Wert verleihen

Wer eine Kinderzeichnung nach seinem Materialwert bewertet, wird keinen großen Wert erkennen können. Ebenso geht es dem, der eine Kinderzeichnung mit Bildern namhafter Künstler vergleicht. Die liebende Mutter oder der liebende Vater wird der Zeichnung ihres Kindes einen deutlich hohen Wert beimessen, vielleicht sogar wie einen kostbaren Schatz aufbewahren.

Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht.
Wert verleihen kann ich nur, wenn ich Selbst-Wert habe.

Wie komme ich jedoch zu Selbstwert? Es ist ähnlich wie bei den Dingen. Wenn in der Erziehung liebende Eltern mir diesen Wert verleihen, einen Wert unabhängig von besonderen Leistungen oder besonderen Begabungen, einfach nur um meiner selbst willen. Viele werden sagen, ja das stimmt, aber leider habe ich es anders erlebt, was dann?

Der christliche Glaube ist hier eine ganz große Hilfe. Gott spricht uns Menschen einen ungeheuerlichen Wert zu. Seine unendliche Liebe zu jedem Menschen ist unabhängig von unserer Leistung, deshalb bietet er jedem Menschen an, Gotteskind zu werden. Was für ein großes Vorrecht und Erbe ist damit verbunden. Gott sei herzlich Dank dafür.

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Je schlechter die Menschen, umso mehr Gesetzesregeln

Das Volk Israel hatte von Gott während ihrer Wüstenwanderung eine doppelte Gesetzestafel bekommen mit insgesamt 10 Geboten. Jesus hat zu Beginn seiner Wirksamkeit in der bekannten Bergpredigt auf diese 10 Gebote Bezug genommen und den darüberliegenden Sinn in den Fokus gebracht. Kurz vor seinem Tod hat er die ganzen Gebote sowie die Propheten in zwei Liebesgeboten zusammengefasst (Matth. 22,36-40).

Es hat in der christlichen Kirche nicht lange gedauert, bis weitere Regeln notwendig wurden. Je mehr Menschen zusammen sind, umso wichtiger werden Organisationsstrukturen, die entweder durch gemeinsame Werte oder definierte Regeln geschaffen werden können. Und hier zeigt sich das Dilemma. Werte fordern und fördern verantwortlich zu denken und zu handeln, Regeln reduzieren allein auf das Handeln sowie Strafsanktionen für nicht konformes Handeln. Es tut gut, sich immer wieder die Grundlage des christlichen Glaubens bewusst zu machen, dass allein Werte den Menschen, aber auch Organisationen lebendiger und wertvoller machen können. Das stellt eine besondere Herausforderung an einen selbst sowie an die Verantwortlichen dar. Wir wünschen dazu allen Gottes Segen.

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Entscheidungen machen mich zu dem, der ich bin

Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen, denen wir in unserem Urlaub in Myanmar begegnet sind, hat uns schwer beeindruckt. Es sind meist ganz bescheidene Verhältnisse, teilweise auch sehr arme Verhältnisse, in denen die Menschen leben, was jedoch ihre Lebensfreude und ihre positive Einstellung nicht belastet.

Sie haben entschieden, ihre durchaus wechselhafte Situation so zu akzeptieren wie sie momentan ist, und sie haben entschieden, die Möglichkeiten zu ergreifen, die sich ihnen bieten. Aber auch Negatives, wie Krankheit und Leid anzunehmen, um dabei zu reifen. Deshalb sind sie so freudig und herzlich, wie sie sind.

Für uns, die wir in einem reichen Land leben und uns vieles leisten können, wurde erneut bewusst, dass kein anderer für mein Leben verantwortlich ist als ich selbst. Ich entscheide, ob ich die montanen Lebensbedingungen akzeptiere wie sie sind, ich entscheide, ob und was ich aus den Möglichkeiten mache, die sich ergeben. Ich entscheide selbst, ob ich mich entscheiden will oder ob ich nicht entscheide und am liebsten alles haben möchte. Ich entscheide über meine Lebens- und Glaubensentscheidungen, wer ich bin.

PS: Entscheidungen sind das Ergebnis von Priorisierung. Priorisierung benötigt einen Maßstab. Der Maßstab basiert auf Werten.

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Vergeben ja – Vergessen nein!!

Viele sind mit dem Satz aufgewachsen „vergeben und vergessen“. Nach Arthur Schopenhauer ist dieser Satz falsch.

Vergebung ist immer notwendig, wenn etwas nicht richtig gelaufen ist. Solche negativen Erfahrungen hinterlassen auf jeden Fall Spuren und manchmal sogar Wunden und gehören damit zu meinem Leben. An diese nicht mehr erinnert werden zu wollen, heißt Bereiche meines Lebens zu verdrängen, was genauso ungesund ist wie in negativen Erfahrungen zu verharren.

Vergebung heißt, über das, was nicht richtig gelaufen ist, wurde gesprochen und geklärt und ist damit bereinigt. Das ist immer eine ganz besonders positive Erfahrung, die auf keinen Fall vergessen werden sollte. Wenn die Beteiligten, offen und gewillt sind zu einer Klärung zu kommen, kann am Ende, so unvorstellbar es ist, sogar eine gute Beziehung entstanden.

Jesus sagt in einer kritischen Situation sinngemäß: „Wem viel vergeben wurde, der liebt auch viel!“ (Luk. 7, 47). Das ist wohl das beste Argument gegen das Vergessen.

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Klassiker von Mark Twain

Wer nur weiß wohin er nicht will, weiß noch nicht wohin er will. Zu sagen was oder wohin ich nicht will, ist sehr bequem und deshalb einfach und schnell gesagt, ich muss ja nichts ändern. Erst später wird es stressig, wenn etwas passiert, was mir gar nicht gefällt oder ich irgendwo lande, wo ich absolut nicht hinwollte, und in meinem Frust anderen die Schuld dafür gebe oder das Leben generell als ungerecht bezeichne.

Wenn mir jedoch klar wird, wohin ich möchte, geht es erst richtig los. Wo stehe ich jetzt gerade, wie sieht der Weg dorthin aus, was muss ich alles tun, damit ich nicht nur starte, sondern durchhalte bis ich mein Ziel erreicht habe. Wie lange brauche ich, habe ich die Ausdauer und Geduld dazu, schaffe ich es überhaupt allein oder benötige ich Unterstützung und wer könnte mich teilweise auf dem Weg begleiten? Wer wirklich weiß, wohin er will, stellt sich allen Fragen und lässt sich durch Hindernisse auch nicht aufhalten, manchmal ist auch der Umweg der direkteste Weg. Gott bietet sich als Begleiter an bei der Frage, wohin ich will wie auch auf dem Weg dorthin. Das ist ein wunderbares Angebot.

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Wer bin ich heißt, wissen woher ich komme

Unser Foto zeigt ein kleines Bächlein, das über einen Felsen talwärts plätschert. Es hat sicherlich unscheinbar begonnen, dann kam immer wieder ein weiterer kleiner, vielleicht sogar unscheinbarer Zufluss hinzu. Was wir als Bächlein betrachten, ist eine Sammlung von fließendem Wasser aus ganz unterschiedlichen Quellen. Woher einzelne Wasserteilchen genau herkommen, kann man so nicht erkennen, weil sich alles miteinander vermischt hat.

Das fließende Wasser kommt in Berührung mit unterschiedlichen Stoffen und Lebewesen, was meist nicht sichtbare Spuren hinterlässt. Mit Analysegeräten jedoch kann festgestellt werden, was alles im Verlauf aus der Umgebung aufgenommen wurde, je länger, umso mehr. Für mich ist das ein besonderes Bild bei der wesentlichen Frage, wer bin ich. Alle Erlebnisse, alle Begegnungen, alles hinterlässt Spuren in meinem Leben und haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Dass die existentielle Frage „wer bin ich?“ nicht einfach ist, sondern sehr tiefgreifend, steht schon in den Psalmen (139,23): „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine.“

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Verzeihung braucht den Perspektivwechsel

Bei dem Spruch habe ich mich lange gefragt, was ist das Besondere am Verzeihen, das den Menschen so schön machen soll? Verzeihen heißt nicht, einem Thema aus dem Weg zu gehen, heißt auch nicht, alles einfach unter den Teppich zu kehren bzw. einfach Schwamm drüber.

Verzeihen heißt, ein schwieriges Thema, aufzuarbeiten gemeinsam mit dem / den  direkt Beteiligten. Wenn dies in einem bzw. mehreren guten Gesprächen gelingt, führt das zwangsläufig dazu, dass das Verständnis zum Gegenüber größer wird, wir sagen heute Perspektivwechsel dazu, mit den Augen des anderen das Thema zu betrachten, das hilft nicht nur bei der Lösung, sondern führt zu einer inneren Reifung, weil die eigene Sichtweise keinen Absolutheitsanspruch mehr erhebt.

Dasselbe geschieht, wenn wir mit Gott über eigene Schuld sprechen, auch hier ist ein Perspektivwechsel möglich: meine Welt mit den Augen Gottes zu betrachten. Wieder ein Perspektivwechsel, der hilft, dass das, was im Vaterunser gebetet wird, besser geschehen kann: „… und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern“.

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Arm ist, der nicht hat was das Leben ausmacht

Es ist bedenklich zu beobachten, was Menschen alles tun, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Es scheint wie eine Droge zu sein, nach der sie süchtig sind und die sie in regelmäßigen Abständen brauchen, sonst fallen sie in ein tiefes Loch.

Andere vergeuden viel Geld, um einfach immer mehr zu haben als andere, an denen sie sich messen. Auch dieser Zustand / Rausch hält immer nur eine gewisse Zeit, dann muss es wieder etwas Neues geben.

Reich ist der Mensch nur, der das hat oder besser das lebt, was er wirklich braucht. Ein Mensch braucht gute Beziehungen, die durch offenen Austausch und Wertschätzung gekennzeichnet sind. Ein Mensch braucht ein gutes Maß an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, was sich entwickeln kann in guten Beziehungen, manche dürfen dies bereits in ihrer Kindheit erleben. Auch der christliche Glaube, mit dem Bild Gottes als liebendem Vater, ist eine gute Möglichkeit für solche Erfahrungen. Es gibt zahlreiche Bibeltexte, in denen die Liebe Gottes als unvorstellbare Liebe zu jedem Menschen beschrieben ist. Vielleicht kommt gerade jetzt so ein Text in Erinnerung.

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Verbundene Seelen werden sich ähnlicher

Fast wöchentlich erreichen uns Nachrichten von Gewalttaten durch Menschen, die sich einer Ideologie verschrieben haben oder von ihrem inneren Hass getrieben werden. Ich frage mich, was treibt Menschen zu solchen Taten, fehlende Umarmungen in der Kindheit?

In der Kindererziehung schafft der Körperkontakt eine Brücke, die das Kind und genauso die Eltern so öffnen, dass manches gar nicht groß offiziell geregelt werden muss, sondern sich in einem normalen Gespräch ergibt.

Unser Spruch beschreibt das, was sich bei erwachsenen Menschen in inniger Beziehung mehr oder weniger automatisch ergibt – sie werden sich durch ihre gemeinsamen Erfahrungen immer ähnlicher. Übertragung auf die Gottesbeziehung: Manche meinen, es kommt dabei im Wesentlichen darauf an, so gut wie möglich Vorschriften und Gebote einzuhalten. Nach meiner Überzeugung geht das in die falsche Richtung. Das Evangelium (gute Nachricht) ist das Angebot, eine ganz persönliche und tiefgehende Beziehung mit Gott zu erleben, so wie ihn Jesus in der Bibel darstellt, alles andere ergibt sich daraus.

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Beziehungen leben und verstehen

Beziehungen gibt es in vielfältiger Natur. Eltern-Kind, Freundschaft, Partnerschaft, Liebesbeziehung, soziale Beziehungen, Gottesbeziehung … So unterschiedlich alle auch sein mögen in ihrer Art, haben sie eines gemeinsam, was unser heutiger Spruch ausdrückt.

Dazu die Geschichte zum heutigen Bild: Eine Gratwanderung vom Wallmendinger Horn zum Ochsenhofer Köpfle. Ein ständiges Auf und Ab, man sieht den höchsten Punkt und denkt, jetzt ist es geschafft, dann geht es wieder abwärts und manchmal sogar auf allen Vieren, bevor es wieder aufwärts geht, was manchmal wenig anstrengend ist, manchmal aber die ganze Konzentration fordert.

So ist es in jeder Art von Beziehung, auf und ab gehören dazu, auch wenn manche Phase sich in die Länge zieht.

Das Besondere daran ist, dass man meistens erst im Rückblick wirklich das Gute der Hochs und Tiefs erkennt. Ganz besonders gilt das für die Gottesbeziehung, es mag Phasen geben, in denen man sich von Gott verlassen fühlt, man hält sich an allem fest, was irgendwie Halt geben kann. Im Rückblick erkennt man, wie besonders nahe Gott in dieser Situation war.

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Sich Ruhe gönnen um zu begreifen

Momentan sind die Themen meiner Arbeit nicht so prickelnd und dazu deutlich mehr, als für kleines Team annähernd bearbeitbar ist. Trotzdem freue ich mich auf diesen neuen Tag, weil ich spüre, wenn ich mir vorher nicht die Zeit nehme, in Ruhe über diesen Tag nachzudenken, werde ich zum Getriebenen werden von lauter dringenden und wichtigen Themen.

So freue ich mich nachher mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können und dabei die Kühle und den Wind zu spüren.

So freue ich mich auch auf Begegnungen mit Menschen, mit denen ich offen und ehrlich umgehen werde, und wünsche mir, dass dies auch von ihrer Seite aus so passiert.

Und ich wünsche mir, dass ich bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter in erster Linie nicht die Begrenzungen sehe, sondern auch die Besonderheiten.

Wenn einiges davon mir gelingen sollte, wird es ein guter Tag werden, trotz eines großen Berges an weniger interessanter Themen. Dann könnte es ein guter Tag für mich selbst und für die Menschen werden, denen ich heute begegne. Solch einen Tag wünsche ich allen, nicht nur einmal, sondern so oft wie möglich. 

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Suchet so werdet ihr finden…

In der Bergpredigt Jesu heißt es „…suchet so werdet ihr finden…“. Übertragen auf unseren heutigen Spruch: das, was wir suchen, werden wir finden. Wer eifrig sucht, wo könnte es schmerzlich für mich werden, wird vieles finden, was schmerzlich werden kann. Wer sucht, wo könnte ich Freude finden, wir vieles finden, was Freude bereiten kann.

Wenn wir jetzt weiterdenken, wie sich die einzelnen Lebenswege weiterentwickeln, werden die Unterschiede schnell deutlich werden.

Die bereits erwähnte Bergpredigt Jesus (Matth. 5-7) beginnt nach der Übersetzung der Guten Nachricht mit „Freuen dürfen sich“, und das gleich 10 mal hintereinander.

