung ein Sonnenschein für andere zu sein.

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Wenn Liebe ein Medikament wäre…

Es heißt: Liebe ist die beste Medizin. Es gibt mittlerweile viele Studien, wie Liebe neben dem Wohlgefühl den Heilungsprozess unterstützt und auch vor manchen Krankheiten schützen kann.

Bei unserem heutigen Spruch ist mir jedoch die Formulierung „… der Beipackzettel (der Liebe) wäre ein dickes Buch“ ins Auge gesprungen. Liebe hat gravierende Auswirkungen, weil Liebe das Koordinatensystem komplett verändert. Was bisher höchste Priorität hatte (Karriere, Reichtum, Ansehen, Macht …), wird sich unter der Liebe einordnen, für viele absolut inakzeptabel.

Dazu einige Gedanken aus 1.Korinther 13 ganz provokativ formuliert. Der prophetische Welterklärer ohne Liebe ist nichts anderes als ein Selbstdarsteller. Der bibelfeste Besserwisser ist ohne Liebe einfach ein Wichtigtuer. Der großzügige Wohltäter ohne Liebe ist ein Scheinheiliger …“

Ja, die Liebe hat große Nebenwirkungen im Leben. Für den, der dies von Herzen akzeptiert, werden sie heilend wirken. Dank sei Gott, der die Liebe ist, sich in Liebe uns Menschen schenkt und Liebe im Menschen entfacht, der dadurch verwandelt wird.  

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Je mehr man liebt umso tätiger wird man sein

Das Foto zeigt eine von vielen Straßen in Marokkos Hauptstadt Rabat. Mit viel Liebe und Hingabe wurden Hauswände bemalt. „Je mehr man liebt umso tätiger wird man sein“ – ein Spruch eines genialen Malers.

Um das Besondere zu erkennen, hilft oftmals zu wissen, was das Gegenteil ist. Die einen sagen, das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit macht träge.
Andere sagen das Gegenteil ist Hass, Wut, Verbitterung, Abscheu… Solche negativen Emotionen zeigen sich meist explosionsartig und können zu Tätlichkeiten führen – ganz und gar nicht im Sinne von Vincent van Goghs „tätig sein“.

Daraus wird deutlich, Liebe motiviert und Liebe befreit vom inneren Gefängnis und kann damit besonders aktiv werden. Paulus beschreibt es so: „Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.“ (1. Kor. 13,4-7)

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer

Wir waren knapp 3 Wochen mit einer Rundreise unterwegs in Marokko. Dabei haben wir alle Highlights von Marokko gesehen. Besonders beeindruckt haben uns jedoch die Menschen, die mit großer Gelassenheit und Ruhe ihre Arbeit verrichten. Wir konnten das oft beobachten, wenn wir durch die Souks (Bazar) „zielstrebig durchmarschiert“ sind.

Ruhepausen sind wichtig im Alltag, auch im Urlaub. Erst die Ruhepausen schaffen den Raum um Mensch SEIN zu können. Zuerst mal regenerieren, wieder Energie tanken, den Akku wieder füllen. Das braucht auch eine Maschine, damit sie funktionsfähig bleibt.

Mensch SEIN bedeutet auch über das reflektieren zu können, was man tut oder erlebt hat, zu bewerten und zu genießen wie auch den Sinn zu hinterfragen.

Existenziell zum Mensch SEIN gehören (gute) Beziehungen, dafür braucht es Zeit, Zeit um Beziehungen zu pflegen, aber auch die innere Ruhe, um über die Beziehungen nachzudenken.

Als Gläubige ist die Beziehung zu Gott wesentlich für das Mensch SEIN, auch dazu bedarf es Zeit und Ruhe.

Was mit ausreichend Ruhepausen geschieht, ist von Dauer im Leben und im Glauben.

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Dankbarkeit macht das Leben erst reich

Ein bekanntes Lied beschreibt Dank sehr eingängig:

Danke für diesen guten Morgen, danke für jeden neuen Tag. Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag.

Danke für alle guten Freunde, danke, oh Herr, für jedermann. Danke, wenn auch dem größten Feinde ich verzeihen kann.

Danke für meine Arbeitsstelle, danke für jedes kleine Glück. Danke für alles Frohe, Helle und für die Musik.

Danke für manche Traurigkeiten, danke für jedes gute Wort. Danke, dass deine Hand mich leiten will an jedem Ort.

Danke, dass ich dein Wort verstehe, danke, dass deinen Geist du gibst. Danke, dass in der Fern und Nähe du die Menschen liebst.

Danke, dein Heil kennt keine Schranken, danke, ich halt mich fest daran. Danke, ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann.

Herzlichen Dank an Martin Gotthard Schneider für diesen ganz besonderen Text. 

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Menschen, die Angst verbreiten, haben Angst

Dieses Heideneimer Knöpfle war in einem zu kleinen Topf und hat sich so Luft verschafft. Die Hefe treibt und wenn es nicht mehr passt, hebt sich der Deckel.

Wie die Hefe treibt heute vielen Menschen die Sorge und Angst um unsere Zukunft um, und es sind ja auch beunruhigende Umstände, die uns täglich durch die Nachrichten erreichen. Zudem nimmt die Zahl derer zu, die die Angst noch verstärken, indem sie teilweise absurde Theorien verbreiten und ihre Angst in Gewalt und Hass breit macht.

Im Psalm 23 „Der gute Hirte“ heißt es, „…und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, dein Stecken und Stab trösten mich…“

In diesen oftmals finsteren Tagen geht es darum, das Vertrauen in Gottes Führung und Leitung nicht nur nicht zu verlieren, sondern zu vertiefen, um in dieser Gewissheit des Psalmschreibers die Herausforderungen zu meistern, die uns im persönlichen Bereich oder durch die Nachrichten begegnen.

Wir wünschen allen die tiefe Gewissheit, „…Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang…“

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Wenn man muss, darf man nicht…

Handeln aus Einsicht, ist das große Ziel in der Erziehung und ein langer Entwicklungsprozess. Am Anfang entscheiden die Eltern für das Kind. Jedoch Schritt für Schritt darf das Kind lernen selbst zu entscheiden, dabei gelingt es manchmal gut, manchmal nicht so gut – beide Erfahrungen sind wichtig im Entwicklungsprozess. Am Ende greifen Eltern nur noch in gefährlichen Situationen ein.

Was für Eltern gilt, gilt auch für Leiter. Die Gruppe, das Team, soll sich zu selbstständig denkenden und handelnden Mitgliedern entwickeln, die sich engagiert und kreativ für das klar vorgegebene Ziel einsetzen. Die Leiter teilen transparent alle notwendigen Informationen, haben einen Blick wie sich alles entwickelt und können jederzeit eingreifen, wenn etwas „massiv aus dem Ruder“ laufen sollte.

Das ist auch mein Bild von Gott. In der Bibel wird häufig das Bild des Hirten verwendet, wenn es um Gottes Führung geht (nicht das Bild eines Kameltreibers). Gott möchte, dass Menschen ihm aus Einsicht folgen und dabei ihren ganz eigenen Weg finden. Wenn sich dabei ein Mensch verirrt, zeigt die Geschichte vom verlorenen Schaf, dass Gott auch ihm nachgeht, wenn er sich verlaufen hat. Gott sei Dank für diese Pädagogik.

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Gedanken-Austausch

Vor Jahrzehnten gab es die Aktion „freier Gedankenaustausch“, bei der Jugendliche auf der Straße mit anderen Menschen ins Gespräch über Gott und die Welt kamen. Es war höchst spannend, mit welchen Gedanken und Überzeugungen sie dabei konfrontiert wurden. Am Ende haben meist beide von dem Gedankenaustausch profitiert.

In den sozialen Medien findet auch ein Gedankenaustausch statt, der jedoch durch im Hintergrund wirkende Algorithmen eher diejenigen zusammenbringt, die dieselben Gedanken haben als mit Andersdenkenden. Es kann fatale Auswirkungen haben. Wenn ich verlerne andere Gedanken an mich herkommen zu lassen, verlerne ich auch meine eigenen Gedanken zu hinterfragen. Schlimmer jedoch ist, dass die eigenen, nicht mehr reflektierten Gedanken verstärkt werden, was zu Fanatisierung beitragen kann.

Mich hat der heutige Spruch sehr angesprochen – Gedanken – Austausch, es bereichert das Leben und öffnet Horizonte, wie das herrliche Alpenpanorama hinterm Ammersee.

Wir wünschen allen Gottes Segen im Austausch mit Andersdenkenden und Andersgläubigen.

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Druck erstickt die Liebe, die unverzichtbar ist zum Leben

Was ich in letzter Zeit erlebe, ist beispiellos. Menschen werden direkt oder indirekt massiv unter Druck gesetzt.

Eine Variante sind Menschen, die sich selbst unter Druck setzen – hohe Erwartungen, ja keine Fehler machen, Perfektion –, und setzen unwillkürlich andere unter Druck. In so einer Situation – Augen zu und durch – fehlt das Gespür für sich selbst und das Gespür, wie es anderen gerade geht.

Die schwierigere Variante ist, dass Menschen andere ganz bewusst unter Druck setzen, indem sie Themen aufbauschen oder Fehler maßlos eskalieren lassen mit dem Ziel, ihre Agenda durchzudrücken. Dabei herrscht häufig der Grundsatz, der Zweck heiligt die Mittel.

Jesus zeigte seinen Jüngern auf, dass die weltlichen Machtstrukturen inkl. der Gewalt der Herrschenden im Reich Gottes nichts zu suchen haben, sondern sein Reich auf der Liebe Gottes zu uns Menschen und auf die menschliche Antwort darauf basiert. „An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ Joh. 13,35 Diesen Raum hat Gott geschaffen, dass die Kinder Gottes in diesem Umfeld das Leben, das sie angenommen haben, in Freiheit leben dürfen.

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Was man verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr

Auge in Auge mit dem Nashorn im Krugerpark in Südafrika bei einer Wanderung mit zwei bewaffneten Guides. Uns wurde erklärt, dass Nashörner schlecht sehen und wir deshalb zügig durch eine kurze Lichtung marschieren sollen, dabei ist dieses Foto entstanden. Als wir hinter einem Busch waren, hat ein Guide einen Stock in die andere Richtung geworfen und die Nashörner sind ca. 10-15 m an uns vorbeigerannt, so wie die Guides es uns vorher erklärt hatten.

Marie Curie (sie untersuchte um 1900 die Strahlung von Uran und prägte das Wort „radioaktiv“) formulierte: Was man verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr!

Mich irritieren seit Jahren sogenannte Endzeitprediger, die „ihr Geschäft“ mit Angstmacherei betreiben.

Jesus sagt in seinen Endzeitreden (Lk 21,28): „Deshalb: Wenn sich dies alles zu erfüllen beginnt, dann seid zuversichtlich – mit festem Blick und erhobenem Haupt! Denn eure Rettung steht kurz bevor.“

Gläubige, die verstehen, was kommen wird, können in Zeiten der Umbrüche ohne Furcht nach vorne schauen, weil sie wissen, was kommt und WER kommen wird. Was für ein Geschenk!

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Angstfrei glauben…

Angst hat eine lebenswichtige Funktion, Angst warnt uns vor gefährlichen Situationen. Kleinkinder müssen das erst lernen, meist durch eigene Erfahrung, obwohl Eltern ihnen schmerzliche Erfahrung ersparen wollen.

Es ist ein Balanceakt in der Erziehung. Vor was warne ich, damit sich ein guter Angstmechanismus entwickeln kann, und wo ermutige ich, etwas auszuprobieren, auch auf die Gefahr hin, dass es misslingt. Es ist ein Balanceakt, vor nichts Angst zu haben ist lebensgefährlich, vor allem Angst zu haben, lähmt.

Ist diese Balance von Angst und Zuversicht auch im Glauben zu suchen? Jesus sagt über das, was um uns herum passiert:
„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Joh. 16, 33

Johannes spricht vom Reifeprozess bei Kindern Gottes: „Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst hat und vor der Strafe zittert, bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.“ 1. Joh 4,18

Für Kinder Gottes gilt: Angst haben vor Gott und anderen Angst machen vor Gott, geht gar nicht!! Angstfrei glauben – das ist ein großes Geschenk, Gott sei Dank dafür.