Die Freude und das Verlangen, sich freuen zu können, macht das Leben aus – im Alltag wie im Glauben. Dass es nicht immer Sonnenschein und es auch manche schwere Zeiten geben wird, gehört zum Leben dazu. Es ist deshalb ein guter und frommer Wunsch an alle, trotz aller Widrigkeiten danach zu streben, Freude zu erleben in der Natur, in der Begegnung mit Menschen und in der Begegnung mit Gott. 

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Inneren Frieden finden und behalten

Es ist gar nicht so einfach mit sich selbst in Frieden zu leben. Frieden ist leider nichts Passives. Udo Lindenberg drückt das in einem Lied so aus: „Komm wir ziehen in den Frieden…“.

Wie lebt man mit sich selbst in Frieden? Im Internet findet man folgende „Aktivitäten“, die zum inneren Frieden führen: Langsamkeit, Dankbarkeit, Minimalismus, Vergeben und die Vergangenheit loslassen, Ehrlichkeit und Akzeptanz, Leidenschaft und Lebensaufgabe, Geduld, Stille, „negativen“ Konsum verringern, gutes Tun, liebevolle Beziehungen, Bewegung in der Natur…

Mit dieser unvollständigen Auflistung wird deutlich, inneren Frieden findet man nicht einfach nebenher, sondern ist das Resultat einer Lebenseinstellung. Für Gläubige ist nicht nur der innere Frieden erstrebenswert, sondern auch der „Seelenfrieden“. Hier sieht es ganz anders aus. Jesus formuliert das so: „Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.” (Joh. 14, 27). Innerer Frieden ist ein ganz hohes Gut, den wir einerseits nur durch Aktivität etwas erreichen können und andererseits nur als Geschenk annehmen können. Gott schenke jedem den Mut und die Kraft dazu.

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Belastung reduzieren

In der letzten Zeit kommt in unterschiedlichen Begegnungen immer häufiger das Thema Belastung auf. „Ich bin am Limit“, „So geht es nicht mehr weiter“, „Ich kann nicht mehr…“

Folgende Erkenntnisse haben sich dabei ergeben, wie die Belastung reduziert werden kann.

  • Als Allererstes ausreichend Zeit zum Abschalten und zusätzlich zum Nachdenken.
  • Reflektieren was tue ich, sind das meine Aufgaben oder übernehme ich gewohnheitsmäßig Aufgaben von anderen?
  • Fühle ich mich verantwortlich für Themen, für die ich nicht verantwortlich bin?
  • Muss alles immer so eine Perfektion haben, wie ich es bisher von mir erwarte?
  • Gibt es ungeklärte Themen, die belasten?
  • Welche Beziehungen tun gut und welche sind belastend?

Die Bitte zu Gott um Einsicht ist hier der Schlüssel für mehr Lebensqualität. Einsicht in das eigene Leben, Einsicht in die Beziehungen inkl. der Beziehung zu Gott.

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Vergebung – alles resultiert daraus

Dieser Spruch formuliert kurz und knackig den Kern unseres christlichen Glaubens.

Es lohnt sich deshalb sich selbst damit zu beschäftigen – zum Beispiel

  • welche Bedeutung hat der Gedanke der Vergebung für mich
  • in welchen Bereichen wird dies in meinem Leben sichtbar? …

Wir wünschen allen etwas Zeit und Ruhe und Gottes Segen beim Reflektieren.

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Das Vergnügen der Moralisten

Bei dem heutigen Spruch fällt einem mindestens ein Zeitgenosse ein, auf den das gut passt. Aber dieses Wissen hilft einem selbst nicht weiter. Deshalb möchte ich das Thema etwas verallgemeinern, damit wir es auf uns selbst beziehen können.

Menschen sind besonders hart zu anderen in den Bereichen, in denen sie hart zu sich selber sind oder, vielleicht genauer formuliert, verhärtet sind, z, B. weil es Verletzungen gab, die heilen konnten. Andererseits gibt es Menschen, die zu weich gegenüber anderen sind, die nicht Nein sagen können. Auch das hat seinen Grund, z. B. in fehlender innerer Stärke.

Wenn ich also auf mein Verhalten blicke und hin und wieder feststelle, ich bin zu hart oder zu weich anderen gegenüber, dann ist das ein Hinweis, dass es sich lohnt, über diesen Bereich mal zu reflektieren.

„Und ich werde ihnen ein Herz schenken, in dem Einigkeit herrscht, und werde ihnen einen neuen Geist geben. Ich nehme das Herz aus Stein aus ihrem Körper und gebe ihnen stattdessen ein Herz aus Fleisch…“ (Hesk. 11,19). Kein Herz aus Stein, kein Herz aus Pudding, sondern ein lebendiges, kraftvolles Herz führt zu einem authentischen Leben, das wünschen wir allen.

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Probieren geht über studieren

Um einen Sonnenuntergang genießen und bestaunen zu können, brauche ich keine physikalischen Kenntnisse über die Brechung von Licht. Ich brauche einfach Zeit ihn zu betrachten und Geduld, bis sich die passende Zeit und Wetterlage einstellt.

Zum Autofahren muss ich nicht Kfz-Technik studiert haben und Otto- oder Dieselmotoren verstehen. Was ich wissen muss, ist es ein Diesel oder Benziner, um an der Tankstelle die richtige Zapfsäule auszuwählen.

Genauso ist es mit Gott. Gott möchte erlebt werden. Oft beginnend in Notsituationen „Rufe mich an in der Not…“. Besonders aber im Alltag in der Gewissheit seiner Begleitung, was sich auf die eigene Sichtweise und damit einen selbst auswirkt: „sag mir, mit wem du gehst und ich sage dir, wer du bist!“. Für die grundlegende Frage nach Erlösung / ewigem Leben reichen wenige grundlegende biblische Aussagen aus, wie „wer den Sohn hat, hat das Leben“ (1. Joh. 5, 12). Diskussionen, Listen notwendiger Voraussetzungen oder Detailkenntnisse über zukünftige Ereignisse ersetzen nicht das kindliche Vertrauen in fundamentale biblische Aussagen. Gottes Wesen wird erfahrbar in Liebe, Barmherzigkeit und Gnade. Solche Erfahrungen wünschen wir allen.

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Loslassen ist anstrengend

Das Thema „Loslassen“ ist nicht für alle einfach. Loslassen heißt für mich, in andere Hände geben oder es gedanklich loszulassen und in den Händen zu belassen, in denen es ist. Zwei weitere Themen schwingen dabei mit – Vertrauen und Verantwortlichkeit.

Habe ich Vertrauen in die Hände anderer oder neige ich zu der Einstellung, dass, wenn meine Hände im Spiel sind, es deutlich besser laufen wird?

Zu Verantwortlichkeit: Jeder Mensch ist ab einem gewissen Alter für sich selbst verantwortlich (leider kann sich dies aus gesundheitlichen Gründen auch wieder ändern). Wer dies auch in schwierigen Situationen nicht voll und ganz akzeptiert, hat mit dem Loslassen nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch häufig Stress mit anderen.

Im Glauben wird das Loslassen ebenfalls deutlich – Vertrauen in Gottes Wirken, auch im Alltag – Verantwortlichkeit für Vergebung von Schuld allein bei Gott – Verantwortlichkeit des Menschen, darum zu bitten und dankbar anzunehmen.

Beim Loslassen hat man alle Hände voll zu tun, aber wenn man es einigermaßen geschafft hat, gewinnt das Leben und auch der Glaube deutlich an Qualität. Das wünschen wir allen.

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Stressreduktion

Im Miteinander kann es manchmal zu Spannungen kommen, wenn sich Erwartungen nicht erfüllen. Es kommt dabei vor, dass Erwartungen nicht bekannt sind, weil sie gar nicht ausgesprochen wurden.

Unser heutiger Spruch macht hier eine klare Unterscheidung – von sich viel fordern, von anderen wenig erwarten, das Rezept von Konfuzius, um Ärger zu vermeiden.

Mir gefällt, dass hier der Begriff „fordern“ bei einem selbst auftaucht – manche setzen sich in Sachen Perfektion selbst massiv unter Druck – bei anderen wird der Begriff „erwarten“ verwendet, was den Anspruch deutlich reduziert.

Im Ergebnis heißt das für mich, wenn sich jemand selbst, aus welchen Gründen auch immer, massiv unter Druck setzt, ist das seine eigene Angelegenheit, aber das darf nicht dazu führen, dass dieser (innere) Druck an andere weitergegeben wird.

Im Gegensatz zu Konfuzius „fordert“ Jesus seine Nachfolger auf, sich nicht zu sorgen, sich keinen Stress oder Druck zu machen, wenn es um Dinge des Alltags geht. „… denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“ (Matth. 6,32).  Das entspannt und reduziert das Risiko von Spannungen auch bei einem selbst und damit auch im miteinander.

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Jeder Mensch ein Original

Wenn es darum geht, viele Menschen möglichst mit IT-Unter­stützung zu steuern, ist das A und O so wenig wie möglich Unterschiede und möglichst viel Standard. Viele Unterschiede oder gar Individualität machen das Ganze komplex und extrem teuer. So ist unsere von Menschen geschaffene Welt, die durch die Digitalisierung noch weiter verschärft werden wird.

Gottes Welt ist der ganze Gegensatz dazu. Jeder Mensch, ja die ganze Schöpfung ist ein Kunstwerk und deshalb einzigartig. Gott scheint mit Standardisierung aber auch gar nichts am Hut zu haben, sondern ist der Meister der Unikate, selbst jede Schneeflocke ist dabei miteingeschlossen.

Jeder Mensch ein Original, einmalig und deshalb besonders wertvoll in den Augen des Schöpfers. Gott scheint auch nicht überfordert zu sein mit Individualität, sondern fordert jeden Menschen seinen eigenen Weg zu gehen, in einer persönlichen individuellen Beziehung mit ihm zu leben.

Gottes Welt ist eine Herausforderung für viele Menschen – auch für Organisationen, aber genau daran können Menschen mit Gottes Hilfe als Persönlichkeit wachsen und reifen.

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Den eigenen Weg finden und gehen

Wer in Google unter „Ratgeber Lebensfreude“ sucht, findet ca. 850 000 Einträge, unter „glücklich sein“ sogar ca. 20 Millionen. Jeder beschreibt ein Rezept, wenn man das konsequent anwendet, scheint sich „zwangsläufig“ Lebensfreude oder glücklich sein einzustellen. Viele haben diese schon ausprobiert und nach einiger Zeit kommt die Ernüchterung.

Lebensfreude und glücklich sein gibt es nicht nach einer Zauberformel, sondern dadurch, dass jeder seinen eigenen, ganz individuellen Weg findet. Eigentlich auch logisch – Leben ist individuell, was speziell für mich Leben heißt, mag den andern zum Kopfschütteln anregen. Wir kommen daher nicht umhin, uns mit uns selbst zu beschäftigen und nicht Ratgeber zu inhalieren oder Vorbilder zu kopieren.

Jeder Mensch ist ein Original, eine eigene Persönlichkeit, die gilt es, ein Leben lang zu entdecken, mit all ihren Facetten. Manche zeigen sich erst in bestimmten Lebenssituationen z.B. im Alter. Von ganz entscheidendem Vorteil ist es, wenn ich die Beziehung zu Gott als persönlich und damit individuellen Glaube gesehen kann, der entfernt ist von einem Verhaltenskatalog oder einer Schablone.

Wir wünschen allen Gottes Segen auf diesem Weg.  

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Gesunder Menschenverstand – der Schlüssel zum Erfolg

ach Wikipedia ist der gesunde Menschenverstand „der einfache, erfahrungsbezogene und allgemein geteilte Verstand des Menschen bzw. dessen natürliches Urteilsvermögen.“

Die eigenen Erfahrungen, positiv wie negativ, das Lernen daraus (aus den negativen deutlich mehr als aus den positiven) lassen natürliches Urteilsvermögen reifen, um eigenständig Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen zu können.

Es gibt viele, die so einen gesunden Menschenverstand besitzen, vor allem ältere Menschen. Sie haben schwierige Zeiten durchlebt, es war häufig kein einfaches Leben mit schweren Krisen und großen Enttäuschungen.

Der Kern dazu ist der ehrliche Umgang mit sich selbst, mit den eigenen Stärken und den eigenen Schwächen, mit den Erfolgen und den Niederlagen. Das ist für jeden eine besondere Herausforderung, jedoch kann der christliche Glaube hier eine große Hilfe sein. Die gute Nachricht: Gott nimmt jeden an, der zu ihm kommt, so wie er ist, das ist ein wesentlicher Schlüssel zur Selbstannahme. Wir wünschen allen viel Kraft und Gottes Segen auf diesem Weg

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Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden!

Ich kenne Menschen, die meinen, manche hätten die Gabe vertrauen zu können, andere eben nicht, so als „falle Vertrauen vom Himmel“.

Vertrauen will gelernt sein, manche haben das große Vorrecht es in ihrer Erziehung lernen zu können, andere sind belastet von einer großen Hypothek, sei es Erziehung oder Enttäuschungen …

Aristoteles sagt: Harfe spielen lernt man nur durch Harfe spielen – unser Spruch heute sagt sinngemäß: Vertrauen lernt man nur durch vertrauen. Es gibt keinen Ersatz für fehlendes Vertrauen – nicht in Beziehungen, nicht im Alltag, nicht in der Wirtschaft, nicht in der Politik und schon gar nicht im Glauben.

Vertrauen ist die wertvollste Währung, die als Zahlungsmittel überall eingesetzt werden kann. Eine Währung, deren Erwerb einen als Mensch ganz fordert.

Wir wünschen allen Menschen Gruppen, in denen diese Währung sich entwickeln kann.

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Krise als Gelegenheit sehen lernen

Das heutige Foto ist für meine Frau zu duster, das passt nicht in die Jahreszeit und es ist nichts Freudiges zu erkennen. Aber wie beim Wetter, so ist es im Leben, gerade eitel Sonnenschein und Urlaubswetter, im nächsten Augenblick zieht ein Gewitter auf, die in letzter Zeit immer intensiver werden.

Wenn man bei jedem stärkeren Gewitter in Weltuntergangsstimmung kommt, ist man blockiert und manche geraten in seine Deprispirale – was könnte alles Schlimmes passieren und warum passiert es immer mir?

Gewitterfronten und Lebenskrisen sind immer stark energiegeladen, Energie, die viel zerstören kann, aber auch Energie, die einem notwendige Power geben kann für Veränderungen. So können Leid und Schmerz der Anfang für etwas Neues werden, was dem Leben eine ganz neue Qualität verleiht. Frei nach einem Lied von Udo Lindenberg: „Hinter dem Horizont geht’s weiter…“. Dieses Vertrauen auf Gottes Hilfe wünschen wir allen, die gerade nicht die Sonnenseite des Lebens erleben.

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Antwort kommt von verANTWORTung

Ein Managementspruch lautet: „Wer frägt, führt!“ Vielleicht liegt darin das Verlangen wo immer es geht mit Fragen auf sich aufmerksam zu machen.