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Gesetze sind entbehrlich wenn…

Dass auf Erden die Liebe „herrschte“, ist für uns unvorstellbar. Wir brauchen Gesetze, und es werden immer mehr gebraucht (Bsp. künstliche Intelligenz). Gesetze und die Macht, bei Verstoß dies zu sanktionieren, sind notwendig, um die Lieblosigkeit auf Erden einzugrenzen.

Aber Gesetze/Gebote formulieren meist was man nicht tun darf: du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst kein falsches Zeugnis reden, du sollst nicht begehren.

Etwas nicht zu tun, ist nicht dasselbe wie etwas zu tun.

Wenn Liebe (im Herzen) „regiert“, dann möchte man es nicht nur, sondern tut es, d.h. Leben zu erhalten und zu schützen, ich zeige meine Liebe meinem Ehepartner, ich gebe gerne den Bedürftigen, ich sehe das Positive im Menschen, und so spreche ich mit und auch über sie, ich freue mich mit andern an ihren Freuden und leide mit an ihrem Leid.

Gute Gesetze/Gebote können helfen, ein ordentliches Leben zu führen, aber führen nicht zu einem erfüllten Leben.

Ein erfülltes Leben gelingt nur durch Liebe.

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Misstrauen ist ein Zeichen von Schwäche

Vor über 50 Jahren gab es zuerst einen Film mit dem Titel „Trau keinem über 30“, fünf Jahre später „Trau keinem über 18“. Heute könnte ich mir als Titel vorstellen „Trau keinem!!“

Wir leben in einer Welt der Halbwahrheiten und alternativen Fakten. Es ist besonders perfide, dass die Lüge mit einem kleinen Tropfen Wahrheit garniert ist. Dann wird es die perfekte Lüge, die in der Bibel als Ursünde beschrieben wird. „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan (Wahrheit), und ihr werdet sein wie Gott (Lüge) und wissen, was gut und böse ist (Wahrheit).“ 1. Mose 3. Misstrauen schwächt und Menschen werden leichter manipulierbar.

Um vertrauen zu können, braucht es Mut und Kraft. Der kleine Junge aus dem Stamm der Himba hat erst die Touristin beobachtet, sich dann fotografieren lassen und belustigt diese Fotos mit ihr betrachtet.

Jesus sagt klar: „Wenn ihr nicht werdet …wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Matth. 18, 3. Kinder sind ein Vorbild im Vertrauen und Kinder Gottes sind Menschen, die sich trotz ihrer Schwächen um Vertrauen bemühen.

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Gerechtigkeit aus Glauben ist nicht ungerecht

Die Ungerechtigkeit in der Welt nimmt immens zu und für Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsgefühl führt dies zu einer immer stärkeren inneren Belastung.

Es gibt mittlerweile zu viele Länder, in denen das Einfordern von Menschenrechten bedrohlich, ja sogar richtig gefährlich für diese Menschen werden kann.

Im christlichen Glauben tun sich auch einige schwer mit ihrem Gerechtigkeitsgefühl. Dass alle Menschen, die ihre Schuld eingestehen und Gottes Gnade angenommen haben, gerettet sind, ist für viele ungerecht, da sie meinen, das hätten die Menschen doch nicht verdient.

Genau das ist Gottes Gerechtigkeit, mit der Martin Luther auch lange zu kämpfen hatte, bis er dazu den Schlüssel in Römer 1, 17 erkannt hat: „Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«“ Es ist bis heute eine Herausforderung Gottes Gerechtigkeit nicht als Ungerechtigkeit zu empfinden.

Wir wünschen allen Freude und Dankbarkeit an Gottes Gerechtigkeit für uns Menschen.

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Liebe ist…

Der Kern des christlichen Glaubens ist LIEBE.
Jesu zeigt durch sein Leben und Sterben Gottes Liebe zu den Menschen und beschreibt als Reaktion darauf die Liebe des Menschen zu Gott, zu seinen Mitmenschen und zu sich selbst.

Der Spruch von Rousseau darauf übertragenen: Wer auf sein Herz hört, weiß nicht auf was er sich einlässt, noch weiß er, wie es enden wird.

Wer ahnt schon, wie sich aus einem spontanen freundlichen Gruß ein tiefgreifendes persönliches Gespräch entwickeln kann.

Wer weiß, was sich aus einer spontanen Hilfe in einer Notsituation entwickeln kann, wenn er sich entsprechend seiner Möglichkeiten einsetzt?

In Jesu Geschichte vom Weltgericht (Matth. 25) werden Menschen mit dieser Lebenseinstellung als Gottes Kinder bezeichnet. Das Besondere dabei ist, ihnen war es das alles gar nicht bewusst, es war für sie selbstverständlich, weil es von Herzen kam. Anscheinend waren sie auch nicht überfordert, sonst hätten sie sich schon deshalb daran erinnert.

Wir wünschen allen die Kraft und den Mut sich von der Liebe Gottes, der Liebe zu den Menschen und zu sich selbst mehr und mehr im Alltag leiten zu lassen.

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Wer andauernd begreift, was er tut…

Es ist keine Geschichte die Jesus in Lukas 7, 36-50 schildert, sondern es hat sich so ereignet. Jesus wurde von einem Pharisäer zum Essen eingeladen. Eine stadtbekannte Frau mit schlechtem Ruf hörte davon, schlich sich dazu. Mit ihren Tränen benetzte sie Jesu Füße, anschließend trocknete sie diese mit ihren Haaren und salbte die Füße mit einem äußerst kostbaren Parfümöl.

Der Pharisäer und Jesu Jünger betrachten dieses Ereignis ganz rational, für sie ist es eine absolut unbegreifliche Handlung, deshalb würden sie so etwas nie und nimmer tun.

„Wer andauernd begreift, was er tut, bleibt unter seinem Niveau“, so eine Aussage von Martin Walser. Wer kreativ ist, probiert manches spontan aus, was für einen selbst nicht immer erklär-/begreifbar ist und entwickelt sich so weiter.

Jesus bringt es in den Zusammenhang mit Liebe. Wer liebt wir hin und wieder etwas tun, was man selbst manchmal nicht oder schwer begreifen kann. Irgendetwas drängt einen von Innen heraus, dem man nachgibt und das man umsetzt.

Dadurch entwickelt sich der Mensch im Mensch SEIN weiter.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Das Leben erträglich gestalten

Fotografieren ist ein schönes Hobby, man kann dabei besondere Erlebnisse festhalten. Beim Knipsen drückt man einfach ab und das war‘s. Beim Fotografieren sind Überlegungen anzustellen, wie stark soll das Motiv das Foto dominieren bzw. ist die Umgebung um das Motiv mit einzubeziehen. Wie steht es um den Hintergrund? Ist dort etwas Störendes, aus welchem Blickwinkel möchte ich es festhalten…

Wenn ich fotografiere und nicht einfach nur knipse, versuche ich, das Foto nicht wie es ist zu machen, sondern wie ich es gerne sehen möchte, d.h. Müll, parkende Autos, Baukräne, die die „Landschaft verschandeln“, sollen nicht auf dem Foto erscheinen.

Martin Walser macht eine grundsätzliche Aussage zum Um-gang mit dem, was tagtäglich uns an Nachrichten erreicht. Wie gehe ich damit um, dass ich es ertragen kann, dass ich einerseits mitfühlen kann mit dem Leid, das geschieht, und andererseits auch genügend Abstand habe, um mich zu schützen. Zusätzlich hilft, dass ich mich nicht mit allem, was es in die Nachrichten schafft, beschäftigen muss.

Es geht, wie häufig im Leben, auch hier darum, eine gute Balance zu finden. Dazu wünschen wir allen Gottes Segen.

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Sei eine Stimme, nicht nur ein Echo.

Die USA steckt in einer großen Krise, weil einer seine Meinung als Wahrheit verkauft. Gleichzeitig gibt es viele, die lauthals als Echo das überall hin verbreiten.

Unser Spruch formuliert die Aufforderung Sei eine Stimme, d. h. sag deine Meinung, steh dazu und entziehe dich nicht der Diskussion, indem du deine Meinung als Wahrheit deklarierst.“ Wer so seine Meinung äußert, gibt etwas von sich preis und macht sich damit angreifbar.

Einfacher ist es als Echo zu fungieren, ich kann mich jederzeit hinter dem Autor der Aussage verstecken.

Jesus hat zwei Fragen formuliert, die auch eine grundlegende Aussage zu unserem Thema machen (Mk. 8, 27-30):

1. Wer, sagen die Leute, dass ich sei?

2. Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei?

Eine Meinung braucht eine Basis (Frage 1), aber entscheidend sind nicht die Meinungen anderer, sondern meine ganz persönliche Meinung (Antwort auf 2. Frage). Gott schenke uns die Kraft und den Mut weniger ein Echo zu sein, sondern mehr eine vernehmbare Stimme in unserer Umgebung.  

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No Cancel Culture

Immer mehr hört man das Schlagwort „Cancel Culture“. Folgende Definition fand ich dazu im Internet: „Cancel Culture“ bezeichnet den Versuch, ein vermeintliches Fehlverhalten, beleidigende oder diskriminierende Aussagen oder Handlungen – häufig von Prominenten – öffentlich zu ächten. Es wird zu einem generellen Boykott dieser Personen aufgerufen.

Das Thema ist nicht neu, im religiösen Umfeld gibt es solche Ausgrenzungen schon jahrhundertelang, so wurden Personen als Ketzer, Hexen… gebrandmarkt. Heute brandmarken sektiererische Gruppen, die für sich in Anspruch nehmen, exklusiv die Wahrheit zu kennen, Andersdenkende einfach als Abgefallene, was ähnliche Auswirkungen hat.

Dabei ruft Paulus (1. Thess. 5,21) ausdrücklich dazu auf, sich mit aktuellen Themen zu beschäftigen, um zu entdecken, ob etwas Gutes darin genutzt werden kann, das mich in meinem Glaubensleben weiterbringt. Das ist meist etwas Anstrengenderes, aber nichts Gefährliches für jemand, dessen Glauben fest auf Christus gegründet ist, der allein der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, und wer ein gesundes Urteilsvermögen besitzt.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei mit diesen Gedanken.

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Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit

Wenn jemand ein Geschenk bekommt und sich sehr darüber freut, ist das die größte Form der Dankbarkeit. Wenn manche meinen, dann zu sagen ‚Jetzt sag mal artig Danke schön‘ ist das zwar artig, aber aus meiner Sicht wurde es bereits besonders ehrlich ausgedrückt.

Freude ist ein ganzheitlicher Ausdruck und umfasst Seele, Körper und Geist – bei einem artigen Dankeschön kann dies formal und unabhängig vom Innersten sein.

Gott schenkte uns nicht nur das Leben, sondern auch viele Gaben und Fähigkeiten, Gott begleitet uns im Leben und bietet jedem Menschen an, dass die Schuld getilgt ist, damit ist die Vergangenheit bereinigt und der Mensch kann unbelastet in die nahe und ferne Zukunft blicken.

Ein Grund zu großer Dankbarkeit – nicht nur artig und formal Danke zu sagen, evtl. mit ein paar guten Taten, sondern mit großer Freude durchs Leben zu gehen, mit Freude von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüt.

Paulus ruft uns zu: „Freut euch zu jeder Zeit, denn ihr gehört zum Herrn! Ich wiederhole es: Lebt voller Freude!“ Phil. 4,4

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Wenn du nichts änderst…

Im Leben gibt es vorhersehbare und unvorhersehbare Änderungen. Manchmal möchten wir auch selbst, dass sich etwas ändert. Wenn sich die Lebensumstände ändern oder wenn ich etwas geändert haben möchte, ist es unumgänglich, dass ich mich auch selbst ändern muss, ein unverändertes Weiter so passt nie in eine veränderte Situation. Die entscheidende Frage ist, was sollte sich ändern und was sollte sich auf keinen Fall ändern, weil es auch in der veränderten Situation gut und hilfreich ist.