Fragen allein bewirken solange nichts, bis darauf gute Antworten gefunden werden. Mit Antworten aber lege ich mich fest, mit Antworten übernehme ich Verantwortung – das passt nicht so ganz mit dem steigenden Verlangen nach Unverbindlichkeit.

In unserer Welt werden so Antworten gesucht zu (über)lebens­wichtigen Fragen, es gibt Menschen, die Verantwortung übernehmen, aber die meisten schweigen oder versuchen mit weiteren Fragen sich vor Antworten zu drücken.

Ein Spruch von Jesus lautet: „Sagt einfach `Ja´ oder `Nein´. Jedes Wort darüber hinaus ist vom Bösen.“ (Matth. 5, 37). Genauso hat er es praktiziert, in unzähligen Beispielen in den Evangelien nachzulesen, und seine Jünger haben gelernt, dies auch selbst zu praktizieren. So ist auch die Antwort nach dem (ewigen) Leben glasklar und eindeutig: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Leben; wer aber an den Sohn Gottes nicht glaubt, hat auch das Leben nicht.“ (1. Joh. 5, 12).

Wir wünschen allen den Gottes Segen und Mut zu verantwortungsvollen Antworten.

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Komfortzone und Engagement in Balance bringen

Der Mensch ist ein Wesen, das auf Gemeinschaft angelegt ist. Der teilweise zu beobachtende verstärkte Rückzug ins Private, die eigene Komfortzone, die eigene Welt bringt Sicherheit durch die gewohnte Umgebung, aber raubt einem nicht nur die Möglichkeiten zum Wachsen und Reifen als Persönlichkeit, sondern man verlernt den sensiblen und toleranten Umgang mit anderen Menschen. Smartphone und Internet sind keine wirklichen Alternativen.

Der Gedanke, dass das Leben sich in Beziehungen entfaltet, kann auch aus Jesu grundlegendem Gebot abgeleitet werden: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ Matth. 7,12

Ein gelungenes Leben basiert auf dieser Grundlage, dies gilt es zu gestalten, in einer guten Balance, Zeit für sich selbst – Zeit für die direkte Begegnung und Begleitung von Anderen.

Schiffe sind nicht für den Hafen gebaut, aber kein Schiff kommt auch ohne regelmäßiges Festmachen im Hafen aus. Gott schenke jedem die Weisheit, für die aktuelle Lebensphase eine gute Balance zu finden zwischen persönlichem Festmachen und Engagement

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Vertrauen die Basis für alles

Treue lässt sich am besten mit Verlässlichkeit beschreiben. So geht es heute um mangelnde Verlässlichkeit durch mangelndes Vertrauen gegenüber Menschen, Parteien, Kirchen…

Die Frage, was hat dieses mangelnde Vertrauen verursacht, das die Verlässlichkeit und damit die Stabilität in unserer Gesellschaft mittlerweile stark beeinträchtigt? Liegt es an missbrauchtem Vertrauen, Enttäuschung durch zu hohe eigene Erwartungen oder einfach an Bequemlichkeit? Reichen einfache, meist negativ geprägte Antworten als Information aus?

Es ist höchste Zeit hier einen „Klima- bzw. Kulturwandel“ einzuleiten – das Positive, die vielfachen Hilfen für Bedürftigen, das aufmunternde Wort eines Arbeitskollegen, die freundliche Geste eines Autofahrers… solche Themen sollten Schlagzeilen werden und ein deutliches Zeichen setzen gegen die ganzen Katastrophenmeldungen. Wir werden die Medien nicht wesentlich ändern können, ihr Geschäft lebt von den Katastrophen, aber wir können selbst bewusster kommunizieren. Was Paulus sagt, kann verallgemeinert werden. “Verzichtet auf schlechtes Gerede, sondern was ihr redet, soll für andere gut und aufbauend sein, damit sie im Vertrauen ermutigt werden.“ (Eph. 4,29)

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Probleme können Selbst- und Gottvertrauen stärken

Gläubige Menschen können bei unerhörten Gebeten in Notsituationen manchmal in Glaubensnöte kommen. „Ich habe so fest gebetet und daran geglaubt, dass Gott helfen wird… nichts ist passiert… bin ich es nicht wert?“

Den heutigen Spruch sehe ich als Hilfe an, speziell in solchen Situationen besser zurecht kommen zu können.

Ein weiterer Spruch lautet: „Es ist niemand geholfen, wenn du Dinge tust, die derjenige selbst tun kann!“

Probleme fallen nicht vom Himmel, sondern haben meist mit dem eigenen Handeln zu tun. Dann liegt in meinem Tun auch der Schlüssel zur Lösung, der will gefunden werden. Damit ist dann nicht nur das Problem gelöst, sondern ich bin auch gewachsen und gereift. Die größte Hilfe von Gott erhalten wir auf diesem Weg, er kann Wunder tun und Probleme „ganz einfach aus der Welt schaffen“, aber häufig ist es besser mit seiner Hilfe selbst an meinen Themen zu arbeiten. Dies ist für manche sicherlich ein großes Wagnis und auch mit Ängsten verbunden. Sich jedoch darauf einzulassen stärkt das Selbst- und das Gottvertrauen, weil uns dabei Gott besonders nahe ist.

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Vertrauen ist lebensnotwendig

Welche weitreichende Wirkung Vertrauen im alltäglichen Leben hat, davon lässt der heutige Spruch etwas erahnen.

Es können Entscheidungen sein etwas loszulassen, weil ich darauf vertraue, dass es auch ohne mich gut werden kann und/oder durch andere noch besser werden kann. Genauso umgekehrt, Entscheidungen, etwas (Neues) zu beginnen, in dem Vertrauen, dass ich es schaffe, auch wenn ich noch nicht genau sehe, wie es werden wird, und trotzdem darauf vertraue, dass es damit besser wird.

Vertrauen ist der entscheidende Faktor, um positive Entscheidungen treffen zu können. Entscheidungen, die etwas verändern, die Neues wagen. Manche halten krampfhaft an etwas fest, obwohl sie überzeugt sind, dass es so nicht gut ist und vielleicht (schon jahrelang) darunter leiden und sich (ebenfalls jahrelang) darüber mokieren und aufregen. Vertrauen zeigt sich auch vom Wort her im Selbstvertrauen und Gottvertrauen und macht deutlich, ein Leben, das stark von Vertrauen geprägt ist, verläuft in einer anderen Dimension. Das wünschen wir allen.

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Dankbarkeit verändert alles

Es gibt Menschen, die haben in ihrem Leben viel mitgemacht und erleiden müssen und sind trotzdem freudig und dankbar; und es gibt Menschen, deren Leben eigentlich gut verläuft, die jedoch kritisch und negativ eingestellt sind.

Dietrich Bonhoeffer macht in seinem Spruch deutlich, dass nicht die Vergangenheit entscheidet, sondern jeder selbst, ob er sich auf das Positive im Leben konzentriert und damit ein Leben geprägt von Dankbarkeit führt.

Dankbarkeit sieht nicht schwarz-weiß, sondern eine Farbenvielfalt, die das Leben bunt und lebendiger macht. Schwierige Situationen bleiben deswegen nicht aus, lassen sich jedoch leichter meistern, das Leben wird angenehmer für einen selbst und damit auch für die Mitmenschen.

Unterstützen kann diese Veränderung zum Positiven der Glaube an einen gnädigen und barmherzigen Gott, der sich uns als liebender Vater oder als guter Hirte offenbart und alles getan hat, um mich von belastender Vergangenheit zu erlösen. Gott sei herzlich Dank dafür.

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Gottes Welt ist anders!

Wir Menschen haben in uns ein ausgeprägtes Wertesystem, das sensibel beobachtet, dass, wenn etwas Unrechtes geschieht, dies auch gerecht und angemessen bestraft wird, bzw. wenn etwas Gutes geschieht, dass dies angemessen belohnt wird. Wenn auf etwas nicht angemessen oder sogar gar nicht reagiert wird, rebelliert es in uns in unterschiedlicher Intensität.

Auf diesem gemeinsamen Wertesystem basiert unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben.

Genau dieses Wertesystem stellt Gott in seinem Handeln auf den Kopf und Dietrich Bonhoeffer drückt dies treffend aus. Wer sich auf Gottes Gnade und Barmherzigkeit einlässt, muss, um Freude am Evangelium haben zu können, bereit sein für das göttliche Handeln, sein eigenes Wertesystem aufzugeben, sonst entstehen menschlich religiöse Systeme, die einerseits die Begriffe Gnade und Evangelium sprachlich verwenden, aber andererseits ganz gnadenlos und unbarmherzig handeln.

Gottes Gnade will den Menschen in seinem Innersten, unserem Wertesystem, verändern, was die eigene Welt und die Sichtweise massiv und nachhaltig verändert – ein großartiges Angebot und absolut lohnenswert. Gott sei von Herzen Dank dafür.

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Hinter dem Horizont gehts weiter!

Nicht immer gleicht das Leben wie ein Sonnenuntergang auf dem Bodensee. Hier können Worte oder Lieder helfen, besser durch solche Zeiten zu kommen.

Auch in Zeiten, in denen mal im Leben alles zu gelingen scheint, ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass es außer der uns sichtbaren Welt noch eine andere Welt gibt, die hier schon Realität werden kann für jeden Einzelnen.

Diesen Gedanken der Hoffnung auf eine neue Erde, eine neue Welt, in der es kein Leid und keinen Schmerz mehr geben wird, in unseren Alltag zu transportieren, ist das wesentliche Ziel der Spruchkarten, was auch im Namen „freudig Adventist SEIN“ zum Ausdruck kommt. Dabei ist nicht in erster Linie eine Kirche gemeint, sondern der Gedanke der Wiederkunft Jesu, der allen christlichen Kirchen gemeinsam ist.

Wir freuen uns und sind Gott von Herzen dankbar, dass die wöchentlichen Karten (heute, die 500ste) für viele Menschen zu einem festen Bestandteil im Leben geworden sind und auch unser eigenes Leben bereichern.

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Ostern ein wertvolles Geschenk

Ostern – Gedenktage an das, was vor 2000 Jahren geschehen ist und das Leben vieler Menschen grundlegend verändert hat. Ostern ist ein unbeschreibliches Geschenk, Ostern ist das Gegenstück zu unserer Leistungsgesellschaft und auch zum persönlichen Ehrgeiz und Stolz.

Das Geschenk der Erlösung annehmen können ohne Berechnung, was muss ich vorher dafür tun oder wie rechtfertige ich im Nachhinein, dass ich dieses Geschenk verdient habe?

Sich über das Geschenk freuen und es wertschätzen, oder, wie wir heute sagen, das Geschenk wirken lassen, mal sehen, was sich alles entwickelt, darum geht es.

Leider ist zu beobachten, dass nicht wenige Menschen vor dem Wirken Lassen große Angst haben. Das Rationale hat man meist im Griff, aber Emotionen lassen sich nicht so leicht steuern.

Aber genau das ist das Leben, das Gott durch Ostern uns Menschen schenkt, ein Leben, das nicht von außen aufgedrückt wird, sondern sich von innen heraus gestaltet. Gott sei von Herzen Dank für dieses wertvolle Geschenk.
Wir wünschen allen frohe Ostern!

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Gott sieht, hilft und begleitet

In den letzten Tagen häufen sich in unserem Freundes- und Bekanntenkreis sogenannte „Horrornachrichten“. Nachrichten, die unverhofft hereinbrechen und einen fassungs- und sprachlos machen. Unbewusst steht dabei die Frage im Raum, wie soll es jetzt weitergehen – kann es überhaupt noch weitergehen – ich sehe nur noch schwarz!

Der heutige einfache afrikanische Spruch bringt es auf den Punkt, Gott sieht den Menschen auch in der größten Not und das ist das Entscheidende: er lässt uns nicht allein, sondern begleitet uns und hilft uns, Lösungen speziell für meine Situation zu finden. Jesus sagt: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen. Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht.“ (Matth. 11,28-30)


Es ist genial wie Gott die aussichtslosesten Situationen oft nicht nur meistert, sondern daraus manchmal etwas ganz besonders macht, was das Leben in völlig neue Bahnen lenkt.

Wir wünschen allen mit Gottes Hilfe in diesem Glauben zu wachsen. 

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Alles ist ein Geschenk

Folgendes Thema: Was kann ich dafür, dass ich in Deutschland geboren bin? Was kann ich dafür, dass ich diese Eltern habe/hatte? Was kann ich für meine Fähigkeiten? Wenn ich ehrlich bin, war auch mein Studium, Studienabbruch, Zweitstudium von so vielen Einzelentscheidungen abhängig, die auch ganz anders verlaufen hätten können…

Von wie viel „zufälligen“ Ereignissen/Entscheidungen war es abhängig, dass sich die Beziehung zu meiner Frau so entwickelt hat…, genauso, dass wir 2 Söhne haben, die gesund sind, ein Studium absolvierten und nun ihre eigenen Wege gehen…

Meine Beziehung zu Gott ist für mich nicht selbstverständlich. Wie viele Menschen haben dazu beigetragen, Gott als liebenden Vater sehen und annehmen zu können, und dass in Enttäuschungen (auch mit seinem Bodenpersonal) durch liebevolle Begleitung die Beziehung zu Gott nicht aufgekündigt wurde?

Der Blick auf mein Leben aus dieser Perspektive macht mich sehr dankbar. Es ist sehr schön, ein Leben in Dankbarkeit führen zu können. Als Beschenkter sich zu fühlen und zu leben gibt einem eine hohe Lebensqualität – Gott sei Dank dafür!

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Ich bin, der ich bin

Auf die zentrale Frage „Wer bin ich?“ höre ich oft: „ich bin die Mutter von …“. oder „ich bin die Frau von …“. Bei Männern: „ich bin der engagierte Mann vom…“. All das sind oft beeindruckende Antworten, aber die eigentliche Frage ist damit nicht beantwortet!

Mose fragte Gott, wer du bist was soll ich sagen? Gott antwortete: „Ich bin der ich bin!“ (2. Mose 3, 14). Können wir sagen: „Ich bin der ich bin!“ „Ich bin die …“ „Ich bin der…“?

Um das sagen zu können, bedarf es einer gewissen inneren Stärke, denn nicht jedem passt es Menschen um sich zu haben, die wissen wer sie sind. Zu viele versuchen einen so zu formen, wie sie es gerne hätten – allen voran der Arbeitgeber, aber auch Vereine und Kirchen, die Verwandtschaft, manchmal auch die Familie oder sogar der Ehepartner – und gehen auf Distanz, wenn sie den anderen nicht so bekommen wie sie das gerne hätten. Andererseits sind Beziehungen zu Menschen, die sich mit ihren Stärken und Schwächen angenommen haben, besonders intensiv und damit besonders wertvoll. Das gilt auch für den persönlichen Glauben an Gott. Wir wünschen allen die innere Stärke und Gottes Segen sich selbst so anzunehmen, wie sie sind.

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Liebe ist nur in dem, der liebt!

Bei dem Spruch habe ich mich an ein Buch erinnert, das ich vor langer Zeit gelesen habe:

„Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm. Heute einfach ein paar Zitate daraus zum Nachdenken:

  • „Die meisten Menschen sehen das Problem der Liebe in erster Linie als das Problem, selbst geliebt zu werden, statt zu lieben und lieben zu können.“
  • „Das tiefste Bedürfnis des Menschen ist … aus dem Gefängnis seiner Einsamkeit herauszukommen.“
  • „Liebe ist eine Aktivität und kein passiver Affekt. Sie ist etwas, das man in sich selbst entwickelt, nicht etwas, dem man verfällt.“
  • „Liebe ist nur möglich, wenn sich zwei Menschen aus der Mitte ihrer Existenz heraus miteinander verbinden.“
  • „In der Liebe kommt es zu dem Paradoxon, dass zwei Wesen eins werden und trotzdem zwei bleiben.“
  • „Paradoxerweise ist die Fähigkeit, allein sein zu können (es mit sich selbst aushalten zu können ohne jede Ablenkung), die Vorbedingung für die Fähigkeit zu lieben.“

Wir wünschen allen Gottes Segen bei mit diesen Gedanken, die in unserem Alltag an Aktualität zugenommen haben

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haben oder SEIN

Den heutigen Spruch kann man auf unterschiedliche Weise deuten – mein Impuls deutet sich durch die Schreibweise in Großbuchstaben an, HABEN oder SEIN.

Der kleine Prinz fragt einen, der Sterne besitzt: „Ich besitze eine Blume, die ich jeden Tag gieße … Es ist gut für meine Vulkane und es ist auch gut für meine Blume, dass ich sie besitze. Aber du nützt den Sternen gar nichts …“ HABEN wollen, HABEN müssen, weil mein Leben abhängig von meinem Besitz (materiell – Haus, Auto, Bankkonto… oder immateriell -Titel, Stellung, Anerkennung…) ist?

Mit „SEIN“ meint Erich Fromm, „eine Existenzweise, in der man nichts hatund nichts zu haben begehrt, sondern voller Freude ist, seine Fähigkeiten produktiv nutzt und eins mit der Welt ist.

SEIN heißt nicht nur auf sich selbst zu achten, sondern auch achtsam zu sein auf seine Umgebung, seine Mitmenschen, die Umwelt… Konsequenterweise bedeutet das auch, nicht einen Glauben zu HABEN, sondern im Glauben zu SEIN, im Glauben an Jesus Christus zu leben. 

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Wer seinen Glauben mit Gründen verteidigt…

Manche Menschen meinen, jedes Tun begründen zu müssen – auch im Glauben. Warum muss ich alles begründen/verteidi­gen? Begründen/verteidigen muss ich mich nur, wenn ich angeklagt werde – wer klagt mich an? Andere oder ich mich selbst? Mit welchem Recht klagen andere mich an/klage ich mich selbst an?

Ein anderer Aspekt: wenn ich alles begründen muss, wenn diese Begründungen das Fundament meines Glaubens darstellen, und ich dann in einer Diskussion/Debatte/Streitgespräch „untergehe“, weil andere mehr Wissen haben als ich oder die besseren Rhetoriker sind, hat mein Glaube dann zwangsläufig Schlagseite bekommen?

Für mich hat der christliche Glaube viel zu tun mit Gotteserkenntnis aus der Bibel und gesundem Menschenverstand, aber vor allem, dass Glaube mit Beziehung zu tun hat, Beziehung zu Gott und zu meinen Mitmenschen. In Beziehungen sind wesentliche Elemente Liebe und Vertrauen. Liebende handeln nicht immer vernünftig, das macht Liebe aus. Der Grund liegt darin, weil ich von Gott geliebt werde, weil ich Gott liebe, weil ich Gott vertraue, weil Gott mir gnädig und barmherzig begegnet … Dazu stehe ich, egal, ob das andere akzeptieren oder auch nicht!

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Vergebung ändert die Zukunft

Unser heutiger Spruch stammt aus einer sehr beeindruckenden Predigt zum Thema „und vergib uns unsere Schuld, wie auch wie vergeben unseren Schuldnern“ (Matth. 6, 12) über die Gefangenschaft aus Ereignissen der Vergangenheit, die mein Denken und Handeln heute immer noch beeinflussen und auch morgen und übermorgen immer noch beeinflussen werden.

Es geht in dem Bibeltext aus dem „Vater unser“ nicht nur darum, von der eigenen Schuld befreit zu werden, sondern auch darum, von der Schuld anderer an mir befreit zu werden.

Das Geniale daran ist, dazu brauche ich den anderen überhaupt nicht. Ich kann, ganz unabhängig von dem, der an mir schuldig geworden ist, mich aus diesem Gefängnis selbst befreien, in dem ich dem anderen einfach vergebe.

Vergebung ist genial einfach, aber praktisch doch sehr schwer, weil Vergebung das Innerste im Menschen berührt. Aber genau deshalb birgt Vergebung diese gigantische Möglichkeit der Veränderung in sich, die meine Welt verändert, damit die Welt um mich herum, und mir ein befreites Leben ermöglicht. Wir wünschen allen Gottes Segen, den Mut und die Kraft zur Vergebung jeden Tag aufs Neue

Link zur oben erwähnten Predigt von Werner Dullinger

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Königsdiziplin des ChristSEINs = Bruderliebe

Heinz Erhardt schrieb über die Nächstenliebe: „Die Nächstenliebe leugnet keiner, doch ist sie oft nur leerer Wahn, das merkst am besten du in einer stark überfüllten Straßenbahn. Du wirst geschoben und musst schieben, der Strom der Menge reißt dich mit. Wie kannst du da den Nächsten lieben, wenn er dir auf die Füße tritt?“

Die Bruderliebe ist noch herausfordernder, hier begegne ich nicht spontan Menschen in der Straßenbahn, sondern in einer festen Organisation, der Kirche. Je enger es dort wird, je mehr, vor allem theologisch, gedrückt wird, umso herausfordernder ist das mit der Bruderliebe. Dies gilt für alle Kirchen, am offensichtlichsten aber ist aktuell der Machtkampf um Papst Franziskus, der wegen seiner Betonung der Barmherzigkeit von manchen seiner Glaubensbrüder bereits als Häretiker, als „Abgefallenen vom kath. Glauben, bezeichnen“.

Paulus widmet ein ganzes Kapitel (1. Kor. 13) der wunderschönen Beschreibung der Liebe: „Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig…“

Die Bruderliebe ist jedoch die Königsdisziplin; Jesus formuliert dies so: „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13,35)

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„… so leben, dass man oben noch reinkommt“

Unser heutiger Spruch ist ein Zitat von Wolfgang Bosbach, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der CDU, und hat mich beim Zeitungslesen diese Woche aus zweierlei Gründen sofort angesprochen.

Erstens, bin ich ebenso einer, der versucht wenn möglich (mindestens) auf 2 Hochzeiten zu tanzen. Mit Hilfe des Paretoprinzips (mit 20 % Aufwand 80 % des Ergebnisses erreichen) gelingt es mir auch nicht selten.

Das war jedoch nicht das Wesentliche, sondern das, was hinter dieser Aussage steckt, (gerade) noch oben reinkommen, diese Grenzwertbetrachtung, um das Optimum unten und oben zu bekommen. Genau das passt nicht zu meiner Vorstellung vom christlichen Glauben. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben“ (1. Joh. 5, 12). Nicht erst oben, auch schon hier unten. Es ist ein alltagstaugliches Leben in neuer Qualität – unten noch unvollkommen und damit ein Leben aus der Gnade Gottes – oben in Vollkommenheit. Gott sei Dank für dieses großartige Geschenk, das eine Grenzwertbetrachtung mit den darin verbundenen Risiken überflüssig macht.

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Hinter dem Horizont geht’s weiter

In dem Lied „Hinter der Horizont geht’s weiter“ wird beschrieben, wie Menschen plötzlich von dunklen Wolken umgeben sind und sich mit dieser Aussage Mut machen.

Es können nicht nur dunkle Wolken sein, die den Horizont beeinträchtigen, meist sind es die Menschen selbst, die sich selbst begrenzen in ihren eigenen klein- oder großkarierten gedanklichen Möglichkeiten.

Der Glaube ist ein Geschenk, den Horizont ganz wesentlich zu erweitern (auch wenn wir manchmal durch fehlgeleitete Fromme genau das Gegenteil erleben). Der christliche Glaube möchte einen Perspektivwechsel bei den Menschen in der Weise erreichen, dass sie die Welt so sehen, wie sie unser liebender Vater im Himmel sieht mit den Möglichkeiten, die Gott hat.

Damit sind Alltagssorgen nicht weg, aber deutlich reduziert:

„Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!“ 1.Petrus 5,7

Ein ganz besonderes Angebot, das dem Leben eine große Weite bringen kann – Gott sei Dank dafür.

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Wer unter Gott steht, steht über den Dingen

In dem Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey heißt es: „… alle Ängste alle Sorgen bleiben darunter verborgen und was groß und wichtig erscheint, wird plötzlich nichtig und klein“.

Aus der Flugzeugperspektive und – noch höher – aus der Perspektive Gottes bekommt alles eine andere Bedeutung.

Bei unserem Vater im Himmel kommt noch hinzu, dass er uns nicht nur eine neue Sichtweise vermittelt, sondern uns Menschen im Alltag begleitet und hilft, Ängste und Sorgen bei ihm ganz bewusst abzugeben. Das ist wirkliche Befreiung. Somit können wir nicht nur vom Leben schwärmen, sondern wirklich „leben im Leben“.

Jesus sagt: „Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben … euer himmlischer Vater sorgt für die Vögel unter dem Himmel. Und ihr seid ihm doch viel wichtiger als sie… Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht.“

Wir wünschen allen diese Geborgenheit in Gott.

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Ordnungen zum Leben und zur Entwicklung

Beim Thema Ordnungen existieren ganz ambivalente Bilder und Gefühle. Ordnungen strukturieren das Miteinander von Fahrzeugen, Flugzeugen und ganz besonders von Menschen. Je mehr Intelligenz in die Definition von Ordnungen investiert wird, umso besser gelingt das Miteinander.

Ordnungen sind im Miteinander unverzichtbar. Entscheidend ist das Ziel, das die Ordnungen unterstützen sollen. Soll das Miteinander von ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten und Charakteren unterstützt werden oder soll durch Ordnungen mit einem ganz strengen Strafkatalog Druck erzeugt werden, um die Menschen möglichst uniform zu machen?

Es ist einfach genial wie Jesus das Miteinander von Menschen ordnet: „Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen. In diesem Satz sind das Gesetz und die Propheten zusammengefasst.“ Matth. 7,12 Es ist die Souveränität von Jesus, die so eine intelligente Regelung definiert und gleichzeitig über alle anderen Gebote und Prophetenaussagen stellt.   Wir wünschen allen ein Leben innerhalb von guten Ordnungen und, wenn notwendig, viel Weisheit und Gottes Segen, um intelligente Ordnungen definieren zu können.

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Das Gute und Notwendige von Belastendem

Manche mögen denken, bei dem heutigen Bild und der aktuellen Wettersituation wäre ein Foto, das einen positiv stimuliert, angemessener. Nun, dieses Mal soll es besonders der Text sein, der einem helfen soll, solche Situationen besser zu meistern.

Dieses Segelboot hat sich am Bodensee kurz vor einem heftigen Sturm in den Hafen gerettet. Das Boot schleppt am Kiel einen großen Ballast mit, der sicherstellt, dass das Boot auch bei heftigen Winden nicht kentert.

Für mich ein schönes Bild. Wenn alles glatt geht, wenn alle Wege einem freigeräumt werden, wenn es keine Krise in meinem Leben geben soll, an was werde ich reifen können?

Ein Mensch, der seinen Körper nicht fordert und regelmäßig belastet, wird körperlich abbauen und an Stärke verlieren.

Auch im Glauben können sich die „Gerechten“ deutlich weniger an Gottes Gnade freuen, als die, die um ihre Fehler und Verfehlungen wissen und diese Belastung am Kreuz abgeben. So können auch belastende Erfahrungen etwas ganz Positives werden für mein Leben und meinen Glauben. 

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Wir sind ein wesentlicher Faktor für das eigene Leben in 2019

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr, Gottes Segen auf allen Wegen.

Wie das Jahr wird, bestimmen viele Faktoren únd jeder einzelne ist ein Faktor davon. Dabei ganz wesentlich ist die innere Haltung und die eigene Sichtweise auf die Umgebung. Dazu soll der heute Spruch uns Impulse geben.

Große Bedeutung für das, was ich zukünftig erleben werde, ist, ob ich gedanklich Brücken oder Mauern baue, ob ich das Gemeinsame sehe und schätze oder das Trennende für mich wichtig ist. In der Begegnung mit Menschen erzeugt die Fixierung auf die Fehler anderer immer Distanz.

In der Begegnung mit Menschen wirkt das Betonen der Gemeinsamkeiten wie ein Türöffner. Menschen gewinnen im Vertrauen zueinander eine Brücke von unschätzbarem Wert.

Wir wünschen wertschätzenden Umgang mit den Menschen, denen wir begegnen werden, und Gottes Segen bei dem, das sich daraus entwickeln wird.

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Persönliche Bilanz ziehen zum Jahreswechsel

Das Jahresende ist die Zeit derRückblicke und Bilanzen. Was hat sich alles ereignet und wie bewerte ich dasErlebte mit etwas Abstand. So macht es die Wirtschaft, die Politik, dieKommunen, der Sport…

Von Vorteil ist es, dies auch ganz persönlich zu tun.

Innerhalb eines Jahres kann sehr viel passiert sein, manches fällt einem im ersten Augenblick gar nicht mehr ein. Es ist deshalb meist mit etwas Anstrengung verbunden, sich Ereignisse und Erlebnisse der letzten 12 Monate in Erinnerung zu rufen.

Eine weitere Anstrengung stellt die Bewertung aus der Rückschau dar. War es gut, war es weniger gut, was lerne ich daraus oder hake ich es ab, es lohnt sich nicht, sich nochmals mit dem Thema zu beschäftigen, es ist wie es ist, ich habe mich damit beschäftigt und akzeptiert – Haken dran, es nicht zum Dauerbrenner werden lassen. So eine Rückschau kann etwas Besonderes werden so wie dieser Baum auf dem Foto in der Abenddämmerung. Wir wünschen allen etwas Zeit für eine persönliche Rückschau und Gottes Segen bei der Bewertung, der Lernerfahrung und beim Abhaken.

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Frohe Weihnachten

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Am Ende wird es alles gut sein

In der aktuell dunklen, kalten und trüben Jahreszeit ist es gut sich bewusst zu machen, dass es wieder besser werden wird. Vielleicht gibt es einen Winter mit Schnee, der alles weiß bedeckt, und sicherlich gibt es wieder einen Frühling, in dem alles neu in bunten Farben erblüht.