Es ist wie immer ein Abwägen und Bewerten der Möglichkeiten. Nicht alles ist gut, weil es in der Vergangenheit gut war, und nicht alles Bisherige ist schlecht.

Dazu ein frei übertragenes und erweitertes Wort von Paulus: „Wägt alle Dinge ab und haltet dann an dem fest, was wirklich gut ist, und trennt euch von dem, was nicht oder nicht mehr gut ist.“ (1. Thess. 5, 21):

Der christliche Glaube fordert zur kritischen Auseinandersetzung mit dem auf, was um uns und in uns passiert.

Dazu hat Gott den Menschen die Fähigkeiten gegeben und ist den Menschen in solchen Situationen besonders nahe durch seinen Geist.

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Nahrung für die Seele

Hunger ist ein ganz natürliches Bedürfnis und für die allermeisten in unserer Gesellschaft gibt es nicht nur genügend, sondern auch noch gutes und schmackhaftes Essen.

Im geistlichen Bereich ist Hunger ebenso ein ganz natürliches Bedürfnis, das der Schöpfer in jeden Menschen gelegt hat. Angebote als Nahrung für die Seele gibt es en masse, darunter sind auch viele nützliche Angebote, wie Spaziergang im Wald, sich in Musik hineinversetzen, ein gutes Buch lesen, Gedankenaustausch, tiefgreifende Gespräche …

Den Hunger, den Gott als Schöpfer des Menschen als Gegenüber eingepflanzt hat, ist die Sehnsucht nach Liebe. Liebe annehmen zu können und Liebe geben zu können gegenüber Gott und gegenüber unseren Mitmenschen. Das erfüllt die Seele, stärkt das Bewusstsein zu sich selbst und das Bewusstsein Gottes Kind zu sein und zu leben über das Leben auf dieser Welt hinaus.

Geistlicher Hunger ist ein lebensnotwendiges Bedürfnis, durch gute Nahrung für die Seele führt dies zu einer ganz besonderen Lebensqualität. Kein Mensch braucht in diesem Bereich Hunger leiden – was für eine Gnade.

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Vernünftig leben, mit allen Sinnen und Verstand

Es ist einzigartig und unbegreiflich, welche Vielfalt und Details und welche Balance Gott geschaffen hat, und wir in der Natur bewundern können – oder aber eben auch nicht können, weil es uns total überfordert. Um etwas von dieser Größe und Genialität begreifen zu können, müssen unsere Sensoren und unser Verstand gut sensibilisiert und ausgeprägt sein. Dass dies möglich ist, liegt nicht am Menschen, sondern ist das Ergebnis der Schöpfung Gottes, der uns zu seinem Gegenüber geschaffen hat.

Leider gibt es nicht Wenige, die meinen, mit einer eingeschränkten Weltsicht sich als besonders fromm profilieren zu können, ja manchmal geht es soweit, dass man sich schämt, welch irrsinnige Aktionen solche Frommen unterstützen. Betreutes Wohnen ist ein Segen, betreutes Denken und betreuter Glaube aber ein Fluch.

Gott hat uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet, dieses großartige und besondere Geschenk ohne Einschränkungen zu nutzen, zeigt die größte Dankbarkeit gegenüber unserem Schöpfer.

Wir wünschen allen Gottes Segen für ein vernünftigen Leben mit allen Sinnen und mit Verstand.

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Freude ist eine Gabe des Herzens

In einem Witz heißt es: „Im Zug saß mir gegenüber ein missmutiger Mann, erst dachte ich er sei Christ, aber er hatte sich nur den Magen verdorben.“

Christsein wird von manchen als todernste Sache angesehen, dabei betont Paulus: „Freut euch im Herrn. Ich betone es noch einmal: Freut euch!“ Phil. 4,4

Freude als Gabe des Herzens kommt von innen heraus, ist im christlichen Glauben eng verbunden mit „von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüt“. Das wird nicht immer rational nachvollziehbar sein: Maria Magdalena hat in ihrer Freude Jesus mit einem sehr kostbaren Öl gesalbt, das fanden einige seiner Jünger überhaupt nicht gut.

Von Herzen heißt mit Leib und Seele, ganz dabei sein, nicht nur etwas verstandesmäßig betrachten. Nicht jedem gelingt das, nicht wenige habe Angst vor den eigenen Gefühlen bzw. Angst durch Gefühle die Kontrolle zu verlieren, aber vielleicht macht das genau den christlichen Glauben aus, nicht immer kontrollierte Freude, kontrollierte Liebe und kontrolliertes Vertrauen zu erleben.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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Ein paar Socken…

Dieses genial einfache Bild von einem Paar Socken sagt für mich zweierlei aus: Einseitige Liebe, die nicht erwidert wird, macht unglücklich. Eine Liebesbeziehung, in der eine dritte Person involviert ist, reduziert die Glücksmomente. Der Mensch ist auf ein Gegenüber angelegt, von Gott so geschaffen worden.

Damit kommen wir zum zweiten, weitaus herausfordernden Gedanken: die Zwei müssen zusammenpassen. Es heißt Unterschiede ziehen sich an, auf Dauer sind jedoch die Herausforderungen Schritt für Schritt anzugehen. Totale Übereinstimmung – da fehlt aus meiner Sicht die Herausforderung, die Würze. Es kommt also, wie so oft im Leben, auf eine gute Balance an und ein konstruktiver Umgang damit.

Mancher denkt jetzt vielleicht, schön und gut, hättest du mir vor Jahren / Jahrzehnten sagen sollen.

Korrekturen sind immer möglich. Entweder aufhören zu träumen und für klare Verhältnisse sorgen und/oder nach ausreichend gemeinsamen Erlebnissen und Aufgaben suchen und gleichzeitig das eigene Leben selbst und verantwortungsvoll gestalten.

Wir wünschen allen viel Kraft und Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Ich mach mir meine Welt, wie sie mir gefällt!!

Die Welt der Pippi Langstrumpf wird in diesem Lied deutlich: „… Zwei mal drei macht vier, Widdewiddewitt und drei macht neune, Ich mach‘ mir die Welt, Widdewidde wie sie mir gefällt…“ Wir schmunzeln über dieses Kinderlied, erschreckenderweise ist das heute vielerorts jedoch Realität.

Fakten zählen heute vielerorts nicht mehr. Was zählt, sind Geschichten und Emotionen. Bestes Bsp. ist der ehemalige US-Präsident, der von „Alternativen Fakten“ spricht und noch bis heute ohne Belege und gegen x Gerichtsprüfungen von Wahlfälschung spricht, was Unbelehrbare gedankenlos nachplappern und sich von der Realität verabschieden.

Eigene Welten wurden auch in der Vergangenheit gezimmert, jedoch durch die sozialen Medien ist die Verbreitung explosionsartig gestiegen. Die Algorithmen suchen nach Übereinstimmung, nicht nach Differenzen, deshalb funktioniert die Vernetzung so einfach und grenzenlos.

Der Text von Paulus wirkt wie aus der Zeit gefallen: „Prüft jedoch alles und behaltet das Gute!“ 1. Thess. 5,21

Gott hat den Menschen mit Verstand ausgestattet zu eigenständigem Denken, Prüfen und Entscheiden. Das ist keine Belastung, sondern ein ganz besonderes Privileg.

Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Ein Schiff ist im Hafen sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut

Im Hafen ist ein Schiff in Sicherheit. Aber auch ein Hafenmeister schätzt es, wenn er genügend Schiffe an der kurzen Leine hat, das gibt auch ihm Sicherheit.

Bei manchen ist es Bequemlichkeit nicht mehr den Hafen zu verlassen, Restaurants und Sanitäranlagen sind jederzeit und einfach zu erreichen. Andere haben vielleicht Angst vor Wind und Wellen und sind zusätzlich von anderen eingeschüchtert worden, wie gefährlich es, ist Wind und Wellen schutzlos ausgesetzt zu sein.

Dabei gibt es für einen Seglern nichts Schöneres als die Abhängigkeit von Wind und Wellen zu spüren und trotzdem das Ziel zu erreichen. Abends dann in einer Bucht zu ankern und das Erlebte zu genießen, wie in der Bucht der Insel Krk.

Gott hat jeden Menschen zu einer einzigarten Persönlichkeit erschaffen und mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet. Die Aufgabe im Leben ist es, diese zu entwickeln und zu nutzen. Das führt zu einem erfüllten Leben und einem segensreichen Engagement in seiner Umgebung. Entscheidend ist, sich nicht von der Familie oder einer Gruppe vorschreiben zu lassen, was wie zu tun ist.

Wir wünschen allen Gottes Segen bei diesen Gedanken.

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Tägliche Bekehrung vom Misstrauen zu Vertrauen

Vertrauen ist ein hohes Gut. Vertrauen gibt Menschen Sicherheit, nimmt die Angst und setzt deshalb Energie frei für ein unverkrampftes, entspanntes Leben.

Vertrauen ist notwendig, damit eine Gesellschaft, Freundschaft oder eine Beziehung überhaupt funktionieren kann, ja Vertrauen, dass das eigene Denken und Handeln gut sind, ist elementar – wir nennen es Selbstvertrauen.

Jedoch leben wir in einer Zeit, in der wir täglich massiven Angriffen ausgesetzt sind und allem und jedem misstrauen, ja sogar so weit, dass dunkle Mächte / Verschwörungen gemutmaßt werden, die im Hintergrund ihre Fäden ziehen.

Unser Spruch spricht von der entscheidenden Bekehrung vom Misstrauen zum Vertrauen, die täglich vollzogen werden muss. Es ist allein meine Entscheidung, welche Informationen und Meinungen ich an mich heranlasse, und es ist meine Entscheidung, wie ich diese bewerte, damit kein blindes Vertrauen oder auch blindes Misstrauen entsteht.

Vertrauen ist unumgänglich in jeder Beziehung, zu Menschen, zu Gott und zu mir selbst, von daher zahlt sich der Aufwand der täglichen Bekehrung vielfach aus.

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Selbstliebe…

Blaise Pascal, der französische Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph wurde vor ziemlich genau 400 Jahren geboren, seine Aussage ist heute aktueller denn je.

Was wird heute täglich oder mehrmals täglich alles gepostet, nur um Aufmerksamkeit zu bekommen, als Hilferuf „mich gibt es, ich existiere“ … Was wäre, wenn es keinen auf der ganzen Welt interessieren würde, es auch nicht eine einzige Rückmeldung gäbe? Was würde das mit diesen Menschen machen? (Zwischenbemerkung: Ich meine nicht die Posts von vielen, mich selbst eingeschlossen, durch die man andere an besonderen Ereignissen teilhaben lässt – Urlaub, besondere Aktivität, besondere Feste… hier geht es um teilhaben lassen, nicht um Aufmerksamkeit.)

Zurück zum eigentlichen Thema, Selbstliebe. Hierzu hat Jesus schon vor 2000 Jahren eine fundamentale Aussage gemacht: „Du sollst dem Herrn, deinem Gott, deine ganze Liebe schenken. Das betrifft dein ganzes Herz, deine ganze Seele und deine gesamte Verstandeskraft.‹ Das ist das bedeutendste und vorrangigste Gebot. Das zweite aber ist genauso wichtig: ›Du sollst deinen Mitmenschen lieben, so wie du dich selbst liebst!‹“ Matth. 22, 36-40

Lieben heißt teilen, sich verschenken an Gott und andere Menschen, weil ich mich selbst angenommen haben – selbst liebe -und von Gott geliebt weiß. 

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Überwundene Hindernisse schaffen Persönlichkeiten

Auf dem Foto ist Timo zu sehen, ein ganz feiner Mensch. Timo lebt in Namibia und ist dort in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Er hat es geschafft heute in einer Lodge fest angestellt zu sein und ist mit Feuer und Flamme dabei. Er lebt nach wie vor in seinem Dorf und hat unsere Gruppe eingeladen, das Leben dort ein wenig kennenzulernen.