Bei den Nachrichten, mit denen wir aktuell konfrontiert werden, tun wir uns schwer bei dem Gedanken, wie das alles noch gut werden kann. Wie eine dunkle Wolke lasten die Themen auf uns und scheinen uns zu erdrücken.

Es ist hilfreich, wenn aufgrund des Glaubens der Blick über diese düsteren Ebene hinaus reichen kann; dass es über allem, in menschlich unvorstellbarer Weise einen Gott gibt, der dafür sorgen wird, dass es am Ende tatsächlich gut sein wird. In einer sehr ansprechende Adventspredigt hat es geheißen: „Beim Menschen geht es meist vom Licht in die Dunkelheit. Bei Gott geht es immer von der Dunkelheit ins Licht!“Die Hoffnung, dass am Ende alles gut sein wird, ist die Botschaft in der Adventszeit. Diese Zuversicht wünschen wir allen.

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Warten können für ein gutes Ende

Warten ist für manche eine Geduldsprobe, die in unserer schnelllebigen Zeit immer häufiger auftritt.

Dabei bedeutet warten, ich habe verstanden und akzeptiert, dass manches einfach Zeit braucht, um sich entwickeln und reifen zu können, sowie dass das Ergebnis am Ende dieses Entwicklungs- oder Reifeprozesses gut sein wird.

Bei Obst und Gemüse ist das jedem bewusst, aber beim Menschen tun sich manche ganz schön schwer. Nicht wenige gehen davon aus, dass der Mensch wie ein Computer mit einem oder mehreren Befehlen geändert werden kann.

Es gibt eine schöne Beschreibung von Konrad Lorenz:

Gedacht heißt nicht immer gesagt,
gesagt heißt nicht immer richtig gehört,

gehört heißt nicht immer richtig verstanden,
verstanden heißt nicht immer einverstanden,
einverstanden heißt nicht immer angewendet,
angewendet heißt noch lange nicht beibehalten.

Wir wünschen allen eine gesegnete und besinnliche Adventszeit.

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Erweiterung des Horizonts

In dem Lied „Über den Wolken“ singt Reinhard Mey „… was uns groß und wichtig erscheint, wird plötzlich nichtig und klein.“ Man hat einen ganz anderen Blick auf die Welt und auf die eigene Welt – plötzlich einen viel weiteren Horizont.

Im Alltag wird der eigene Horizont manchmal durch viele Nebensächlichkeiten unnötig reduziert – ganz modern sind Horizonte unter 0,5 m durch Smartphones. Aber auch im direkten Umfeld können Aufregung und Ärger über Kleinigkeiten den Blick fürs Große und Ganze reduzieren. Wenn ich weiß, was ich getrost übersehen darf, worüber es sich nicht lohnt, sich zu ärgern oder zu sorgen, wird befreit aus einer engen Welt.

Jesus macht deutlich, dass sich Gott auch um das kümmert, was für den Alltag notwendig ist (Matth. 6, 28-34). Was für eine Befreiung, die wir Menschen täglich erleben können.

Auch in der menschlichen Sehnsucht nach Erlösung stellt das menschlich Naheliegende eine Blockade dar. Es ist Weitblick nötig, um Gottes Liebe und Gnade zu uns Menschen einigermaßen begreifen zu können.

Wir wünschen allen Gottes Segen und immer wieder aufs Neue Erweitern des eigenen Horizonts.

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Vertrauen in Liebe und Gerechtigkeit führt zu Selbstvertrauen

Dieses Mal habe ich zu diesem Foto mit dem Bären, der uns in Kanada im Auto beobachtet hat, einen passenden Spruch gesucht. Dummerweise ist dabei der maximal missbrauchte Begriff Wahrheit eingebettet, der alles aushebeln kann.

Wahrheit wird nicht selten auf richtig oder falsch reduziert und weiter, wenn die Wahrheit ans Licht kommt, dann wird es Gerechtigkeit geben. Mir ist das zu einfach.

Besonders der Anspruch Jesu: „Ich bin Weg, Wahrheit und Leben…“ (Joh. 14, 6) macht mir deutlich, es gibt noch eine weitere Dimension. Es ist nicht schwer, aus den zahlreichen Aussagen Jesu auf die Liebe zu kommen.

Übertragen auf unseren Spruch heißt das:

  • Vertrauen auf die Liebe und auf die Gerechtigkeit
  • Vertrauen, dass die Liebe bereits heute die stärkste Macht ist und am Ende die Gerechtigkeit siegt.
  • Diese Vertrauensbasis gibt dem Menschen Raum, in dem sich das eigene (Selbst-) Bewusstsein entwickeln kann.

Das stärkt die Seele immens und macht „bärenstark“.

Gott sei Dank dafür für diese Zuversicht, die wir Menschen im Vertrauen haben dürfen.

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Entscheidend ist das Ziel und der Weg dorthin

Es war nach der Eingemeindung des kleinen Orts Itzelberg, als wir in der 5. Klasse von unserem Klassenlehrer bei Störungen im Unterricht regelmäßig zu hören bekamen: „Ach der XY, natürlich ein heimtückischer Itzelberger.“

Das ist jetzt fast ein halbes Jahrhundert her, aber es scheint sich wenig geändert zu haben. Noch heute reicht vielen die Herkunft eines Menschen, um sich ein Urteil von ihm zu bilden.

Vielmehr als die Herkunft, und damit die Vergangenheit, sagt das Ziel und sein eingeschlagener Weg über einen Menschen aus. Was sind seine Interessen, wie setzt er seine Prioritäten, wofür investiert er Zeit und Geld.

Die Frage nach dem Ziel und dem Weg zum Ziel berücksichtigt, dass Menschen Kurswechsel im Leben vornehmen können. Damit vermeiden wir, in vergangenen Phasen rumzustochern und sind sofort im Jetzt und hier. Paulus schreibt von sich selbst: „Eins aber tue ich: Ich lasse das, was hinter mir liegt, bewusst zurück, konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt…“ (Phil. 3, 13).

Wir wünschen allen in der Begegnung mit anderen und auch für sich selbst diesen bewussten Blick nach vorne.

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Kirche ist Hospital für Sünder

… Kirche ist auch kein Kloster, in dem Menschen nach strengen eigenen Regeln allen Freuden entsagen

… Kirche ist auch keine Spielhalle, in der theologische Divisionen ihre Machtspiele aushecken

… Kirche ist auch kein Theater, welches Fromme als Bühne zur Selbstdarstellung nutzen dürfen

Der Spruch, der Abigal von Buren zugeschrieben wird, könnte bestimmt jeder durch eigene Erlebnisse ergänzen.

Genau deshalb ist es wichtig, immer wieder sich bewusst zu machen, was der einzig legitime Grund der Existenz einer Kirche ist – Hospital für Sünder

Jesus formuliert dies wie folgt: »Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.“ (Matth. 11, 28 NGÜ)

Wo diese Zusage Jesu wirken kann, erhellt sie kirchliche Räume und bringt Leben in die Strukturen. Kirche wird dann zu dem Ort, an dem die Seele ruhen und heilen kann.

Wir wünschen allen solch einen Raum zum Leben und Gottes Segen, durch persönliches Engagement solche Orte zu entwickeln.

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Evangelium = Christus ist beides Erlöser und Richter

Das Evangelium scheint nichts für Menschen zu sein, die sich schnelle und einfache Antworten wünschen. Erlöser und Richter, beides in Gott vereint – das fordert uns Menschen einerseits, aber es gibt auch Sicherheit anderseits.

Leicht entstehen Enttäuschung, Ärger und Zorn bei Nachrichten über soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten sowie zunehmender politischer und religiöser Willkür.

Daneben existiert eine große Sehnsucht nach wirklichem Leben, nicht gefangen zu sein von eigener Lieblosigkeit, Versagen und Schuld, sondern so befreit zu sein, dass ich Menschen und mich selbst unvoreingenommen lieben kann.

Die eine gute Nachricht (Evangelium) ist, dass wir uns nicht intensiv und dauerhaft mit eigenen Fehlern und Fehlern von Anderen beschäftigen müssen, um zu einem ordentlichen Urteil zu kommen, sondern dies in Gottes Hände wissen.

Die andere gute Nachricht ist, dass Gott uns von unserer Schuld und Fesseln (er)löst und wir damit entfesselt sind zum Leben, einem Leben, das eine unvorstellbare Blütenpracht mit lieblichem Geruch hervorbringt.

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Termine oder Zeit haben

 

Der heutige Spruch war die Überschrift in einem Online-Magazin und hat mich sofort angesprochen. Braucht man eine Uhr um Zeit zu haben? Sobald ich Termine habe (Frisör, Arzt, Verabredung…), ist Zeit dafür reserviert und ich brauche davor und danach einen zeitlichen Puffer, sonst klappt es nicht.

Die Aussage des anonymen Syrers geht dahin, dass wir versuchen, durch Zeitmanagement so viel wie möglich aus den 24 Stunden des Tags herauszuholen und optimieren an allen Ecken und Enden. Was kann man kürzen, dann könnte man noch einen neuen Termin unterbringen.

Ein Paradox, wir pressen uns in so viel Termine wie möglich, um so nichts zu verpassen – und am Ende haben wir keine Zeit mehr zum Leben.

Ein Terminkalender hat keinen Tiefgang, jedoch ist für das Leben Tiefgang ganz entscheidend.

In der Bibel heißt es im Prediger: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde…“

Wir wünschen allen Gottes Segen bei der Betrachtung des eigenen Wegs unter der Perspektive Zeit / Termine.

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Leuchten von innen heraus

Entlang einer Straße leuchten seit Tagen die Essigbäume, ganz besonders intensiv im Abendlicht. Diesem leuchtenden Rot kann sich so gut wie keiner entziehen, der dort vorbei kommt. Das ist ein schönes Bild für wirkliches intensives Leben.

Jeder kennt solche Momente im Leben, Stunden, in denen wir die Kraft der Liebe besonders spüren. Gleichzeitig wird einem bewusst, dass solche Momente meist nicht lange anhalten.

Im Nachdenken über den heutigen Spruch kamen mir folgende Aussagen von Jesus in den Sinn: Ganz grundsätzlich „Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen… und deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“. In Bezug auf Kirche und Gemeinde „daran soll jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt!“ und nicht zuletzt aus der Bergpredigt die ungeheure Aufforderung „liebet eure Feinde!“.

In diesen Aussagen geht es nicht um Momente, sondern um eine grundsätzliche Haltung, was zur Konsequenz hätte, dass das wirkliche Leben nicht in Stunden, sondern in anderen Einheiten gemessen werden kann. Einerseits ein fantastischer Gedanke, andererseits eine riesige, ganz persönliche Herausforderung.

Mit diesen Gedanken wünschen wir viele Momente, in denen wir von innen heraus leuchten.

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Herbsttage im Leben

Herrliches Herbstwetter, die Sonne gibt mit ihrem warmen Licht allem einen besonderen Glanz und zieht durch ihren tiefen Stand lange Schatten. Alle Objekte bekommen so eine stärkere Tiefenwirkung. So ein Oktobertag beflügelt einen, weil alles um einen herum zu etwas Besonderem wird oder weil man es mit anderen Augen sieht oder genauer, weil man es aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Solche Herbsttage sind für das eigene Leben wichtig. Von oben betrachtet der Alltag mit allen Licht- und Schattenseiten, das eigene Tun und Denken. Abstand gewinnen zu einzelnen Punkten, sich das Ganze bewusst zu machen und sich die Zusammenhänge vor Augen zu führen. Was kommt ohne das andere nicht aus.

Für Gläubige hat solch eine Betrachtung eine zusätzliche Bedeutung. Wie sieht Gott mich und meinen Alltag, meine Licht- und Schattenseiten. Diese Sichtweise verringert mache Problembereiche und macht mir andererseits Bereiche bewusst, die durch mich zu wenig Beachtung finden. Das führt zu einem bewussteren und dankbaren Leben, das wir allen wünschen.

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Hassprediger erlösen nicht!

Immer häufiger ist in den Nachrichten von Hasspredigern zu hören. Mir tun die Menschen leid, die sich davon fesseln lassen.

Könnte es sein, dass sich Menschen, die auf Hassprediger reinfallen, paradoxerweise tief im Innersten nach etwas ganz anderem sehnen, nach Erlösung?

Könnte es weiterhin sein, dass diese paradoxe Situation ihre Ursache in nicht überwundenen Enttäuschungen hat?

Wenn dem so wäre, wird das Anstacheln von Frust und Hass zur Todesspirale. Dagegen kann Unterstützung zur Aufarbeitung von Enttäuschungen zu einer positiven Wendung führen. Damit können diese Menschen sich von ihren Fesseln befreien und der im Innersten tief verwurzelten Sehnsucht nach Erlösung näherkommen.

Erlösung ist der Kernpunkt des christlichen Glaubens und damit der positive Umgang. „Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“(Joh, 13,35)

Wir wünschen allen eine Umgebung, in der man sich bemüht, einen liebevollen Umgang zu pflegen und sich gegenseitig hilft, mit Enttäuschungen umzugehen.

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Mit neuen Augen sich selber sehen

Was Bild, das ich von Gott habe, spiegelt sich in meinem Leben wieder. „Sag mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist.“ Unser heutiger Spruch geht einen Schritt weiter. Die Neugierde Gott so zu sehen, wie er wirklich ist. Das setzt einen freien Blick voraus, der nicht jedem mit in die Wiege gelegt wurde. Besonders schwer haben es Menschen, die in autoritären Systemen aufgewachsen sind. Wer sich von der aufgedrückten Blickweise nicht befreien kann, wird sich sein ganzes Leben in der Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis äußerst schwer tun.

Wer Gott sehen kann als liebenden Vater und diese Liebe annehmen kann, wird sich selbst leichter annehmen mit all den Stärken, die er hat – ohne dabei abzuheben, mit all den sichtbaren und unsichtbaren Schwächen – ohne sich dabei selbst fertig zu machen.

Wir wünschen allen Augen, mit denen wir das Besondere in Gott, in uns selbst und unseren Mitmenschen sehen können.

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Demut ist Unverwundbarkeit

Unser heutiges Foto zeigt das Mahnmal in New York zum Gedenken des schrecklichen Terrorangriffs auf das World Trade Center am 11. Sept. 2001. Gleich nebenan ist ein Museum, das die Dramatik dieser Attacke verdeutlicht und einen erschauern lässt.

Stolz stellt sich immer über andere und ist deshalb besonders leicht angreifbar und verwundbar.

Menschen mit einem hohen Maß an Selbstbewusstsein müssen nicht prahlen oder sich über andere erheben, sondern haben die Stärke, sich ein- und unterordnen zu können, ohne sich selbst dabei aufzugeben. Nach unserem Spruch sind sie damit unverwundbar.

Über das hinaus sind Begegnungen mit demütigen Menschen immer bereichernd.

Für Gläubige wird diese Charaktereigenschaft ein ganz wesentlicher Faktor zum Heil. „Alle aber miteinander bekleidet euch mit Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.“ 1. Petr. 5,5

Wir wünschen allen Gottes Segen, Kraft und Stärke zum Wachsen in Demut.

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Heilsamer Umgang mit sich selbst

Heute mal ein Foto von mir aus einer ungewohnten Perspektive, wo man mehr von meinem Schatten sieht als von mir selbst.

Das Foto soll helfen, uns heute auf ein paar Fragen zum Nachdenken über uns selbst einzulassen.

  • Gibt es bei mir Gelegenheiten, in denen ich mich aus solch einer Perspektive betrachten und ich mich fragen kann, wo bin überhaupt unterwegs, was mache ich überhaupt?
  • Wenn ich mich so betrachte, wie gehe ich mit meinem Schatten um, den es in unterschiedlicher Größe bei jedem gibt? Kann ich akzeptieren, dass er zu mir gehört?
  • Kann ich heilsam mit mir selbst und meinem Leben umgehen, d.h. ja sagen, so bin ich, so ist mein Leben, manches ist zwar nicht so wie ich es mir wünsche, aber es ist so!
  • Kann ich unverkrampft und mit etwas Kreativität mir Gedanken machen, was ich tun kann, damit das ein oder andere besser wird, nicht nur für ein paar Tage, sondern
    eher dauerhaft und nachhaltig?
  • Hilft es mir, wenn ich mir bewusst mache, dass Gott mich noch viel genauer sieht und mich nicht nur angenommen hat, sondern mich sogar liebt?

Wir wünschen allen Gottes Segen in einen heilsamen Umgang mit sich selbst

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Halt bekommen durch Stütze anderer

Das heutige Thema schwankt zwischen dem Spruch „Denkt jeder an sich, ist an alle gedacht!“ und dem anderen Extern sich für alles und jeden verantwortlich zu fühlen und aufzuopfern solange, bis man selbst zusammenbricht.

In der Mitte zwischen diesen beiden Extremen ist unser heutiger Spruch einzuordnen. Menschen, denen wir eine Stütze sind, d. h. denen zu helfen, die noch irgendwie auf eigenen Füßen stehen können, geben dem anderen automatisch Halt. Das Gegenteil sind Menschen, die sich an einen hängen, das ist nicht nur belastend, sondern gefährdet auch die eigene Balance und Standfestigkeit.

Ich glaube, dass (Unter)Stützung zu einem erfüllten Leben und Miteinander gehört, weil auf ganz natürliche Weise beide stabilisieren. In Prediger 4, 9-10 heißt es „So ist’s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe. Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf…“.

Wir wünschen allen, Menschen, für die ich eine Stütze sein kann, um damit das eigene Leben zu stabilisieren oder umgekehrt, wenn ich Unterstützung bekomme, dass ich darauf achte, wie ich auch meinem Helfer Halt geben kann.

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Sehnsucht immer alles verstehen zu wollen

Diese tiefe menschliche Sehnsucht hat Thomas von Aquin vor Jahrhunderten treffend beschrieben. Der Mensch sehnt sich in seinem Innersten nach einer guten und umfassenden Erklärung für all das, was er erlebt.

Die Frage nach dem WARUM entspringt genau dieser Sehnsucht. Diese Sehnsucht ist das Eine, das Andere ist, dass diese Sehnsucht nicht immer sofort gestillt werden kann.

Die Meldungen in den Medien zeigen mir, dass die Ungeduldigen in letzter Zeit mehr und lauter werden. Sofort nachdem etwas vorgefallen ist, werden (meist immer dieselben) Schuldigen genannt. Feindbilder haben einzig und allein die Funktion, schnelle und einfache Erklärungen für Menschen zu liefern, die etwas Unerklärliches nicht aushalten. Aus meiner Sicht ganz bedauernswerte Persönlichkeiten.

Als Lösungsansatz zu diesem Thema möchte ich an einen Spruch von Vaclav Havel erinnern: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Diese Hoffnung kann helfen geduldiger zu werden und positiver zu denken.

Das gilt auch im Glauben, fest zu vertrauen, egal, was wir alles erleben müssen (gerade wenn wir etwas nicht mehr verstehen können), dass ein liebender himmlischer Vater alles in seinen Händen hält.

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Hilflos gegen Dummheit, die gerade in Mode ist

In letzter Zeit denke ich immer häufiger, mit was für einem Schwachsinn sich Politiker auseinandersetzen müssen, was für ein Schwachsinn muss ich selbst hilflos in meiner Umgebung ertragen. Der Spruch von Theodor Fontane (gest. 1898) liefert mir eine Erklärung für die Hilflosigkeit gegen Dummheit – MODE, das machen, was alle um mich herum machen, das kann nicht verkehrt sein, wenn die Mehrheit meiner Umgebung etwas tut…

Ein Lösungsansatz sehe in einem Dialog von Jesus: „Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?… Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“ (Mk 8,27+29). Jesus stellt als erstes die Frage:

  • Was sagen die andern…? Was sagen die (verschiedenen) Medien, was sagen die (verschiedenen) Parteien…

Zur Beantwortung der zweiten Frage sind die Antworten auf die ersten Fragen zwingende Voraussetzung.

  • Was sagst du selbst? Wie ist deine Position?

Wer dies im Leben beherzigt, wird für sich immer einen klaren Weg finden. Unabhängig von aktuellen Trends.

Zur Übertragung ins Glaubensleben: was glauben die Kirchen, was glaubt meine Kirche? Und dann, was glaube ich selbst!

Nur das allein ist entscheidend und bringt mir Heil.
Wir wünschen allen den Mut, die Ausdauer und die Kraft, eine eigene fundierte Position zu finden und zu ihr zu stehen.

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Kirche ist nicht… Kirche ist

Die Funktion der Garage für ein Auto ist es, Schutz zu bieten. Ein Auto braucht jedoch mehr als eine Garage, mindestens regelmäßig eine Tankstelle und hin und wieder eine Werkstatt.

Kirche wurde schon immer als Schutzraum gesehen. Darüber hinaus ist Kirche aber auch Tankstelle, wo ich geistlich und geistig auftanken kann. Auch die Funktion als Werkstatt gehört dazu, sich neu ausrichten, an dem ein oder anderen Thema mit Unterstützung zu arbeiten.

Kirche ist darüber hinaus auch Fitnessstudio -das Einüben in guten Beziehungen leben zu können – Umgang mit Menschen, die anderer Meinung sind als ich, Umgang mit Menschen, die mir nicht sympathisch sind, die mir feindlich gesinnt sind oder sogar massiv Schaden zugefügt haben. Jesus formuliert, was den Kern einer Kirche ausmacht: “Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Joh. 13, 35

Zwar träumen nicht wenige davon, dass der Eintrag in der Mitgliederliste der richtigen Kirche das Heil bringt – aber Kirche selbst bringt nicht das Heil, sondern Kirche ist ein ganz besonderer Raum, wo ich Menschen, die Gott kennen, und Gott selbst begegnen kann. Es ist meine ganz persönliche Entscheidung, was ich daraus mache, und allein daran hängt mein Heil. Einen solchen Raum wünschen wir allen!

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Nur wer ein Ziel kennt…

Das heutige Foto zeigt einen Ruderer mit zusätzlichen Segeln, der in Seattle gestartet ist, um über ca. 2000 km nach Alaska zu kommen. Diese Person hat sich ein großes Ziel gesetzt.

In vielen Unternehmen ist es heute Standard Ziele vorzugeben. Es ist jedoch zu beobachten, dass viele, die Ziele vorgeben, keine Ahnung mehr haben für den Aufwand, der sich dahinter verbirgt. So entwickeln sich manche Unternehmen immer stärker zu Traumfabriken und geplatzten Seifenblasen am Ende.

Es ist wesentlich, dass das Ziel und der Weg zum Ziel korrespondieren, das gilt auch im ganz persönlichen Bereich. Mit traumhaften Zielen bekommt man Aufmerksamkeit, aber nur erreichbare und erreichte Ziele bringen mich wirklich voran

Für Gläubige stellt sich Frage, was für ein Ziel hat Gott mit den Menschen? Am kompetentesten hat dies Jesus formuliert: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt… Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Matth. 22, 37-39).

Das Ziel für uns Menschen ist, in einer guten Beziehung zu Gott, zu meinen Mitmenschen und auch zu mir selbst zu leben. Der Weg dorthin ist nicht immer einfach, aber mit Gottes Hilfe kann jeder seinen Weg finden.

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Veränderung ist keine Katastrophe

Das heutige Foto zeigt das Jahrhundertereignis von letzter Woche, als der Mond anfing den Kernschatten der Erde zu verlassen. Früher wurde dieses Ereignis als Teil einer Katastrophe angesehen, entsprechend verängstigt waren die Menschen in dieser Situation. Heute kennen wir die Erklärung einer totalen Mondfinsternis. Dieses Wissen nimmt uns die Angst.

So wie die Raupe durch die Verpuppung zu einem wunderschönen Schmetterling wird, ist diese Phase keine Katastrophe, sondern ein ganz natürlicher und wichtiger Zwischenschritt.

Im Leben von jedem Menschen gibt es immer wieder größere Veränderungen. Bestehendes und Bekanntes löst sich plötzlich auf oder funktioniert einfach nicht mehr – Neues ist (noch) nicht zu erkennen. Das heißt für viele Panik, Hektik, Angst…

Die Sichtweise, dass dies im Leben und jedem Alter ganz natürliche Phasen sind, kann die Dramatik der Situation deutlich entschärfen und helfen, mit mehr Gelassenheit darauf zu warten, wann das Neue sich zeigt und wie es sich entwickeln wird.

Wer solche Phasen im Glauben an Gott durchlebt, kann zusätzlich erfahren, wie unser liebender Vater einem ganz besonders nahe ist.

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Leben mit Leib und Seele

Dieser Musiker sitzt am Hafen, hat weitere Instrumente um sich herumstehen und macht als One-Man-Band ganz tolle Musik. Irgendwie scheint er es zu genießen an diesem Ort zu musizieren. Schön, wenn man das so empfinden kann und zeigen kann.

Die Realität (beruflich und häufig auch privat) sieht bei vielen ganz anders aus. Druck in unterschiedlichster Form, manchmal ein nicht ganz angenehmes Umfeld heißt: Zähne zusammenbeißen, sich auf die Aufgabe konzentrieren. Gefühle am besten verdrängen, sie wären nicht positiv und damit zusätzlich belastend. So funktioniert man, manche ein ganzes Leben lang!

Leben ist etwas anderes. Bei allem, was ich tue, bin ich ganz dabei – mit Leib und Seele, mit Verstand und Gefühl. In der Vorbereitung, bei der Durchführung und beim Reflektieren und Genießen hinterher. Ich spüre mich selbst und achte auf mich. Ich habe auch ein Gespür für die Menschen um mich herum und begegne ihnen mit derselben Achtsamkeit.

Dieses Leben ist, was Gott allen Menschen wünscht: „Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, ganzem Gemüt und ganzer Seele… und deinen Nächsten lieben wie dich selbst:“ Matth. 22, 36-40

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Lebenswerter Glaube

Die zwei Schlüsselwörter in unserem heutigen Spruch heißen „lebenswerter Glaube“.

Zuerst zwei Abgrenzungen. Gemeint ist damit nicht Religion – der Versuch über menschliche Definitionen und Regeln die Beziehung Mensch – Gott festzuschreiben. Gemeint ist auch nicht Kirche – die zwangsläufige Formulierung von Kriterien zur Mitgliedschaft, der Aufbau von Hierarchien und die natürliche Neigung jeder Organisation, sich selbst immer mehr zum Zentrum zu machen.

Lebenswerter Glaube hat ganz stark mit persönlicher Beziehung zu tun. Jesus sagt von sich: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben….“ (Joh. 14,6). Jesus ist das Zentrum, in ihm ist alles zusammengefasst. Diese persönliche Beziehung zu Jesus ist das Lebenswerte und fordert mich als Mensch mit allem, was mich ausmacht – handeln, denken und fühlen.

Das ist einfach für Menschen, die sich mehr oder weniger angenommen haben, schwierig ist dies für Menschen, die damit ein Thema haben. Die vermeintliche Alternative in Regelwerken von Religionen oder im Streben nach Einfluss in der Kirche bringt keinen lebenswerten Glauben.

Einen lebenswerten Glauben wünschen wir allen

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Zuhause ist….

Das heutige Foto ist ein Schnappschuss während unseres Urlaubs an einem Verkaufsstand. An Bedeutung hat der Spruch erst anschließend gewonnen, als unser toller Urlaub zu Ende ging und wir uns wieder auf unser Zuhause freuten. Der Spruch mit dem Hund zeigt einem lebhaft auf, wie Freude über ein Nachhause Kommen aussieht.

Dabei kam mir die Geschichte vom „verlorenen Sohn“ in den Sinn oder genauer von dem „liebenden Vater“, der für sein Kind Gnade über das Recht stellte und in überschwänglicher Freude ihm entgegengelaufen ist und ihn vorbehaltslos wieder aufgenommen hat. (Luk. 15, 20)
Was Jesus in dieser Geschichte deutlich macht, ist, dass jeder Mensch ein Zuhause hat und sich Gott über jeden so sehr freut, dass er jedem, der zu ihm unterwegs ist, entgegenrennt und ihn herzlich begrüßt.
Ein Zuhause ist ein sicherer Ankerplatz, dort ist für alles ge-sorgt, was ich zum erfüllten Leben benötige, dort finde ich auch Wärme, Zuwendung und eine feste Zugehörigkeit.

Was für eine Botschaft speziell für uns heute, wo viele heimat-los und entwurzelt sind, wo viele Zukunfts- und Existenzängste quälen. Gott sei Dank für diese Perspektive!

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Wertvoller Mensch werden

Es ist schon bezeichnend, was ein erfolgreicher Mensch wie Albert Einstein alles an Weisheiten formuliert hat.

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?“

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.“

Wir wünschen allen Begegnungen mit wertvollen Menschen, um selbst ein wertvoller Mensch zu sein!

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Verurteile niemanden, nur weil er anders sündigt als du!

Der heutige Spruch gefällt mir ganz besonders, weil er einfach eine ganz wesentliche Tatsache beschreibt. Alle Menschen sind Sünder oder, wie Paulus es formuliert: “Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt …“ (Rö. 3,10f)

Wer diese Tatsache verstanden und weitestgehend verinnerlicht hat, verspürt wenig Drang andere zu be- und zu verurteilen. Bei mir sieht es in diesem Bereich vielleicht etwas besser aus, aber wenn ich an meine speziellen Bereiche denke…

Diese Selbsterkenntnis ist Voraussetzung, um zum Kern des christlichen Glaubens vordringen zu können – zur unbeschreiblichen Gnade Gottes, die er aus seiner Liebe jedem Menschen schenkt, der innerlich bereit ist, dieses Geschenk anzunehmen.