Als Eltern will man es seinen Kindern so einfach wie möglich machen, ihren eigenen Weg im Leben zu finden. Jedoch ist vor Schulen zu beobachten, dass manche Eltern sich nicht nur bemühen ihren Kindern alle Steine, sondern auch alle Kieselsteinchen aus dem Weg zu räumen. Arme Kinder, sie werden vielleicht viel erreichen, aber sie werden wenig Erfahrung haben, wie man mit Hindernissen umzugehen hat, geschweige denn, dass Hindernisse notwendig sind, um zu Persönlichkeiten reifen zu können.

Hindernisse sind wie Schleifsteine, die unabdingbar sind, damit wertvolle Diamanten entstehen. Auch Kinder Gottes müssen hin und wieder für ihre Charakterbildung durch finstere Täler wandern. So dürfen wir genießen, wenn gerade wenig Steine im Weg sind, und anderseits freuen, dass es auch Schleifsteine für jeden gibt.  

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Keine Angst vor Fehlern

Es gibt seit vielen Jahren die Sendung „Das perfekte Dinner“. Heute kann man manchmal bei Verliebten hören, es muss die perfekte Hochzeit werden; bei jungen Eltern meint man zu hören, es muss die perfekte Erziehung geben.

Was, wenn es zwar eine schöne Hochzeit war, aber nicht perfekt, ganz zu schweigen, wenn die Kinder sich trotz „perfekter Erziehung“ von völlig gestressten Eltern nicht so entwickeln wie prognostiziert?

Bei Perfektion schwingt automatisch die Angst vor Fehlern mit, d. h. weil es Perfektion nicht gibt, ist die Angst vor Fehlern ein ständiger Begleiter – ein trauriges Dasein.

Im Christentum gehört der Umgang mit Fehlern zur „Kernkompetenz“, d. h. das ist der Kern des christlichen Glaubens. „Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn Gottes vollkommene Liebe uns erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, bei dem ist Gottes Liebe noch nicht zum Ziel gekommen.“ 1. Joh. 4, 18

Fehler benennen und bekennen führt zur Vergebung, d. h. Gottes Gnade direkt erfahren und damit seine unendliche Liebe zu uns Menschen. Ist das ein Aufruf zum Lotterleben? Nein, sondern ein Aufruf zu einem angstfreien Glauben

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Vielfalt und Einheit brauchen einander

Der Wunsch nach Vielfalt oder nach Einheit ist verstärkt zu beobachten, sei es gesellschaftlich oder im religiösen Umfeld. Blaise Pascal macht klar, das eine geht nicht das andere. Wie immer, wenn es zwei gegensätzliche Merkmale gibt, ist ein Abwägen zwingend notwendig, das bedeutet immer eine gute Balance zu suchen und (aus) zu halten.

Vielfalt braucht klare und akzeptierte Regeln, damit sind automatisch Grenzen gesetzt.

Einheit braucht klare und akzeptierte Werte, auf denen unterschiedliche Überzeugungen ein Zuhause haben können.

Beides sind Herausforderungen, denen sich manche nicht stellen. Die Einen posaunen kontinuierlich platte Slogans in die Welt, die Andern meinen, je mächtiger ein klares Feindbild, umso größer wird die Einheit.

Zur Einheit in der Kirche sagt Jesu: „An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ Joh. 13,35. Zur Vielfalt sagt Paulus: „Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.“ 1. Kor 10,23 

Wir wünschen allen ein gutes Gespür und Gottes Segen in diesem tagtäglichen Balanceakt.

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Wer zur Quelle gehen kann, gehe nicht zum Wassertopf

Es ist erschreckend und teilweise angsterregend, wenn Menschen sich absolut schrägen Ideen verschreiben. Die Frage stellt sich, wie kann es dazu kommen?

Die Aufforderung von Leonardo da Vinci zeigt den Weg: Wer zur Quelle einer Information gehen kann, geht nicht zum Wassertopf, der für abgestandenes Wasser steht und zusätzlich alle möglichen Verunreinigungen und Zusätze angesammelt haben kann. Es ist bequem und spart eigenes Denken, wenn man statt dem Original gleich die Interpretationen und Deutungen liest.

Mittlerweile ist der Anspruch noch weiter gestiegen, es muss zusätzlich noch in eine Geschichte eingepasst werden, dann kann es ja gar nicht verkehrt sein und man muss nicht irgendwie über den Wahrheitsgehalt nachdenken, mit absolut fatalen Folgen!!

Leider ist das auch bei religiösen Themen zu beobachten, das Christentum nicht ausgeschlossen. Dabei ist es hier ganz klar, die Quelle der Offenbarung Gottes, insbesondere die höchste Offenbarung durch seinen Sohn Jesus Christus, finden wir in der Bibel. Gott sei Dank für dieses Geschenk!

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Jesus ist tatsächlich auferstanden

Seit 2007 zu Karfreitag in der Süddeutschen Zeitung folgender Satz veröffentlicht wurde, lässt er mich nicht mehr los: „Wenn der Satz „Jesus lebt“ geglaubt würde, müssten den Christen eigentlich Flügel wachsen, die Gemeinden müssten vor Kraft strotzen, ihre begeisterten Mitglieder müssten an Ostern durch die Straßen rennen und jedem ins Ohr brüllen: „Gott lebt! Wirklich, er lebt!“ Stattdessen stehen sie mit allen anderen im Stau auf der Autobahn“

Für mich persönlich stand dieses Jahr an Ostern die Frage im Raum, wie sehr berührt mich Jesu Tod und seine Auferstehung wirklich – ist dies alles bekannt und rational schnell wieder abgehakt oder tut sich etwas in meinem Innersten?

Es war für mich ein segensreiches Ostern, sich Zeit zu nehmen, Joh. 19 einmal ganz bewusst zu lesen und damit das Karfreitagsgeschehen nachzuerleben, in einem Auferstehungsgottesdienst zu hören, dass an Ostern der Geruch des Todes nicht durch edle Düfte übertüncht wurde, sondern dass Jesus tatsächlich auferstanden ist und lebt und bis heute den „Duft des Lebens“ verbreitet.

Diese Gewissheit soll mir und uns allen im Alltag lange nachhallen.

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Frohe und gesegnete Ostern

Dieses einfache und fundamentale Statement eines ganz großen Denkers fasziniert mich. Die unermessliche Größe und Dimension unseres Gottes erklären oder verstehen zu wollen, kann keinem Menschen gelingen. Je mehr ein Mensch weiß, umso mehr erkennt er, was er nicht weiß. Bedauernswert sind Menschen, für die immer alles ganz klar ist, die Gottes Handeln in allen Details verstehen und ihre „Erkenntnis“ lautstark und unaufgefordert kundtun.

Für mich ist es unbegreiflich, wie sehr Gott nicht nur uns Menschen liebt, sondern selbst die Liebe ist. Dass Jesus als Sohn Gottes als hilfloser Säugling zu uns auf die Welt kam, dass er sich 30 Jahr Zeit genommen hat, unter uns Menschen zu leben, den unterschiedlichsten Charakteren zu begegnen, sich für den Einzelnen und seine Geschichte zu interessieren und dafür Zeit gehabt hat, obwohl er den Auftrag hatte, die Welt zu erlösen, was er getan hat unter unmenschlichen Schmerzen und Qualen.

Es ist schön, dass es Tage gibt, an denen wir im Besonderen diesem unbegreiflichen Handeln Gottes durch seinen Sohn Jesus Christus gedenken können.

Wir wünschen allen besinnliche und frohe Ostern.  

Link zu einem äußerst ansprechenden Karfreitagsgottesdienst!

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Wem wenig vergeben wird, liebt auch wenig

Vor Jahren hat die Firma, in der ich arbeite, ein großes hochautomatisiertes Logistikzentrum gebaut. Zur Betreuung dieser Systeme wurden Mitarbeiter eingestellt, bevor das Logistikzentrum fertiggestellt war, damit sie bei der Inbetriebnahme der Fördertechnik und der Hochregalsysteme durch die Lieferanten mitarbeiten konnten (Inbetriebnahme heißt nichts anders wochenlang Einstellungen vornehmen und Fehler suchen und beheben). Mitarbeiter, die danach eingestellt wurden, fehlten diese tiefgreifenden Kenntnisse.

Im Leben liebt keiner Enttäuschungen, aber wenn es dann doch dazu kommt, hilft es, dies als persönlichen Reifeprozesse zu begreifen. Vielleicht entwickelt sich sogar eine tiefgreifende Veränderung, für die man das Leben lang dankbar ist.

So paradox es klingt, im christlichen Glauben ist es genauso. Keiner sehnt sich nach Verfehlungen und Schuld, aber genau im christlichen Umgang damit erlebt man ganz besonders Gottes unendliche Liebe und Gnade. Jesu Aussage gegenüber einer Sünderin ist treffend: „Wem wenig vergeben wird, liebt auch wenig.“ Luk. 7,47

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Langsamer, bewusster, besinnlicher

Es heißt, unsere Zeit sei geprägt von „schneller, höher, weiter“. In der Reflektion zu meinem „Ruhestand“ im nächsten Jahr fällt mir ein: „langsamer, bewusster, besinnlicher!“.

Der Mensch ist keine Maschine, deren Leistung man ständig erhöhen muss, um Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Aber selbst Hochleistungsmaschinen haben feste Ruhezeiten.

„Langsamer, bewusster, besinnlicher“ – es geht nicht nur um die Geschwindigkeit. Bei Vollgas bin ich so fokussiert, dass kein Raum für „bewusster und besinnlicher“ existiert.

Es braucht Zeit, um bewusster und besinnlicher leben und arbeiten zu können, d. h. erstmal nicht Vollgas, dann aber auch Ruhezeiten, in denen ich reflektiere, was und wie ich etwas gemacht habe, sowie Zeit über den Sinn all dessen zu reflektieren, was ich tue und wofür ich lebe. Danach kann ich mich auf die nächste Aufgabe einlassen und diese wieder ganz bewusst meistern.

Zu diesem Aufgabenrhythmus hat Gott auch einen Wochenrhythmus geschaffen mit einem ganzen Tag der Ruhe und Begegnung. ER als Konstrukteur weiß aus eigener Erfahrung, was für seine Geschöpfe gut und notwendig ist.

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Was wir ersehnen zählt

Der heutige Spruch spricht mich an, ohne dass ich sagen kann, ich habe ihn „im Griff“, aber vielleicht führt genau dies zum wesentlichen dieser Aussage.

Besitzen, besser verwalten kann man nur Dinge, Menschen kann man nicht besitzen oder verwalten, einige sehen das leider nicht so, was in einer Katastrophe endet.

Menschen gegenüber bleibt nur das Sehnen nach Gemeinschaft, einem Miteinander und nach Nähe.

Menschliche Beziehungen können auch nicht festgeschrieben werden, sondern müssen gelebt werden. Beziehungen entwickeln sich weiter oder entwickeln sich zurück. Entscheidend für die Entwicklung von Beziehungen ist, wie sehr mein Sehnen immer wieder in Erfüllung geht bzw. wie ich gelernt habe mit nicht erfüllten Sehnsüchten umzugehen.

Diese Gedanken lassen sich ganz einfach auf den christlichen Glauben übertragen, weil es ein Beziehungsglaube ist, kein Erkenntnisglaube, in dem ich mein Wissen als meinen Besitz betrachten könnte, auch nicht ein Leistungsglaube, aus dem ich einen Anspruch ableiten könnte.

Da bleibt uns nur, unser Leben in Verbindung mit Gott zu gestalten.

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Auf dem Weg SEIN mit IHM zum Ziel ist das Ziel

Das Foto unserer heutigen Spruchkarte entstand während unserer Elbradtour 2020. Es sind interessante und faszinierende Wegweiser zu tollen Zielen, jedoch sie helfen keinem, der unterwegs ist und wissen will, welchen Weg er an dieser Weggabelung einschlagen soll. Dafür gibt es kleine, weniger spektakuläre Hinweisschilder. Diese zeigen dann den richtigen Weg, aber gehen muss ich immer alleine, der Wegweiser steht felsenfest weiterhin an seiner Stelle.

Influencer haben heute Hochkonjunktur. Aus sicherer Distanz anderen sagen, was der einzig richtige Weg ist! Als Missionsmodell ist diese Methode schon lange in vielen Kirchen zu beobachten.