Im Vaterunser beten wir: „Und vergib uns, wie wir vergeben…“ -wer verurteilt, hat (noch) nicht vergeben. Wer den Ärger runterschluckt, hat auch noch nicht vergeben …

Wer das Augenmerk statt auf Verurteilung auf Vergebung setzt, ist näher an der Quelle des Lebens, spürt stärker Gottes Gnade, spürt stärker Gottes Liebe im Leben.

Das wünschen wir allen!

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Wer frägt führt

Ein früherer Chef sagte zu mir als jungem Teamleiter: „Wer frägt, führt!“. Mit offenen Fragen wird ein Thema ggf. auch eine Richtung vorgegeben, zu dem Antworten gesucht werden. Je offener die Frage, umso vielfältiger und spannender sind die Antworten und die daraus resultierende Diskussion.

Heute sagen mir meine Kinder, wenn etwas nicht funktioniert: „Frag Google, Google weiß alles!“ Die Message ist, probier nicht „stundenlang“, sondern frag doch einfach, irgendjemand hatte sicherlich dasselbe Problem und die Lösung im Internet beschrieben.

Die Fragen, die ich stelle, und die Fragen, die ich nicht stelle, sowie die Fragen, die ich nicht einmal denke, prägen mein Leben und sagen viel über mich selbst aus.

Auch Jesus nutzte Fragen, wenn es um das Wesentliche im  Glauben ging: „Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? …Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“ (Matth. 16, 13-15)

Jesus hätte die Antwort vorgeben können, aber tut es nicht, er stellt beim ganz entscheidenden Thema zwei Fragen, damit seine Jünger die Antwort selber finden bzw. erarbeiten.

Wir wünschen allen gute und offene Fragen, die einen im Leben und im Glauben voranbringen, und Zeit darauf Antworten zu finden.

 

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Ausgefülltes Leben

Dieses Foto entstand während einer Woche am Bodensee. Eine Woche lang segeln, übernachten und leben auf einem Segelboot. Morgens aufwachen, wenn die Vögel beginnen zu zwitschern, aufstehen und, während alle anderen noch schlafen, den Sonnenaufgang bei einer Tasse Kaffee genießen.

Beim Segeln vom Wind abhängig sein, den Kurs bestimmen vom Ziel und vom Wind. Den Wind spüren und die Segelstellung immer wieder überprüfen, ob sie zum Kurs und zum Wind passt. Zeit haben zum Gespräch mit den anderen, die alle auch Zeit haben. Gemeinsam ausgiebig essen, anschließend, alles gemütlich, spülen und aufräumen. Sonnen, schwimmen im See oder einfach mal richtig blöd sein im Wasser oder an Deck. Zeit haben einfach stehen zu bleiben und die Anlieferung einer großen Yacht mit großen Augen zu beobachten.

Ich fühlte mich zurückversetzt an Tage meiner Kindheit in den Sommerferien. Jesus sagt (zwar in einem anderen Zusammenhang): „Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Mt. 18,3

Kinder hatten zu meiner Zeit keinen Terminkalender, aber Tage voller Leben, das wünschen wir allen immer wieder – auch uns selbst!

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Entfremdung bei Machtmenschen

Um Ordnungen aufrecht zu halten oder zu schaffen, wird Menschen Macht verliehen, die im Idealfall auch die Gabe der Leitung haben.

Wir beobachten jedoch immer wieder, dass Menschen in einen Machtrausch kommen, dass sie gar nicht genug an Macht bekommen können. Max Horkheimer verwendet in unserem heutigen Spruch den Begriff „Entfremdung“. Entfremdung von Menschen als Folge der Entfremdung von sich selbst.

Es ist eine Tragik, dass oft Menschen, die sich selbst fremd sind, Machtpositionen anstreben. Wenn sie Macht erreicht haben, sehen sie es mehr als Besitz, denn als Leihgabe.

Jesus sagt: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“ (Matth. 20,25f).

Es ist der Kern des christlichen Glaubens sich als Person gefunden zu haben und durch die Gnade Gottes so stark zu sein, um im Dienen Menschen führen zu können– was für ein toller Gedanke!

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Geben verändert die Welt

Es ist unglaublich, was sich in den USA unter dem Slogan „America first“ mittlerweile alles abspielt. Gefühlt kommen täglich immer massivere Forderungen, was andere Staaten tun sollen gleichzeitig verbunden mit immer stärkeren Strafandrohungen. Mit diesem Auftreten schafft es der US-Präsident, das weltweite politische System, in dem auch Vertrauen und Zuverlässigkeit wesentliche Faktoren sind, in Schieflage zu bringen.

Die Aussage „ich gebe dir mein Wort“ hat hier keinen Wert. Gnadenlos werden sogar bestehende, mühsam ausgehandelte Verträge aufgekündigt und gebrochen.

Dabei ist unsere Welt heute mehr denn je auf das Geben und Vergeben angewiesen, in der Politik wie im persönlichen Umfeld. Wir erleben große Umbruchzeiten unter dem Stichwort Digitalisierung. Bekommen Menschen eine Chance mit der Veränderung mitzukommen, bekommen sie sogar eine zweite Chance, wenn es beim ersten Mal nicht gleich geklappt hat?

Jesus hat auch einen Slogan für sein Reich: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“ Matth. 7,12. Das ganz Erfreuliche daran ist, dieser Slogan hat bereits und wird auch weiterhin mit Gottes Hilfe die Welt verändern

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Gütig sein können heißt frei sein

Frei sein fällt nicht vom „Himmel“. Frei sein hat immer einen Preis, Bedarf eines Lösegelds! Das gilt für die äußere Freiheit (keine Unterdrückung) wie für die innere Freiheit (kein innerer Zwang).

Frei sein heißt, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten wählen zu können.

ohne Zwang die Nöte anderer sehen zu können und das zu tun, was für mich möglich ist, um die Not etwas zu lindern.

einfach, ohne Grund, Menschen eine Freude zu machen.

nicht zwingend auf mein Recht bestehen zu müssen, egal ob im Verkehr, im Beruf …

Frei sein bedeutet vor allem, befreit zu sein von der Last meiner Schuld und den damit eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten.

Paulus schreibt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ Gal. 5, 1. Freiheit ist etwas Lebendiges und muss wie alles Lebendige gelebt werden, sonst geht es mehr oder weniger langsam wieder zurück.

Wir wünschen allen Gottes Segen, um in der Freiheit in Christus  zu leben.

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Gott ist gut, und will für den Menschen nur Gutes

Am letzten Wochenende wurde ich an eine Predigt erinnert, deren Gesamtaussage so zusammengefasst wird:

„Gott ist gut, Gott ist nur gut

und Gott will für uns Menschen nur Gutes!“

Wenn der Glaube auf so einer Überzeugung basiert, dann ist der heutige Spruch eine konsequente Schlussfolgerung.

  • Sich auf Gott verlassen, ganz besonders in Situationen, in denen ich mir völlig verlassen vorkomme.
  • Sich auf Gott verlassen, wenn Schuld, Ungerechtigkeit und Hoffnungslosigkeit mich zu erdrücken droht.
  • Sich auf Gott verlassen, wenn ich mich entschieden habe, neue unbekannte Wege und Herausforderungen anzunehmen.

Wenn ich überzeugt bin, dass Gott nur das Beste für mich möchte, darf ich gelassen in ihm sein, wenn ich mich auf ihn verlasse.

Was für ein Angebot und welch eine Perspektive!

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Heimat ist dort wo…

Hn letzter Zeit taucht der Begriff Heimat immer häufiger auf. Es gibt jetzt ein Ministerium, das für Heimat zuständig ist. Für immer mehr entwurzelte und vertriebene Menschen zeigt sich die Sehnsucht nach Heimat immer stärker.

Aber was macht Heimat aus? Ist Heimat dort, wo ich geboren wurde? Ist Heimat dort, wo ich aufgewachsen bin?

Johann Friedrich von Herder beschreibt Heimat in einem ganz anderen Zusammenhang. Heimat ist dort, wo ich so sein darf wie ich bin, ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung, dort werde ich, so wie ich bin, angenommen. Was für eine schöne Vorstellung.

Ein Choral drückt dies sehr treffend aus „So wie ich bin, ohn‘ alle Zier, komm durch Dein Blut ich, Herr, zu Dir.“ Das ist Heimat, die Gott den Menschen anbietet. Wir dürfen sein wie wir sind in seiner Gegenwart, aber Gottes Gegenwart verändert jeden auf ganz natürliche Weise: „Sag mir mit wem du gehst und ich sage dir wer bist!“

Wir wünschen allen, so eine Heimat zu haben oder zu finden –  ein großes Geschenk.

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Das Ziel ist entscheidend

Heute geht es um das Große und Ganze, den Weg – den Lebensweg. Die erste Frage ist, gibt es den einen richtigen Weg? Die Lebenserfahrung zeigt uns klar, den einen richtigen Weg gibt es nicht. Es gibt immer mehrere Wege um ans Ziel zu kommen, manches Mal hat sich der Umweg als der direkteste Weg herausgestellt.

Die zweite Frage ist, ist der Weg, der für mich richtig geworden ist, auch zwingend der richtige Weg für andere? Zur Veranschaulichung: Wenn das Ziel Hamburg ist, dann sehen die Wege eines Münchners ganz anders aus als die Wege eines Flensburgers.

Die Fragestellung „richtiger Weg“ lenkt ab von der entscheidenden Frage, bringt mich dieser Weg dem Ziel näher. Damit steht automatisch die Frage nach dem Ziel im Raum, ist das Ziel klar und eindeutig? Paulus schreibt: „Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel…“ (Phil.3, 13-14)

Für meinen persönlichen Lebensweg ist allein mein persönliches Lebensziel entscheidend, dabei wird für Gläubige auch die persönlich Beziehung zu Gott sichtbar.

Wir wünschen allen Gottes Segen beim Nachdenken über diese Gedanken

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Umgang mit Fehlern macht erfolgreich

Die Autos auf unserer heutigen Spruchkarte in Kuba sind bis zu 60 Jahre alt. Nicht wenige Teile fehlen oder sind kaputt, trotzdem fahren diese Oldtimer. Die Menschen haben gelernt mit Begrenzungen und Fehlern zu leben und sind nach meiner Erfahrung sehr erfolgreich darin.

Die Erfahrung in unserer Gesellschaft ist, dass wir mit Fehlern immer schwerer umgehen können und deshalb der Drang nach Perfektion massiv zugenommen hat. Diese Entwicklung beobachte ich mit einer gewissen Sorge.

Leider ist auch immer öfters in theologischen Bereichen dieser Trend zu beobachten. Im Fokus steht nicht der Umgang mit Fehlern, sondern es wird häufig krampfhaft versucht, immer perfekter zu werden. Theologische Schlussfolgerung, das Scheitern ist vorprogrammiert.

Der Erfolgsfaktor im christlichen Glauben ist, dass das Thema Fehler (Sünde, Schuld) geklärt ist. Frei nach Luk.7,47 „Wem viel vergeben wurde, der liebt auch viel!“

Wir wünschen allen ein erfolgreiches Leben.

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Gedanken machen sich im Leben bemerkbar

Beschreibt ein hochaktuelles Thema „Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker, das alles sind rein vergebliche Werke; denn meine Gedanken zerreißen die Schranken und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei.“

Gedanken sind prinzipiell frei, aber sind sie geheim?

Gedanken hinterlassen Spuren im Gehirn, je häufiger sie auftreten, färben sie unsere Gedanken und Gefühle, was sich im Leben bemerkbar macht. Im Lied heißt es weiter: „ Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen und denken dabei: die Gedanken sind frei.“ Schwer vorstellbar, dass dieses Lachen im Herzen nur im Verborgenen geschieht. Jeder Einzelne kann (muss aber nicht) entscheiden, welche Gedanken sein Leben prägen und wer seine Gedanken prägen darf.

Jesus sagt in der Bergpredigt: „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens … Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ Lk. 6,45

Wir wünschen allen Gottes Segen, Kraft, Mut und Weisheit diese Freiheit der Gedanken zu leben.

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Nicht Ängste sondern den Traum leben

Momentan haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Das wird genutzt, um gezielt Stimmungen zu erzeugen, Massen zu mobilisieren, Wahlen zu gewinnen, letztendlich um Macht zu bekommen oder weiter auszubauen. Dieses funktioniert dadurch, weil bewusst Ängste geschürt werden, die Menschen im Innersten so fesseln, dass sie sich davon nur schwer befreien können. Es ist ein trostloses Leben.

Das Ziel Gottes ist nicht Angst zu verbreiten, sondern genau das Gegenteil: von Angst zu befreien. „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Joh. 16,33

Jesus hat die Ursache der Angst und alles Böse an Ostern überwunden und wird zu seiner Zeit dies auch vollenden. Das ist eine Perspektive die heute das Leben farbig und froh macht und in der Vollendung alle menschlichen Träume übersteigt.

Leben wir diesen Traum im Vertrauen auf Gott.

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Heimat ist, wo das Herz zu Hause ist

Lange Zeit galt für mich der Satz, Heimat ist dort, wo ich meine Wurzeln habe. Mittlerweile erleben wir aber immer mehr wie Menschen herausgerissen oder auch vertrieben werden und damit „entwurzelt“ sind. Auf der Suche nach einer erweiterten Definition fand ich „Heimat ist dort, wo ich der sein kann, der ich bin“ oder wie in unserem heutigen Spruch formuliert: „Heimat ist, wo das Herz zu Hause ist.“

Es ist wichtig eine Heimat zu haben oder eine neue Heimat gefunden zu haben. Heimat ist der Ankerplatz meines Lebens, der mir Schutz und Sicherheit gibt, der Ort, an dem ich auftanken kann und vielleicht sogar einen Liegeplatz habe.

Dieser Schnappschuss von dem Nest am Kreuz Jesu ist für mich ein Bild von Gottes Angebot. Sicherheit, Nähe und Geborgenheit. Das ist das Wesen des christlichen Glaubens und dieses Angebot drückt Jesus Einladung besonders gut aus: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matth. 11, 28).

Wir wünschen allen einen Ort, an dem das Herz zu Hause ist.

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Frohe und gesegnete Ostern

Mit dem Spruch von Zenetti

und dem Frühlingsblumenstrauß mitten im Schnee

wünschen wir allen

frohe und gesegnete Ostern

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Glauben ist Glaubenssache

Das Bild zeigt die Spiegelung eines Baumes im Fluss, der an dieser Stelle einen leichten Strudel hat.

Für mich ein schönes Bild zum Thema Wahrnehmung. Je bewegter und turbulenter das Leben ist, umso unklarer und verzerrter ist das, was ich wahrnehme und sehe.

Manche sehen etwas ganz klar, weil sie sich Zeit nehmen, es in Ruhe und aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, andere können darauf entgegnen, da ist nichts, du bildest dir nur etwas ein. Und tatsächlich, sie sehen auch nichts, weil ihre Wahrnehmung, durch welche Turbulenzen oder blinden Flecke auch immer, dafür beeinträchtig ist.

So ist es auch mit dem Erleben eines persönlichen Gottes. Wenn ich glaube, dass es einen himmlischen Vater gibt, werde ich viele Erlebnisse haben, die dies bestätigen. Umgekehrt, wenn ich überzeugt bin, dass es einen persönlichen Gott, wie ihn die Bibel beschreibt, nicht geben kann, werde ich dafür genügend Anhaltspunkte finden, die meinen Glauben bestätigen.

Der Glaube gründet sich nicht auf Beweise, sondern lediglich auf Indizien, die für den Gläubigen durch Erfahrungen zur Gewissheit werden. Dieses Verständnis hilft im Umgang miteinander.

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Heiligung bedeutet Hingabe nicht Selbstaufgabe

Die Begriffe Selbstaufgabe, Unterordnung, (blinder) Gehorsam hört man häufig bei Menschen, die in ihren Herkunftsländern nicht lernen konnten in Freiheit zu leben oder mit der Freiheit verantwortlich umzugehen. Es ist tragisch, dass diese Alltagserfahrungen häufig massiv den persönlichen Glauben dieser Personen prägen.

Unser Spruch geht von Menschen aus, die einerseits frei sind in ihrem Denken und Fühlen und andererseits innerlich ein Einheit darstellen, nicht irgendwie als Persönlichkeit gespalten sind.

Solche Persönlichkeiten können Beziehungen eingehen und Beziehungen pflegen. Dies gilt für Menschen wie für Gott. Jesus sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!“ (Matth, 22, 37).

Gute Beziehungen pflegen, sich auf andere einlassen können, lieben können, Unstimmigkeiten ansprechen und lösen zu können – das ist Leben pur, das Gott jedem Mensch anbietet.

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Lügner können niemanden mehr glauben

Dem Spruch ist nichts mehr hinzuzufügen. Beispiele, die die Aussage belegen, finden wir tagtäglich in den Medien.

Deshalb möchte ich den Spruch ins Positive drehen.

„Der Segen für den, der ehrlich und sensibel ist, ist nicht nur, dass er als glaubwürdige Person angesehen wird, sondern dass er selbst auch anderen glauben / vertrauen kann.“

  • Wer ehrlich und sensible im Umgang ist mit anderen Menschen, wird anderen auch vertrauen können.
  • Wer ehrlich und achtsam zu sich selbst ist, der wird Selbstvertrauen immer stärker entwickeln.
  • Wer ehrlich und auch emotional zu Gott kommt, wird Gottvertrauen haben.

Ehrlichkeit ist ein Zeichen von Stärke und Mut und gleichzeitig eine scharfe Waffe. Ohne Sensibilität verursacht Ehrlichkeit starke Verletzungen. Ehrlichkeit mit Sensibilität ist für alle ein großer Segen. Dies wünschen wir allen

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Ein klares Ziel schützt vor blindem Aktionismus

Der Spruch von Mark Twain hörte sich schräg und unlogisch an, aber aus meiner Sicht beschreibt er gut unsere aktuelle Zeit.

Aktionismus vielerorts, in der Politik ganz besonders. Nicht die Ursache angehen, sondern Ankündigungen und Aktionen, die bei der Masse und in den Medien gut ankommen, gerne auf Kosten von Schwachen, Ausländern, Andersdenkenden. In vielen Unternehmen ist es nicht besser: Strategien, Neuausrichtungen, Umorganisationen überschlagen sich, das eine ist noch nicht abgeschlossen, schon fängt das nächste an nach dem Motto: „höher, schneller, weiter“ – alles ohne ein wirkliches Ziel.

Kann es in unserer volatilen Zeit (ständig und schnell verändernd) überhaupt noch verlässliche und konstante Ziele geben?

Die Zusage Jesu kann hilfreich sein, die er in Bezug  auf Alltagssorgen gemacht hat: „Trachtet vielmehr zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“(Mt 6,33)

Gottes Welt reißt uns heute nicht aus dieser Welt heraus, aber ermöglicht doch einen anderen Blick darauf. Seine Gerechtigkeit, seine Werte sind kontrastreich zu dem, was wir tagtäglich erleben, und geben damit gute Orientierung und Sicherheit.

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Seelennahrung

In unserem heutigen Spruch geht es um die Freude, die unsere Seele ernährt. Freude ist der Motor, der Kraft gibt, uns motiviert und antreibt. Aus diesem Grund wird heute vielerorts versucht Freude „zu produzieren“, um Sportler, Vereinsmitglieder, Mitarbeiter, Kirchengemeindemitglieder zu motivieren, das Letzte aus sich herauszuholen. Das kann zum Erfolg führen, z.B. zu einer Medaille bei den Olympischen Spielen, es kann aber auch sein, dass trotz vollem Einsatz der Erfolg ausbleibt.

Freude, die unsere Seele ernährt, ist weder kurzatmig oder oberflächlich, sondern ist eine Freude, die existenziell ist. Mein Innerstes kommt in Berührung mit der Natur, die einen Eindruck in das Wesen des Schöpfers vermittelt, mein Innerstes kommt in Berührung mit Menschen, die diese innere Freude ausstrahlen, oder mein Innerstes kommt in Berührung mit dem Schöpfer selbst. Das Ergebnis ist Leben, empfindsam, kraftvoll, dauerhaft, wetterunabhängig und für die Ewigkeit.

Wir wünschen allen großen Appetit zu einer guten Ernährung der Seele, viel Freude bei der Suche nach besonders guten Zutaten.

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Weisheit besteht in der Fähigkeit Erfahrungen machen zu können

Erfahrungen zu machen, ist noch keine Weisheit. Erfahrungen liegen in der Vergangenheit und können auch zwangsläufig sein, d. h. für manche Erfahrung kann ich gar nichts dafür.

Weisheit bedeutet u.a. geistige Beweglichkeit und Unabhängigkeit. Sie befähigt ihren Träger, systematisch Dinge

  • zu denken („eine weise Erkenntnis“, „ein weiser Entschluss“, „ein weises Urteil“),
  • zu sagen („ein weises Wort“, „ein weiser Rat“)
  • zu tun („ein weises Verhalten“).

Weisheit als Fähigkeit, Erfahrungen zu machen, heißt deshalb für mich: aktiv Neues zu wagen im Denken, im Sagen und im Tun und anschließend über das Neue zu reflektieren. Was von dem Neuen war gut, was war weniger gut, was war richtig daneben, um beim nächsten Mal diesen Lerneffekt aus der Reflektion einfließen zu lassen. Damit gestalte und beeinflusse ich mehr meine Erfahrungen selbst.

Wir wünschen allen viel Weisheit mit diesen Gedanken und Gottes Segen, den theologischen Transfer dieses Mal selbst vorzunehmen.

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To live a dream

Die Aussage von Helmut Schmidt gehört zu den Klassikern: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!“ Die Realität, Pragmatismus auch die Kunst, das war seine Welt, diese Gesetzmäßigkeiten kannte er sehr gut, dazu wurde er bis ins hohe Alter geschätzt. Ein Mensch mit Visionen war er nie – schade.

Es gab andere Menschen, oft als Spinner belächelt, die eine Idee hatten, einen Traum. Legendär ist die Rede von Martin Luther King „I have a dream“ (ich habe einen Traum). Menschen wie Gandhi, Nelson Mandela… brachten die Menschheit voran. Nicht nur durch ihren Traum, sondern auch durch eine Idee, wie sich dieser Traum realisieren lassen könnte sowie mit dem Blick für Gelegenheiten, diesem Traum näher zu kommen. Grundlage dafür ist viel Geduld und die Gewissheit, dass es eines Tages gelingen wird.

Der Gedanke Jesu vom Reich Gottes gehört in die Kategorie, die die Menschheit nachhaltig verändert. Das Reich Gottes, das mit Jesus auf Erden begonnen hat, das in seinen Nachfolgern seither lebt und wächst und bei Jesu Wiederkunft zur Vollendung kommen wird. Die Bergpredigt (Matth. 5) von Jesu war der Auftakt, gewissermaßen die Regierungserklärung des Reiches Gottes. Durch Jesu Tod und Auferstehung sind die Voraussetzung geschaffen worden, dass es für jeden Menschen Realität werden kann. Für viele genial, für andere Spinnerei. Wer daran glaubt, ist selig.

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Geborgenheit erleben

Bei einem Spaziergang im Wildpark haben wir diesen Damhirsch entdeckt, der offensichtlich den Sonnenuntergang genießt. Für mich ein Bild für Geborgenheit und in sich ruhen können.

Geborgenheit ist „mehr als nur Sicherheit, Schutz und Unverletzbarkeit; Geborgenheit symbolisiert auch Nähe, Wärme, Ruhe und Frieden“ (Wikipedia). Diese Beschreibung macht deutlich, warum es eine tiefe Sehnsucht des Menschen nach Geborgenheit gibt.

Geborgenheit kann nicht erworben werden. Geborgenheit resultiert nach unserem Spruch allein aus erfahrener Liebe.

Liebe ist ein Geschenk, nach Erich Fromm auch eine Kunst, aber Liebe resultiert auf keinen Fall auf einen Verdienst.

So finde ich Geborgenheit nur bei Menschen, die mir Liebe und Nähe schenken, und nur bei einem Gott, der mir in Liebe begegnet und Nähe sucht, wie im Bild eines liebenden Vater dargestellt. In einem Psalm (4,9) drückt es David wie folgt aus: „Ich will mich in Frieden hinlegen und schlafen, denn du allein, Herr, gibst mir Geborgenheit.“ (Neues Leben)

Wir wünschen allen diese tiefe Geborgenheit in Gott und den Mut andere mit unserer Liebe zu beschenken, damit auch sie diese Geborgenheit spüren können.

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Nicht erfüllte Sehnsucht schmerzt

Sehnsucht ist ein inniges Verlangen nach einer Person, die man liebt, oder nach einem Zustand, den man begehrt. Deshalb treibt Sehnsucht an, aktiviert und beflügelt. Umgekehrt verursachen nicht erfüllte Sehnsüchte sehr große Schmerzen.

Gott hat als Schöpfer genau diese Sehnsucht in die Menschen eingepflanzt. Es ist eine tief verwurzelte Sehnsucht nach Gott, die einen motiviert, beflügelt und glücklich macht.

Große Schmerzen bis hin zu Seelenqualen haben Menschen, die Gott, aus welchen Gründen auch immer, nicht als liebenden Vater sehen dürfen. Was für eine schreckliche Perversion des Evangeliums, die Hürden aufstellt für innig suchenden Menschen und damit den direkten Weg zu Gott und zu der von Gott angebotenen Glückseligkeit versperrt.

Wir haben weder etwas dazugetan, dass Gott die Sehnsucht nach ihm in uns Menschen gelegt hat noch dass er, in seiner Liebe zu den Menschen, anbietet, in einer persönlichen Beziehung diese Sehnsucht zu stillen. Es entspringt allein Gottes Liebe zu den Menschen.

Wir können nur eines, diese Beziehung freudig und in großer Dankbarkeit, beflügelt und bereichert leben.

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Atemholen

Auf dem Foto sehen wir die Schwanzflosse eines Buckelwals. Buckelwale sind Säugetiere, die regelmäßig zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen müssen. Anschließend tauchen sie wieder in ihre Welt ein und geben freudige Töne von sich.

Für mich ein schönes Bild. Regelmäßig aus der Welt des Alltags bewusst heraustreten in eine Umgebung, in der genügend Luft zum Atmen ist und der Horizont deutlich weiter ist und mir damit eine ganz neue Perspektive bietet. Anschließend kann ich mit neuem Atem wieder in die Alltagswelt abtauchen und dort deutlich freudiger und bewusster leben.

Für Christen ist das Reich Gottes so eine andere Welt, die einem einen anderen Blick auf die alltäglichen Dinge schenkt. Außerdem erkennt man, was durch Gott bereits am Entstehen ist und dort andere Gesetzmäßigkeiten gelten.

Es ist diese Welt, die Jesus in seiner Bergpredigt (Matth. 5) vorstellt und zu der wir bereits heute Zugang haben können, um in unserer Alltagswelt, wie immer sie sich auch gerade präsentiert, freudig leben können (Luther sagte selig – deshalb Seligpreisungen).

Wir wünschen allen dieses regelmäßige Atemholen in Gottes Reich

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Künstler des Liebens sind Lebenskünstler

Vor über 60 Jahren erschien das Buch von Erich Fromm „Die Kunst des Liebens“, der den Grundsatz vertritt, dass Liebe Wissen und aktives Bemühen erfordert.

Paulus schreibt im “Hohen Lied der Liebe“ (1. Kor. 13), dass alles Tun vor Gott völlig nutzlos ist, wenn die Motivation dazu nicht Liebe ist, weil am Ende der Zeit nur die Liebe bestehen wird.

Jesus macht deutlich, dass in den beiden Liebesgeboten (Matth. 22, 36-40) „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“ und „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ alles hängt (Gesetze und Propheten). Nicht zuletzt macht Jesus die Liebe untereinander zum unverwechselbaren Erkennungsmerkmal seiner Nachfolger (Joh. 13, 35).

Lieben ist eine hohe Kunst, an jeder Kunst muss ständig gearbeitet werden und fordert mich als Künstler immer ganz. In Zeiten, in denen Menschen für Liebe überhaupt nicht empfänglich zu sein scheinen, hilft die Gewissheit, dass am Ende die Liebe sich durchsetzen wird.

Wir wünschen allen Mut, Ausdauer und Gottes Segen als Künstler des Liebens wahre Lebenskünstler zu sein.

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Kontostand des Herzens

Jahresende – Zeit zu bilanzieren und den Kontostand zu überprüfen. Zuviel auf dem Konto, bei den Zinsen? Konto überzogen, bei den Überziehungszinsen? Konto mit kleinem Polster, alles andere sinnvoll investiert?

Zum Kontoauszug des Herzens:

  • Zu sparsam gewesen, Vertrauen und Liebe zwar gehortet, aber es hat sich nicht vermehrt?
  • Zu leichtfertig Vertrauen und Liebe verschenkt und jetzt ein Defizit, das, wenn es ganz dumm läuft, mich mein Leben lang belastet und dringend Schuldenberatung erfordert?
  • In Vertrauen und Liebe investiert, sorgsam und überlegt? Dort investiert, wo Vertrauen und Liebe notwendig gebraucht wird, aber auch die Bereitschaft vorhanden ist, sich darauf einzulassen. Investiert mit Augenmaß, in Achtsamkeit auch zu mir selbst, mit ausreichend Reserve?

Wir wünschen allen Gottes Segen, Zeit und Mut zu ehrlichen Bilanzen und viel Weisheit und Freude bei der Investitions-planung für das neue Jahr.

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Gesegnete Weihnachtstage

Wir wünschen allen viel Zeit für Begegnungen,

um frohe und gesegnete Weihnachtstage zu erleben

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