Wenn ich einen vertrauenswürdigen Guide habe, sind Wegweiser überflüssig. Ein Guide kennt den Weg und, ganz entscheidend, er begleitet mich und steht – nicht nur für Fragen zu dem Weg – immer an meiner Seite. Nachfolge ist das Wesen des christlichen Glaubens, gemeinsam mit Jesus das Leben gestalten, sich von IHM ansprechen lassen und mit IHM sprechen.

Deshalb: Auf dem Weg SEIN mit IHM zum Ziel ist das Ziel.


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Entscheidend ist mein Tun, nicht mein Wissen

So simpel der heutige Spruch ist, so entscheidend ist er doch für ein erfolgreiches Leben.

  • Ich muss nicht KFZ-Technik studiert haben, um ein guter Autofahrer zu sein.
  • Ich muss nicht psychologische Modelle bedeutender Psychologen kennen, um als Eltern ein Kind zu einem verantwortungsvollen Menschen erziehen zu können.
  • Ich muss nicht Theologie studiert haben und die Dreieinigkeitslehre verstanden haben, um als Christ ein engagierter Nachfolger zu sein

Entscheidend ist nicht mein Wissen, sondern mein Tun.
Mit Grundwissen beginnen, Erfahrungen sammeln und aus diesen lernen, führt zum Erfolg.

Schlüsselfaktoren sind dabei Mut, auch mit unvollständigen Informationen den ersten Schritt zu wagen, und Lernbereitschaft aus positiven und negativen Erfahrungen.

Jesus bringt es auf den Punkt: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ (Matth. 7,12)

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Das Leben selbst steuern

Ob Pessimist oder Optimist, nach unserem heutigen Spruch machen sich beide von den Umständen abhängig. Geht’s ihnen schlecht, liegt es an den Umständen, geht’s ihnen gut, ist es genauso.

Ob ich mein Ziel erreiche beim Segeln ist nicht von der Windrichtung abhängig. Egal woher der Wind kommt, ich komme ans Ziel, der Wind beeinflusst lediglich meinen Kurs und meine Segelstellung und damit, ob ich eine längere Strecke zurücklegen muss und es länger dauert, bis ich mein Ziel erreiche.

Zwei kurze Formeln helfen einem, die Steuerung des Lebens selbst in die Hand zu nehmen: „Es ist, wie es ist“ und „Accept it, change it or leave it“ (akzeptiere, verändere oder lass es). Wenn ich mein Leben selbst in die Hand nehme, wird nicht alles so gelingen wie ich es mir gedacht habe, aber es ist deutlich besser als abwarten und nichts tun, bis die Umstände vermeintlich besser sind.

Als Gläubige dürfen wir auch darauf vertrauen, dass Gott uns bei unseren Entscheidungen und Bemühungen begleiten wird.

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Das Selbst hinter einer Maske verstecken

Ende Januar prahlte Donald Trump bei einem unglaublichen Auftritt, dass er als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine den Krieg innerhalb von 24 h beenden könne.

Ich frage mich, wie ist es möglich, dass manche Menschen trotz riesigen Spannungen zwischen Selbst- und Fremdbild völlig entspannt und überzeugend auftreten können. Der heutige Spruch gibt mir darauf eine Antwort.

Man kann sich SELBST ja nicht nur hinter Masken verstecken, sondern auch hinter einer der vielen Rollen, die jeder hat. Dann bin ich „nicht mehr ich selbst“, sondern bin „nur noch“ der berufliche Erfolgreiche, die hingebungsvolle Mutter, der aufopferungsvolle Vater, der besonders Demütige oder der hochmotivierte Fromme … Das SELBST verschwimmt und wird damit unbemerkt erstickt.

Wie bedeutend das „bei sich selbst sein“ für den christlichen Glauben ist, wird deutlich an dem zweiten wichtigsten Gebot von Jesus: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich SELBST“ (Matth. 22, 39).

Gott segne jeden bei diesen Gedanken.

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Solange du in dir selber nicht zur Hause bist…

Zu diesem Spruch fällt mir ein Lied von Peter Horton ein, das gut 50 Jahre alt ist:

Solang du in dir selber nicht zu Hause bist,
bist du nirgendwo zu Haus‘,

solange Leben bei dir nur in der Pause ist,
kommst du aus dem Kreislauf nicht heraus.

Und wir lauschen sehnsuchtsvoll den monotonen Worten aus den Lautsprechern der Flughäfen der Welt, und hören träumend all die Namen von den Je-ferner-desto-lieber-Orten und glauben, dass es uns dort mehr als hier gefällt.

Solang du in dir selber nicht zu Hause bist,
bist du nirgendwo zu Haus’…

Und man wird nicht müde, nach dem Glück zu suchen,
glaubt der Mammon sei’s und jagt ihm eifrig nach.
Und jeder nimmt so gut er kann sich ein Stück vom großen Kuchen und bleibt vor Einsamkeit in seinen Nächten wach.

Solang du in dir selber nicht zu Hause bist,
bist du nirgendwo zu Haus’…
Wir wünschen allen in diesen bewegten Zeiten, Gottes Segen und Ruhe auch in IHM.

Link zum Lied auf YouTube

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Mach’s wie Gott, werde Mensch!

In unserer technisierten Welt reicht unser Name nicht mehr aus, wir brauchen je nach Anlass unsere Personalnummer, unsere Reisepassnummer, unsere Identifikationsnummer beim Finanzamt, unser Aktenzeichen bei der Grundsteuer – alles am besten auf einer Chipkarte, meinen Account in den sozialen Medien. In diesem Umfeld wird man leicht reduziert auf den Angestellten, den Staatsbürger, den Steuerpflichtigen, das Mitglied der Krankenkasse, den User und Follower in WhatsApp, auf Instagram…

Mensch WERDEN und Mensch SEIN ist heute eminent wichtig. Rauskommen aus diesen spezifischen Tunneln, wieder den Boden unter den Füßen spüren, den Wind, der einem ins Gesicht bläst, die Liebe spüren, die andere mir zeigen; ebenso die Liebe zeigen, die ich für andere spüre.

Lernen mit schwierigen Alltagssituationen umzugehen, lernen mit Erfolg und/oder eigenem Versagen umzugehen.

Lernen, immer intensiver gemeinsam mit Gott durch den Alltag und das ganze Leben zu gehen. Mach‘s wie Gott, werde Mensch, ein wertvoller Gedanke, bei Gott geht es von oben nach unten, bei uns Menschen von unten nach oben

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Erfahrung ist, was man daraus macht

Der heutige Spruch sagt klar, Erfahrung und Lebensreife hängen nicht von den Umständen ab, sondern was ich aus den Umständen mache, d. h. es liegt an mir selbst, was ich aus den Situationen mache, in die ich gewollt oder ungewollt gekommen bin.


In dem bekannten Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ heißt es: „und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück, … dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde…“. Die dunklen Täler und leider auch Feinde gehören zum Leben dazu, erst sie lassen den Menschen reifen zu festen Persönlichkeiten. Es ist schön, eine behütete Kindheit zu haben oder gehabt zu haben, aber Kinder, denen alle Hindernisse aus dem Weg räumt werden, tun sich später im Leben deutlich schwerer als Kindern, die schon früh erleben mussten, dass das Leben „kein Ponyhof“ ist.

So ist auch Gott. Er erspart uns nicht dunkle Täler und Konflikte, vielleicht stellt er uns sogar manchmal in solche, damit wir in einen besonderen Reifeprozess gelangen. In meinem Leben gab es einige dunkle Täler und Konflikte, im Nachhinein möchte ich jedoch keine dieser Krisen missen, haben sie mich doch zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.
Wir wünschen allen Gottes Segen und seinen Beistand auf all unseren Wegen.

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Wer nicht stark in sich selber steht ist wie Fass ohne Boden

In einem Lied heißt es: „Solang du in dir selber nicht zu Hause bist, bist du nirgendwo zu Haus…“,

verbunden mit dem heutigen Spruch könnte es auch heißen: „Solang du in dir selber nicht zu Hause bist, sind alle Aktivitäten ein Fass ohne Boden…“ oder noch weiter ausgeholt,
„Solang du in dir selber nicht zu Hause bist, bist du auch im Reich Gottes nicht wirklich zu Hause!“

Zu dem Thema macht Jesus zwei grundsätzliche Aussagen in Matth. 22, 36-40: „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst!“ Das heißt nichts anderes als „du kannst nur andere Menschen lieben, wenn du bei dir selbst zu Hause bist“,

und „Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüt“! Je mehr mein Leben stimmig, umso lebendiger ist die Beziehung zu Gott.

Wie fundamental diese Aussagen Jesu im christlichen Glauben sind, macht er abschließend deutlich: „In diesen beiden Geboten ist alles zusammengefasst, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

Wir wünschen allen Gottes Segen auf diesem lebenslangen Weg zu sich selbst und unserer himmlischen Heimat.

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Menschen annehmen und sich selbst annehmen

Ein bekanntes Bibelwort lautet: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, denn dadurch wird Gott geehrt.“ Rö. 15,7.

Das Annehmen lassen von Gott und das Annehmen meiner Mitmenschen stellt manchen vor nicht unerheblichen Herausforderungen. Was in dem Text nicht explizit erwähnt wird, ist die Selbstannahme, d. h. sich (weitestgehend) mit all seinen Stärken und Schwächen zu akzeptieren.

Dieser Aspekt verbirgt sich hinter dem heutigen Spruch. Wie kann ich Menschen annehmen, die sich selbst nicht angenommen haben. Die Problematik ist, nehme ich das an, was die Person vorgibt zu sein (verborgen hinter einer Rolle oder Fassade), oder nehmen wir die Person an, die (un)bedacht hin und wieder erkennbar wird. Wahrscheinlich ist es am sinnvollsten, sie als widersprüchliche Person anzunehmen.

Was aus dem Bibeltext und den Gedanken deutlich wird, ist, welchen Einfluss die Selbstannahme auf meine Beziehungen hat zu Mitmenschen und sicherlich auch zu Gott. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Was ist wichtiger, der Weg oder das Ziel…

Die Diskussion ist der Weg oder das Ziel wichtiger, ist uralt. Unser heutiger Spruch bringt einen ganz neuen Aspekt.

  • Zählt nur das Ziel, besteht die Gefahr, dass vor lauter Fokussierung auf genau dieses eine Ziel das, was sich auf dem Weg befindet oder ereignet, so gut wie nicht wahrgenommen wird.
  • Zählt nur der Weg, hat Wohlfühlen einen ganz hohen Stellenwert, das Ziel wird zur Nebensache oder im Extremfall sogar überflüssig.

Beides hat seine Berechtigung, was sich so ausdrücken lässt: „Mein Ziel ist der Weg zum Ziel“.

Wer einen Weggefährten mit diesem Motto hat, hat nicht nur einen Weg und ein Ziel (für beides brauche ich nicht zwingend eine Begleitung), sondern ist gut unterwegs und in guter Begleitung. „Sag mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist!“

Für mich sind diese Gedanken besonders wertvoll in Bezug auf unseren christlichen Glauben, der ein Beziehungsglaube ist mit Jesus als Begleiter und sogar als Erlöser.

Eine gute Perspektive zum Beginn des Neuen Jahres.

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Was wirklich zählt, muss man nicht zählen!!

Zahlen scheinen etwas Magisches an sich zu haben. Wenn man ein Problem irgendwie in eine oder mehrere Zahlen packen kann, fühlt sich das schon fast wie die Lösung an.

So zählen wir Kalorien, lassen Schritte, Stress und Schlaf über den Fitnesstracker zählen. Aus eigener Erfahrung sehe ich, ich laufe deshalb nicht mehr, ich habe deshalb nicht weniger Stress und schlafe nicht besser, nur weil das alles gezählt wird, ich kann es nur exakt anderen er-zählen.

Was ist das Faszinierende an Zahlen? Man kann damit die unglaublichsten Dinge berechnen, selbst Prognosen lassen sich daraus ableiten.

Was wirklich zählt, braucht man jedoch nicht zählen!!

Liebe, die ich erfahren habe, und Liebe, die ich anderen spüren hab lassen, Trost, den ich bekommen habe, und Trost, den andere durch mich erhalten haben, Vertrauen, das mir geschenkt wurde, oder Vertrauen, das ich anderen geschenkt habe, Vertrauen, dass Gottes Liebe zu mir unendlich ist, mein Vertrauen, dass ich als Kind Gottes durch seine Gnade das (ewige) Leben habe, usw.

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen ein gesegnetes Neues Jahr.

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Weihnachten zeigt Gottes Liebe zu uns Menschen

Wir wünschen allen frohe und besinnliche Weihnachtstage

Dieses Jahr ist Weihnachten anders als sonst. Seit der Geburt unseres ersten Enkels hat sich so manches an den Prioritäten geändert. Ein kleines Kind verändert die Welt, das ist (wie) Weihnachten. Deshalb dieses Jahr als Foto keine Lichter, sondern eine ausgestreckte Hand eines kleinen Kindes, unserer Enkelin.

Gott zeigt seine Liebe zu den Menschen, indem sein Sohn als hilfloses Kind in unsere Welt kam. Das hat die Perspektive der Menschen bis heute nachhaltig verändert.

Uns bleibt nichts anders übrig als uns davon tief im Herzen berühren zu lassen und aus dieser Empfindung heraus das Leben zu gestalten.

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Warten, ohne Zeit zu verlieren

In einer Schlange stehen, im Stau stehen, warten bis man dran ist oder dass es weitergeht, nervt mich, es ist für mich unproduktive Zeit und damit Zeitverschwendung.

„Du verlierst keine Zeit, wenn du auf Gott wartest“.

Sind Zeiten, in denen ich nichts tue, wirklich immer unproduktiv? Was passiert denn in der Zeit, in der ich darauf warte, wie Gott auf eine Bitte von mir reagiert?

Erstmal, wenn ich so zu Gott komme, weiß ich, dass ich bei diesem Thema mit meinem Latein am Ende bin.

Damit habe ich Zeit, die ich nutzen kann, um meine Situation einmal von einer höheren Ebene aus zu betrachten:

  • warum ist mir das Thema so wichtig
  • wie ist es dazu gekommen, dass es jetzt akut wurde?
  • wie steht es eigentlich um meine Beziehung zu Gott, ist Gott mir nur richtig wichtig, wenn ich ihn brauche?

Beim Warten auf Gott bin ich auf mich selbst gestellt, wer dies aushalten kann, für den ist das Warten auf Gott keine verlorene Zeit, sondern es kann rückblickend eine sehr wertvolle Zeit sein.

In diesem Sinne wünschen wir allen eine gesegnete Warte-/Adventszeit.

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Advent heißt: Aus Heidenangst wird Christusfreude

Bei unserem heutigen Spruch ist mir zuerst das Wort „Heidenangst“ ins Auge geschossen, erst dann ist die Wortkreuzung und ganz am Schluss, dass die die zentrale Aussage zum Advent ist.

Dass aktuell viele eine „Heidenangst“ haben, muss nicht ausgeführt werden. Eher kommt die Frage auf, wie kommt es, dass Menschen zwar Sorgen haben aber keine „Heidenangst“, weder gegenwärtig noch vor der Zukunft?

Viele Gläubige wissen ihr ganzes Leben in Gottes Hand geborgen, das beruhigt und gibt Ruhe und Frieden. Aber keine Angst zu haben, heißt eben keine Angst zu haben und nicht Christusfreude. Christusfreude ist eine stabile positive freudige Grundhaltung im Jetzt und Heute und genauso im Blick auf das, was die Zukunft bringen wird.

Advent heißt deshalb nicht „durchkommen“, sondern Freude, dass Christus vor 2000 als Sohn Gottes zu uns auf die Welt gekommen ist und, dass er ein zweites Mal kommen wird, um eine neue Erde zu schaffen – dann ohne Leid und Tod.

Bei Gott geht es immer von der Finsternis ins Licht, nie umgekehrt. Im Advent wird es zunehmen heller, immer eine Kerze mehr. Je dunkler die Umgebung ist, umso mehr wirkt der Strahl des Lichts.

Diese Art von Advent – Christusfreude – wünschen wir allen.

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Die Suche nach Gott kann nicht warten

Noch ein Foto vom Christmas Garden in der Wilhelma in Stuttgart. Es fällt an diesem „Christ“mas Garden auf, keine Krippe, kein Kind. Stattdessen ein Nikolaus im Schlitten, illustrer Zauberwald mit Elfen… Die ganzen Lichtermeere, trotz Energiekrise, zeugen davon, dass es um uns dunkel geworden ist, zum anderen sehe ich aber auch gerade darin die Sehnsucht der Menschen nach Gott.

Die Adventszeit ist die Zeit des Wartens und innerlicher Vorbereitung auf Weihnachten. Es scheint aber genau anders zu sein als in unserem heutigen Spruch von George Harrison. Statt „Alles kann warten, nicht aber die Suche nach Gott“ heißt es oftmals „Es passt gerade zeitlich nicht“ oder „sorry, es gibt gerade Wichtigeres, Gott kann warten“.

Die Suche nach Gott gehört elementar zum Menschsein und trotzdem fällt es einem manchmal schwer. Die Suche nach Gott kann eben nicht nebenherlaufen.

Die Adventszeit kann eine Zeit sein, in der man mehr zur Ruhe kommt, Besinnlichkeit aufkommen lässt, um erstmal bei sich selbst zu sein. Dann kann die erfolgreiche Suche nach Gott starten, denn Gott lässt sich so leicht finden, immer wieder aufs Neue.

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Mit Leib und Seele leben

Es ist faszinierend welche Kreativität und Genialität Gott in den Menschen hineingelegt hat. Diese Installation im Christmas Garden der Wilhelma in Stuttgart zeigt nur einen winzig kleinen Teil davon.

Gott ist Schöpfer und durch Jesus Christus Erlöser zum Leben, ganzheitlich mit Leib und Seele, d. h. mit allen Sinnen, Verstand und Vernunft. So von Gott beschenkt, macht mich das dankbar und demütig, gleichzeitig verbunden mit einer verantwortlichen Nutzung dieser Fähigkeiten.

Nicht im Sinne des Schöpfers ist es, meinen Verstand über ihn zu stellen – wie es religiöse Fanatiker oft lautstark und medienwirksam zelebrieren.

Es ist auch nicht im Sinne des Schöpfers, wenn meine sinnliche Wahrnehmung zum alleinigen Kompass im Leben wird – Achtsamkeit ist wichtig, aber Achtsamkeit erlöst mit nicht. Provokant ausgedrückt, wenn Achtsamkeit zur Religion wird, bin ich nicht erlöst von meinen Sünden, aber ich fühle mich darin deutlich wohler.

Die beginnende Adventszeit ist eine gute Gelegenheit, in Ruhe besinnliche Zeiten zu erleben, um über mich selbst, über meine Beziehungen zu lieben Menschen und zu Gott zu reflektieren und in sie zu investieren.

Wir wünschen allen eine gesegnete Adventszeit

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Ruhe finden…

Das Foto der heutigen Spruchkarte zeigt die Spiegelung eines Hauses in einem der Memminger Kanäle, die die Stadt durchziehen. Für mich ein gutes Bild, je größer die Unruhe desto größer wird die Wahrnehmung verzerrt.

Die Aussage von Marie von Ebner-Eschenbach ist Paradox: meist ist die Angst (Unruhe) vor dem eigentlichen Unglück größer, als wenn das Befürchtete dann tatsächlich eingetroffen ist, ja es kann sich manchmal sogar mitten im Unglück Ruhe einstellen. Nach einigem Nachdenken, eigentlich logisch, wenn die Situation da ist, kann ich mich darauf konzentrieren an konkreten Lösungen zu arbeiten.

Wie kann der Unruhe durch die Furcht vor dem Unglück begegnet werden? Einen guten Gedanken finde ich in der Aussage von Jesus: „Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr in meinem Frieden geborgen seid. In der Welt wird man euch hart zusetzen, aber verliert nicht den Mut: Ich habe die Welt besiegt!“ (Joh. 16,33)

Sich in Jesus geborgen zu wissen ist ein gigantisches Angebot, es ändert nicht die Umstände, viel entscheidender ist meine Sichtweise darauf. Diese Geborgenheit führt zu einer klaren, nicht verzerrten Betrachtung der Situation, oft schon der erste Schritt auf dem Weg zu einer Lösung. Gott sei Dank für diese Gewissheit.

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Mensch SEIN – braucht Nähe

Es Gefühl, diese beiden jungen Waisengeparde streicheln und kraulen zu können. Ihr intensives Schnurren hat man nicht nur gehört, sondern richtig gespürt. Dieses tolle Erlebnis ist nur bei absoluter Nähe möglich. Es braucht etwas Mut, sich ihnen überhaupt zu nähern, und man muss sich dann auch trauen, sie richtig am Hals zu kraulen

Für mich macht diese Erfahrung deutlich, dass die gesamte Schöpfung damals auf Nähe angelegt war und diese Sehnsucht nach Nähe bis heute existiert.

Heute ist Nähe nicht immer möglich und auch nicht immer gut, ja Nähe kann in Einzelfällen sogar tödlich sein. Wahrscheinlich nehmen deshalb immer mehr eine distanzierte Haltung ein. Wenn sie etwas äußern, versuchen sie so wenig wie möglich von sich persönlich preiszugeben und reden dann oft aus einer Metaebenesicht, in der sich der Betrachter über die Situation stellt und sich damit aus dem System herausnimmt. Das ist meist hilfreich für die Situation, jedoch Menschen, die dies als Grundhaltung eingenommen haben, verarmen emotional und beziehungsmäßig.

Die Schöpfung ist auf Nähe angelegt, auch auf Nähe zum Schöpfer. Durch Nähe sind unbeschreibliche Erfahrungen möglich, die das Menschsein so bereichert.

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Sagt mir jemand, wo ich hin will?

Der Spruch von Karl Valentin ist aktueller denn je. Manche Menschen klammern sich in ihrer Orientierungslosigkeit an Machtmenschen, die eine klar alternativlose Richtung ansagen, andere verlieren sich in endlosen Diskussionsrunden, in denen sie hoffen, von anderen in derselben Situation profieren zu können, wieder andere lassen sich von Influencern aller Couleur beeinflussen, um wenigsten IN zu sein, einige investieren in hochdotierte Selbsterfahrungstrips …

Die zunehmende Orientierungslosigkeit wird in den unterschiedlichsten Varianten ganz bewusst ausgenutzt. Dabei gehört die Suche nach dem Sinn und dem Lebensziel zum ureigensten Menschsein, es gehört zum Design des Schöpfers.

Es ist die Suche nach dem, wie Gott mich in meiner Einzigartigkeit geschaffen hat. Auf die Frage: „Können Sie mir sagen, wo ich hin will?“ sagt die Bibel: zu Gott, zu mir selbst und zu meinen Mitmenschen. Der Schlüsseltext von Jesus lautet: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand! Dies ist das größte und wichtigste Gebot. Ein zweites ist ebenso wichtig: Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst! Mit diesen beiden Geboten ist alles gesagt, was das Gesetz und die Propheten fordern.« (Mt. 22,36-40)

Gott sei Dank für dieses Angebot der Orientierung, ohne jeden Zwang.

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Die Lösung zur Erlösung

Diesen erstmals lustigen Spruch findet man auf Postkarten, Kaffeetassen… Gut, wenn man zu dieser Erkenntnis kommt, leider ist dies oft nicht der Fall. Eine Lösung, die einmal oder woanders funktioniert hat, wird häufig blindlings als Lösung für andere Probleme angepriesen, manchmal so geschickt, dass sich alle auf die Lösung stürzen und sich nicht mehr weiter mit dem eigentlichen Problem beschäftigen, obwohl evtl. das Problem als solches noch gar nicht erkannt wurde.

Martin Luther hat sich lange und intensiv mit dem Problem der Sündenvergebung beschäftigt und dabei festgestellt, dass die angebotenen Lösungen, wie Ablass, Beichte, Vaterunser beten, gute Werke tun, in keinster Weise das Problem der Sündenvergebung reduzieren, geschweige denn gelöst haben. Die Lösungen der Kirche helfen der Kirche, auch die Lösung im Alten Testament (Sündopfer) ist nach Jesu Tod und Auferstehung keine Lösung mehr.

Der Schlüsselvers für Luther war Röm. 1, 17 „In der Guten Nachricht macht Gott seine Gerechtigkeit offenbar: seine rettende Treue, die selbst für das aufkommt, was er vom Menschen fordert. Nur auf den vertrauenden Glauben kommt es an, und alle sind zu solchem Glauben aufgerufen. So steht es ja in den Heiligen Schriften: Wer durch Glauben vor Gott als gerecht gilt, wird leben.“

Gott sei von ganzem Herzen Dank für diese (Er-)Lösung.

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Evangelium, keine Selbstverständlichkeit

Bei der Formulierung „das Wunder des Evangeliums“ kommt mir der folgende Spruch in Erinnerung: Das Gegenteil von Dankbarkeit ist nicht Undankbarkeit, sondern Selbstverständlichkeit“. Leider ist für viele das Evangelium eine Selbstverständlichkeit, die jetzt keinen mehr vom Hocker reißt und deshalb einen mehr oder weniger kalt lässt.

Evangelium heißt, Gott kommt dem Menschen entgegen, obwohl er die Menschen kennt. Jesus verdeutlicht dies in der Geschichte vom „Verlorenen Sohn“. Zur damaligen Zeit und in manchen Kulturkreisen bis heute ist das Verhalten des Vaters völlig unvorstellbar, spricht gegen alle Werte und Traditionen. Der Vater nimmt eben nicht zur Kenntnis, der abtrünnige ehemalige Sohn scheint wieder im Land zu sein… Nein, der abtrünnige Sohn nähert sich, das sieht der Vater schon, als er noch weit entfernt ist, er rennt dem abtrünnigen Sohn entgegen, schließt ihn in seine Arme und zeigt seine Liebe, indem er ihn sogar küsst.

Evangelium ist ein gigantisches Wunder, neben Umkehr und Nachfolge ist es vor allem die direkte Begegnung mit unserem himmlischen Vater – das ist absolut keine Selbstverständlichkeit, und liegt auch nicht an uns oder unserer Leistung.

Ganz herzlichen Dank dafür.

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Wenn es Zeit…

Eine Wanderung im Soussuvlei der Namibwüste ist ein ganz besonderes Erlebnis. Soussu heißt blinder Fluss und Vlei ist die Bezeichnung für die weiße Salz-Ton-Pfanne. Blinder Fluss deshalb, wenn es nur alle paar Jahre ergiebig regnet, und dann enden die Wassermassen aus dem Gebirge hier ca. 50 km von der Küste entfernt.

Trotzdem findet man hin und wieder auch grüne Bäume, die es geschafft haben, mit ihren Wurzeln bis zum Grundwasser zu gelangen. Bäume, die diese tiefen Wurzeln nicht haben, haben es schwer, die lange Zeit der Trockenheit zu überleben.

Diese Wahrnehmung sensibilisiert mich, Aktivitäten und Entscheidungen nicht länger hinauszuschieben. Momentan erleben wir, wie innerhalb kurzer Zeit sich dramatisch Dinge verändern.

Es ist deshalb angesagt, aus Klugheit, nicht aus Angst, sich den Themen zu stellen, die aktuell präsent sind und aktiv, mit Familie, Freunden, auch mit Gottes Hilfe, nach guten Lösungen zu suchen.

Noch etwas sagt mir dieses Erlebnis: Wer tief und fest verwurzelt ist in Gott, hat nicht nur festen Grund, sondern auch das Wasser zum Leben. Das ändert nicht die Lebensumstände, aber macht deutlich widerstandfähiger.

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Mach dir keine Sorgen!

In Namibia haben wir viele Giraffen beobachten können, die graziös mit ihren langen Beinen stolzieren. Zum Wassertrinken grätscht sie ihre Beine unförmig, nur so erreicht sie das Wasser. Besonders ist, dass sie aus Angst, beim Angriff eines Löwen zu spät auf die Beine zu kommen, immer im Stehen schlafen.

Unser Spruch heute beginnt mit, „Mach dir keine Sorgen…“, d.h. lass es sein, dir selbst Sorgen zu erfinden ohne konkreten Anlass! Was könnte alles passieren, wenn dies und jenes geschehen würde, unwahrscheinlich aber theoretisch möglich.

Sorgen können einem den notwendigen gesunden Tiefschlaf rauben. Damit reduziert sich die Energie für den Alltag und es fehlt die Kraft, die notwendig ist, wenn tatsächliche Sorgen auftreten. Wirklichen Sorgen muss man sich stellen, sie verdrängen endet mit einem bösen Erwachen.

Sich der Sorge stellen, bedeutet nicht, dass es damit automatisch eine Lösung gibt, aber man ist sensibilisiert zu erkennen, wann und wie sich eine mögliche Lösung anbahnen könnte.

Eine ganz besondere Hilfe haben Gläubige, die sich in Gottes Hand geborgen wissen und damit auch konkrete Sorgen in seine Hände geben dürfen. Das löst nicht immer (gleich) das Problem, aber es beruhigt ungemein.

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Gesichter sind die Lesebücher des Lebens

In einem Lied heißt es: „Wär‘ ich ein Buch zum Lesen, welche Art von Buch wär ich, eins das noch nie dagewesen, wär‘ ich ein Buch für dich…“. Der italienische Filmregisseur Federico Fellini sagt, Gesichter sind die Lesebücher des Lebens, d. h. ich bin durch mein Gesicht ein offenes Buch für andere. Auch wer ein Standardgrinsen aufsetzt, sagt etwas, nämlich ich will dir von mir nichts preisgeben.

In unserem Urlaub in Namibia hatten viel Kontakt mit den Menschen. Es war wunderbar, in diese lebensfreudigen Gesichter zu sehen, die so viel Natürlichkeit und Unverkrampftheit ausdrücken und ansteckend wirken.

Auch Jesus so muss auf seine Umgebung gewirkt haben, an einer Stelle heißt es: „Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb…“. Jesus zeigte in seinem Leben das Gesicht Gottes, eines liebenden und geduldigen Vaters, der den Menschen Leben schenkt in der Einzigartigkeit und Natürlichkeit so wie jeder Mensch als Unikat geschaffen wurde.

Dies ist ein großes Geschenk, das man freudig und dankbar annehmen darf.

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Säen ist Investition in die Zukunft

Aktuell wird uns durch die Energiekrise und den Klimawandel vor Augen geführt, was passiert, wenn der Blick im Wesentlichen darauf gerichtet ist, was wir „ernten“ und nicht darauf, was wir säen, d. h. investieren.

Das Bild vom Sämann gefällt mir sehr. Am Ende des Tages überlegen, nicht was hat der Tag mir gebracht, sondern wo habe ich mit meinen Worten oder Gesten einen Samen der Wertschätzung oder Freude gestreut.

An der Kasse im Supermarkt steht eine ausländische Frau, ihre Tochter hat noch einen Kaugummi aufs Band gelegt. Beim Bezahlen werden alle Münzen zusammengekratzt, aber es reicht nicht. Die Kassiererin wird etwas genervt, der Kaugummi soll weg. Ohne zu überlegen, hole ich einen Euro aus meinem Geldbeutel und gebe es der Kassiererin. Ich werde die leuchtenden Augen und die strahlende Dankbarkeit der beiden nicht vergessen. Im Nachhinein sehe ich darin, wie einfach sich Samen der Freude und Wertschätzung säen lässt.

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Mit dem Herzen sehen können

Dieser Drachen in Herzform ist ein schönes Bild, wie ein offenes Herz einen aus dem Alltag abheben lässt.

Es zählt im Leben nur das, was man nicht zählen kann, und die nur mit den Augen sehen, sehen nur das Vordergründige. Aus der Kleidung, aus dem Haarschnitt, aus Einträgen in sozialen Netzwerken wird beurteilt, was für ein Mensch das ist, nicht selten liegt man dabei schwer daneben.

Wenn ich mich jedoch auf einen Menschen einlasse, vielleicht auch nicht gleich beim ersten Mal, kann ich erahnen, was meinen Gegenüber im Innersten bewegt. Wie sehr er seine Kinder liebt, die den Kontakt zu ihm abgebrochen haben, oder wie sehr er es dem Vater oder der Mutter rechtmachen möchte, die schon lange nicht mehr leben. Aber auch wovon er träumt, worüber er sich kindisch freuen kann.

Solche Begegnungen sind ein Geschenk und bereichern das Leben von jedem, weil man dabei sich dem Wesentlichen im Leben nähert.

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Mit Menschen menschlich umgehen können

Hin und wieder begegnen wir fromme Menschen, die meinen, eine klare Trennung in Rechtgläubige und falsch Glaubende sei im christlichen Glauben gefordert, und so ziehen sie durch die Gemeinden wie Holzfäller …

Das Gegenteil macht den christlichen Glauben aus, statt Spaltung, aufeinander zugehen und verbinden. Paulus beschreibt dies wie folgt: „Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung. Gegen solches Verhalten hat kein Gesetz etwas einzuwenden.“

Der Umgang mit Menschen ist eine Herausforderung, weil ich mich selbst einbringen muss, und dafür ist eine positive Grundhaltung Voraussetzung. Genau dazu befähigt uns der christliche Glaube durch das Wirken von Gottes Geist bis heute, zu einer guten Beziehung zu Gott, zu meinen Mitmenschen und zu mir selbst.

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Leben besteht darin…

Es gibt nicht wenige, die meinen, das Leben sei ungerecht für sie, andere hätten eine bessere Kindheit, bessere Ausbildungs- oder Studienmöglichkeiten gehabt. Eine Sichtweise, in der das Glas immer halb leer ist, und sich im Wesentlichen damit beschäftigt, was einem alles zum Leben fehlt – so viel Asse und Trümpfe wie möglich! In der Folge jedoch auch nicht die Chancen und Möglichkeiten sieht, die es immer gibt.

Für ein gutes Leben ist es wichtig zu sehen, was man alles hat – und das nicht wenig – und zu überlegen, was könnte sich daraus ergeben. Bei dieser Blickrichtung kreisen die Gedanken damit mehr um die Möglichkeiten evtl. mit Ausflug in eine Träumerei, was einem immer gut tut.

Bei all den Überlegungen spielt letztendlich die Frage mit, worauf kommt es im Leben wirklich an. In dem Buch „Leben mit Vision“ heißt es, im Leben zählt nur das wirklich, was auch auf dem Sterbebett zählt, dort will keiner seine Kontoauszüge, Urkunden… sehen, sondern mit Menschen zusammen sein, die einem nahestehen. D.h. im Leben zählen meine Beziehungen, zu meiner Familie, meinem Umfeld, zu mir selbst und ganz entscheidend zu Gott.

Im Pflegen von Beziehungen liegt sehr viel an mir selbst, ganz besonders in der Beziehung zu Gott. Das ist die Riesenchance für jeden.

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Werden braucht Geduld

Ein Spruch, der die heutige Grundhaltung vieler gut illustriert: „Bei einer Frau dauert die Schwangerschaft neun Monate, bei neun Frauen muss das in einem Monat möglich sein!“

Ständig muss optimiert werden, schneller, höher, weiter… Das ist das Wesensmerkmal unserer technisierten Welt. Es ist zu beobachten, dass sich dies auch schon in Bereiche unseres Lebens eingeschlichen hat.

Unser Pfirsichbaum macht deutlich, was Dietrich Bonhoeffer in seinem Spruch meint. Ich muss im Frühjahr geduldig sein, bis die Äste Fruchttriebe setzen, erst dann kann ich entscheiden, welche Äste an welcher Stelle geschnitten werden sollen. Eine Zeit später gibt es eine wunderschöne Pfirsichblüte und ich hoffe, es gibt warme Tage, an denen die Bienen fliegen, um die Blüten zu bestäuben. Anschließend sieht man, wie die befruchteten Blüten sich über Wochen zu einer Frucht entwickeln – und wieder hoffe ich, dass es genügend Sonnenschein gibt, damit sie gut reifen können. Nicht alle werden zeitgleich reif, so ist auch bei der Ernte Geduld gefragt. Fazit: während der meisten Zeit beim Wachstum muss ich mich in Geduld üben. Das, was in der Natur gilt, gilt auch für den Mensch, die Liebe und den Glauben, alles braucht seine Zeit und damit viel Geduld. Doch es lohnt sich, wenn man auf das Ergebnis achtet.

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Liebe heißt, mit Unvollkommenheit leben können

Liebende hängen gern gravierte Schlösser an Brückengeländer und werfen dann den Schlüssel in den Fluss als Zeichen ihrer ewigen Liebe. Eine schöne Zeremonie, ob dies dauerhaft gelingt, entscheidet sich an ganz anderer Stelle.

Solange man verliebt ist und sich im 7. Himmel fühlt, wird vieles nicht wahrgenommen. Wenn nach dem Verliebtsein immer mehr Eigenschaften zum Vorschein kommen, ist aktive Liebe gefordert. Dann wechselt die Kraft, die einem bisher einfach zugeflogen ist und beflügelt hat, in Kraft, die man plötzlich aufbringen muss, um diese Beziehung weiter aufrecht erhalten zu können.

Mit der eigenen Unvollkommenheit umzugehen, ist schon schwer, aber mit der Unvollkommenheit des Anderen umzugehen, ist noch anspruchsvoller. Im Gegensatz zu mir selbst kann ich beim Anderen nichts ändern, mir bleibt zu versuchen, ihn in all seiner Unvollkommenheit mehr und mehr anzunehmen und zu lieben.

An dem Punkt wird deutlich, was Liebe bedeutet, und damit auch die Liebe Gottes zu uns unvollkommenen Menschen.

Es hilft manchem Gläubigen in seinen Bemühungen, dass die Liebe zu Gott, die Liebe zum Mitmenschen und die Liebe zu sich selbst den Kern des christlichen Glaubens darstellen.

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Der Weg zum Ziel ist das Ziel

Dieser Fahrradtunnel unter dem Lienzer Bahnhof ist Teil des Drauradwegs. Die Drau entspringt in der Nähe von Toblach (Italien), fließt durch Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn, wo sie nach 749 km in die Donau mündet.

Unser Ziel beim Radeln ist immer, eine schöne Landschaft ohne große Steigungen genießen zu können, und so sind wir nur ca. 300 km von Toblach bis Lavamünd geradelt. Beim nächsten Mal wird es ein anderer Radweg werden, aber mit demselben Ziel.

So wie im Urlaub läuft es im Leben oftmals nicht. Die einmal eingeschlagenen Wege werden immer bestimmender und oft vergisst man, was eigentlich einmal das Ziel war.

Es lohnt sich Gedanken zu machen, was das Ziel war. Ist es heute noch mein Ziel, wenn ja, muss ich etwas ändern, damit die aktuellen Wege wieder zielführend sind, wenn nein, was hat sich geändert, was ist mein Ziel heute?

Für Gläubige heißt das auch, wie stark hat der Glaube anfangs mein Lebensziel geprägt, hat sich da etwas geändert, wenn ja, ist es gut so wie es heute ist?

Manche meinen, „der Weg ist das Ziel“, andere streichen den Artikel, dann heißt es nur noch „Weg ist das Ziel“ ich meine, „der Weg zum Ziel ist das Ziel“.  

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Einzug ins „himmlische Finale“

Die Fußballnationalmannschaft der Frauen hat mit einer phänomenalen Teamleistung das Finale erreicht. Bezeichnend ist, dass Spielerinnen, die wenig Spielpraxis hatten oder auch mal einen schlechten Tag haben, von der Trainerin ohne Diskussion aufgestellt wurden, weil sie an die Qualitäten der Spielerinnen glaubt. Dieses Vertrauen in die Spielerinnen hat einen so immensen Motivationsschub gegeben, dass sie sich selbst gegen Favoriten gut durchsetzen konnten und jetzt im Finale stehen.

Gott glaubt an jeden Menschen, wenn der Mensch versucht so zu sein, wie Gott ihn geschaffen hat, und zwar als ganz individuelle Persönlichkeiten. Gott glaubt an den Menschen, weil er das Gute im Menschen sieht und sich nicht von immer vorhandenen Schwächen und Fehlschlägen von dieser Sichtweise abbringen lässt.

Dieses Vertrauen Gottes in den Menschen befreit nicht nur, sondern beflügelt und entwickelt einen mehr und mehr zu dem Menschen, den Gott als Unikat geschaffen hat.

Wer sich so von Gott ansprechen lässt, geht im „himmlischen Finale“ als Sieger hervor.

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Himmlisches Heimweh

Das Fahren mit einem Heißluftballon ist eine faszinierende Erfahrung. Man steigt in den Korb, lehnt sich über den Korb-rand wie auf dem Balkon und irgendwann hebt man geräuschlos und langsam vom Boden ab und steigt langsam und bedächtig. Weht ein Lüftchen, bewegt sich der Ballon auch horizontal. Das Entscheidende beim Heißluftballon ist der Brenner, der immer wieder eine Flamme zündet. Die damit erzeugte Wärme wird vom Ballon aufgefangen und lässt ihn steigen.

Ein schönes Bild für unseren heutigen Spruch. Heiliges Heimweh eines Christen. Es brennt in mir, ich bin mit Feuer und Flamme unterwegs, bewegt durch Gottes Geist. „Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.“ Joh. 3,8

Unterwegs sein ist gut, ankommen ist noch besser. Ankommen beim Vater, der auf jeden wartet, sogar entgegenkommt und in die Arme schließt. Ein toller Weg und ein ganz besonderes Ziel.

Danke lieber Vater im Himmel für diese Perspektive.

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Sehnsucht wird Sucht…

Sehnsucht wird beschrieben als „inniges Verlangen nach Personen, Sachen, Zuständen oder Zeitspannen. Sie ist mit dem Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können“.

Der heutige Spruch spricht von unsinniger Sehnsucht, das heißt es ist nicht nur ein Gefühl, dass die Sehnsucht nicht erfüllt werden kann, sondern es ist rational unmöglich, es zu bekommen.

Mir scheint, dass sich in diesem Dilemma heute mehr und mehr vor allem junge Menschen befinden. Sie tragen in sich eine große Sehnsucht nach einem idealen Partner, nach idealen Beziehungen, nach idealer Umgebung, Arbeitsplatz … und sind dabei anfällig für alles, was irgendwie verspricht, diese Sehnsucht zu befriedigen.

Eine Sehnsucht hat Gott jedem Menschen ins Herz gelegt, die Sehnsucht nach Gott. Der Mensch ist als Gegenüber / Ebenbild zu Gott geschaffen worden. Diese Sehnsucht ist realistisch und findet in der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus seine Erfüllung. Noch unvollständig heute im gelebten christlichen Glauben, auf der neuen Erde dann in Vollständigkeit.

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Brücken verbinden

Die Meldungen über Katastrophen nehmen in letzter Zeit massiv zu, dazu gehören auch Überschwemmungen, die man durch große stabile Dämme „eindämmen“ kann. Viel wurde in den letzten Jahren in den Aufbau großräumiger Dammanlagen investiert, was manche Katastrophe bereits verhindert hat.

Menschlichen Beziehungen werden geprägt von Verbindendem (Brücken) oder Trennendem (Dämme). Es ist dabei zu beobachten, dass Menschen mehr Dämme als Brücken um sich herum bauen. Die Herausforderung beim Brückenbau ist, ich muss mich mit der anderen Seite nicht nur beschäftigen, sondern auch kennen, sonst kann die Brücke auf der anderen Seite nicht verankert werden.

Das Kennenlernen der anderen Seite fordert auf, sich mit Unbekanntem auseinanderzusetzen, unabdingbar ist dafür ein eigener klarer Standpunkt. Wenn der fehlt, kann das Unbekannte als Bedrohung angesehen werden und reflexartig wird ein Damm aufgeschüttet. Für die Erlösung im christlichen Glauben gibt es nur einen Brückenbauer: Jesus. Er ist der Einzige, der beide Seiten kennt, die himmlische und unsere weltliche. Dafür können wir von Herzen dankbar sein. 

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Es gibt nur eine Wahrheit…

Es ist unglaublich, wie sich Politiker ihre eigene Wahrheit zimmern und medienwirksam publizieren, doch das soll nicht der Fokus dieser Spruchkarte sein.

Jesus sagt von sich: „Ich selbst bin der Weg und auch die Wahrheit und das Leben. Nur durch mich findet ein Mensch zum Vater.“ (Joh. 14, 6)

Zugang zum Vater haben nur Gottes Kinder, die durch Jesus erlöst sind. Diese Wahrheit, die Jesus als Erlöser verkörpert, zählt allein. Johannes bringt es auf den Punkt: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Doch wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat auch das Leben nicht.“ (1. Joh. 5,12).

Es ist ein besonderes Vorrecht, dass es diese einfache, aber auch herausfordernde Wahrheit gibt. Jesus selbst als Person ist die Wahrheit, unabhängig von Mehrheiten in Konzilen und Kirchenparlamenten, deren Dogmen/Lehrpunkte allein einen nicht zu Gottes Kind machen, sondern sie bestimmen, ob man zu einer Kirchenorganisation gehört oder nicht.

„Sag mir mit wem du gehst, und dich sage dir wer du bist!“

Das gilt auch für den christlichen Glauben. Wer in guter Beziehung mit Jesus durchs Leben geht, der hat das Leben schon hier und jetzt, auch wenn wir noch unterwegs sind zu unserem himmlischen Vater.  

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Das Gesetz ist der Freund des Schwachen

Es gibt Menschen, für die ist es einfach und bequem, wenn am besten alles bis ins Detail vorgeschrieben ist. Nachdenken oder selbst Entscheidungen treffen zu müssen, kann man sich damit sparen. Es gibt unzählige Staaten, Organisationen und leider auch Kirchen, die diese menschliche Haltung nutzen, um ein normales demokratisches Machtsystem in ein autoritäres evtl. sogar diktatorisches System zu verwandeln.

In der Bergpredigt macht Jesus deutlich, wie er das Gesetz sieht: „Ihr habt gehört (im Gesetz), dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen“. Jesus Stellungnahme zum Gesetz hat die obersten Gesetzeshüter von Anfang an in Aufruhr gebracht. Menschen, die sich nicht vom Buchstaben, sondern vom Sinn und Geist des Gesetzes leiten lassen, lassen sich nicht so leicht klein halten.

Das Menschenbild Jesu zeigt sich stark in seiner Definition des Gesetzes: „»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Diese starken und absoluten Gesetze setzen starke Persönlichkeiten voraus.

Wir wünschen allen Gottes Segen im Wachsen zu solchen Persönlichkeiten.

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Selbstverständlichkeit, das Gegenteil von Dankbarkeit

Es ist traurigerweise zu beobachten, dass häufig nicht mehr wahrgenommen wird, was getan wurde, sondern meist nur wahrgenommen und thematisiert wird, was nicht getan wurde. Oft kommt nach so einem speziellen Feedback noch hinzu, „es entwickelt sich gerade etwas sehr unschön, könnten Sie / könntest du das bitte kurzfristig mit hoher Prio erledigen? Vielen Dank im Voraus!“

Gedankenlose Selbstverständlichkeiten sind tödlich für Beziehungen jeder Art und für einen selbst.

Dankbarkeit ist eine wesentliche Säule in einem erfüllten Leben, denn nur darin zeigt sich wirkliche Wertschätzung. Echte Wertschätzung braucht jeder Mensch. Jeder Mensch, der echte Wertschätzung einem anderen geben kann, offenbart etwas von seiner Wahrnehmung und dem Tiefgang seines Lebens. Tief empfundene Dankbarkeit für das, was ich tagtäglich erleben darf, ist ein wertvoller Schatz im Leben.

Um nichts anderes geht es im christlichen Glauben. Gott sieht bei seinen Kindern im Wesentlichen nicht was nicht getan wurde, sondern das individuelle Engagement aus tiefer Dankbarkeit über die unverdiente Gnade und Barmherzigkeit Gottes. Ganz herzlichen Dank!

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